Facsímil conservado en Internet Archive. Cuatro páginas defectuosas del origen, sin contenido, fueron retiradas. El reconocimiento de texto se hizo sobre tipografía gótica alemana: es legible y buscable, pero no exacto. Se sirve una copia de consulta en escala de grises —el original es un impreso en negro y el color no aportaba—; la copia de conservación, a resolución íntegra, queda en el archivo del Instituto.
Texto extraído automáticamente del PDF para consulta y búsqueda. Puede contener errores de reconocimiento; la referencia es el original. Cada página conserva su número, citable como ancla (#p12).
P
N
—
£
PIE
ir
Die Kun
Papier une, ER= 4 Lande, Aus dem'.
Franzöfischen der Descriptions des arts & metiers der Pariser Academie überseßt und mit Anmerkungen verfehen von
Johann Heinrich Gottlob von Justi.
Mit Kupfern,
Berlin, Stettin und Leipzig, bey Johann Heinrich Rüdigern, 1762.
£
109% ! 3%
Y
f
.
is
»
R
ren
ii»
“
2
WI /
7
si
4
g
A=?}
N
7
x -
Tr. ui
y
& >
nN
5
'
E
>
Zn
7
ERES“
s
Bon
*
(|
” ; [2
A
Q IR:
‚BD
[ -
+ 284
|
‘cr d-
4
€
„
(| t
«3
F
%
74
5
2 3 . g n u l d n a h b A r e s e i d u z e i m e d a c A r e - Paris _——
——n—T
|
c rs Vo n de , rts de un rh Jah n ter lek s de g an sg Au zu ie achdem die Academ _ . e i l so n ge rti rfe ve zu te ns Kü r de te ich sch Ge ine me “ gefasset hatte, eine allge . en ch ma ‚zu er pi Pa t ns Ku r de ng bu rei sch Be die s tte ile sb ferte . Herr De eihr sc Be Die d un ; en ch ste ten lat rp pfe Ku t. ach 98 16 hr - Man ließ im Ja
s Ge die e seh an (W . en les rge vo 06 37 hr Ja im ie em ad Ac bung wurde in der .
ee:
Sit
; schichte der Academie von Jahr 1706.)
die r wi em ind n, alte beh bey eit Arb ten ers ser die en att rpl pfe Ku die en Wir hab es es Di en. len sch ich idl me ver un die n, be ha en mm no ge vor n ne LLeränderungen darin
sind die Kupferplatten-1, 2, 4, 10, r1, r2, 13 und 14: Allein wir haben die Be
chreibung. die dabey gemacht war, aufgegeben, weil wir über alle Theile dieser Fa-
Pre
ife, uns in eine viel umständlichere Beschreibung haben einlassen wollen.
Man findet in unsrer Beschreibung die verschiedenen Verfertigungsarten, be nebst denen Kunstwörtern, die man in verschiedenen Provinzen änwendet3 die neuen
Aussichten, wozu der gegenwärtige Zustand der Papierfabriken einsichtigen Persohn hru Erfa die che wel s, ent lem Reg die ; hat n ebe geg it nhe ege Gel st selb uns nen und
rii-hervergebracht habdieen:amendmeilich» e Weisheit des Ministe der Fabricanten, undDie dineue n Formen der eylindrischen Mühlen finden,
wird man auch hier sten in Holland gewöhnlich sind, und'die uns noch, so zu sagen, die Beschreibung eis ner neuen Kunst an die Händ gegeben haben.
;
3
Herr du Hamel von der Königlichen Academie der Wissenschaften, als er auf Ordre desMinitterii eine Reise nach Andoumois that, um an der Ausrottung der die ner Ken ein als t ha ; ten üfte verw inz Prev e dies lche swe n eite arb zu r öfe def Geirey has Er . men om gen in che ens Aug N D ahl Anz ßer gro in n, hier die ike br fa er pi Pa
4 © Borbericht „uns seine Aninerkungen mitgetheilet, und wir haben davon häufigen Gebrauch 56-
macht, insonderheit, wenn von denen Verfahrungsarten in Angvumois die Frage ges Wesen ist.
- Herr le Cat, Secretair von der Academie der Wissenschaften zu Rouen, hat uns in Ansehung der Normandie die Erläuterungen mitgetheilet, die nöthig gewesen find, und Herr von Clevant, Secretair der Academie von Besanzon in Ansehung
der Mühlen in der Franche-Comte. Heer von Melie, welcher lange Zeit einer von den Eigenthümern, der Papiermanufactur zu Montargis gewesen ist> und
wWelcher-
davon eine Beschreibung gemacht bat, hat uns gleichfalls seine Untersuchungen ges neigt mittheilen wollen. Endlich.haben wir auch selbst diese und verschiedene andere Manufacturen besuchet, und Ele eit, und mit vieler Sorgfalt uns
terfuchet, um uns im Stande'zu befinden,
„in allen ihren Umständen zu beschreiben.
die Kunst Papier zu machen, genau und
zu Die, Holländischen Cylinder, die wir beschrieben haben, befinden sich schon Amsterdam in Jahr 1734 in Kupfer gestochen; allein mit schr einfachen, in Hollans discher Sprache geschriebenen Noten, die gar keine Erklährung in sich enthalten, und man muß die Wirkungen hier größtentheils errathen: Uebrigens können wir hier . nicht-verhalten, daß man felbft in Holland die Urheber dieser Sammlungen beschul-
t mi en, hab et tell ges sich n, che mä zu ein m ge sie die , en nst Kü den in sie diget hat, daß
g wichtigsten Sachen verschwiegen, und fo gar die wesentlichsten VerhaltVorsadie
ma zu ß htlo fruc vn däv ng mu hah Nac die um en, hab ert änd ver n ine sch Ma r nisse ihre hen. „Wir haben uns demnach am meisten bey denen zu Montargis eingerichteten Maschinen, und bey der Berfuhrungsart, die man daselbst gebrauchet,- aufges halten. Sie sind schon durch eine Erfahrung von 20 Jahren zur Vollkommenheit
chs rfü eife se die g, un ell rft Ve ige cht trä der nie se die st elb das en hab r wi . und gebracht3
zu t ann bek ste Kün die n, ger wei ver che wel er, Eif n sige nnü eige en dies , cht Fur tige der t Lich das n elbe dies in und en, rag zut bey as etw eit enh mm lko Vol r ihre "machen, zu chwa Sch en, ahr erf ht nic , gen brin zu ung uch ers Unt der ist Ge den und de kun Natur _ zu sam lang so ste Kün die daß , sind esen gew e ach Urs ige einz die her zeit che wel heiten, ihrer Vollkommenheit fortschreiten.
)
-
Te
Ai
In der That haben fast alle Künstler zum Grundsaß, ihre Verfahrungsarten 1" ezub vör st Kun er ihr niß im he Ge s da , nen kön er imm sie l vie zu verbergen, und sich, so nvo hts nic ich ffe ho so rt; de or erf ses die sse ere Int halten. Wenn ihr persöhnliches sng gu we Be en lich ind erw üb un n ele Se ine me ge r vo sem die ihnen. Lasset sie immer
| rs De s da d un e nst Ku der it he en mm llko Vo die , ers rg Bü ten gu gründe“die Ehre des der es daß st, Ern m alle in ben glau e viel in, Alle ! ern opf auf seyn -zu lich nük gen gnü in me ge h tlic en öff ht nic te ns Kü r de aft ch ns sse Wi die , re de for er Vortheil des Staats
n se die t ub la er s un y se Es . en eil th zu machen, um sie nicmithdetne-n Fremden.
Leuthen.zu antworten, um, sv.zu sagen, die Academie zugleich zu rechtfertigen,
n le al er ed tw en t, is r. he lic üg rz vo t a a St esmvoitzr uteinheenilen, welche. die Sohn unfver Arbeis macnahenchEin‚wficelchhten de ge 21: - Icrtehn fra die schw
Geleh . 2 er Od ; en ch ma zu er en mm llfo vo siv de lge Fo r de in keeans erworben hat, um fie 1 4
5
der Academie-
r e v zu ge sä nd ru 'G ne öh g un hr fa Er r de d un it in dem Zuständ'derMittelmäßigke e all en ng hä te ns Kü e Di . en nn kö en eh szi rau he ht nic s un sie hen c wel harten, aus “ ne oh en nn kö d un , en elb nf ne De n vo es all n rte schaften zusammen, erwa mit den
dieselben
es Di en nn kö n sse de ter Un . un th e itt hr Sc de en nk wa d un e 'als langsam die Künste von sich selbst ken»,
jenigen, welche die Wissenschaften treiben, fast niemals -: er nt Hi d sen tau en ihn h sic llen ste s sv en m eh rn te un er ab es nen fernen: Wenn sie
he: rlic nde wu , ung eib chr Bes e ftig lha eke r seh r abe , iche ndl stä um eine nisse entgegen,
e, säß nd Gru e ohn g run ah Erf de blin e ein , en au ßtr Mi es. nd ige eid bel Ausdrücke, ein ten, und eine tiefe Uns
at gs un hr rfa Ve he isc ub glä er ab , hten c i Abs te nk rä ch es ng ei sehr rs De t, ns Ku der en säß nd Gru n ene in-d d un r tu Na der n fte Krä issenheit in den re ige nft rnü ve e, nd stä Um re ige nst gü ck, ma sch Ge ter seß tge fes hr me ie i den ein en, als andere, wird
ünstler in den Stand gefeget haben, hierinnen weiter zu gelang . n' ste tig ch wi st den lb se ten ns Kü n ne de d un , rn tle ns Kü n ne demnach denen Gelehrten, de t mi r nu er die t, eile tth mi sse tni nn Ke n ige jen die en ihn er nn we Dienst geleistet haben, e ihr , iten hre tsc for iter we ct Pun sem die von n rde we ern and e Di t. ha Mühe erworben » run ah Erf te ach gem on sch er od gen hun suc ter Un ße nü un le Arbeit abkürzen, sich vie onDav rs öfte die ste, Kün rer and men neh Auf dem zu st Kun r eine sich n, pee erpa gen e: gut eit hh nsc Me der d un n, her eic ber d lan ter Va , s da en en di be d, fin en ied & versch jenste leisten Tonnen. "
>.
ana
Geil. nel
H paar
508
?
r Be he tlic en öff t die er rd fo er n, lge fo Er d un n ite be Ar n -.» Dieser Zusammenfluß vo eit, igk erz enh Off die , uen rtra We das g, ilun the Mit e eitig ens geg 'die , ung kanntmach
Frem. womit'man in denen Academien arbeitet. Wenn ihr.die Absicht habt, denenzug leich.
n lässen 5-so-werdet ihr sie auch - den von eurer Arbeit keinen Mugen ziehezu euren besten Mitbürgern unbrauchbar machen; und der Nationaleigennut, welcher. zus . auch d wir n, eide ben zu ste Kün er eur fe hül Bey die arn chb Na en eur t, ege euch bew
gleich euch-felbft die Vollkommenheit und den Fortgang darinnen entziehen. Kurz!
ihr werdet euch selbst weit mehrerer Erkenntnisse berauben, als ihr den Fremden nicht
nühu Bem en den von de Fein ere uns st selb hr me viel h nac dem set Las t. hab n oge entz
gen Vortheil ziehen, die wir uns gegeben haben, unsre Nation zu bereichern, ehe wirselbst durch eine übelangebrachte Verschwiegenheit die Vortheile davon verlichren!
- . Inden Zeiten der Barbarey und der Finfterniß, ws die nüßlichsten Künste in
in ihrer Kindheit befanden „ wurden Jahrhun? Geheimnisse eingewickelt, sich kaum derte erfordert, um zu einer Verfährungsart, zu einer Entdeckung zu gelangen; die mehr als einmal sich in ihrer Geburth wieder verlohren hat, und nur einem einzigen Menschen, vder einer sehr geringen Anzahl nüslich gewesen ist. Das Papier, desfen Gebrauch heute zu Tage so allgemein und'so bequehmalft, war seit taufend Jahdas ch rau Geb der ehe t, ann bek pa Euro in rten nde rhu Jah y zwe seit und n, Asie in ren von sich genugsam ausbreitete- Csgiebt nur allzu viel Hinternisse in dem Fortgange
der Künste von Seiten deverjenigen, die fie ausüben- Die Gelehrten können den
Weg hierzu nicht genugsam eben machen,
2 Dieses war der Gegenstand, den sich die Academie der Wissenschaften von ihr
ket ersten Errichtung an vorfegte, Sie De versichert, daß alle Schritte, ie ;
3
ie
Er
Vorbericht. der Academie,
r». wü n fey ch ßli nü ch rei nk Fra n ge Din en all r vo ; rde wü n thu - fie auf dieser Laufbahn s un r te un n ma e di , nd ta ys Be r de d un g un er eif ch Na die den, daß die Erleuchtung, t ch a tr e B m se ie d in s n u m u , n e rd ü w yn se d n e h ic re zu ls a r h e m , davon ziehen würdehtlichen Vortvoh ß a d n u n; te al eh d ub rz vo rn a b ch a N l rn i se e un r äc tr - allemal einen be » e g ll a n e h c s n e M e i D r o v in e ll a t h ic n , e r ä w n e n in w e g n I s e ll a it . e s b r r e A t r a V se e i s d a y d e b r o h v c li d h n c emein, welchen wir ohne Zweifel uns widmen müssen, sondern au l R e B e B . en n ss ü m e yn se g i e h land, dem wir vorzüglic
, oß gr h so c o n t er d n u rh h Ja en et ht uc le er em es di in t is te ns Kü r it de e lh e k n u D Die das Reg H bu auch die Gelehrten selbst öfters le
d- waorßinnnicenht adileeiScn hwierigkeit einer gewissen Verfahrungsart befteher, ob das Geheime r tu a N e di f au lg o rf E r , t de e ob h u r e b rm o F r de , in ie er r od e t a M r de in st n niß der Ku verschaffen kann:
en elb ns de ein all t ns Ku e di r ob e d o t, m m ko an , lle wo um Ba r zu e rb Fa e th ro e ön sch die sen wis e ich re nig Kö n - Drey Persohneim
h c i s n e s s a l n r e d n a e i D . t a h t e k c e d t n e ie m e d a c A r e d y e b e t if m y h C r e t m h ü r e b n die ei dig, oder unbeständig,
n ä st e „b d n u st Fe r e d e tw n e e id n auf Se - weiß, daß alle Farbeig y h p ie d er ab n, be ha t it ke e er k m h be c li m h e u q e b n U se ie d , e ch n el e w n je findz allein die e in m A « n ei , en es ew g e d n tä S im ls a m ie n d n fi , n se is w t h ic n n - sische Ursache dinadvo'g zu machen. Das weiße Eisend ,ieVerguldung, d Schme dawider auss
ne ei n ge ei "z . 2 r e h p m a C r e d , x ra o B er d , e ig n n e 'M ie d , r) su la G ie d erk. (oder rt vo l/ h za n A n ne ei kl r ne ei en d än H n de in ch no r u n e di , n e ch a S n he ic gl nü n vo e ig Mer » .ih it 'm ; en n n kö en ff o h t h ic n ir w ie ‚d d, fin n e d m e Fr r e d ls ei th en ft ei Persohnen, und m ks n a Fr n in te s n ü K n de an k ac m ch es G n de s; en st ig en w t ch ni ir w n en w n, le ei th zu nen n be el es di f u a r le st n ü K r de ls a , en rt eh el G r de en g u A e di l oh w so d un n, be . reich bele
_—
«ufmerffam machen. -
se n u g n u h se n A in s a d , h ic re k n ra F n vo m u ri te is in M s a d ch u a t. a h .. Derohalben ie Z n le al zu g n u m eh rn te n U se e di t, is t te ch eu rl .e m sa g u en g e il e h rt o V n e ig ft a ver wahrh n e d n vo lg o rf E en d , n a ch u a t g n fä n a ‚M . et eb el b d n u et ß tü rs te n u , ten entwonrfgeenn der Academie, um den Schleyer, der uns so viele wissenswürdige SaBemühu s lf ü H re ih h rc u d ir w d n si t h ic e ll e vi d n u ; n e h se zu in e , n e m h e n hen verbirgt, wegzu nderung in den Künsten ganz nah, welche derjenigem ähnleistung einer großen Verä vm Wissenschaften
nr
4“
N
|
n de in rt e d n u rh h Ja e er kt le as d e i d /. t - „lich is “
bewerkstelligen sah- -
t
Herrn de la Lande
|
*
' DI
ie Natur biethet uns eine Menge von Dingen dar, auf welche wir schreiben fön-
ennen, uid die auch wirklich in verschiedenen Zeiten und bey verschiedenVöl
h nac und h nac sie n sehe r Wi en, hab t iene ged s iere Pap des t stat lt We der fern Blätter.von Palmbäumen, Tafeln von Wachs, „Elfenbein und Bley, Tücher 5 von Leinewand.-oder-Baumwolle, Die Eingeweide-oder-das Fell. yon verschiedenen. Thies ren *), und die innern Fäden der Pflanzen zu diesem Gebrauch anwenden. Allein die ene änd vorh ge Men iger rflüß übe in eine n, inne -dar and beft st Kun der heit men kom Voll Materie ausfindig zu machen, und deren Zubereitungsehr leicht war.. So äst.in der That das Papier-beschaffsen, das män heutiges Tages gebrauchet, und dessen. Verfertigungsart wir hier zu beschreiben versuchen wollen. . Hätte. man-wohl eine mehr gemeinere Sache anwenden fönnen, ‚als die alten Ueberbleibsel von unfern-Kleidungen, ‚und zu dem geringsten andern. Endzweck ‘gebraucher ‚ganz abgenußtes Seinenzeug, die nicht. werden können, und deren Menge sich alle Tage erneuert? Hätte man wohl eine mehr ‚einfachere Arbeit, ausfindig machen können, als die Stampfung von einigen Stunden
vermittelst der Mühlen? Man ist erstaunt, wenn man bemerfet, daß diese Arbeit dergestalt geschwind von statten gehet, daß fünf Arbeiter in einer Mühlen ganz bequehm das
nöthige Papier zu der-unaufhörlichen Arbeit von 3000 Schreibern verschaffen können.
Von *) Man kann hier noch die-Rinden von Bäumen hinzufügen, auf welche viele Völker des
„Alterthums geschrieben haben3 ja die noch heutiges Tages bey verschiedenen Völ-
kern zu diesem Endzweck gebrauchet werden, denen das Papier nicht unbekannt ist. Wenigstens weiß ich dieses von den Völkern der Mälabarifchen Küste zuverläs«
fig. Sch besitze: selbst einen dergleichen Brjef auf Baumrinde in Malabariicher
Sprache, der ein Frachtbrief eines Kaufmanns»seyn, fol, wie mir von einem dies
ser Sprache. Kundigen versichert wörden.
B
wd
8
- Die Kunst Vondem Papier der Römer.
|
H“ Papier, Büh bey den Römern und Erregeram längsten in Gebräich gewe | fen ist, wurde von denFäden einer Egyptischen Wasserpflanze gemacht.
Nach
Maafigebung der Beschreibung, die uns Plinius von dieser Pflanze nach dem Teophrast
macht, hat sie eine Höhe von 9 oder 10 Cubitus (ein Längenmaaß der Alten eines Ellenbogens lang) gehabt; ihr Stängel ist dreyeckicht, von der Dice, daß sie mit der Hand“ umfasset werden könnte,
Jhre Wurzel ist krumm; sie endiger sich in einem Busch von
Haaren, oder in einem Federbusch, der Män und schwachen Fäden zusammen gefeget ist.
Sie ist von Guilandin, einem. Schriftfteller-bes sechszehnten Jahrhunderts
in Egypten bemerfet worden, der uns einen gelehrten Commentarium über die Capi« tel des Plinius, worinnen von Papier geredet wird, geliefert hat,
Diese Pflanze ist
auch in demProsper Albin undin dem Lobel beschrieben.. Hier sind die Nahmen, die
fie bey denen neuern Schriftstellern der Kräuterkunde führet, die man nachschlagen Fann, wenn man einegrößere Aufklährung über. diesen Artikel verlanget
Papyrus Syriaca et Siciliana.
RIT
*'C. Bauhini,in Pinace, 12,
Cyperus Nilotieus, vel Syriaeus maximus Papyraceus: - Moriffonii hiftoriae, tit. 3.
Cyperus enodis nudus, eulmis e vaginis brevibus prodeuntibus, is:te= nwioribus , Scheüchz, gram. 387...
Cyperus omnium maximus, Papyrus di&us, (Mont. Gräm. 14) Iocuftis minimis,
Mich. Gen. 44. tit. 19.
. Oyperusculmo triquetro nudo, ehe Sinplici foliofa, peduneulis fimpli-
eifimis, diftiche spicätis ir, Horae ecis, 50% Linnaei fpe-
meg
cierum, pag. 47.
Die Egyptier nennen diese Pflanze Berd; und sie essen das Theil v+on derselben „ welches
6m NO bey der Wurzel ist. -
$.
4
Es wächset auch in Sieilien eine Pflanze mit Nahmen Papero, die mie dem Pa-
——
pyrus in Egypten viel Aehnlichkeit hat. - Sie ist in den Adverfariis des Lobels beschrieben.
Ray und verfchiedene andere nach ihm haben geglaubt, daß es eben dieselbe
wäre, Unterdessen scheinet es nicht, daß die Alten von der in Sicilien einigen Gebrauch gemacht haben; und M. B, de Iussieu glaubt nicht, daß man sie mit einander vermengen muß; insonderheit, wenn man in dem Strabo lieset, daß der Papyrus nur in, Egy-
'pfen und in Indien-wachse:- Man kann zu diefem Ende nachsehen, was Plinius im
szren Buch, im ken Cap; Guiländin in einem Werke über diesen Gegenstand, ge-
druFt im Jahr 1576; der P, von Montfaucon in dem 6ten Theil der namder " ! Cs
- Papier zu machen.
EIR
- "Academie ber Aufschtiften:"undder schönen Wissenschaften z- die Ehrwärbigen Väter der
Benedictinerin ihrem diplomatischen Werkes und. insonderheit. der Herr Graf voa Caylus in einer sehr ausführlichen und gelehrtenAbhandlung, die er im Jahr 1758 der Aca'demie der Aufschriften mitgetheilet hat. Aus dieserAbhandlung wollen wir einen Furzen
Begriff mr. von M AG wir dasPR zu Rom zuhertüter,wurde,
2° Die äußere Schaale von vir Fadientenicht Papier darauszu machen..Die
innern &agen wurden viel lieber dazu erwählet- Daher fam es, daß man an dem Pa-
pier zu Nom verschiedene Beschaffenheiten und verschiedene Preiße, von einander unterschied.
Das Papier von Sais. wurde von den Papier Abschnißeln und Auswurf gemacht, NN - die man in diese Stadt zusammen lieferte.
Das [eneotifche Papier,das von einem benachbarten Orth also genannt wurde, wurde
von den Lagen oder Schichten der Pflanze gemacht, welche der äußern Schaale am nächsten | waren, und wurde nach dem Gewichte verfaufet; indem es feinen Grad der Güte hatte. * 1 Mach denen Lagen oder Blättgens, die sich unmittelbar unter der äußern Schaale bes fanden, fand man die Materie die zu dem Papier am geschicftesten war; und fie wurde auf folgende Art angewendet. = |
zn
6.5
re
f
Man fügte auf einer Srdieem nach aller ihrer Länge, wie man sie erhalten
konnte, an einander; und man übercreuzte sie durch andre. Queerlagen, welche sich ver-
- fmittelst' des"Waässer8"und'der“ Presse zusammen leimten.-- Solchergestalt bestand" dieses Papier aus verschiedenen Sagen; und es scheint fogar,. daß man zu den Zeiten des Claus
dius Papier von drey Schichten gemacht hat.
. >
Plinius lehret' uns auch, daß man die Lagen ober Blätter der Papierpflanze an
der Sonne getrocknet habe. Man theilte fie hernach nach ihrer verschiedenen Beschaffen»
beit, wie fie zu verschiedenen Sorten von Papier: dienlich waren, von einander. Man
konnte in jedem Stängel nicht mehr als zwanzig Blätter von einander absondern. Das Papier der»«Römer hatte niemals mehr als dreyzehn Zoll Breite; und über« dieß war dieses das schönste, so wie.das des Fannius beschaffen war. “ Dieses eh. um alle seine Vollkommenheit zu haben, mußte zart," fest, weiß und einförmig seynz Eis genschaften, die fast eben dieselbigen find, die wir/an unsern Lumpenpapier erfordern.
Man glättete das Papier mit einem Zahn; oder Muschel. Dinte sich'nicht einzog, und gab demselben einen Glanz.
-
N
A
Sie
Dieses 'verhinterte, daß die '
Sr
- Das römische Papier wurde eben tie das unfrige geleimer; und dieser Leim wurde -
aus dem feinften Meble,) das man in siedend Wasser einrührte, und in welches man einige
B 2
Tro-
IO
Si
Die Kunst:
'
Tropfen Weineßig that, zubereitet; oder|mit der Krume" von Höfen oder FE Brode, in siedend Wässer gerühret, und durch ein Beuteltuch gefeicher.
Hierauf schlug -
man das Papier mit einem Hammer; man gab ihm eine zweyte feimung; man that es
unfer die Presse, und dehnte es mit Hammerfchlägenaus, - Diese Erzählung des Plinius.ist durch den Caßiodorus bestätigt, welcher, indem er von den Blätterir der Papiers pflanze, wie sie zu seiner Zeit gebraucht wurden, redet, ausdrücklich saget, daß sie weiß, :
wie der Schnee, und aus einer großen Anzahl kleiner Stücken zusammengeseßt wären, daß man eine Zufammenfügung daran sehen könnte, welches nothwendiger Weise. 1 Gebrauch des Limes voraus zu seßen scheinet; Die vorhergehende Beschreibung von der Verfertigung des Papiers in'Egypfen und
zu Nom ist'bloß ein Auszug deffen, was Plinius im rzten Buch, im 12ten Capitel davon meldet; ein Auszug, 'den ich geglaubt habe, nur nach der Ueberseßung und den'gelehrten
-
Anmerfüngen' machen zu dürfen; die der Herr Graf von Caylus in seiner Abhandlung eingerücfet hat.
ke
Uebrigenswar die egyptische Papiespflanze sogar fehon zu den Zeiten des Homers
befannt: allein es geschah'nur erst nach dem Zeugniß des Varro zu den Zeiten der Eroberungen Aleranders, daß man anfieng mit derjenigen Vollkommenheit Papier daraus zu verfertigen, welche die Kunst allezeit der Natur hinzufüger. N
Ursprung desbautntdollenen Papieres, 7
an bediente sich ohngefähr bis in das zehente Jahrhundert dieses also aus der
Schaale dieser Pflanze gernachten Päpieres, das wir ißt beschrieben haben. Als-
denn erfand man, es aus gestampfter und inleinen Brey gebrachter Baumwolle zu.machen. - Diese Art, welche schön seit vielen Jahrhunderten in Sina im Gebrauch gewesen seyn soll, , erschien endlich in dem Orientalischen Reiche, ohne daß man den Urheber, den geirpunet und den Orth dieser schönen Erfindung genau weiß.
In des ehrwürdigen P. Bernhard von Montfaucon Abhandlung, die sich in dem
Stern Bande der Abhandlungen der königlichen Academie der Aufschriften und schönen Wissenschaften p. 605 u: f finder, ist beiviefen, daß das baummollen Papier xapıns
RouBuxwes, in dem orientalischen) Reiche, ohngefäht im neunten“ Jahrhundert anfieng
in Gebrauch zu kommen.| Hier sind die Beweise davon. Es giebt viele griechische Handschriften sowohl auf schlecht und gut Pergament, 1 als auf baumwollen Papier, welche den Datum des Jahres in sich enthalten, in welchem fie geschrieben sind, Allein die meisten sind ohne Datum. Aus denen datirten Hand- schriften urtheilet man sicherer nach der Vergleichung der Schreibezuge von dem Alter
derjenigen, die nicht datiret find. Das älteste Manuscript auf baumwollen Papier mit ‘dem Datum ist na das in der Fönigfichen Bibliothek 2889 numerivet, "4Mi
ahr
a B . n e d a m u z r ie p a P ” h c i e gl un te p i fer nn Ma ten r ti da un e di e i hw c i e gl n lei Al t. is n rde 3 Sah 1056 geschrieben wo ch an diesen ver-
au h sic n co au tf on M n vo . P r de t ha fo ; n te ir zahlreicher sind, als die dat rh Ja ten hn ze m de us „a e ige g Schrehatiberzüein ngr “sucht; und durch dieVergleichude n en W . 6 3 4 2 t ire er m nu ek th lio ib B n he ic gl ni kö d in ns ei rn de an r te un ft, ee td hundert en n; hu uc rs te Un en ich le rg de en eb nt de ei De in s man in allen Bibliotheken sowohl in Orient-al e el vi er od it, Ze r de en eb n vo er ed tw en , re de an ch no n vo da n ma de ür w so z te le el st an n ge n te un ne im r ie ap np ttu Ca s da ß da , en nn ke er zu leicht noch älter finden, Dieses giebt | «ag m yn se n de or w en nd fu er en nt he ze s de e ng fa An im en st he ät sp m zu er od t er nd hu Jahr e G r de ar w ts er nd hu hr Ja n fte öl zw s de ng fa An "Zu Ausgandegs eilften und.zu t, ite re eb sg au n lie ei Si ig ft lb fe d un e ich Re brauch davon indem ganzen orientalischen unde, die von.
rf U n ne be ie hr sc ge 45 11 r h Ja r im e in e in Roger, König von Sieilien, sagt
, be ha rt ue ne er e nd ku Ur ne ei t en am rg Pe f Rochus Pyrrhus beygebracht wird, daß er au ie w y, se n se we ge n be ie hr sc ge 02 11 r h Ja im , a e n u tt ca ta ar ch in , er pi pa un tt Ca f au e di
it Ze se die en eb um hr fä ge hn O . ist n se we ge t tir auch eine andre, die im Jahr 1112- da zu e di r vo r, re ih in s, iu en m m Co s iu er Al s de | sagt die Kayserinn Jrene,- Gemahlin e ar pl em Ex ey dr n ne ih sie ß da l, ge Ke en ht Constantinopel gestifteten Klosterfrauen gemac
. er al n (A r ie ap np ttu Ca f au s ne ei d un t en am von dieser Regel: zuftellete, zwey auf Perg . i» ol op in nt ta ns Co en nz ga m de in er pi pa un tt Ca s da m ka it Ze er es di h ac N . 8) 27 . Pp y. G
h. uc ra eb G in r eh m er m im he ic > sehen Re
, rs ie p a p n e p m Lu es d g n ru Ursp
edi be s ge Ta es ig ut he s un ir w en ss de , et ng la be an rs ie ap np pe m Lu s de g un pr rs U n de “ P W s. ge ßi rlä ve zu ts ch ni n vo da ir .w en iss w nen, (sagt der P.von Montfaucon); fo ß da , gt sa s, n ia in st Ju s de es n o ti u it st In ie -d er üb n se os Gl en in se in r te is en D s a m o Th t, ha t be le ge ts er nd hu hr Ja n te hn ze ey dr s de e es vor der Zeit des Accursius, der zu Anfang ig co ex ii rs u cc A m te ta ae te an lo au p e ta ar ch ae ce by om B t: is n de or w en nd fu er ch au er ß da , ch do h ic be au gl so ; et d re er pi pa un tt Ca n vo er hi er et ht ac er hn D . nt su e tata . näh hr se er pi pa un tt Ca m de . es ch el w , ft ei gr be r ie ap np pe m Lu s da en m ah N em es di unterbe rn de an s de s al n, ne ei s. de l oh w so h sic an m e w n, be ge ge er nd Lä t ha s E ) *)% fit ke > 149
B3
' diente,
n? pe m Lu s de m hu rt te Al m de n vo s ni ug Ze n ei s al ch rli eh hw sc l oh w te rf dü le el St se ie '#) D ster fo deutlich saget, daß er von Cattunpapier re päpiers gelten Fönnen; da Dem un rt Ca as w t. ha bt ha ge ff ri eg B n ne ei er ß da , det, und da man vermuthen muß verwerfliches. Zeugniß, daß das
ün n ei ist le el St de en lg fo e di in le Al t. is apier t ge rti rfe ve rn de än dl en Ab n de in t er nd hu ‚enpapier schon in dem zwölften Jahr häufig. Es ist auch leicht einzuschen, £ t sehr
worden ist, obgleich vielleicht nochFoninnchte Damals waren die häufigen Creußzuge. wie diese Erfindung: stattfinden ht ac N en ch is al nt ie or m de in t er nd hu hr Ja n Da nün das Cattunpapier im zwölfte on .
/
diente, wie in Sicilien, in dem Venetianischen Staare, und vielleicht auch in andern. Verschiedene Ausgaben von dem Aldus Manutius, die zu Venedig gemacht find, find auf Eattunpapier. "Die Nachbarschaft von Griechenland Hat hier ohne Zweifel dessen Ge:
brauch eingeführt, Demfterfcheinet demnach sowohl von dem einen als von dem andern zu reden. Allein, wir haben wegen des fumpenpapiers eine weit ältere und viel deutlihere Stelle in dem Peter Mauritius, genannt venerabilis, der ein Zeitgenosse des heiligen Bernhards war und im Jahr 1153 starb. Die Bücher, die wir alle Tage
lesen, sagt er in feinem Buche wider die Jüden, find aus den Häuten der Widder,
oder der Böcke, oder der Kälber gemacht, oder aus Orientalischen Pflanzen,
nämlich aus dem Papyrus der Aegyptier, oder endlich aus Lumpen; vx RaSVRIS VETERVM
PANNORVM,
SAN,
Diese Iegtern Worte bezeichnen das Papier, fo wie wir es heutiges Tages’ gebrau«
chen, 'auf das deutlichfte, Es gab demnach schon Bücher davon im zwölften Jahrhundert; und gleichwie man. die gerichtlichen Handlungen und Urfunden bis in das eilfte Jahrhundert auf Egnptifches Papier geschrieben hat; fo ist'es wahrscheinlich , daß es ohngefähr eben dieses Jahrhundert gewesen ift; in welchem das Lumpenpapier erfunden
* worden ist: und es ist zu glauben, daß dieses Papier das Egyptische Papier in Occident eben fo in'Verfall gebracht hat, als das von Baumwolle eben dasselbe in Orient ausser Gebrauch geseßt hatte. : 5 Perrus venerabilis sagt uns, daß es schon zu seiner Zeit Bücher von fumpenpas pier gemacht, gegeben hat; allein diese Bücher müssen außerordentlich selten seyn; denn was vor Nachfuchungen ich auch sowohl in Jtalien, als in Frankreich angeftellet Habe; fo habe ich doch niemals ein Buch oder Blatt von solchem Papier, wie wir es heutiges Tages gebrauchen, gesehen, das nicht seit den Zeiten des heiligen Ludewigs, nämlich seit 1270
geschrieben worden wäre. Sehet, beschließet hierauf der P. von Mantfaucon, alles, was ich über einen Gegenstand, welcher vor die Gelehrten fo wichtig ist, habe finden Fün-
nen.
Nach denen Untersuchungen eines solchen gelehrten Kenners des Alterthums aber
“Fann man sich schwehrlich Hofnung machen, ‚eine eigentlich bestimmte Zeit dieser Ende ;
)
.
e a e
;
a
ung
ngen,
“schon überall im Gebrauch gewesen ists fo konnten die Abendländifchen Ereussfahs rer die-Berfertigungsart leicht erfahren; und da die Verfertigung des Cattunpapieres mit der Bearbeitung des Lumpenpapieres fo viel Aehnlichkeit hat; fo war
nichts leichter, als daß ein nach Hause zurückgekommener Creußfahrer darauf vers
fallen konnte, ob fich nicht an statt Der in den Abendländern ermangelnden Baum? wolle die leinenen Lumpen auf eben die Art zu Verfertigung des Papieres gebraus chen ließen. Das zwölfte Jahrhundert ist auch sehr wahrscheinlich als der Zeits punct von Erfindung des Lumpenpapieres gezeiget worden, als die Königl, Großs
-brittanische Gesellschaft zu Göttingen diesen Gegenstand zu ihrer Preißaufgabe ge-
macht hatte: ob es gleich gewiß.ift, daß dieses Papier erst in dem dreyzehnten Jahrs
hunderte vecht in Gebrauch gefommen. - Herr-Hering hat insbesondere von Poms
mern erwiesen, daß das Lumpcnpapier schon zu Ausgange des dreyzehnten Jahr-
hunderts daselbst bekannt und üblich gewesen.
j
Papier zu machen,
>38
ung zu finden; und wir wollen uns nunmehr zudem gegenwärtigen Zustand dieser 1
Bon der Materie des Papiered. H)“ Papier, welches heutiges Tages in ganz Europa im Gebrauch ist (1), wird bloß aus alten abgenußten leinenen Zeuge gemacht, das man abgelegt hat, und weiter
zu nichts diene. In Auvergne giebt man dieser ersten Materie den Nahmen Partes, alte Feen;' andrer Orthen aber nennt man sie Chiffons, Lumpen, vieux linges altes Seinen, vieux Drapeaux alte Lappen, guenillons Hadern; und in einigen Gegenden von Limousin ist ihrNahme Ja peille. Die Provinzen, wo die größten Papiermanu" facturen errichtet find, finden genugfame Lumpen in denen benachbarten Provinzen ;' und es bleiben deren genug übrig, die in fremde Staaten verführet werden, -Z. E. die Kaufleuthe zu Lion lassen die Lumpen in Lyonnois, in Dauphine, in la Bresse, und hauptsächlich in Burgund samlen, um die Manufacturen in Auvergne damit zu versehen. Die Lumpensamler, oder Hadernfrämer (les Pattieres, Chiffo-
nieres ou Drapelieres), welche die Dörfer durchwandern, bringen eine große Menge -
von Hadern, ober Lumpen zusammen, zuweilen in denen Kothhaufen auf den Straßen, am meisten aber vermittelst einiger Kleinigkeiten, die fie denen Bedienten, oder den Ars men davor geben, die nicht wissen, was fie damit machen sollen. “Eine Elle Spigen zu 2 bis 3 Sols (8 pf. bis 1gl.), bezahlet zuweilen eine beträchtliche Menge davon, In den Städten bezeugt man mehr Aufmerksamkeit darauf. Es. fehlet daselbst nicht an Kauf leuthen,. welche alles Leinen zusammen zu bringe.* suchen, an welche es der Pöbel ver» "Fauft, und welche es in ihre Magazine samlen, von da diese Lumpen auf Mauleseln " nach Auvergne geschaffet werden. Die Sorten der weißesten und feinsten werden der
Centner bis zu 8 Livres (ohngefähr2 Rthl, alter Münze) verfaufer, ten $. 145,
Man sehe un-
ER
G. 10, -
Die Lumpen aus Burgund werden von den Fabricanten in Auvergne am höchsten gefhäger; weil man, wie fie sagen, in Burgund Fleiß anwendet, fie vorher in Lauge zu wafchen, ehe man fie verfauft, und weil fie vermeinen, daß wohlgemafchene Lumpen das schönste Papier geben. Wenn dieses ihre wahre Ursache ist; fo würde es nur an ihnen liegen, ihr altes Seinen, das fie von andern Orthen herbekommen, gleichfalls
- waschen zu lassen, = Das Holz ist- daselbst gar nicht selten3 indem die meisten von ihren
D) Wir werden von dem Sinesischen Papier zu Ende dieser Abhandlung, Art, 169, reden,
<
|
-
FI
|
7
Eye
|
Die:„Kunst.
Mühlen ean dem Fuße der RRer Wälder liegen, Unterdessen ist.dieses Waschen nir» gends gewöhnlich; und viele Persohnen glauben, daß es ganz und gar unnüße ist. Die
„besteWäsche,sagen sie, ist ein reund [qugwieriges Stampfen, : mm egg nr
VondersWaschung der umpei Go
4
einen
ir 220 die eine bessereVorstellung von:ie Wirfung- Bi Waschens auf bdie
nennen
eg
Zumpen haben , - wolien, „daß man es auf.eine. viel wirffamere Art anwenden: soll, = nämlich, daß man die Lumpen sogar waschen fall,” wenn fie schon durch die. Mähle gegangen und in eine Art von Teig.verwandelt find.
Jn diesem. Zustande würden: sie in .der
That gefihickter seyn,. die Wirkung der felzigten Materie, die in der Asche enthalten ist, anzunehmen. Man würde diesen. Teig nach dieser Wäsche, oder Einweichung mit Lauge, - ;
fete
|
ng
.
-
emma
fo gar noch einmal.waschen; indem man sie alsdenn abermals durch die. Mühle-gehen
ee
ließe 2-Alsdenn würden die Sonne, das Wasser und der Thau eine vollfommene Weiße
zu Standebringen; und. das alte shmußigte, gefärbte. und grobe Leinen» würde gleichmäßig geschit werden, ein feines Papier.daraus zu machen, „Allein was.auch dieser -Vor-
schlag an/sich selbst vor. Güte haben mag; so. haben wir doch nichtin Erfahrung gebracht, daß er. irgendwoin Ausübung, geseßt- worden.
>
Man fan mit.den Wirkungen dieser Wäsche die Versuche in Vergleichungen stel-
fen, die mit.dem Thon gemacht worden sind, um die Lumpen vom Schmuß zu. reinigen.
Man hat die Lumpenin den Stampflöchern mit Thon vermischet,/ und-fie der Wirkung er
der Stampfen ausgefegt. Hierdurch und durch die Wirkung des fließenden Wassers, das hier beständig zufließet, ist.in de That. ein. vollkommen gereinigter Teig entstanden, der sehr weiß schien. Unterdessen hatte doch das Papier, das daraus gemacht-worden ist,
"
ein graues. Ansehen, weil „sich die metallische und färbende Materie, die sich. gemeiniglich indem Thon befindet, auf. eine foinnige Art mit den Zumpen vereiniget,‚hatte, .daß die
Menge des zugeflossenen Wassers nicht hatte zureichen können, um sie wieder. heraus, zu ‚bringen 5.
-
$. 12,
Das weißeste und feineste Seinen ist allezeit das beste, weil der feinefte Fäden am
Msn weiß zu machen ist,
Man hält das von Hanf und Flachs allemal vor vorzüg„Aicher
*) Vielleicht hat man bey diesen Versuchen feine gute Wahl in Ausehung des Thones bes obachtet.
Man kann überhaupt von. dem Thon Fehr selten sagen, daß. er metal»
- lVersuchen isch und färben vt Mie er es aber wäre, s o würde man sol c hen zu di e sen sehrübel erwählen. Der Thon, der sich zu diesen Versuchen schicken
würde, ist der weiße alcalifche. Die weiße Farbe erfennet das Auge; und feine alcaltsche Eigenschaft, findet man, wenn er aufbranfet, fo: bald man ein menig
Scheidewaffer darauf gießet,
„sicher, ohne jedoch das Gewebe von Baumtwvolle zu verwerfen, - Das neue Leinen ist nicht
fo-gut dienlich, indem es sehr lange Zeitbedarf, ehe es zu einem genugsamen zarten Teige -
gebracht werden kann,
Die Lumpen von Wolle oder Seide können nur zu grauen Par
-pier angewendet werdenzund doch ist es nöthig, daß sie mitvielen groben Leinen vermischet werden (?). ; A FESTER Eerp Fr Das alte Papier könnte zu eben dem Endzwerf angewendet werden, aber der Ab-.
gang würde gar zu beträchtlich seyn, Man verfpahrer es lieber zu der Verfertigung der ‚Pappe, wo man in weniger Zeit und mit geringerer Gewalt arbeiter; und folglich leidet es bey eben dem Zufluß des Wassers'dests weniger Abgang. Ueberdieß verurfachet das * “geleimte Papier, ob es schon in siedendem Wasser gewesen ist, dem Papierteige ein Ele brichtes Wesen, welches man auf alle Art vermeiden soll, . !
Wenn die Lumpen, die in den Fabrifen ankommen, naß,geworden find, fo trocknet man fie vorher in den Trodenböden zum Papier, Davon man $, 110 reden wird, ehe. man-fie denen Ausleserinnen übergiebt,
Bon der Sortirung ‚oder Auslesung der Lumpen. :
CE
|
$..13.
3
Yie Summen, wenn fie wohl frodfen find, Fommen nunmehr in die Hände der Auslese-
timen (Deliffeufes ou Guilleres).
-
Dieses find Weiber, die gebraucht wer- -
ben, die Lumpen abzufchaben und nach ihren verschiedenen Befchaffenheiten auszulefen.
Dieses Heißer in Auvergne guiller, in Augoumois aber deliffer. "Sie befinden sich
zu dem Ende in einem zu dieser Arbeit bestimmten großen Saale, der voll von diesem alten leinen Zeuge ist, und sißen zwey und zwey auf Bänfen.
Zwey haben allemal einen
„großen Kasten vor sich, der in drey Fächer abgetheilet ist, um drey Sorten von Lumpen hinein zu thun, die sie.von einander absondern sollen, nämlich die feinen, die mittlern
und die groben, oder den Schränz, Die feinen werden zu dem besten Papiere bestimmt, fo wie die'groben zu dem schlechtesten oder Conceptpapiere, welches die schlechteste Sorte von dem weißen Papiere ist, die in diesen Fabriken verfertiget werden. Endlich wird der schlechteste Auswurf von Lumpen, "Unrach ( Traffe) genannt,
|
Eine jede von diesen Ausleserinnen hat eine mit einer groben Leinwand umgebene '
Pappe, die an ihrem Gürtel hänget, und aufähre Knie geleget wird *), auf welcher sie ;
*) Wir werden unten $. 150 von dem
..
:
mit
Materien zu Verfertigung des Papieres ma-
* Gebrauche reden, den man von verschiedenen „chen könnte.
/
*) Die Paptermacher in Teutschland wissen von diesem Instrument und der sorgfältigen N
Att? lefung-der Lumpen nichts, ohngeachtet fie allerdings nothwendig ist, wie in
dieser Abhandlung mit so-guten AP gezeiget wird. 'In Teutschland werden 5
weder
*
u
3.
er Die Kunst."
mit einem langen und“sehr scharfen Messer, die Nähte aufmacht, wenn dergleichen vors ‚tommen, und alle Unreinigfeiten abfehabet.: Nachdem alfo die Lumpen wohl bearbeitet „sind: so wird alles, was sich gebrauchen läßt, in die drey verschiedenen Fächer nach dem
Grade seiner.Feinheit geworfen ‚ und die Ausleserinn-läßt das übrige zu ihren Füßen fallen.“
‚ Diejenigen, welche bey der Sorfirung der Lumpen mehr Fleiß antwvenden wollen, ma:
hen in ihren Kasten sechs Fächer vor sechs Sorten von Lumpen, nämlich: vor superfeine, feine, die Nähte der feinen, die mittlern, die Nähte der mittlern und die.groben, ohne
die außerordentlich groben Stücke zu rechnen, dieman ganz und gar wegwirft. ; - Dieser übrige Auswurf, welcher" nicht zu Verfertigung des Papieres angewendet wird, heißet.in Auvergne boulongeon oder Unrath, Dieses find übelbeschaffene Nähte, oder Knoten, Säume, sehr grobe bräunliche Lumpen, Stüen von alter Sadleinwand, oder von Stifeletten, von Scheuerlappen, oder von Packleinwand,- und Stücken von
Wolle oder Seide.
Alle diese Auswürfe machen die leßtere Sorte von Lumpen aus, die
zu nichts anders als zu Maculatur angewendet werden kann, und zu grauen Papiere, wo‚ mit man die Nieße- des fipen Papieres, den Zucker, und andere dergleichen Dinge - einpackt,
Wenn man grau oder blau Papier von einer feinern und festern Sorte machen will;
so wie daraus die feine Pappe zu den Spielfarten gemacht wird; oder dasjenige ist,- worinnen die Spigen eingewickelt werben ıc. so gebraucht man.dazu nichts als grobes altes
Seinen, ohne einige Vermischung von wollenen Stücken. oder flokichten Zeuge,
In der Normandie werden die Lumpen.nur. in dxey Sorten von einander unterschie-
den, in die feinen, in die ausgelesenen (triage) und in die groben, die nach diesem. Ver-hältniß zu denen drey Hauptsorten von. Papier dienen, davon wir geredet haben,
Uebrigens da die Verrichtung der Ausleserinnen Aufmerksamfeit, Unterscheidungs'Fraft und Genauigkeit erfordert; fo bemühet man sich Persohnen*von einem „reifen Alter dazu anzustellen; und man kann es nicht Kindern anvertrauen., .
Die Kupfertafel I stellet die Ausleserinnen vor, wie sie vor ihren Kosten LM,
MN, NO, sißen, davon jeder in drey Fächer 1, 2, 3, eingetheilet ist. - Ihre Pappe ist mit der Zahl 4 bemerfet; das Messer, dessen siesich bedienen, iftin dex rechten a in O vorgeftellet,
S. 14.
Ohtigeachfetmandie Abrheilungen oder Fächer in jedem Kasten vorgefele bat; fo
giebt es doch Papiermanufacturen, wo.man-nur deren-zwey-gebrauchet; so wie andre, two man bis auf viere gehet. In der That giebt es Fabricanten, welche glauben, daß die Vor-
fihtig-
fo nur et mm nni Ma en. nitt efih ahg me Säu h noc k,. une etre aufg te Näh er wed
obenhin eine Auslefung- vor, welches die Ende, das .Ausschütteln des
Lumpen hennen.
-
ger:
T E , n e h r ä m Paper äh
- fichtigfeit in der Xusforficung von keiner großet Wichtigkeit ift: da hingegen anbe-sich a - überreden, daß die Arbeit der Ausleferinnen niemals genau genug seyn kann, daß man ‚die Säume und die Nähte abfondern und auf die Grobheit des Leinen aufmerksam seyn
müsse; daß man dasjenige, so von Werg gemacht ist,. von derjenigen zu unterschäden
Habe, die aus Flachshaaren gewebet worden; eben so, wie die hänfene Leinwand von der
flächfenen; und daß man endlich sogar auf den Grad der Abnußung, des Leinen Betracht - Haben müsse.
In der That, wenn man fast neue Lappen mit sehr abgenußten Lumpen
vermifcher; so wird die eine Art noch nicht in den Papierteig gebracht seyn; wenn die ans . dere schon bis auf den Punk erweichet und aufgelöset seyn wird, daß.sie von. dem Wasser
mit fort geführet wird, und mit durch das Sieb gehet.. Dadurch wird aber ein bes teächtliher Abgang in dem Werke, ein wesentlicher Verlust vor den Fabricanten und . selbst vor die Schönheit des Papieres eutstehen. Denn, die Theilgen, welche durch das fließende Wasser mit fortgeführet werden, sind. vielleicht diejenigen, welche dem Papier die Weichheit und Gelindigkeit geben sollen, daran-es demselben gar oft fehler, en
| Dieses ist noch nicht alles; ein Papierteig, dessen Zartheit ungleich ist, wirb ein
nebelichtes Papier hervorbringen, wo man Flecweise mehr oder weniger klare und mehr öder weniger schwache Stellen fiehet; wo man Flocken gewahr wird; die sich auf ber Forme gesamlet haben, weil sie nicht genug verdünnet waren, um BTich mit denen flüßigern Thei-
knzu veteinigen,
: 3
"NEE .
Es würdevn allerdings nöthig seyndas Leinen nach seinen EN ABe
schaffenheiten, fo wohl als die Säume' und die Faden aus den Nähten jedes besonders zu stampfen; weil die Faden in der Naht niemals so sehr abgenußt find, als die in dem Leis nen. Sie lösen sich dannenhero schwehrer auf und verursachen Fäsern in dem Papiere,
Wann man aber die Lumpen, die eine ungleiche „Beschaffenheit zu der Zerreibung haben, einmal jede Sorte besonders gestampfet bat; so kann man hernach ohne Unbequehmlichkeit
-
diese verschiedenen Papierteige mit einander vermischen, die sich alsdenn einfsrmig befin» den werben; indem ein jeder in derjenigen Zeit ist zubereitet worden, die nach Beschaf-
fenheit der Lumpen erfodert wurde. “Ohne diese Vörsicht wird man allezeit die feinften Tpeilgen verliehren, und die gröbsten werden ppp die sehoue Beschaffenhti ves Papie-
res verderben.
5
ze
cr
H
Diese große. Vorsichtin..der Sietwila der fumpen 'würde, erotic Me Foften,
Allein. man darf nicht zweifeln, daß fie nicht eine gänzliche VerschiedenheitIn der Schöns
heit des Papiers hervorbringen würde, ohne feiner,Güte zH’fehaden.
Man würde, den
Vortheil haben, daß man einen Teig, welcher dem Papier feine Stärke geben soll, mit einem andern vermischen könnte, welcher die Gelindigkeit und'den Glanz verursachen soll;
- ind man ware alfs SR mit einander vereinigen, die zeither nur abgesondert En
Seg |
state
.
ren
. statt: FERNE, Däs f r anzösi s che: Pedlir (wägen und flärfer; das von Serdani hingegen ist mehr einförmiger und fällt besser in die Augen. Man sche 6. 126, ; Wenn es:Kaufleute gäbe, die einen sehr großen Handel mit Lumpen hätten, fo
winden fieleichtim Stande-seyn,. alle diese Vorsichten zu beobachten, und alle diese ver-
schiedenen Befchaffenheiten von Lumpen besonders zu verfaufen.
Eben: dieses würde bey
denen großen-Fabricanten leicht stätt finden können; denen die Vollkommenheit ihrer Ars beit an Herzen läge, In Ansehung der andern ist es schwehrlich möglich, daß fie eine so große Auswahl machen können, - Sie thun unter die feinen Lumpen viele Dinge, die nur unter die Mierelforte kommen sollten: und unter die ieesere dasjenige, was»nur vordie
| ge Sorte verbleiben: sollte,
86
|
5
Ron dem Faulungsorth in Lumpen.
.
6. 16,
RB, man Sügefäh dreyßig tausend Lümpen hät,“ woraus zwey tausend Rieß 1von
mittlerer Größe gemacht werden können *), so unternimmt man, ein Werf Papier
zu machen; und man schaffet die Lumpen an den Faulungsorth.
In den kleinen Manu-
- facturen wartet man nicht, so lange:> Man. kann mit zwey oder drey tausend. Lumpen anfangen. :
:
- „Der Fußboden von der Kammer der Ausleserinnen bat,eine Defnung, eben sowohl,
als das darunter befindliche Zimmer, bis in eine Art von einem Keller, der sich halb unter
der Erden befindet.
Diese Defnung ist auf allen Seiten mit Brettern beschlagen, die
gleichsam einen breiten. Schlund, oder Nöhre-bilden, wodurch. man, eine jede. Sorte von
Lumpen hinunter wirft, um davon befondre Haufen zu machen, hach. den verschiedenen
Sorten des daraus zu verfertigenden Papieres,
„.. In gewissen Orthenin Auvergne ist der Faulungsorth nichts anders, als eine große
Rufe über Grube von gehauenen Steinen, die bestimmt ist, die Lumpen darinnen erhißen oder so zu sagen, faulen zu lassen .*) Sie kann 16 Fußin die Länge, bey 10 Fuß Breite
und drey Fuß Tiefe haben, Sie ist auf den Seiten verküttet, aber, nicht auf dem | Grunde;
Da +die Lu ame von fo valaeame Größe seyn können, und da di e Mühe fie zu zäh» ziemlich beschwehrlich und doch unnüße ist3 fo fann man billig zweifeln, ob die Ed
n Lumpe Pr n Werke em n ei zu e di Arb, mte m i unbest ? e n ei auf r mache Papier ätzen. In Teukschland wenigftens. geschiehet es.nicht. Man schäßek sie van ,
"-Rörben, nach Tragbütten, und am besten Centnerweise nach dem Gewichte. %
doch könnte es an, daß bier dreyßig fanfend Pfund gemeinet wären. würde Aber nich deutlich. ausgedrucet seyn.
Es
>" * aan 5% ef man sich, fo viel ich habe erfahren können, allenthalben eines roßen hölzernen Gefäßes jur Zaulang der Lumpen, welches die Faulbutte heißer, (le die weitläuftigen, Umstände, die hier vorgeschrieben werden, sind daselbst nicht ER, Man läßt die Lumpen.nur 8 oder. 9 Tage in der Faulbutte, währen?
fie einmal unmwendet. ; Man hält es ri gar'dor dli fie Wenger Zeit man
-
1,
Re
m;
Papier zu machen,
h, sic nn ka t, äl th en e ub Gr se die s da r, se as W Grunde; und das auf die Lumpen gegossene en Er ER BE
- also durch die Steine durchziehen.
ile ge n pe m Lu e di f au B fe Ku en rn lze hö - Das Wasser wird vermittelst einer andern | , ist. ey dab e nah z gan e lch we , hat fe Tie ß Fu y dre und rte vie Ge ins Fuß f tet, die fün ». ält eh rb sse Wa e di rch du es e lch we in e, nn Ri n ge Diese empfängt das-Wasser aus der lan gs un ul Fa r de ist er ab en th Or er dr An . en rd we en red 27 $. r nisse fließet, von denen wi
“orth eine gewölbte Kammer, in welcher man Haufen von Lumpen macht, die von allen | , en red von da ten un en rd we irW n, be ha Seiten sechs Fuß, mehr oder weniger Wenn die Faulungsgrube C voll von Lumpen istz- so gießet man währenden 10
ak nm he ze er .od ht ac ar zw d un , ist ll vo en ob s bi sie ß da , - Tagen immer fo viel Waffer darauf rn de an en zeh d en hr wä uf ra hie fie t läß an M , en ßr des Tages, ohne die Lumpen umzurü it: M r de d un : um nn da so sie et nd we an M n. ße gie zu uf ra da er Tagen ruhen, ohne Wass era zu ng gu hi Er die um , uf ra he e ch flä er Ob die telpunet der Lumpen kommt nunmehr auf
leichtern. Nachdem man fie umgewendet hat, fo läßt man fie noch funfzehn bis zwanzig Tage in der Fäulniß, dergestalt, daß die ganze Faulung fünf bis sechs Wochen dau«, ger ß gro so, ze Hit die nn we ein All n, me tim bes zu au gen ht nic ist ren kann. Die Zeit
et eil th ur fo ; nn Ba n lte ha dig en inw en nd cu Se ige ein worden ist, daß man die Hand nur SE,
man, daß es Zeit ist, damit aufzuhören.
ef, ng bri g lun Fau die in l ma ein f au pen Lum nig we n ma wo n, hle mü ier Juden Pap
fie gen erbi fo , find er klein fen Hau die weil denn en; faul Zeit ere läng eine fie man läßt ng ulu Fa r de r. ue Da r de n ge we hts nic n ma nn ka ich lgl Fo fich weniger und fehmehrer. “ bestimmen. Sie hängt auch von der Beschaffenheit der Lumpen ab. - Das feinste Lin« nen faulet langsamer , als das grobe, und das abgenußte shwehrer, als das neue; weil
die innere Feuchtigkeit, welche die Fäsern zur Faulung geneigt macht, in dem neuen und groben Sinnen größer ist, als in dem feinen und abgenußten. Wenn Champignons auf ehlg “wo es ein en ich nze Ken ein ses die daß n, ma ubt gla so en; chs wa fen den Lumpenhau
UAE ; faulten Zeuges (Zune bonne mowillee) ist. Man hat auch in Auvergne Faulungsgruüben, die zehen bis zwölf Fuß ins Gevierte -
n Mä t. ere thi nd ha t Ar ene ied sch ver ser die von e ein f -au Haben, und die man ein wenig f fün r ode r vie fie et ekß ben n Ma e. rub gsg lun Fau der ite Se e ein f au nur pen legt die Lum Tage über, vermittelst eines Wassersbehältnisses, das höher angebracht ist, und das fich Man höret sodann mie der
vier und zwanzig oder dreyßig mal des Tages ausleeret.
ge Ta ige ein fie an, l ma ern and zum gt fän n ma f; au e Tag y dre r ngy ode Naßmachuzwe
hnac n, che Wo y dre von f lau Ver h Nac e, mal ten drit zum so eben und z. ßen bene zu r übe der f 'au n ufe Ha en ich gle en ein n ma cht ma d, fin tet uch efe ang fam ug dem diese Lumpen gen
;
Dr
"andern
7?
MEL.
in der Faulung zu lassen und dennoch ist man im Stande, einen genugsam zarkeit und gleichförmigen Teig daraus zu machen. Eine allzu lange Faulung hintert in
' der That eine vollkommene Weiße des Papieres, wie in dieser Abhandlung in der Folge selbst eingestanden wird.
-
4
andern Seite ber Faulungsgeube, den man auf eben die Art mit dem Naßmachen bei Handelt, Hierauf wirft man den erften Haufen auf den leßtern: und man läßt fie faufen, ohne fie weiter naß zu machen.
Wenn nun ein dritter Haufen von Lumpen an die
Stelle des ersica gebracht, und eben auf diese Art achtzehn bis zwanzig Tage naß ges macht worden: fo fehaffer man die ersten Lumpen, die schon vorher auf die zweyten geworfen worden, abermals weg an einen besondern und trocknen Orth; und hier ist es, wo
die Faulung vollends geendiget wird,
er
Man hat in gewissen Provinzen noch eine andere Art mit den Lumpen in der Fau-
lung zu verfahren. Nachdem man fie mit Wasser eingetränfer bat; fo macht man davon einen Haufen in einen Winkel des gewölbten und zu diesem Gebrauch bestimmten
Saales. Man begießet fie von Zeit zu Zeit: wenn fie genugfam erhißet find; fo bringe man fie in einen andern Winkel des Saales, dergestalt, daß dasjenige, was in dem ersten Haufen oben war, sich nunmehr in dem zweyten Haufen unten befinde; und man« frägt Vorsorge von Zeit zu Zeit Wasser darauf zu schütten. Wenn er sich von neuen erhißet hat; fo fchaffee man ihn in den dritten Winkel des Faulungsgewölbes, wo man
- eine neue Erhigung erwartet, um ihn hernach in den vierten Winkel zu bringen, wobey
man allezeit beobachtet, daß man die Lappen unten in Haufen thut, die in dem vorher‚gehenden oben waren, und den Haufen fleißig begießet. Denn es sickert ein. braunes Wasser davon ab, von welchem die Lumpen zu. befreyen sehr dienlich ist. Nach der Maaße, wie man den erhißten Zeug, der in dem- ersten Winkel war, fortschaffetz so macht man in diesem ersten Winkel einen andern Haufen, welcher zu seiner Zeit auf eben
die Art alle vier Winkel des Faulungsgewölbes durchwandert.
:
Bon dem Gebrauch des Kalkes, 6. 13. ae 8 giebt Fabricanten, welche um die Wirkung der Faulung zu beschleunigen, Kalk un: » ter die Lumpen thun, Vielleicht könnte eine sehr kleine Quantität Kalk darunter, nüßlich seyn, Allein wenn man zuviel darunter thut; fo werden die mürbe gemachten. und zerfressenen Lumpen zu zeitig in einen Teig gebracht werden, und.mit dem Wasser.
durch: das Sieb durchgehen, welches nur die Unreinigkeiten davon fortführen sollte; und. . es wird mithin ein beträchtlicher-Abgang entstehen.
Dannenhero haben die Reglements,
welche allezeit dem Mißbrauch des Eigennußes vorbiegen, und selbst über den Vortheil
der Privatpersohnen wachen sollen, weil der Vortheil des gemeinen Wesens davon ab-
Hängt, vermuthlich aus dieser Ursache den Gebrauch des Kalfes ganz und gar verbothen. 6.
19.
.
u
Ehe man die Lumpen zur Faulung in Haufen bringet, pflegt män-in Angoumois fie ju die Anfeuchtungsgrube zu thun, welche eine Art eines Troges von gehauenen Stei9
|
7
onen
j
21
Gr
Papier zu machen,
, uf ra da r se as W es nd ße flie r hie et hr fü . an M t, ha d nen ist, der einen abschüßigen Grun rt fo it m n ite ke ig in re Un r de l ei Th en ein , ht ac m ß na welches die Lumpen durchtringet und
s fie 1, . g fi C in es an m e wi , rt A e di f au st fa ; ht ac führet und fie zur Fäulung geschickt m , len fau ht nic r) oi ill ou (m be ru sg ng tu ch feu An ser die in het. Allein man läßt sie -
6. 20,
R
=
le? üh rm pie Pa er ein e eil Th n ste ich chl tsä up ha r de es ein ist e ölb ew sg Das Faulung
r de s au r tu fac nu Ma er ein nd sta Zu ten gu den e rgn ve Au in n Gemeiniglich beurtheilet ma ls ha it ke ich inl Re rn, ße grö er ein l sol er m m Ka e Di . es ölb ew Beschaffenheit des Faulungsg Si in ng ru tte Wi r de en ng ru de rän Ve die n ge ge sie r eh jem eß ber gewölbet seyn; Ueberdi , cts un itp Ze s de n ge we sich , hr fa Ge in nt ica br Fa r de het ste cherheit geseßet ist, je weniger
tve d un en; rüg bet zu t,. ha et eich err ad Gr en end eich zur en ihr g in welchem die Faulun
, ilet ere üb ch no n, che bro ter un r de we sie rd wi rt ua Ba mittelst dieser
-
Wirkungen der Fouling
ut e ind gel , rtig cha mil , mig för ein r pie Pa das cht ma g lun Fau die r ode ng ißu DD)“ Erh
. : Pa das ird sow d; wir ret töh ges tig zei zu fie nn We . hte wic giebt demfelben das Ge Pa der g; un eit arb Be der in it Ze hr me h noc den t der erfo und pier roh, hart, leicht, stark, s Ma de wil e ein ist Es n. de Bo zu ht leic ht nic sich et seß und um her t me rim pierteig feh IE: 3 terie nach der Sprache der Arbeiter. In einem Versuche, den man zu Montargis mit-fhönen Lumpen, die nicht gefau-
Jet hatten, gemacht hat, hat man zu bemerken geglaubt, daß der Teig gleichsam mit eis
g kmi chfs glei t nich sich er daß rte, inte verb hes welc r, wa en und verb sen We ten rich nem kleb
Faidie daß , eiset bew s diese und ; *) hlug ersc nied re) erju n-(v oge ierb Pap der e Form die auf zu entledigen. Wenn fung zugleich ct.vas beyträgt, die Lumpen von einer gewissen Fettigkeit
man hingegen auf der andern Seite die Lumpen allzu lange faulen ließe; so würde daraus vor den Fabricanten ein beträchtlicher Verlust entstehn. Man würde zu einerley Quantitäe Papler vielmehr Materie haben müssenz. weil die durch die Faulung gar zu sehr . - verdünnten Theilgen gar zu leicht durch die Menge des zu und abfließenden Wassers mit Fortgeführet werden würden.“ Wenn man aber die in der Faulung befindliche Materie
in Staub verwandeln, fich gar zu lange Zeit erhißen ließe: fo würde fie sich gleichsam
oder in Rauch und Kohlen davon gehen, ; ; *
PANE
H Sha-
La
*) Pnferdessen macht man in Japan das Papier dergestalt, daß man den Leim untkct die Materie des Papieres thut,. ehe der. Bogen geschöpfet und. geformet wird... Ein klebrichkes Wesen kann also wohl nicht verhintern, daß sich die Materie des Pas
pieres allenthalben gleich auf die Forme anlegt. Ein fettigtes Wesen äber katiit
wohl schwehrlih in der Materie eities reinen leinenen Zeuges erwiesen werden,
wenn es auch in die allerfeinsten Theiläen gerrichen und aus einander geseßet würde Vielleicht werde ich unten in einer andern Anmerkung mehr hiervon reden-
a
Die Kunst
7 Hfngeachtet die Faulung geschickt ist, die Arbeit des Papiermachens abzufürgen, „und die Wirkung der Mühle zu erleichtern: so ist es doch gewiß; daß das Papier fester, weniger zerreißlich und. weißer seyn würde; wenn es möglich wäre, die Verbindung und ' das Gewebe desLeinen zu zerstöhren und es von seinem Schmuß zu reinigen, ohne -vopher dessen Substanz durch die Faulung zu zerstöhren *), sondern wenn man es zu Stande bringen-fönnte, die Lumpen in einen Teig zu verwandeln ohne die Faulung zu gebrauchen,
Einige Fabricanten versichern, daß die Faulung wenigstens der Oberfläche eines jeden - Lumpens ein gelbliches Anfehn gebe, welches die Mühle ihnen kaum mit vieler Arbeit, „und wenn die Lumpen zu stark gefaulet find, niemals ganz und gar abnehmen könne. 3 Nach dem gegenwärtigen Zuftande dieser Manufactur, da man allenthalben die
"Faulung gebraucher; fo würde es wenigstens sehr nüglich seyn, die Vorsichten zu beobach«
"ten, die wir oben $. 14 bey Gelegenheit der Sortirung der Lumpen angezeiget haben. Die Lumpen, die meht oder weniger stark, mehr oder weniger abgenußt sind, widerstehen der Faulung auf eine ungleiche Art. Die einen sind schon verdorben, wenn die andern der Faulung erlitten haben. Man muß demnach mit gros= noch nicht den ersten-Grad' sen Fleiß sortirte $umpen mit einander faulen faffen: wenn man nicht Gefahr laufen will,
den ganzen in der Faulung befindlichen Haufen durch die Beymischung eines Theils von
Zappen, die von den übrigen, so sehr verschieden find, zu verderben,
„Von der Zerschneidung der Lumpen, Ld
er unt d wir mt, kom aus her lbe ewö gsg lun Fau dem aus er n wen g, Zeu ulte gefa DD" das Schneidemesser, oder den Haderschneider gebracht.
Dieses ist eine schneidende
der in, Ste n eine in r ode ist, et stig befe ch kuts Wer n eine auf t rech enk dies ge, Klin rne eise ite Bre Fuß vier n gege ge, Län Fuß s sech von D, tens Kas s eine m For in n tter Bre mit und zwey Fuß Tiefe, eingefasset und umgeben ist. Der Gouverneur, oder erste Arbei-
ter F (an einigen Orthen ist es ein Lehrling), sißet vor diesem Haderschneider „, „nimmt
die Lappen mit beyden Händen, und indem er sie hinter die.Klinge führet, schneidet er t thu t, ha en nitt sch zer also sie er em chd Na r. ite bre r ode ll, Zo ey zw in Stücken von fie
, er fie in die Tinen (gerlons) G, welches kleine Kufen oder Butten von Holze, und mit eisernen Bändern gebunden sind. Diese Tinen haben zwey Tauben, die länger als die ' „atidern find, gegen einander über stehen und mit zwey großen Löchern durchbohret sind, Die
damit sie desto bequehmer zur Mühle getragen-werden fönnen,
=) Dieses würde vermittelst einer Lauge , oder eines alcalifchen Sälzes und langwieriges rs veru ten Kos rere meh t nich es ob ist, r abe ge Fra Die . ehen ang l woh gar hen Koc in Japan aus Baumrinde Papier, die-man bloß durch sachen würde. Man macht
langwieriges Kochen in Lauge so zart aus einander feget, daß man keiner Stams
pfen, sondern nur eines mäßigen Schlagens nötig hat, um einen feinen Papiers
teig zu Stande zu bringen,
83
- Die Verrichtungdes-Schne oder ideHaber ntefipneib sseersift rs nothwendig, um bie -
Arbeit in der Mühle abzufürgen und zu erleichtern. Die Lappen, fo eine gewisse Länge hätten, "würden nur mit vieler Mühe zerstüelt und zerstoßen werden können. Sie kön-
nen sich zwischen die Löcher der Stampfen, oder in die Winkel desStampstrogs-fest fegen, und die Wirkung der Stampfen verhinten-
>
2.0
%
- > Umdie Lumpen: geschwinder und gleichförmiger zu schneidenz- fo. bedienet man sich,
zuweilen hierzu gewisser Maschinen,- 3. E. eines Rades, davon jede feiner vier Speichen ein Messer führet, die gegen ein anders parallel an das Rad befestigtes Messer gerichs tet sind.
;
2.
;
Herr von Genßane hat auch eine Verfahrungsart hierzu vorgeschlagen, davon wip6.72 bey Gelegenheit der Holländischen Cylinder reden werden, die ihm die.Jdese.davon an die Hand gegeben haben. Allein. wir müssen bier erinnern, daß die Verfahrunzsart
des Herrn von Genßane niemals in Erfüllung geseßer worden, und daß die Messer-diesey iezt erwehnten Maschine in kurzer Zeit zerbrochen sind *), ; R
*) In
Teutschland hat man auf wohl: eingerichketen-Papiermühlen-eine-Maschine-Flih
3 F o 237
ode r ei n en fo gen ann ten Had ersc hne ider , . der sehr bequ ehm und , von diesen hier vorgeschlage nen Berfahrungsaeten sehr untetfehieden ft. ‚Er if
einer Futterbank, worauf man Häksel schneidet; nicht unähnlich, nur daß der Kas
sten nicht gerade gehet, sondern nach unten zu, too die
»
Meffer find, in einen Wins
Fel, oder schrgeriet sich neiget. Unten in dem Kasten befindet fich ein eiferner.Cy»
. Under, oder Walze mit sehr tiefen und etwas Frummlanfenden Furchen. welcher von Wasser in Bewegung gefeßet wird, und der. nur den Dienst leistet, daß er die in den Kasten liegenden en unaufhörlich ergreift und zwischen die Messer fühs ret. Am Ende des Kastens und des Cylinders ist eine schneidende Klinge angena=
gelt, deren scharfer Theil nicht aufrecht stehet, sondern mit dem Boden des Kastens horizontal, aber auswärts gehet.
Eine andere schneidende Klinge'ist'der Klinge,
vor einen Fukterkasten schr ahnlich, nur. daß ihre Schneide gleichfalls nicht senks „recht herunter gehet, sondern an der Seite nach dem. Kasten und dem Cylinder zw
gerichtet ist,
.
Diese zweyte Klinge, die gleichfalls von Wasser in Bewegung gefes
bet wird, streichet durch ihre Bewegung unaufhörlich an der an dem Kasten anges ‚nagelten Schneide genau hinweg, und die Lumpen, welche der Cylinder unaufhörs»
lich zwischen beyde Klingen führet, werden alss mit großer Geschwindigkeit zer-
schnitten.
Es ist hierbey nichts.nöthig,
als daß jemand von Zeit zu Zeit Lumpen
in Bl een M ur Kasten nach er eh »so
stark getteiget ist ; so fallen die Lumpen von. felbst gegen
vr 2 Cylinder
era fann. Diese Erfindung, die nur erst seit 15 bis20 Jahren in zen dew
er, daf er
and bekannt seyn soll, ist allen Dr angezeigten Ferfihneidungsarten und Mafchis _ nen und auch der unten beschriebenen Erfindung des Herrn. von GenLane unftrets
tig vorzuziehen.
Die Messer „die starke Eisen find, und nur. eine scharfe fchnetr'
dende Ee haben, können verschiedene Jahre gebrauchet werden, ehe sie zu
‚Grunde gehen.
>
.
er
-
'
® Die Kunst “
24
*
-
Qhachtem die Lumpen gefaufet und vermittelst des Haderschneiders zerstüFolt find; fo werden fie in die Wafchtröge geschaffet. Dieses find große Tröge von Steinen
yv
oder von Holz, in welche man ein klares fließendes Wasser leitet. Der erste Arbeiter uns ker Beyhülfe des Lehrlings rühret und beweget die Lumpen in diesen Trögen, um sie wohl zu waschen. Es würde noch besser fern, wenn man. sie in großen Stampftrögen bearbeitete, wo sie durch breite hölzerne Stampfen, die.nicht mit Eisen beschlagen wären, durchstampfet werden. könnten. - Diese Waschanstalt würde die Lumpen. viel besser reinigen,.als es von den Arbeitern nicht geschehen kann, die sich nur der Stärke ihrer Hände . dazu bedienen, Uebrigens ist diese Arbeit des Waschens in Auvergne garnicht gewöhnlich; und dieses beweiset, daß man im Grunde derselben entrathen und diese Waschung
zugleich durch die Wirkung der Mühlen erlangen kann, die wir nunmehr beschreiben wollen, .
“Von der Mühle, 6.
4
24.
ie fumpen, welche schon durch die Faulung, durch die Zerstückelung und durch das Waschen zubereitet sind, befinden sich nunmehr im Stande zerstoßen, zerrieben und
z- und dieses geschiehet entweder vermittelst der In einen feinen Teig gebracht zu werden Stampfen, oder vermittelst der so genannten Cylinder, nach“ der Gewohnheit eines jeden
Fandes. Jn Auvergne hat man sich allezeit der Hämmer oder Stämpfen bedienet. In Holland hingegen gebrauchet man sich gemeiniglich der Cylinder, Diese leßtere Art gehet viel geschwinder3; aber sie erfodert vielleichtmehr Umstände und ist fostbahrer: und n mei allge t nich sie daß en, könn rn inte verh n habe he welc , chen Ursa igen einz die find s diese "angenommen worden sind, Unser Vorhaben ist beyde Verfahrungsarten, jede besonders zu beschreiben3 und als wenn jede nur allein ftatt fände, nachdem wir vorher von der
' en, hab t ede ger den wer hle Mü der ern Inn dem in rs sse Wa des g ilun the Aus
n, le üh M n de in rs se as W s de ng ilu he st Au r de n Vo ie Kupfertafel IK stellet die Einrichtung einer der schönsten Fabriken vor, die in Auder an tes let Bil des rr He ene torb vers det als t Zei ber zu r, wa n ide här vor grie ver Beschreibung dieser Kunst arbeitete. Sie ist an einem Orth, Nahmens [a Grand: ß Flu n ine kle em ein , re Do der von d wir und t, äue erb oir rad Liv von ne Ebe rive in der
üh M re h „I , et eß fli er lli A e di in n bewässert, welcher oprigefäht acht Meilen von Riö len
gefen find’ an dem Falle einer großen enge Waffe‚gelegen; welches zwischen sehrnange an dies schlossenen Bergen hervor kommt, und sich in der Dore verliehret. Wir werde
- fer alten Beschreibung nichts verändern: allein wir werden diejenigen Dinge bemerklich
machen, woman mit Vortheil eine andre Verfahrungsart gebrauchen könnte.. Untet- -
„dessen erfordert die Lage einer jeden Mühle fast allezeit eine Verschiedenheit der Einrichtung ‚in verschiedenen Theilen,
Das Wasser wird. zu der Papiermühle durch einen besonders zu*biesein Endzweck
‚gemachten Canal geleitet, der funfzehn Klaftern Länge und fünf Fuß Breite hat,'und der fo wohl auf dem Grunde, als an den Seiten, mit starken Brettern versehen ist, Man läßt in denselben mehr oder weniger Wasser einfließen vermittelst eines Schußbrettes oder einer-Schleußenthüre, die an dem ersten Eingange des Canals ist, die aber in der Figur
«nicht hat mit vorgestellet werden können. ./ "Der größte Theil des Wassers ist zu der Bewegung des Mühlenrades bestimmt3
“das übrige wird in andere Theile der Papiermühle auegetheilet, wo es eben so nöthig „ist, Das erste Wasser, welches ohngefähr. sechs bis sieben Schritte oberhalb den Rädern aus dem Canal heraus fließet, wie man es in B siehet, gehet durch einen Korb von . Weiden. Es wird durch eine Rinne C zu denen zwey WasserbehälternE und I geleitet, die aus zwey bis drey Zoll eichenen Bohlen bestehen, und mit aufrecht stehenden Stücken von
eben diesem Holze in den Winkeln unterstüßetsind.
Der größte E von diesen zwey Was-
serbehältern hat 12. Fuß in der Länge, fünf Fuß in der Breite und-drey in der: Tiefe.
Der andre Wasserbehälter I hat bey eben dieser Tiefe nicht mehr als sechs Fuß ins Gevierte. Der große Wasserbehälter empfängt sein Wasser unmittelbar aus dem Canal A, durch die Rinne C, die sich in einen kleinen Wasserfasten D (Canoniere) endiget, der von Holze" und vierecigt ist," und sich inwendig in dem Wasserbehälter befindet, über welchen- er zwey Zoll hervorragen soll. Dieser kleine Wasserkasten, der in M be- sonders vorgestellet ist, bestehet aus drey Brettern, davon zwey an eins von den Brettern des Wassersbehälters angefüget sind ,. und das dritte die Zusammenfügung auss macht. - Der Wasserbehälter selbst dienet statt des vierten. Dasjenige von den dreyen, welches der Rinne entgegen stehet, gehet nicht weiter hinunter als bis fechs-Zoll von dem > Boden des Wasserbehälters. Eines von den zwey andern berühret diesen Boden, und - Das dritte ist nur zwey oder drey Zoll davon entfernet. Der Nußen dieses Wasserka„stens ist, die Gewalt des fließenden Waffers, welches in B hinein fält, aufzuhalten, und . zu bewirken, daß der feine Sand, den es mit sich geführet haben könnte, sogleich auf den Boden des Wasserbehälters niederfällt: so, wie der vorhingedachte Korb darzu dienet,
die Steine, die Kräuter und andere gröbere Unreinigkeiten aufzuhalten, ;
©;
$. 26.
:
-
Zuweilen bedienet man sich ie auf einander folgenden Reihe von Wasserbehäl-
kern, oder großer fteinern Tröge, in welche das Wasser von oben hinein fließet, und aus D 2 einem
-
-
*»
iis
ß
p
ZES
=“
2 L
ge gr
ar
>“ EA
„inem in 'ben:änderu-gehet;. damit-es Zeit habe in einer jeden von diesen Wassertrögen ach: und nach die mit sich führenden Unreinigkeiten zu Boden fegen zu lassen.
1 Man siehet inder Kupfertafel 1'nur einen fleinen Wasserbehälter], der unterhalb
„dem großen angebra ift, cht aus welchem erdas Wasser durch eine Defnung F empfängt,
‚die gleic mit heine fa r Flech lls te versehen ift. m einigen Fabriken legt man in denen leßtern Abflüssen des Wassers von einer Weite zur andern Haufen von Lumpen, um desto "mehr den feinen Sand zurück zu halten, gegen den man sich nicht genug verwahren kann. ‚Man muß gleichsam alles Wasser, das zur Zubereitung bes Papieres gebrauchet wer-
"den soll, durch viele-Filtrirsäcke durchfeigen lassen.“ ; : ‚Das Wasser, welches in den kleinen Wasserbehälter fließet, wird-gleichfälls durch seine Rinne'G dahin geleitet, und fällt in einen andern kleinen Wasserkaste welc n:H her, auf eben die Art sich in dem kleinen Wasserbehälter befindet. “ An dem Ausgange desselben, ist Überdieß ein eisernes-Gitter'K von neun Zollen ins Gevierte, dessen Drath sehr ‚fein und enge geschlossen ist, eben auf die Art, wie das Gitter derPapierforme, davon wir S. 75 reden werden. Durch ein solches Haarfieb von Metall fließet «alles Wasser des leinen Wasserbehälters-in der Länge einer Rinne, welche dasselbe: bis in das innerfte der
Mühlen leitet, um dafelbft die Lumpen zu benegen ($. 48.), die es demnach nicht anders [7
als in'der «äußersten Reinigkeit empfangen.
Was aber die Nothwendigkeit aller dieser
"Borfichten beweiset, davon wir geredet haben, ist, daß man nach Ablauf einer "gewissen „Beit auf dem Boden aller -großen steinernen Tröge und Gefäße, “welche das Wasser ‚Durchlauft, einenMorast und Schlamals m einen Bodenfag finder *). $. 27.
Uzu die m ser vollkommenen Kkährheit das Wasser zu gelangen, har man bey der
“Errichtung der Manufactur zu Montargis eine Art vonBrunnen zu-Stande gebracht,in “welchen das Wasser nicht kommt, als nachdem es“viele solche Anstalten durchflossen hat; da: von
+) An allen solchen zur Reinigung und Aufklährung des Wassers ndthigen Anstalten, fehs let es gemeinizlich denen teutfchen und böhmischen
'Papie
en, "ohngeachtet
nicht zu. längnenitft, daß, fie zur Weiße und Güte des Papiers fehr-viel beytragen müssen ; obgleich vielleicht die hier beschriebenen. Anstalten in einigen Stücken zu. übertrieben und mit unndthigen Unkosten-eingerichtet sind. Allein in Teutschland
‚and Böhmen hat man
hingegen anf diesen Punct- gar zu wenig Aufmerksamkeit.
+So wie. dag Waffer ber pen fommt, welcher die Müblräder treibt,
wird es zu allen Arbeiten in der Mühle, in denen Stampflöchern und in der Ars
beitsbütte angewindet. "Man begnüget sich bloß vor die Riunen einige Papictforz men mit Drathaittern zu seßen, bie aber fein trübes und schlammichtes Wesen in dem Wasser zurüchalten können. «Wenn dannenhero die Wasser durch Negentorte
- „fer und große Finthen schr trübe werden, und man ist in der Arbeit eines weißen
“Päpteres begriffen; so mößman fd fort aufhören und ein schlechtes Papier in die Arbeit nehmen. Eine wenige und gewöhnliche Frünheit des Strohmes abertaßt man sich nicht abhalten, in der-Arbeit des weißen Papicres fortzufahren.
ee von die eine mit Kieselsteinen, die anderemit groben wohlgewaschenen Sande, und die
dritte mit sehr feinen gleichfalls wohlgewaschenenSandeerfüllet ist. Dieses also geläuterre Wasser wird durch Pumpen in einen Waffeubehälter gezogen, aus welchem es sich alTenthalben vertheilet,“wo es nöthig ist. : “Vielleicht:aber sind "dieseAnstalten. mit dem
Sande die Ursache von den'Sandkörnern,die man zuweilen dem Papier von‘ Montargis vorgeworfen hat (64 141).
Meberdieß, ein Wasser,das durch Pumpen oder durch
‚Schöpfeimer einer Wasserkunst in die Höhe gezogen wird, ift allezeitin viel zu großer
Bewegung und Umrührung, als daßves fich ‚zeitig genug aufklähren könnte. Es würde zum wenigsten nöthig seyn, daß man einen genugsamen großen-Wasserbehälter hätte, da
- Mit: das Wasser sich darinnen»lange Zeit aufhalten,»fichbarinnen reinigen, und seine. Sandförner zu Boden fegen könnte; eheresiauf die Lumpen flöffe. Bey dieser Verfahrungsarf giebt es nur eine einzige Unbequehmlichkeit. + Man weiß, daß diese Arten vor Wasserbehältern sich zuweilenim Sommer trüben, wenn die Witterung sich zu einem Ungewitter anschickt, ohne daß-eine andere wahrscheinliche) Ursache vorhanden wäre.
Bey
diesen Umständen ‚würde selbst das Wasser eines Baßins-nicht die nöthwendige Klahr-
Heit Haben, um Papier.au machen,
|
%
Von der Beschaffenheit des Wass a
ER
ie alferhelsesten.Wasser sind die besten der Reinigfeit des PapiersHafer,die man „bey der Verfertigung des Papieres fo sehr empfehlen: muß. Die Wasser, welche
die-Seife am besten auflösen ,-sind gleichfalls die geschicktesten zu dieser Arbeit, in wels cher es darum zu thun ist, die Lumpen von Echmuß zu reinigen, und den Leim, welcher
a eine Elchrichte Materie ist, vollkömmen aufzulösen. Die Papiermacher sagen," Daß die allergereinigsten Wasser,und diejenigen, die von weiten herkommen,. ein.mehr „milchartiges' Papier machen, nämlich ein festeres und mehr.mit Materie versehenes Pa-
je : pier. 'Wenndieses wahr ist; so göschiehet es-wahrfcheinlich‚deshalb, weil diese Wasser Zeit ‚gehabt Haben, ihren Schlamm mehr zu Boden zu feßen, desgleichen die fremdartigen Xheilgen; die sich etwan darinnen finden 3 und weil fie sich durch ihre Bewegung mehr
«mit Zuft erfüllet haben ;.fo fönnen fiedieFertigkeiten und die Seife besser auflösen.
„Man muß diejenigen Wässer vermeiden, welche bey den Regengüssen sehr der Trüs „bung unterworfen sind, und diejenigen, die auf einem schlammichten Grunde fließen. „Man soll auch vermeiden eine Papiermühle unterhalb andern Mannfacturen, Sandwirth-
schaften, oder andern Maschinen anzulegen, welche, indem sievon eben diesem Wasser »Gebrauch machen, demselben eine fehlerhaftige Beschaffenheit hätten mittheilen können.
„Das. Regen: und. Teichwasser lösen" die Seife sehr wohl auf. Derohalben kann man sie auch zu dem Papier anwenden, wenn sie genugfam aufgeklähret sind, $. 29, D 3
-. Der größte Theil des Wars des:Sanals A; 4 Ale 525ea re ist
. zu. der Bewegung des Rades beftimmet, welches die Stampfen aufbeber, Das Wasser gehet erstlich durch eine Raufe von Holz N: der Canal wird durch zwey Tröge oder große hölzernen Rinnen O und P verlängert, welche mit ihren beyden Enden an einander
anstoßen, und fo weit abwärts gehen, daß sie den Umfang des Rades fast nah berühren, Die Gerinne, oder der Trog O, welcher der erste unter dem Strohm des Wassers ist; oder welcher .an die Raufe anstößt, wird-gemeiniglich des erste Bruststü (premiere gungen ou gorgere) genennet; das zweyte Gerinne P,: welches mehr senkrechter auf
"die Schaufeln des Rades fällt, heißet das Hängestü>, (chanee erriere).
Es ist das
selbe an das Bruststück O mit großen Haken befestiget, “welche Gerinnflammern (em
cloues oder enclous25) genennet werden; und es ist unterwärts beweglich, wie eine Fallbrüde, um das Wasser seitwärts schießen zu lassen, wenn man es nicht nöthig hat, und es von den Schaufeln des Rades abzuwenden. Jn diesem Betracht-soll das Hängeftücf nur durch einen Hafen unterstüßet seyn, gegen einen Pfeiler oder aufrecht nahe an der Mauer stehendes Stück Holz. Man hätte ganz andre Mittel anwenden können, um das seitwärts Ergießen des Strohmes zu bewirken, wenn man die Mühle aufhalten-will.
:
Dieses Wasser verursachet sowohl durch seinen Fall, als durch seine Schwehre, daß sich das Rad R umdrehet, dessen Wellbaum, der horizontal bis in das Innere der
Mühle reichet, die Stampfen aufhebet, “welche die kumpen iin Finnener Feen wr bes, ‚arbeiten sollen, um daraus Papier zu machen,
05
af
3
- Bon einer Popiermanufactur, die in der Ebene gelegen 4 S. 30
rem ar die Beschaffenheit einer Papiermühle gezeiget gaben,die an dem Fuß der
Berge gelegen ist: fo wollen wir nunmehr eine beschreiben, diein der Ebene liegt, wo die Kunst genöthiget ist, dasjenige zu erseßen, was in dem ersten Fall die Natur allein 'zu Werke richtete. Das beste Muster, was man hier erwählen kann, ist die Manufactur von Langlee, nahe bey Montargis, deren verschiedene Theile mit fo großer Sorgfalt und mit aller Pracht, die dabey möglich war, eingerichtet sind. Sie ist an dem Canal von Montargis gelegen, aus welchem fie alles Wässer empfängt, das sie nörhig hat. . .
Die Kupfertafel III, enthält den Plan und den Aufriß des Gebäudes. Man siehet
in der Mitten des Plans einen Arm A von dem Canal, vermittelst dessen das Wasserin
. einen Sammelteich fließet, aus welchem es sich durch die Oefnungen BB in zwey Fluthbet-
: Or des t hei ffen cha Bes Die n. ege bew zu er äd hlr Mü y zwe um , ilet the ten oder Ströhme niwe r de Rä die n be ha n thi mi d un n, be ha zu ll Fa n rke sta en ein n, thes hat nicht zugelasse ger Kraft, als sie nach ihrer ersten Bestimmung haben sollten.
Es ist auch zu bemer- -
ken, daß das Wasser bey seiner Anlangungin den Fluchbetten und gegen die Schußbretter
Papier.zumachen. En,
|
29
nn we + lle fa er g ni we es t i am “d n, fe fo n sey tte ter desMühlgerines ein wenig breiter hä nöthig seyn, daß die Ausflüsse
es durch die Schußbretter gegangen ist. - Es würde auch r, de in hw sc ge h rc u ad d e rd ü w rs e ss a W es d g n u eg ew B ie d ; n re ä w er ig m au er g S E W - ein wenig ewalt größer werden. + SEINE 1 - und feine G » Rä sen die n vo es ein nd Ha r hte rec ses au rkh We des e eil Th dem in C in het >... Man sie
C in B von s da d, wir t ege bew rs sse Wa des t tels mit ver e ett thb Flu em ein dern, welches in
ng gu we Be in d Ra ses die che wel rn, de lin Cy en den r ße Au t. efe fließet und in-X ausfli den bt gie rbe Ku se Die . rbe Ku e ein e Ar er sein en End ten ers äuß feßet, hat es: an den der de bäu Ge das an bis die e, ang bst trie Ge er ein t tels mit ver , - Pumpen ihre Bewegung in r ehe ht nic mt köm er ass s-W Da et, fieh friß Au in 7 in h auc n ma die et, geh D e Pump iret filtr en tein sels Kie von ten Bet e den chie vers ch dur es m hde nac als en, unn hbr den Zie e end öpf sch und de ken drü der nie y zwe en zieh en nn Bru em dies s Au . 27) ($. ist worden Pumpen unaufhörlich, um den Wasserbehälter zu erfüllen? welcher in dem erhabensten ist. Orthe des Mühlenwerkhauses
|
|
7 4 - Dieser Wasserbehälter ruhet nur auf Zimmerarbeit, weil er fpäther als die erste .
es ang lbe wö -Ge em ein auf nen kön st son te hät Er ist. t ach gem rik Fab der Einrichtung
in e, woll ihm wie sey, dem ch Jedo n. habe e Läng ere größ viel eine und , den wer ht brac seinem gegenwärtigen Zustande hat er drey und dreyßig Fuß in der Länge; er-ist von "gedoppelten: Bley; und das Wasser, so darinnen aufbewahret wird, leget hier den größten
Theil feines Sandes ab.“ Wenn er noch größer wäre; fo würde das Wasser desto län-
ger darinnen bleiben, und sich dests besser äbklähren können,
Es würde so gar vortheil-
Haftiger'gewesen seyn, das Wasser eine Meile von da, in einer mehr erhabnern und dem
Theilungspuncte nähern Stelle des Canals von Montargis zu fassen. Man hätte als» denn die Arbeit der Pumpen vermieden, die das Wasser zu sehr in Bewegung fegen, und
es trübe machen; und man hätte es leicht durch töpferne Röhren herzu leiten können, die vier Zoll in Durchmesser die Kläfter nicht viel-über zwanzig Livres (ohngefähr fünf Reichs. ' | 9 thaler) Eoften würden Das Wasser aus deni Behälter theilet sich durch kleine an einander gefügte Röhren FFF, die längst den Mauern weggehen, nicht allein denen Kufen vor die Cylinder
3: EE, die ziemlich nahe dabey sind ($.54), sondern auch denen Arbeitsfufen FF, (8.182)
mit. ‚Die linke Seite desWerkhauses hat gleichergestält einen Wasserbehälter ; allein er ist viel kleiner, wie man davon $. 64 reden wird, ; t
Das Gebäude ist solchergestalt eingerichtet, daß die Materie des Papieres in denen verschiedenen Zuständen, die fie erlangen muß, die ErstreFung des Gebäudes gleichsam > - durchwandert, die mehr -als hundert Klaftern ausmacht; und der Anfang wird in dem
linken Flügel gemacht, wo die Lumpen. zubereitet-werden, bis zu dem rechten Flügel, wo das fertige Papier ‚gefaltet und ins. Magazin gebracht wird, RE
4
Wir haben in. dem Plan ;
nur
a" iii ie ig e Teil e des 4 Gebä ude on e, wel che zu der Vers tänd l i c he - fider r Kunst, warum es hier zu ehüm ift, die wichtigsten smd: Fa demlinken Flügel, nämlich in |demjenigen, welcher,wen man den n Plan betrachtet,"zur linken Seite ist, has ben wir ein Zwischenstockwerk erwählet,wo sich der Sor firungsfaal befinder; in demMit-
telgebäude haben wir das Sto>werk auf der Erde genommen, weil es dag Faufungsgewölbe, mit der Werkftatt derMühlen und den Rufenin sich enthält; in deni rechten Flüs
gel Haben wir gleichfalls bert unterste Sto>kin’den Riß gebracht, weil er"den Aufbrechesaal (depliage) in sich begreift. 'Man sicher hier die Tafeln T, davon man $.14 res
den wird, Die. Pressen HH,, den Hammer V, welcher die letztere Zubereitung zu geben
biener, S1, und Oi Pfeiler K, welche die DeckeÄn zig ;
6 3.
.
Was das übrigebes Gebäudes anbetriftz so dient das ER Stotfiverk des fine
Een €Flügels zu Werkstätten und Magazinen xvor Die Zimmer + und Tischlerarbeit; das erste Stocdwerf von zwey Flügeln, welches mit einem gebrochenen Dache ist, „dienet, das Papier, Bogen vor Bogen nach der Leimung. aufzuhängen (5.107)z. dieses ist der große
Aufhängesaal; welcher durch) das ganze Gebäude gehet,. und das erste Stodwerf des
Hauptgebäudes einnimmt.
Die zweyte- Etage des Hauptgebäudes gleichfalls.mit gebro-
mn
nn
<enen-Dache; dienet, das Papier bogenweise aufzuhängen, ehe es geleimet wird ;.und Dier
fes ist. der kleine Aufhängesaal. - Der Zwischensto>-in. dem rechten Flügeldienet, zum Magazin: vor die Papiere, so-vollkommen fertig und in Rieße geleget find (6.122). An dem äußersten Ende der beyden Flügel ist. das erste Stockwerk zur Wohnung der Gay
ehümer, der Interessenten und, der Directeurs der Manufactur bestimmt.
s
nn
„Außer dem Umfange der Gebäude, die wir iezt beschrieben haben, „sind noch zwey
andere Gebäude zur Wohnung der Arbeiter vorhanden; undan einem von dem. äußersten Ende des ganzen Umfangs befindet sichein Pavillon, der allein zu der Arbeit der eimung
BE
en
nn
* bestimmt ist.
Er hat vier und sechzig Fuß gegen funfzehn innerhalb dem Gebäudez
die eine, Hälfte davon im untersten Sto>werfe ist zureichend. um das-Papier- zw leimen
CH 160): die andere Hälfte aber dienetzum das fehlerhaftige Papier, das man wieder um-
zuarbeiten genöthiget ist, von feinem Leim. wieder zu entledigen; und das abgebrochene Dach dieses Pavillons ist ganz;allein zudem Magazin von Werkes AusOnsheln RNG . . : woraus man den Leim ziehet (8.98 106).
Von dem Rade und = Stampfen. 3%
ennbem das Hängeftüct des Gerinnes, davon wir C. 29 geredet haben, alles Wässer des
) Canals empfängt; fo ergieier dasselbe solches auf ein großes Rad, welchesbestimmt
ist, die Stampfen zu bewegen. "Dieses Rad kätin von verschiedenen. Hölze und von der: schiedener Größe seyn, nach Beschaffenheit der Umstände und der, Oeveher: “ Das-
-
iR
=
Papier zu machen.
u
3
Dasjenige, welches in A A, Taf. II.fig. 2. vörgestellet ist, haf sieben und ein halb
Fuß im Durchschnitt. Es ist von Fichteiel gemacht, aber in dem Mittelpunct auf
ein groß Stü> Eichenholz HH eingezapft, welches acht und zwanzig Fuß Länge hat, ges rundet, oder viereckicht gehauen ist, dreyzehn bis vierzehn Zoll in Durchniesser hät, ausgenommen eines Kopfes T, der anderthalb Fuß in Viereck hat, in welchen die Arme B des Rades vermittelst Zapfenlöcher eingefüget find, die sich inder Mitten durch Fugen über einander creuzen.
Auf das äußerße Ende eines jeden Armes ist eine Felge, oder ein nach
einem Circulstüf gebogenes Stück Holz befestiget, so wiein E zu sehen, welches ohnges Fähr einen Fuß Breite gegen drey Zoll Dicke hat, und welches man auf diesen Armen durch die Keile F oder hölzerne Nägel, welche die Felge gegen den Mittelpunct stark trei« ben, fest zu machen suchet.
Die vier Felgen zusammen, machen den inwendigen Umfang
des Rades aus, über welchen sich zwanzig Queerbretter D, die man Schaufeln (Alives) „nennet, befinden, diejenigen viere mit darunter gerechnet, die in M selbst durch das äußerste _
‚Ende der Arme entftehn.
Alle diese Schaufeln haben gleichfalls einen Fuß Breite,
'Sechszehn darunter sind abschüßig gestellt, oder sie machen mit ihren Mietelpunct und ven Felgen einen Eircel, dahingegen die vier Schaufeln M senkrecht bleiben, wegen der Bequehmlichfeit, die man findet, das äußerste Ende eines jeden Armes darzu zu gebrauchen.
Alles dieses-wird links und rechts mit Circulstücfen, so.wie man sie in CC, siehet,
befleidet: dieses sind Bretter von Fichtenholz , welche nach der Rundung des Rades eingerichtet und mit hölzern Nägeln an die Felgen des Rades befestiget werden, dergestalt, daß nunmehr: fleine Tröge oder Arten von Schöpfrinnen daraus entstehen, welche das MWaffer des Canals in sich nehmen und dadurch in Bewegung 'geseßet werden. Es fcheinet, daß“ ein größeres.
Rad' als dieses; welches eine größere Anzahl von Schaufeln
Hätte, und die Wirksamkeit, desWassers von oben herab empfienge, vortheilhaftiger seyn würde. . Allein die Umstände des Orths bestimmen gemeiniglich dergleichen Einrichungen; und wir haben uns in diesem Betracht an die Figuren gehalten, die ehedem ge: ._ worden find.
.
$ 34. Der Wellbaum, welcher durch das Rad Hindurc; gehet, wird ohne Unterschied der große Wellbaum, oder der Rammbaum genennet, weil er Kämme oder Zähne hats Er stin der ersten Figur in S und in der zweyten Figur in H vorgeftellet, und hat an feinen
‚Enden Zapfen oder eylindrifche Eisen, die in demselben tief eingefüget und mit guten ei» fern Bändern oder Ringen versehen find, welche dieselben stärken und befestigen. Diese eisernen Zapfen gehen in meßingenen Pfannen, wie I, fig. 2 zu sehen, nach den Regeln der
verständigen Werkleute, daß man nicht Kupfer auf Kupfer, sondern Kupfer gegen Eisen „soll. reiben lassen... Diese Pfannen werden eine jede von zwey sogenannten Angeweide - getragen, nämlich das kleine Angeweide 1 ist auf das große Angeweide K gefigt, welches
selbst auf einer maßiven Mauer O ruhet.
Die Länge des Wellbaumes S ist von einer
E
Weite
;
-
32
1
|
Die Kunst-<;
Weite;zur andern mie72 Armen oder Kämmen ER welche drey oder vier Zoli über
- bie Oberfläche des Baums hervorragen, fo wie sie 1.2
Ag.ı. und PP fig.2. zu schen find.
Diese Zähne find auf solche Art geordnet, daß sich in dem Umfange des Wellbaums aller
mal viere befinden, die auf eine einzige Stampfe gerichtet find, damit fie bey jeder UmdreHung des Wellbaums viermal aufgehoben, und eben fo vielmal in den Stampfholung,
wo der Papierteig zerrieben. werden soll, niederfallen kann, |
(
$. 35:
Der Baum zu den: Stampflöchern , den man in Auvergne den Trogbaum (arbre
des bachats)-nennet *), ist ein starkes Stu Eichen Holz, ohngefähr drey und zwanzig Fuß lang gegen zwey, Fuß in Viere>. In. der Dicke dieses. Stück Holzes. sind sechs; Stampflöcher eingeschnitten, die mit ihren Rändern sieben bis acht Zoll von einander ae
flehen. - Diese Stainpflöcher, die man in Auvergne Troglöcher nennet, find oben erweis tert, und haben eine Ovalsigur von drey Fußen gegen einen und ein halben.
Jhre Tiefe
ist von anderthalb Fußenz und indem sie nach einer Art von Abfall und Krümmung sich ämmer vermindern; fo haben fie auf dem Grunde nur ohngefähr zwey Fuß Länge gegen fieben bis acht Zoll Breite. - In Angoumois hingegen haben die Stampflöcher nur abw
gefähr dreyzehn Zoll Tiefe, und zwey Fuß oder drittehalb Fuß Länge.| *
$. 36.
Der Grund der Stampfhokung ist mit einer eisernen Bodenplatte von ein oder zwey
Doll Dicke bedeckt, welche auf demselben mit vier großen Nägeln, die man Klammern (Agraffes) nennet, und viertehalb Zoll lang find, befeftiger ist- Diese Bodenplatten find zuweilen von gegossenen, zuweilen. von geschmiedeten Eisen. Auvergne erlanget die feinigen aus, den Hammerwerfen (Martinets) (?) von. Vienne oder von Nevers. Diese Bodenplatten haben zuweilen die Unbequehmlichkeit, daß sie rosten, wenn die Stampfen nicht im Gange find, wodurch hernach Fle>en in dem Papier verursachet werden, Es würde demnach sehr nüglic) feyn, wenn man eine härtere und der Rostung weniger unterworfene Materie darzu gebrauchen könnte. Von dieser Art würde eine Sohlplatte von Kupfer und Zinn seyn; eine Vermischung, die weniger rostet und worans wirk»
lich dergleichen Bodenplatten gemacht werden, wie man 5.57, sehen wird. Ju Mangel dieses Hülfsmittels- hat man die Vorsicht, in Stampflöchern, die eine Zeitlang geruhet haben, und deren Bodenplatten verrostet seyn möchten, mit Verfertigung schlechten Pa» pieres den Anfang. zu machen, um fie auf diese-Art zu reinigen, ehe man fiel Papier -
dariunen arbeitet.
6. 37. *) In Teukschlans heißet derselbe der Löcherbaum7) „Martinets heißen die Hammer auf den großen Hamnterwerken,
'
Papier zumache.
0000000003
- Die meisten Mühlen bestehen aus sechs Stampflächern,. drey welche die Lumpen ausfäfern, zwey, welche sie fein machen, und eine, welche den Teig zur Vollkommenheit Gringet.. Allein es giebt auch Mühlen, die nur fünf oder vier Stampflöcher haben *), Ihre Gestalt ist eben fo veränderlich, als ihre Anzahl. ch habe Mühlen gesehen, deren Stampflöcher drey Fuß zwey Zoll Länge gegen zwey Fuß" und einen Zoll Breite hatten, und welche sich nur auf einer einzigen Seite in Form einer Böschung oder Abdachung Hergestalt verminderten, daß fie auf dem Boden nur einen Fuß und neun Zoll Länge und neun Zoll Breite hatten. Diese Gestalt der Stampftröge ist gar nicht gleichgültig; in» dem der Teig darinnen umherfließen und unaufhörlich beweger seyn muß, damit die Reis » Hung allenthalben gleichförmig sey3 und mithin scheinet die Gestalt, von der ich iezt geredet habe, die vorzüglichste zu seyn, weil sie die unaufhörliche Umdrehung der Lumpen sehr erleichtert. Jn einerAbhandlung, die an die Atademie von Besancon bey Gelegenheit des Preißes, den sie im Jahr 1759 über diesen Gegenstand ausgefeßet hatte, “eingesendet
- worden ist, wird von einer Mühle geredet, in welcher man die Stampftröge im Stein gemacht hatte, üm die Salzigkeiten zu vermeiden, welche das Holz bey seinem Verderbeu hervorbringt, ünd indem es durch ein unaufhörliches Reiben zerstöhret wird. Allein es würde gut seyn, wenn man wüßte, ob die Erfahrung dieser Verfahrungsart günstig ge-
wesen ist **), |
?
;
$. 38
nz
en
|
ß, Fu ben sie n vo lz Ho n &e Stü d fin .3 Ag . IV f, Ta fen mp Sta Die Hämmer oder vier Zoll Länge A Az der Theil B, welcher eigentlich"die. Stampfe ist, hat ohngefähr viertehalb Fuß Länge gegen 6 Zoll in Viereck.“ Er ist 11 Zoll von dem «äußersten Ende eingezapft vermittelst eines Zapfenloches, von 7 bis 8 Zoll Länge gegen anderthalb Zoll Breite; -und der Stiel, welcher in dieses Zapfenloch hinein geher, wird darinnen mit eis nem hölzern Keil X vor demselben befestiget. ”
€ 2
|
’
Es
*) Die teutschen und böhmischen Mühlen haben fast niemals weniger als sechs Stampfs löcher , öfters aber noch mehr.
Die ansehnliche Mühle Sr. Excellenz-des Herrn
Etats und Dirig. Ministers Grafen von Reuß hat zehen Stampflöcher und in jes dem gehen vier Stampfen. Alle diese Stampfen find bloß zum Ausfäfern,, oder zu Machung des Halbzeuges bestimmt, wie es in Tentschlaud heißet. Zum Feiny machen, oder das ganze Zeug zu machen, ist ein holländischer Cylinder vorhanden; der alles halbe Zeug feinmacht, was die Stampfen gearbeitet haben. > *+) Wenn nicht diese fleinernen Stampflöcher auf dem Boden mit einer eisernen Platte verschen sind, davon hier nichts erwehnet wird; so verdienet diese Erfindung wer nig Beyfall. Der Stein mag so hart seyn, wie er immer will; so wird-die Stams» pfe unaufbörlich von feiner Materie etwas abreiben, welches fich folglich mit dem
-
Papiere verm'schen wird; ein Umstand, welcher bey dem Papiermachen so nach» fheilig ist, indem gute Paptermächer so viel Vorsicht anwenden, den Sand und
andere steinigte Materien in dem Wasser zu vermeiden.
34
Die Kunst. ie Es giebt ri Sorten von Stampfen, die fo wohl durch ihre Gestalt, als ihren Ges
brauch. von einander unterschieden. find, und die in drey Classen von Stampflöchern arbei-
ten, die man.in Auvergne Piles-Drapeaux, piles Aoran, pile de l'ouvrier, und in
- Angoumois pilesä efilocher, 3 afüiner,3 afÒeurer das ist Stampflöcher zum Aus: fäsern, zum Feinmachen und zum Vollkommenmachen nennet, Die drey ersten Stampftröge, die am nächsten bey dem Mühlrade find, nämlich diezum Ausfäsern, haben sechs Stampfen, die mit eisernen Bändern oder Zwingen verstärfet, und mit zwanzig eisern Nägeln versehen sind, welche fünf Zoll Länge und ohngefähr einen Zollgegen sechs Linien
an Kopfe haben,» ‚zugleich aber zugespißt und schneidend find,weil ihre Bestimmung ist, die Lumpen, zu zerschneiden, Die Anzahl dieser Nägel gehet zuweilen bis auf vierzig. Die zwölf folgenden Stampfen, welche in den Trögen zum Feinmachen arbeiten, haben Nägel mit einem platten Kopfe in Gestalt eines Winkels, die, wenn man will, denen Zierrarhstropfen an den Balfenföpfen der Dorifchen Ordnung ähnlich find, Diese Nägel können nichts als stoßen und reiben, und dienen zur vierten und fünften Stam:
. pfung, "die zum Feinmachen bestimmt ist.
Die drey Stampfen des sechsten Stampftro»
ges, den man den Schaumtrog nennet, find gar nicht mit Eisen versehen, ihr Kopf ist.
bloß von Holz; und sie dienen nur den Teig wohl zu durchmengen, wenn man ihn ges
brauchen will. (Man sehe $. 74). In Angoumois sind die Stampfen zum Ausfäsern ohngefähr mit 48 Nägeln versehen, die zusammen 12 Pfund wiegen, Die Stampfen zum Feinmachen sind mit einer größern Anzahl von Nägeln beschlagen, als die zum Ausfäsern. Unterdessen endiget man zumweilen das Werk mir deinen zuni Ausfäsern bestimmten Stampfen, die aber durch eis
- nen langen Gebrauch stumpf geworden sind. Wenn die Mühlen gut gehen, so eie iw Stämpfe in der Minute ohngefähr vierzig Stöße,
Im Jahr 1746 brächte der Herr von Ponty Stampfen in Vorschlag, deren Be»
wafnung aus einem einzigen Stück- ungeferbten oder geriften Eisens bestand. Der Versuch damit ist seit 1749 zu Etampes gemacht worden; und ohngeachtet die Wasser daselbst zu einem schönen Papier nicht sehr geschickt find; so ist er doch sehr wohl gelungen.
Man hat auch befunden, daß die Länge. der Arbeit dadurch gar merklich abgefürzet wordenist. Das äußerste Ende p, (Kupfertafel IV.sg.3) welches über dem Kopfe des Ham-
mers oder der Stampfehervorgehet, ist Dasjenige, welches die Za>en des großen Wells baumes in die Höhe heben. Es ist mit einem eisernen Bande oder Zwinge a versehen, und hat unten eine kleine Platte p gleichfalls von Eisen, die acht bis neun Zoll lang, zwey Zoll breit, und zwey Linien dicke ist,
-
D besonders vorgestellet.
Es wird der Sporn (eperon) genennet, und ist in
Dieser Sporn ist sehr fest mit dem Kopfe der Stampfe verei-
niget „vermittelst einer Zwinge a und zweyer Keile x und 2, davon einer zur rechten und der andere zur linken hinein getrieben wird. - Er dienet, die Wirkung der Zapfen anzu-. nehmen, welche die Stampfe aufhebend machen; und ohne diesem Sporn würde der
ENgar bald engen fm,
“ as
2
Papier zumachen.
3
ei» it m lls fa ch ei gl ist e, pf am St r de z an Das andere äußerste Ende, oder der Schw lha ge an st fe l ei K n te ne ich ze be 3 it m rn lze hö m ne ei it m r de , en eh rs ve 4 de an B rn fe ei nem Y e Ar r de f au h sic er m de in e, ch re rb ze t ch ni l ei ten wird, um zu verhintern, daß dieser Th , en hm ne zu ein n. fe Ha e di um t, rb ke ge ein h eic gl zu umdrehet. . Dieser äußerste Theil ist fo n ge hla sc sie ß da , ill w t ch ni an m nn we n, lle so n welchdieeHammer aufgehoben erhalte e di an m e lch we , en af H y re D : rt A de en lg fo f len, Diese Verrichtung geschiehet au ner St em ein it m 3 ur Fig r de in er jed ein n vo Hafen der vordern Einnehmer nennet, da . en ng hä zu ati en pf am St er od er m m Hä r de e eif hw Sc die chen bezeichnet ist, sind bestimmt n ge ge t ha , et en di l be He m zu es lch we t, nn na ge ) Ein Stü Holz E, die Winde (Engin ch au d un t, eb gi um um ba be He en e.d ldh we e , seinen Kopf einen ofnen Reif oder Z:ving Stelle;
r de an , nn ka n se fas um s er m m Ha s de fe ei hw Sc m de - noch das äußerste Ende von e5 a B der t mi A rbe Ke se die h nac dem fet rei erg er eit Arb r De ist, t wo er eingekerb fie er rt üh so ; t ge ftü s um ba be He s de de En e und indem er die Zwinge auf das äußerst es rg be er m m Ha r de h sic t de fin be n en sd Al . bis an den Punct den Hafen anzubringen,
, nn ka en rd we et hr rü be ht nic s m au lb el W en oß gr s de en ck stalt erhoben, daß er-von den Za
welcher sich umzudrehen fortfähret.
=
Di
er
$. 39.
|
, Y e Ar e ein um el uf ha Sc er ein t Ar ch na h sic et eh dr n er Ein jeder von diesen Hamm s der For den man die et, efaff eing z Hol ü St ein in er ist e End dem zu und 3; und 1 . fig n ma nn de et; nn ne en ud fta er rd Fo e d di an hl sc ut Te in d un ) Einnehmer (gripe de devant sau len üh M r de n vo ite se ter Hin die , ist fe Tie r de in r de , um feget voraus; daß der Wellba
sich in er mm Hä der ife we Sch die e lch we n, de au rst de For macht. Ein jeder von diesen ß Fu lb ha rte vie es lch we 3, . fg F d un 2, d un 1 : fg E in wie lz, nehmen, ist ein Stü> Ho ke Dic r de in er ab ll Zo hs sec e, eit Br r de in ll Zo en ein d un ß in der Höhe gegen zwey Fu hat.
Die Stauden find einen Fuß und zehen Zoll weit eine von der andern.
Sie ha»
um , ite Bre en hig nöt der von n arte sch ieß Sch der rt A h nac e nitt sch Ein y dre jede eine ben
s be r ie rn ha Sc n vo t Ar er ein in er hi h. sic e die Schweife der Hämmer in sich zu fassen, di
gen eidi chm ges von gel Na ßer gro ein s che wel Z, s o>e Pfl ken star s eine t finden, vermittels
fo ite Bre ze gan die ch dur der ist, lze Ho n ene Eich nen aue geh ren Jah y zwe seit erst und ei in die et, geh ch dur hin , ern mm Hä den von ise we Sch y dre der als en, ud Sta der hl wo der For n jede s eine e Höh der von ten Mit der Jn n. eite arb ge ftro mp Sta igen einz nem e Hämmer aufgehoben erhalten, wie man ftauden find die drey Hafen c, 7, 0, welchdie
6.38 gesehen hat, vermittelst gewisser Ringe aufgehängt. | ck Stü ß gro ein in er löch fen Zap und fen Zap t tels mit ver sind den stau der For s sech Die
r de um Ba m de n vo ß Fu lb ha en ein d un y dre es lch we 2, Zimmerholz EE, fig. 1 und
Stampflöcher auf der Erde liegt, eingezapft; und um zu verhintern, daß sich diefe Stauden nicht krümmen und von der Richtung gegen die Stampflöcher abweichen: fo
n de f au d, fin et chn zei be 3, . fig 2, d un 1 it m die e, m Ar e wi , "find fie durch große Pflöcke Zapfen des Stauden F befestiget.
E 3
$. 40»
„Gleichwie bie Hämmer sehr lang fin, und mithin sinfs öber.vechts PIE IEEE;
sich vinäuder: berühren könnten: so werden sie .unweit von ihrem Kopf von andern StücdenHolz gehalten, welche die Hintereinnehmer (grippes de derriere) ober die Hinterstau-
den heißen, und denenjenigen pollfommen ähnlich sind, die wir ige beschrieben haben, au welchen sich jedoch weder Löcher, noch Haken befinden; weil ihr Gebrauch nur darinnen besiehet, daß sie die Richtung der Hämmer während ihres Aufhebens und Niederfallens
erhalten, und sie nöthigen, daß sie ihren Kopf allezeit denen Zähnen oder Zacken des, gros» sen Wellbaumes entgegen halten,
Diese Hinterstauden sind bezeichnet mit ee SE.
2, und drey. Sie werden von einem großen Stück Holz, das zwischen dem hen Wellbaum und den Stampftrögen lieget, und demjenigen, welches die Hinterftauden
wägt, ganz ähnlich ist, gee und an einander gefüget.
|
IG, 410!
Die drey Hämmer, welche in einerley Stampftroge arbeiten, fünd einander in
der Höhe gleich: „allein fie find ein wenig in Ansehung der Dicke unterschieden;
Der
dickste, oder der so-genannke starke, hat 5 bis 6 Linien mehrin der Dicke, als der schwache;
under ist auf diejenige Seite geordnet, wo der Trog das Wasser empfängt.
Er fänge
die Lumpen zu zerschneiden an, und freiber fie dem enfgegengefegten Hammer zu, welcher . der schwache heißet; dieser aber treibet sie wieder gegen den mittelsten, welcher schlechthin der mitleregenennet wird.
Dieser leßtere zerschneidet die Lumpen eben sowohl als die
andern; allein er presset sie zugleich zusammen, um das Wasser durch das Haarsieb, das
von wir $. 48 reden werden, auströpfelnd zu machen,
Die Zacken oder Zähne des großen Wellbaumes, welche die starfen Stampfen auf-
heben, haben vier Zoll, diejenigen vor die mitlern viertehalb, und die vor die schwachen
nur drey Zoll, Die Aufhebungen dieser drey Hämmer geschehen viertehalb, drey, und drittehalb Zoll hoch, welches die Ungleichheit in ihren Kräften noch größer macht, _ Eben diese Ungleichheit aber ist es, welche verurfachet, daß sich die Lumpenin den Stampffrögen in dem Creyße herumdrehen und umwenden, damit sie desto besser geschlagen, in“ die Höhe. getrieben und wieder umgewendet werden, anstatt sie schlechthin wider den Grund des Stampftroges zu stoßen... Einige Papiermacher glauben, daß dieses ein Geheimniß sey, welches sie befigen; allein es ist dieses allenthalben bekannt, wo man zu
- arbeiten »erstehet, % |
$. 48.
*) Jn denen mir bekannten Papiermühfenin Teutschland ist indessen dieses vermeinte Ges beimni® in der That Unbekannt.
Alle drey oder vier Stampfen, die in einem
Srampfloche arbeiten, haben einerley Diete und werden auch in einerley Höhe :
aufgehoben, als welches ich genau untersuchet habe. Es muß auch auf dieses vers
meinte Geheimniß nicht viel ankommen, weil die keutschen Papiermacher ohne die’ fen Umstand wür Zeug sehr gut zu bearbeiten wissen.
ist =, d un 1 . fig , H H g) on t-l ha ac (B e nn Ri ge lan die Der lange Trog, oder r Ha rch du er au M r de an s da e, nn Ri er ein rm Fo ein langes Stück ausgehölten Holzes in
s da t ng pfä em e nn .Ri ge lan se Die . ist . en ng ha fge au me au llb We fen /, über dem großen von da t, de fin be hle Mü der lb rha ße au sich der r, lte hä rbe sse Wa n ine demr kle aus e Wass
mit 2, 2, 6. 25 geredet haben, und.läßt es vermittelst drey kleiner Rinnen, bezeichnet wir in drey kleine Wasserkasten (bachaflons) ablaufen.
;
S. 43»
GEIL:
|
:
Diese drey Wasserkasten sind drey kleine Tröge: von einem Fuß und acht Zoll in n her flöc mp Sta en den mit die fe, Tie der in se sech d un ite Bre ll Zo en zeh en geg ge, Län der
ll Zo n eine n find fte rfa ffe Wa nen klei y dre er dies r tte Bre Die . . sind t telle ges ht rrec sse Wa
zuen ud Sta die auf fie um , ten Leis r ode en ung rag vor Her ne klei y zwe en hab d un e, dick ftüßen. Ein jeder von diesen Wasserkasten K fg. 2 ist zwischen“ zwey Stampflöcher ges, n, hre Rö en ern hölz ner klei y zwe t tels mit ver r zwa und ilet the mit r sse Wa steller, denen er das die sich an den zwey obersten Enden eines jeden Wasserkastens befinden, mit 7, 3 ber zeichnet find, und über die Stampflöcher um- zwey Zoll hervorgehen, -
3
$. 44
g, Tro ner klei rer and ein h noc sich t nde befi en faft ffer Wa en dies von Ueber jedem
welcher der Seihfaften oder die Bahre (couloir ou erviere) heißet, der aus vier.Bret- tern beftehet und statt des Bodens nur ein feines wollenes Zeug hat. Dieser Seihkasten dienet die Unreinigfeiten zurück zu halten, welche das Wasser mit sich geführet haben Fönnte, und bie sonst in den Wafferfaften mit hinein laufen würden.
Wenn man alles dasjenige wiederhofet, was wir $. 25 und 27 gesagt haben; fo
wird man schen, daß das Wasser nicht eher zu den Stampflöchern"gelanger, als bis es
durch den geflochtenen Korb des Canals, durch einen Wafferkaften, durch den geflochtes
nen Korb des großen Wasserbehälters, durch einen Wafferfaften und sehr feines Drathgitter des kleinen Wafferbehälters, öfters durch verschiedene Haufen von Lumpen und end»
lich durch den Seihfaften über den kleinen Waffertrögen gegangen ift. Alle diese Vorfihten find nüßlich: Man kann deren niemals zuviel anwenden, wenn es um die Reinigfeie des Wassers zu thun ist, welches die Lumpen anfeuchten, und zur Berfertigung
des Papteres gebraucht werden folf.
Mir haben gesagt; daß die kleinen Wafferfaften mit der Oberfläche des Löcherbau-
'
mes oder Stü Holzes, in welchem die Stampflöcher ausgehölet find, wässerreht feyn soll; hiedurc<h vämlich fließen fie ab, wenn sie voll find; und die Stampftröge haben ges nugfames Wasser, ohne zuviel zu empfangen; der Ueberfluß würde hier nachtheilig seym- . Denn nicht durch die Oberfläche und über die Ränder soll das Wasser aus den Stampf-
trögen herausfließen, es würde sonst die Materie des Papieres mit fortführen: sonder es geschiehet durch eine untere Defnung, davon wir $. 48 reden werden.
.
Er
en
A
Anfeine und m, lbau Wel e groß der lich näm len, Müh r e b k wer mer Zim e ganz s a D
„geweide, der Baum mie den Stampflöchern, die Stauden, und die Stampfen alles die
un. bes en Bod dem in die ze, Hol en Eich n cke Stü en den chie vers auf et ruh ich, sage , ses '
ersten Sto&werks eingegraben find, und der Mühlwagen (char du moulin) heißer. Der Gouverneur, oder der erste Arbeiter hat die Verrichtung auf sich, über alles dieses die AufÏche zu haben. Dieses ist der vornehmste von denen sechs Arbeitern, die gemeitlglich in Auvergne in wohl eingerichteten Papiermühlen gebraucht werden.
Wir werden
nach und nach voti den fünf andern reden, welche ouvreur, coucher,.leveur, vi- _ reur, und Saleran genennet werden. Einige von den Verrichkungen des Gouverneurs ist, daß.er alle Morgen die Stampflöcher, Stampfen, Seihfaften und alles Geräthe
der Mühlen. vielmal reiniget und abspühlet.
Dieses geschiehet mit. einem fleinen
Schwenffeflel H, der allezeit voll sehr reinen Wasser ist, und den man das Spühlgefäße nennet. Man muß sogar zuweilen zu andern Zeiten des Tages spühlen, wenn es sich ereignet, daß ein Theil des Werkes an die Hämmer und auf den Rand der Stampflöcher heraussprüßet. „ Es begiebt sich auch zuweilen, "entweder weil die Menge des Wase
sers nicht genug abfließet, oder weil die Mühle zu langsam gehet, daß die Stampftröge
sich zu sehr anfüllen, und der Teig überfließet.
Alsdenn läßt ihn der erste Arbeiter auf
dem- Rande der Stampftröge, bis er wieder abfließet, und spühlet ihn nur nach der
Maaße nach, als er abfließet. Zuweilen steigt er auch von dem Rande der Stampflöv “cher, bis auf die Bretter der Mühle, ohne durch die auf dem Boden befindlichen &cher der Stampftröge gegangen zu seyn, Dieses ist ein nachtheiliger Umstand, den man
rs, eite Arb en erst des eit gk ldi hu Sc die ist es dies d un ß; mu n ide me ver mit größten Fleiß
n; üge fpr sich um fen mp Sta die e lch we en, hüt ver zu ie ter Ma der st rlu Um auch den Ve e ter Hin die n che zwis und , sind her flöc mp Sta die en rinn wo , um Ba den so leget man auf
e dies hin mit und , den wer get efti bef ern lekt bie an che wel rn, tte Bre von n cke Stü ftauden ve ‚ Zwischenräume des Bodens bedecken. \
$. 46.
;
er mm Hä r de lz Ho das und en Eis das daß , gen sor or dav ß mu r eite . Der erste Arb
che wel , ern ond abs on dav ne äh Sp h noc st, Ro h noc er, litt Sp er wed gut sind, und daß sich en. fern ent on däv alt rgf So mit gen Flie die h auc soll n Ma n. nte kön ben der ver g Tei den armd fre sich nen rin wo r, pie Pa oft so n ma et sieh t kei sam erk fm Au her solc el ng Aus Ma
Pa der th Or der h auc l sol r lbe ha t fei ich inl Re n, ßer grö to def er tige Körper befinden. Ein
bes d, sin en kuf eits Arb die wo , ige jen der t, nde befi hle Mü die sich piermanufactur, wo nebst dem, wo die Seimung gefchiehet, allezeit gewölbet seyn,
| . 47 $. ; d ren wäh gar fo ch >au n, sey en Reg den auf m rksa me auf r seh soll t eite Arb e erst r De t tri r sse Wa das r che wel , mt kom en Reg r rke sta am ugs gen ein nn we nn der Nacht. De ; bet ar
„
Papier zu machen.
ee
©
pige, mit der Arbeit aufzuhören. DieYet vais “7 weniger gende man ist fo Get; xein und schön werden. Alsdenn ist der erste Arbeiter verbunden, das Bruststük des Mühlgerinnes, welches das Wasser auf die Schaufeln des Rades füßret, auf die Seite
zu wenden *), eben fo wohl als dasjenige, wodurch das Wasser in die lange Rinne fließer.
Man muß fast erstäunen, wenn man diesen ersten Arbeiter in dem rechten Zeitpunct aufe
wachen siehet, so bald es in den Bergen von Auvergne ein wenig stark zu regnen anfängt.
Allein gleichwie er gewohnt ist, bey dem Getöse der Hämmer, das allezeit ordentlich und gleichförmig ist, zu schlafen; so wird er aus eben dieser Ursache alsobald aufgeweckt, wenn | der Regen die Fluth vermehret, die Bewegung des Mühlrades geschwinder ng und
mithin die Schläge der Hämmer verdoppeltFallen. 1
6.43.
|
'
Um die Lumpenin den Stampftrögen wohl zu waschen; fo " nötig, eine Art von
fließendem Wasser darinnen einzurichten, und daß mithin das neue zufließende Wasser unaufhörlich an die Stelle des unreinen Wässers trete, in welchem die Lumpen gestoßen worden find. Zu dem Ende verschafft man dem Wasser eine Defnung in dem Innersten
eines jeden Stampftroges gegen der langen Rinne über, und zwar, daß es durch ein Stück Bohle gehet; die man den.Kas nennet. Es ift dieses eine Tafel von Eichen« holz M, Taf.IV. fig. 3, anderthalb Fuß hoch, sieben Zoll breit, und zwey Zoll dicke,
JIn.der Mitte dieses A Brettes fiehet man drey Defnungen, jede einen Zol breit,
und drey Zoll hoch, deren jede nur zwey Linien von einander entfernet ist.
(ese Defe
nungen sind gegen ein Loch gerichtet, das auf dem Boden eines jeden Stampftroges ist, durch welches das Wasser abfließen soll; und sie sind mit einem Haarsiebe bede>et , das
man die Toilette nennet, und welches man an den Kasmit kleinen Nägeln mit platten Kö« pfen, wie in N zu sehen, amnagelt, damit das Wasser die Sumpei, Die es genug verdünnet haf, nicht mit fortführen könne.
Dieser Kas wird bey L, angebracht zwischen zwey Fugen, diein der Die das
fordersten Teilesvon dem Baume der Stampflöcher vorhanden find; und gleichwie in
dem ovalen halben Circel, welchen der Stampftrog hat, leere Räume bleiben, in welche die Lumpen fallen könnten, welche der Hammer zuweilen außer dem Stampftroge versprü«
“Bet; fo bedeet man diese Stelle mit der Bekleidung des Kas, der in.) vorgestellet ist. Es ist dieses ein Stü Holz in weniglang und oben platt, mit einem Sims nad) dem Winfelmanß, der in diese Oefnung Hineingehet. Oben an dem Kas befindet sich eine Eleine Vertiefung mit 71 bezeichnet, die nicht durch dessen ganze Die gehet, und nur den' selben mit der Hand aufzuheben dienet, wenn man ihn a dag will. Man nennet
ME
23
folche
.) Aus dem vorhergehenden sichet man,„daß dieses ein Drüd: oder 'Schreibefehler ist,
und daß es das Hängeftück ist, welches auf die'Seite gewendet werden muß, wenn
das Wasser vorbey fließen und das H nicht treffen1 fol
40
|
-
Die Künst.
- solche den Angriff des Kas (pince) und just bis an die Höhe dieses Angriffes, läßt man - ' ;
;
die Höhe der Fuge gehen. -
'
> Defters, wenn man dem Teige nicht genugsames Wasser ‚gegeben hat, wird die Materie allzu troFen: alsdenn treibt der Hammer dieselbe. gegen den Kas, das Haarsieb reißet, und der Teig wird auf den Boden zerstreuet. Diese Haarsiebe zu dem Kas erfordern eine große Aufmerksamfeitz fie plagen oft; und können so gar über 12 bis 14 Tage. nicht gebrauchet werden, weil die Fettigkeit der Materie sie verstopfet und das Durchtringen des Wassers verhintert, a
$. 49: Wenn der erste Arbeiter die Lumpen in die.Stampflöcher trägt ; fo bedienet er sich Hierzu der Bütten, oder Tinen, die man Gerlons nennet, und die ohngefähr das Gewichte von 25 bis 30 Pfund in sich fassen. Sie bestimmen dasjenige, was die Stampflöcher enthalten Fönnen. ". Denn wenn ein Stampffrog mehr erfüllet wäre, als der andere; fo würden die Lumpen mehr oder weniger zerftoßen, und das Papier ungleich werden, Man
beobachtet auch, daß man die Lumpen nicht auf einmal, sondern zu verschiedenen malen in
die Stampflöcher thut, und von Viertelstunden zu Viertelstunden.“ Wenn man fie auf einmal hinein ehäte; fo könnten sich die Lumpen auf einander stopfen und sich fo auf einans‘ der seßen, daß fie der Hammer nicht so leicht zerschneiden könnte,
Die $umpen werdert anfangs in den Lumpenstampflöchern zerstoßen3 dieses sind die beyden ersten Stampftröge in der Mühle, die man auch die Stampflöcher zum Ausfä-
.
fern (piles @ efilocher) nennet, Hier werden fie bearbeitet, bis man keine Gestalt mehr von der Leinwand- siehet, und dieselben ganz in Fäsern verkehret sind, welches sechs, acht, zehen bis zwölf Stunden dauret, nad) Maaßgebung der Gewalt des Wassers und der Stärke over Dauerhaftigkeit der Lumpen. Da der Teig aniezt noch nicht sehr fein istz-so befürchtet man nicht, daf er durch das ohnedem sehr feine Haarsieb mit fortgehet3 und-man giebt ihnen dännenhero viel Wasser, um alle Unreinigkeit der Lumpen wegzuspühlen. - Wenn die Lunipen in diesen Lumpentrögen genug gestoßen. find; so thut sie der erste Arbeiter in die zwey folgenden Stampflöcher, welche die Tröge zum Feinmachen ober zum ganzen Zeuge (prles-floran ou piles a afÏner) heißen; und dieses nennet
man das Aueschöpfen (remonrer).
Diese Arbeit geschiehet mit einer hölzern Schaale
von ohngefähr sechs Zoll in Durchschnitt, die man deshalb die Ausschöpfeschaale (ecuelle remontadoire) viennet,
Zuweilen wird auch der Teig, wenn er aus den Lumpenstampf«
trögen herausfommt, in Vörraäthskasten gebracht $. 736
|
51
Die Materie wird in den Stämpflöchern zum Feinnzachen 12, 18 bis 24 Stunden
bearbeitet, nach der Stärke des Wassers und der Lumpen« -Man giebt. denen Stampf-
frögen zum Feinmachen weniger Wasser; und das Haarsieb ist hier viel feiner, damit von ;
ER
dem
Papier zu machen.
=
m
dem Wesentlichen der Lumpen desto weniger etwas mir forfgehe. -Man urfheilet, daß bie Arbeit geendiget ist, wenn man weder Fäsern noch Flo>en mehr wahrnimmt, Um sich Hiervon zu versichern, nimmt man fo viel von der Materie, als eine kleine Nuß beträgt,
und Fnefet dieselbe mit den Fingern, um das Wasser.heraus zu pressen ; man bildet daraus einen kleinen Cylinder, man reißt ihn in de? Mittendurch einen geschwinden Stoß aus einander, und man untersuchet auf dem Bruch, ob keine Fäsern darauf zu sehen find. Man untersuchet auch diesen Teig; indem man ihn mit ein wenig Wasser verdünnet: man beweget dieses Wasser, welches davon weiß wird, und man betrachtet dieses Wasser, ob es darinnen feine Hlocfen oder Fasern giebt, die in dieser Flüßigkeit oben shwimmen, Sie muß f6 einförmig wie Milch seyn. An statt der 24 Stunden, die man mehr oder weniger in Auvergne anwendet, muß man in Augoumois 28 bis 30 Stunden zum Fein«
machen oder ganzen Zeuge haben, weil hier die Wasser ige stark, und die Hämmer
sind. leichter
Nachdem der Zeug fein gemacht ift; fo schöpfet man ihn mit der Ausschöpfeschaale in ein kupfernes Becken von ohngefähr zwey Fuß in Durchschnitt, welches mit zwey „Handhaben versehen ist, und darzu dienet, den Teig.in die-Vorrathskasten zu tragen, wenn man nicht willens ist,/eben den Tag davon Gebrauch zu machen; man sehe 6.73. Wir werden von der Arbeit die Lumpen in den. Stampftrögen zu zerschneiden, von dem Feiumachen, und von dem Teige, der daraus enkstehet, weit umständlicher reden, wenn wir erst die Cylinder beschrieben haben, die eine viel bequehmere und vgllkommenere Art von
Wählen ausmachen, als diejenigen, wovon wir iezt geredet haben.
Von den Mühlen mit Cylindern, Netten wir diei nn Auvergne gebräuchlichen Mühlen mit SETE oder Stampfen £
6. 524
befchrieben haben; fo kommen wir nunmehr zu den Mühlen mit Eylindern *) des
ren man sich gemeiniglich in Holland bedienet. Man findet hiervon schön in Kupfer ge» ftochene Abrisse, in zwey Sammlungen von Maschinen, die zu Amsterdam in Jahr 1734 und1736 erschienen find. Das erste von 54 Kupfertafeln hat zum Titul: Groot vol-
kennenee etc. herausgegeben von Natrus, Polly und Baurer, gestochen durch Johann Punk, in 2 Vol. fol.
Das andere mit 55 Kupferplatten, hat den Titul:
Theatrum Machinarum univerfale, fein Urheber ist Zyl und der Kupferstecher Johann
Schenk; es bestehet gleichfalls in 2 Vol, fol.
Allein gleichwie diese Kupfertafeln mit
Feiner Beschreibung von dem Gebrauche der Theile, die sie. vorstellen , begleitet find; so
war es-nöthig,fie bier denen Augen der Leser vorzulegen, zur Verftändlichkeit der Verfah-
rungsarten, die wir hier beschreiben wollen.
Da übrigens diese Mühlen mit Cylindern
h c u a ' . R N D R EE G RE H A W : E N E B E F O H e ch f di än N bo e n ei , rk e W es ch is nd llä ho n ei d n la ch tf u e D in n a m : e n n e n Diese Cylinder ch s i d n ä ß l o h e n : t e i b r, e d n ä l o H n e n i e n i th 7 Walze, oder schlech ==
mu u
mrn
x
.
Die Kunst
42
auch seit bem Jahre 1741 in 8 Manufacturzu Langlee bey Montfargis mit einigen Ver» änderungen eingeführet find; fohaben wir davon gleichfalls den Plan und den Aufriß
‚der Maschinen, deren man sich daselbst bedienet, nebst denen Verfahrungsarten mitthei-
kn wollen, die wir daselbst haben befolgen fehen, und welche durch eine Erfahrung von „zwanzig Jahren, die durch viele Verfuche vollkommener gemacht ist, genugsam bestätiget worden.
z Die Erfindung,der Cylinder ist eben nicht altz allein der Orth und die Zeit,„wwe sie gemacht ist, finde unbekannt. Einige Persohnen versichern, daß der Gebrauch der
„Cylinder vor.ohngefähr 50 bis 60 Jahren in Frankreich erfunden, und-hernach von den „Holländern in der großen Anzahl ihrer-Fabriken angenommen und behalten worden *). - „Jedoch, dem sey, wie ihm wolle, man hat nur erst gegen das Jahr 1742 angefangen, sie ‚zuShoa einzuführen. Er
F- 53-
Ein großes Rad mit Schaufel, das denen fr der gemeinen erle ähnlich ist,
wird von einen? Wasserstrohm in einem mit Zimmerarbeit bekleideten Mühlengerinne be-
- - "weget, welches auf jeder Seite des Rades nur zwey Zoll Raum übrig kässet. Dieses Rad Hat ohngefähr 18. Fuß in Durchmesser, sein Umfang führet 24 Schaufeln, die gegen den
"Strohn des Wassers geneiget find, Dieses große Rad befindet sich zwischen zwey Anstalten und Zubehör von Cyfindern; und jedes Rad“. hat an dem äußersten Ende seines
'SWellbaumes ein Kammrad von gr Zähnen oder Kämmen (alonchons) welches äne.katerne oder Trilling von 34 TriebstöFen umdrehend macht," dessen Durchmesser 'ohngefähr sechs Fuß It, und dessen Arevertical stehet. Dieser Trilling führet auf feiner Are ein
Kammrad, dessenDurchmessereilf Fuß ist, welches-67 Zähne hat, und welches drey Cykinder umdreher, einen jeden vermittelst eines Trillings'von 7 Tekbstäiten, der sich an dem äußersten Ende der Are des Cylinders-befindet.
- Die Kupfertafel [Ul -4äßt aufjeder Seite ein Rad CC, wahrnehmen, das sich In
‚feinem Gerinne vermittelst eines Strohms beweget, derin B anfanget,undinX wieder
‚ausfließer. Ein jedes Rad erscheinet hier zwischen. zwey Anstalten: eins jede von.drey
; -Cylinderfufen.
Die Kupfertafel V, enthält viel deutlicher sowohl den Aufriß, als. den
„Plan einer von diesen Anstaltenin sich- nämlich derjenigen, die rechter Had ist. E
A
Viellei
es Le
die hier G
Man hat
Herren Frandies : A inendaßdenefienos gern
en wird Br geben, die hier Gefegenhei erheben
es offenbar ist, daß eine solche Er andrerVölker zueignen, ohngeachtet
Imstbey andern Völfern zuerst ftatt gefunden hatz indem sie fich des hier ges Vorwandes bedienen ag fagen, "daß "4 0 dung zwar bey ihnen ihnen ausgeübet worden. st gem acht, aber von andern Völkern eher als bey Diese eser werden nicht glauben, daß diese Sage, be daß man Orth und Urhe»
denen Hollän-dern; die.se Erfindung, die fie MAR juerfi-aufges end sj;scy,abjufprechen„weieteichhaben,
zu nennen weiß, wer-in Frankreich die Erfindung der <ylinder gemacht habs,
„ul
Papier zumachen
43
bat nicht außer Acht gelassen, ‚eben dieselben Buchstaben artzuwenden, um eben dieselben Theile in dem Aufriß undin dem Plan, nämlich oben und unten auf der Kupfertafel, zu bezeichnen. AA, Taf. V. stellet den Theil des Mühlgerinnes vor, der innerhalb der
a Mühlenwerkstatt bedeckt ist; CC, das Rad mit Schaufeln, welches durch den Strohm
beweget wird; DD der Wellbaum des Rades, der unter einer zum Gebrauch der Mühe
len bestimmten Brücke durchgeher, führet an jedem feiner- äußersten Enden ein Kammrad RR, von acht Fuß in Durchmesser, welches mit 41 Zähnen, deren jeder sechs Zoll von einander abstehet, versehen ist. Das Kammrad.RR greifet in einen Drilling F,
von ohngefähr sechs Fuß in
urchschnitt , deffen Baum vertical, nämlich von Horizont
senkrecht stehet, und welcher 34 Triebftöce, sechs Zoll von einander, von Mittelpunct zu
Mittelpunck gerechnet, führer.
Der Trikling-F wird vermittelst feiner Are
GG, bewe-
get, die zugleich ein großes Kammrad HH, von eiff Fußin Durchmesser träger. Die 68 große Kammrad führet 67 Zähne, und greifetin drey Trillinge der Cylinder 1, einen
jeden von sieben TriebstöFen, deren Aren um das Kammrad, wodurch sie in Bewegung
geseßet werden sollen, horizontal gestellet und gegen den Mittepuner des Kammrades ges richtet find, wie man es in dem Plan fieher,
Vermöge der Zahlen, die wir Bengebracht haben, ist es Ffeadat: daß sich die Cy-
linder ein wenig mehr, als eilf und ein halbmal umdrehen, während, daß sich das große Mühlrad nur einmal um feine Are beweget3 und gleichwie das große Rad öfters in einer Minute sich zwölsmal umdrehet: fo werden die Cylinder im der Minute 138 Umwendungen machen: allein diese Anzahl kann sich viel vermehren oder vermindern, Ein jeder von diesen Cylindern drehet sich in einer Kırfe, davon er eine Seite P, einnimmt. Dahin-
gegen die andere Seite der Kufe Q, frey bleibt. Man siehet in K einen Cylinder offen, und wie er sichin feiner Kufe umdrehet. “Män siehetin E eben diesen Cylinder mit seinem Dache bedecket (man sehe-5. 60)3 und in M, eine Kufe, daraus der Cylinder weggenommen Ut, um die zwey einen Winkel machenden Seiten mm, und den Theil des
„Mittelpuncts M sehen zu lassen, davon ein Theil in eine Hohlung gerundet und das übrige
„von der gereiften Platte eingenommen wird.
Endlich fiehet man in 7 die Fugen,in wel»
de zwey Gitter, das eine von Meßingdratly und das andere von Haartuche geftellet wer»
- ben, umden Verlust der Materie zu verhintern, den die große Bewegung des Cylinders sonst verursachen würde; man wird dieselbenin der Kupfertafel VII. deutlicher sehen. Man
fann gleichergeftalt auf der linken Seite, wo die Vorstellung abgebrochen scheinet, eine
ähnliche Anftals, von. drey Kufen mit ihren Eplindern wahrnehmen.
|
|
€ 54
Die Cylinderkufen werden aus fest mit einander vereiwigren Stücken Eichen Holz gemacht; sie sind.in ihren ganzen innern Umfang mit Bley ausgefüttert, und alle ihre „Winkel sind gerundet.
Jhreinnere Längeist von zehen Fuß vier Zoll, und ihre Breite
„von fünf Fuß, wie man es Taf. V. sehen fann.
Eine jede von diesen Kufen ist in der
53
Mitten
_
-
%
A,
a
Die Kuns
Mitten durch-eine aufrecht stehende Scheidewand gefheilet, die auseinem ware Sts Eichen Holz NN, sieben Fuß lang und drey Zoll dicke, beftehet, und welche die ganze Höhe der Kufe einnimmt, aber nicht ihre Länge, Der Theil der Kufe, von der Seite Q, ist durchaus frey; der Theil P hingegen von denen einen Winkel machenden Ecken von der Platte und dem Cylinder eingenommen. ' Die Kupfertafel VI. enthält den verticalen Durchschnitt nach der Länge desjenigen Theiles der Kufe, in welchem sich der Cylinder drehet. A, ist das winklichte Gestelle,
durch welches die Lumpen zu dem Cylinder gelangen; C, ist ein cylinderförmigt ausgehöhlter Theil, den man vor den Cylinder und die Platine bestimmt; D, ist ein anderes
vielmehr winklichtes Gestelle, auf welches die Lumpen. zurück fallen, nachdem siein B, zwischen dem Cylinder und der Platine gerieben worden sind (6.58).
EE, ist das äußer-
liche Ansehen einer Cylinderkufe, die mit iprein Dach G, bedeet ist. Man siehetin H,
die Spuhr des Cylinder8; in I die Gitter, die durch das Dach hervorgehen und die Lum»
. pen verhintern, durch die Rinne, welche das aus den Lumpen ausgedrückte Wasser an-
nimmt, mit fortzugeben; L., ift eine Wasserröhre, welche die Kufe mit Wässer versiehet,
um die Lumpen zu waschen, wie wir $.48 gezeiget haben. Besser unten ist ein Aufriß von dem äußerlichen Ansehen der Kufe, wenn man sie.nach'ihrer Breite.betrachtet; P, ist
eine Klappe, die sich aufhebt, um den Teig in eine bleyerne Röhre schießen zu lassen; die sie zu denen Vorrathskasten oder den sogenannten Rechen führet.
Diese Röhre gehet fast -
senkrecht, und bricht sich unter dem Fußboden; man siehet die bezeichneten Spuhren davon
in g Taf. 111, R ist die Hebewinde, die in M in der verhergehenben Figur aa e—
worden ist, u
S. 55.
————
Der Körper des Cylinders, davon man die Figur Taf. VI. siehe, ist zufammenges feget aus einem eisernen Baum ST, welcher acht Fuß in der Länge hat, alles hierunter begrifsen, und ohngefähr drey Zoll in Durchmesser. Auf einer Seite hat er einen Tril»
ling X, mit sieben Triebftöcken, davon man den Plan in Y, siehet; auf der andern Seite hat er einen cylindrischen Theil, der aus Eichen Holz gemacht ist.
Die Arbeiter glauben,
daß es gut ist, wenn man dieses Holz vorher mit Salpeter gesoden hat, damit. es um so
‚wenigereiner Veränderung unterworfen seyn möchte, die ihm die Feuchtigkeit verursachen fönnte.
Diese Cylindrische Masse hat drey und zwanzig Zoll in der Länge“V V, gegen sechs
und zwanzig Zoll im Durchmesser u, Sie ist nach ihrer Länge mit acht und zwanzig Stäben von Eisen versehen, ein jeder ohngefähr-funfzehn Linien in der Breite; und folg» fich ist einer von dem andern ohngefähr zwanzig Linien entfernet, welches dem Cylinder die Form einer geriften Säule giebt. “ Diese eisern Stäbe sind auf den beyden Grund» - seiten des Cylinders mit einer eisern Platte Z Z, zusammengefüget; sie ist zu dem Ende mit acht und zwanzig Löchern durchbohret, in welche das zu dem Ende gerundete eiserne -: Theil
Papier zu machen.
—
es
an "M , rd wi et ed rni ve rk sta n ße au n vo h ac rn he d un t, he ge ein Theil eines jeden Stabes hin en Eis e ng Sta e jed e ein rch du die , zu hin l ge Nä ne ue ha ge figet drey oder vier eiserne ab m de f. r au se es b sto de ge an St se die um n, he ge -mitten hindurch und tief in das Holz hinein
» lin Cy die t, Ar che dis llän ho die 62 $. n rde we ir W . en tig fes Körper des Cylinders zu be
die , ige ien die als et, ein sch n be ha zu eit gk sti Fe hr me die , ten ch der zu verfertigen, betra f äu en ng Sta rn eise der g un tig fes Be e dies n kan en ess erd Unt “ en. hab n wir ige beschriebe it ke dig win sch Ge che nli tau ers e Di n. sey rt he sic ver l denen Grundseiten ZZ niemals zuvie e ein nn we r, rvo he g hla Sc en lich ähr gef r seh d un en lich eck chr ers en ein t des Cylinders bring er ein it eze all es lch we s, lze Ho s de r tu Na die wie ich von diesen Stangen loßgehet; und gle , ist t he mü be h rlic fhö au un , ist et sck sge au ng nu of str Au d " wechselsweisen Feuchtigkeit un n, eile zuw sich fie et ign ere so ; rn de för be zu en ng Sta rn eise der ng chu ma Loß ‚eine solche
h E 8 231 n. ehe ges on dav iele ysp Be t ha « Man ße gro eine ch dur g gun nfü me am Zuf zen gan er dies eit tigk Fes die h noc t hre me ver Man
s lze Ho s be sse Ma die in en alb nth alle lt wa Ge t mi n ma die ; n ile Ke n rne Anzahl von eise
Ey» die Um ist. et leid bek ben Stä n rne eise den mit er ind Cyl der m hde hinein treiber, nac Um r ihre nd Sta den in en, sag zu so sie, n ma ß mu n, che ma zu d run n me linder vollkom e dies cht ma ine sch Ma hen solc er ein hte wic Ge he elic chr ers das in alle drehung bringen;
mt tim bes sie che wel in , lle Ste er ihr an sie n, ma hte suc ver gs fan An . ehr htv sfe rau Arbeit übe
dem bey s che wel ad, hlr Mü das ch dur st selb sie n ma em ind en; lass zu hen dre - find, um d, bal gar te ann erk n ma in Alle . ließ n fege ng egu Bew in d, wir t che rau geb en ach Papierm
lich ähr gef und r weh sch eit Arb die ers ind Cyl des t kei dig win sch Ge he nlic tau ers daß die Die Art, womit man dieses heute zu Tage bewerfstelliget, ist demnach
machte.
folgende:
'
!
s ver et pun tek Mit m ihre t mi et, füg nge me am zus ers ind Cyl des ile The die em Nachd glichen und gerundet find; so stellet man ihn horizontal, und man hält alles gegen ein
h nac gt brin n Ma ist, et stig befe sch rkti We m eine auf , as eid ch hts Ric s vollkommen genaue
und ; id he tsc Ri“ das en geg ers ind Cyl des ben Stä rn eise den von n jede n eine h nac und man siehet alsdenn, ob es einige giebt, die mit dem Nichtscheid nicht vollkommen gleich
find.
Man ift aledenn bemühet dieselben zu feilen, und dieselben damit in eine vollkom-
mene Uebereinstimmung zu seßen.
;
|
Die eisern Stäbe, womit der Cylinder bekleidet wird, haben noch auf ihrer Länge ausgehöhlte Streifen, vermittelst derselben eben diese eisernen Stäbe die Materie,
1 . nen kön n eiße zerr und iden chne zers en, fass er bess o dest n, ege bew sich sie her in welc Ein Cylinder mit seinem Baum wieget ohngefähr drey taufend Pfund. „Man
Hat versucht Eylinder zu machen, die inwendig hohl wären, um sie etwas leichter zu ma» chen: Man hat aber diese Verfahrungeart wieder aufgegeben, und man will sie lieber durchaus fest und dichte haben, um ihnen desto mehr Gewalt zu geben, Unterdessen, wenn die Cylinder kleiner und leichter wären: so würden fie dadurch nur desto mehr Geschwindigkeit erlangen ; und die Arbeit würde vollkommener und ferti» ger
2 8 250 -AB
u.
6 Wii BEE
;
ger von flatten gehen. Man har Versuche mit Probecylindern gemacht, bie um die
- Hälfte weniger in Durchmesser hatten, als diejenigen, die wir ige beschrieben Habenz und die Sache ift fehr wohl von statten gegangen, Ueberhaupt sind die Cylinder in Hola land fast allgemein viel kleiner, als die unsrigen. _ | FE Man hat auch vor Furzem zu Stande gebracht, einen Cylinder von geschmolzenen
und gegoffenen Eisen aus einem einzigen Stüd zu machen: und man bedienet sich deffel« ben in der neuen Manufactur zu Voujot nahe bey Dijon. Er ist auf einem Ham» merwerfe in der Franchecomte verfertiget worden. Die Erfahrung wird es-bäld zeigen *) ob diese Verfahrungsart vorzuziehen ist, Allein man kann von dieser Anstalt, welche * von der Provinz Burgund unterstüßet und durch die Einsicht und den Fleiß des Herrn
von Beost, Obersecrerair der Staaten dieser Provinz, und Correspondent derAcademie, welcher alle Künste Lennet, aufmuntert und liebet, gewiß sehr viel Hoffen
+
%
Da einer von den Zapfen, auf welchem. sich der Cylinder umdrehet, wegen derNähe seines s<hwehren und dichten Theiles, ungleich mehr beschwehret ift, als der andere;
so hat er vielmehr Oel nöthig, um das schnelle Reiben geschmeidiger zu machen, Folglich ist man genöthiget, diesen Theil mit einem oder zwey ausgehöhlten Rundstüen von .
Eisen w, zu versehen, damit das Oel an der Länge.der Axe nicht hinunter fließen und sich mit dem Teige vermischen kann, welcher durch diese Vermischung viel Nachtheil leiden
würde. Man könnte vielleicht des Oeles entrathen und das Reiben geschmeidiger mar chen, wenn man die Zapfen auf einer starken Pfanne von Bley oder Zinn sich umdrehen ten ich fett en sag zu fo und n che wei n, ige eid chm ges er ein von find le tal Me se Die ließe. Eigenschaft, welche statt des Oeles dienet, und sogar verhintert, daß das Reiben Feine Hike verursachet *9-
+ -
;
eh
Ä
*) Wahrscheinlich wird diese Erfindung nicht den gewünschten Erfolg haben, wenn er x
“
aus gemeinen Gußeisen gegossen ist. Das Gußeisen hat zu dem Endzwe> des - Cylinders nicht Härte genug. Man kann das Gußeisen mit guten Stahl bohren.
Der Cylinder wird sich also auf der gereiften Platte bald abnugen und feine Schärfe verliehren.
;
28) Von diesem Vorschlage dürfteschwehrlich ein nüßlicher Gebrauch gemacht werden füns “nen.
Die vermeinte Aehnlichkeit des Bleyes
und Zinnes mit einer Fettigfeit hat
nicht den geringsten Grund. Die Weichheit und Biegsamkeit einer Sache hat deshalb nichts Aehnliches mit einer Fettigkeit. Ueberdieß sind Bley und Zinn eben wegen dieser ihrer Weichheit am allerwenigsten geschi>kt zu Pfannen und Unterlas gen zu einer fo großen Last zu dienen. Eine Schwehre von 3000 Pfunden würde eine Pfanne oder Unterlage von Bley oder Zinn in einem einzigen Tage vernichten,
Man kann daran nicht zweifeln, wenn man erwäget, was vor eine geringe Kraft erfordert wird, diese weichen Metalle in Platten und Bleche zu treiben.
.
\
ee
ee
=
„7
un. meer
En dem Theil ber Kufe, worinnen sich der Cylinder bewege, befindet sich eine metaltene
„) gereifte Platte (Platine), die mit B bezeichnet, und in bH besonders vorgestellet ist, Diese Platte hat gezogene Furchen, wie man es in ihrem Durchschnitt 9- siehet,
dergestalt, daß ihre zugespißten Kanten, womit ihre Oberfläche versehen ist, die Lumpen
zerschneiden können „ welche vermöge der Bewegung des Cylinders genöthiget werden, een zwischen dem Cylinder und der Platte durchzugehen.
"
Diese Platte hat zwey Fuß und sechs Zoll in der Länge, -gegen sieben Zoll in der
Breite. Man macht sie deßhalb von einer gewissen Breite, damit sie auf ihrem Grunde
- desto gewisser und durch ihre Gewichte desto fester liege,
Allein gleichwie nur ein kleiner
- Theil von ihrer Breite von dern Cylinder berühret wird, und zur Zerreibung der Lumpen dienet3. so theilet man fie in zwey. Theile... Der eine Theil hat seine-Kanten oder Furchen nach der rechten.Seite,geneiget, und der andere nach der- linken, Wennder Theil b.abgenußet.ist,, so, giebt. man ‚der. Platte, eine-andere Stellung, und. läßt den Theil B feine Dienste.leistenz“ dergestalt; daß allemal.nur die Halfte gebrauchet wird,: Die Platte ist zuweilen von Eifen, zuweilen-aber von rothen Kupfer; und esift gut-eiri wenig Zinn
darunter zu mischen, weil es die Eigenschaft hat, das Kupfer härter zu: machen.
Man
weiß, daß: das Prinzmetall, oder das Metall zu den Canonen, welches ohngefähr den
zehenten Theil Zinn bar,” härter als das Kupfer ist *). . Auf der andern Seite würde es schädlich seyn, gar zu viel Zinn darunter zu thun,
Zum Erempel-drey Theil Kupfer.
init einem Theile Zinn vermifcht, machen das Glockenguth aus, welches. zu dem Ge brauche, warum es hier zu thun ift,. gar zu zerbrechlich seyn würde. 3022
ira
de:
ul
Um
; 4 ' *) Meines Erachtens kann man nicht behaupten, daß ein Kupfer, worinnen ein wenig Zian ?
.
- * 33 ;
ist, deshalb härter geworden ist.. Es ist wahr, es läßt sich alsdenn. nicht w.chr „Schneiden; aber die Ursache liegt nicht in seiner größern Härte, sondern in seiner
"Sprödigkeit. Ein solches Kupfer widerstehet der Feile nicht besser als reines Kupfer. Ueberdieß ist ein sprödes Metall zu dem Endzwetk, wozu diese Platte ges
brauchet werden soll, nämlich Lumpen zu zerschneiden und zu zerreiben, vielwenis ger geschi> als t, reines Kupfer; weil seine Schärfe vermöge dieser Sprödigkeit - zehenmal geschwinder abgenußet wird. Man mag aber den zehenten und noch eis nen viel kleinern Theil Zinn unter das Kupfer fegen: fo wird diefes Metall allemäl
überaus spröde werden.
So gar der hunderste Theil Zinn unter Kupfer macht dies
„ses Metall durchaus spröde.
Be Theil Kupfer seen, ohne daß das Zinn dadurch etwas sehr merkliches von ' Feiner Geschmeidigkeit verliehret. Aber die Sache verhält sich umgekehrt nicht
«un
„Jie
Man kann unter das Zinn den dreyßigsten oder viers
eben also.
'
Der gerinöste Antheil Zinn; ja fo gar der bloße Rauch "von Finn macht
das Kupfer spröde. Dieses, wissen alle Chymiften, und beruhet auf unstreitigen Erfahrungen.
!
;
G
| 4:
'
Die Kunf
Um Pr Cylinder in der TE Weite auszustel en, in welcher er von der Platte
feyn soll; fo bedienet man sich einer Hebewinde, und eines hölzern Keils sieben bis acht Zoll lang, mit welchen man die Probe anstellet, nämlich seine erfoderliche Höhe bestimmet.. Zu dem Ende wird einer von den Zapfen des Cylinders auf einen Hebebaum. gebracht, wel-
her sich von f bisin 5 erftredfet; uad indem er den Cylinder in & unterstüßet, denselben
entweder von der Platte entfernet, oder ihr denselben nähert, nach der Maaße, wie män
den Hebebaum vermittelst der Hebewinde M erhebet oder niederläßt,
Die Maaße, in
welcher der Hebebaum soll erhoben, oder von der Platte soll entfernet werden, wird ver-
mittelst eines Keils N, bewerkstelliget , welcher unter das äußerste Ende des Hebebaums gesteckt wird, und auf seiner Länge Abtheilungen hat. Cin Arbeiter, der bey der Cylinderfufe allezeit gegenwärtig und ausmerksam ist, hat die Verrichtung auf sich, von Zeit zu
Zeit sowohl den Abstand des Cylinders von der Platte zu messen, als die Materie umzurühren (/paruler), wie wir $. 64 und 65 sagen werben.
-.Der Theil S von der Are des Cylinders, welcher auf ber Seite des Trillings ist, kann vermittelst einer andern Hebewinde gleichfalls erhoben werden. Allein man thut es niemals, wenn es nicht wenigstens darauf ankommt, daß etwas an der Maschine ausgebessert werden muß. Denn in der ordentlichen Arbeit des Papiermachens kann
man diesen Zapfen weder erhöhen noch erniedrigen, wegen des Kammrades, welches in den Trilling genau eingreifen muß;
men . Die Fabricanten wünschten sehr, daß man die beyden äußersten Enden, oder die beyden Zapfen des Cylinders zugleich auf einmal erheben könnte, damit der Cylinder gegen die gereifte Platte allemal einen gleichen Abstand hätte. Dieses ist in der That eine schr wesentliche Unbequehmlichfeit bey der vorhergehenden Einrichtungsart, daß man
nur ein Ende des Cylinders-erheben kann; “während daß das andre unbeweglich bleibr.
Es ist durch die Ausmessung des Cylinders leicht wahrzunehmen, daß wenn man den Zapfen. des Cylinders um 18 Linien erhebt, so werden die eisernen Stangen, welche den - - Cylinder bekleiden, an dem einen äußerstemEnde fechszehn Linien, und an dem andern nur zehen Linien von der Platte entfernet seynz. und folglich werden die Lumpen an der eis
nen Stelle viel leichter durchgehen, als an der andern, und die eisern Stäbe oder die | Platte werden. sich auf eine sehr ungleiche Art abnugen.
|
Man könnte dieser Unbequehmlichfeit durch eine andre Einrichtung der Mühle absti-
$. 70 reden werden. helfen; davon wir
Unterdessen würde man sich in der gegenwär
gen Beschaffenheit auf verschiedene Art helfen können.
‚Zum Exempel, man könnte an
statt der Trillinge an den Eylindern ein horizontal stehendes Rad oder ein anderes Kammrad einrichten, welches in die Zähne des großen Kammrades eingriffe. Dieser ZE :
«
gri
.
Papier zu machen.
49
griffwürde alebei feine merkliche Veränderung leiden, went man auch den Eplindeeum zwey.Zoll erhübe *). Man könnte ‚aber auch bem ganzen Räberwerk dieser Mühle eine andre Einrich«“ fung geben, welche so gar zuließe, das ganze Gestelle, auf welchem die zwey äußerfien Enden des Cylinders liegen, zu erheben,
Zu dem Ende würde es zureichend seyn, wenn
man die Are, welche den Trilling und das Kammrad trägt, horizontal oder wagerccht - stellete, da fie in der gegenwärtigen Bauart aufrecht stehet; man müßte daher auf die ' Are des großen Rades mit Schaufeln einen Trilling anbringen, und den Cylinder bis zur magerechten Stellung mit dem Kammrad des Wellbaumes erniedrigen. Alsdenn - würde das große Kammrad den Cylinder auf der Eeite eingreifen; und man würde die Freyheit haben, ohne die Eingreifungspuncte der Zähne zu verrückten, beyde Zapfen des Cylinders um einige Zoll zu erheben. Diese fo einfache Bauart, die viel vollfommener ist, als diejenige, baven man geicher Gebrauch gemacht hat, scheinet uns zu verdienen, daß fie in Ausübung gebracht der Are des großen Rades mir Schauwürde, Sie würde lediglich erfordern, . daß.auf feln, ein Kammrad oder ein Trilling mit zahlreichen Zähnen oder Triebftöcten angebracht würde; denn ohne diesem Umstand würde die Geschwindigkeit des Cylinders nicht groß seyn: Diese Einrichtung würde in der That nur vor einen Cylinder dienen. Allein,
wenn man auf die Are, welche den Trilling und das Kammrad träger, noch) zwey anderein gleichem Verhältniß stehende Kammräder einrichtete, davon iedes fünf Fuß weit von einander abstände; sowürde man dadurch bequehm drey Cylinder bewegen können, eben so, wie in der zeither gewöhnlichen Bauart. in jeder voa diesen Cylindern würde durch ein besonderes Kammrad getrieben werden; aber sie würden dennoch alle drey in einer gleichen Ünie stehen. Diese Einrichtung würde so gar das Mittel an die Hand geben, durch ein einzig Schaufelrad mehr als drey Cylinder bewegen zu lassen, wenn das Wasser überflü« ßig ET: a + um diesem Rade genugfame Kraft zu geben, $. 60,
Das Wasser, welches unaufhörlich in die Kufe fließet, um die Lumpen änzufeuche en wird von dem Cylinder gegen eine Decke oder Dach, oder gegen eine Art von Kasten G 2 aus ER
mee
udn
*) Meines Erachtens würde dieser Unbequehmlichkeit auf eine viel leichtere und bequehs mere Art abgeholfen werden können, wenn man darauf dächte, die gereifte Platte
folchergeftalt einzurichten, daß sie erhoben und niedergelassen werden könnte. Dies fes ist gar nicht glich und kann auf verschtedene Art geschehen. Wenn es ans
ge et die Pfanne zu erheben, welche unten in der Kufe die ganze Last des Cylinders Fi ‚ wie der Herr von Genfane eine solche Erfindung gemacht hat, die unten 70 vorfommen wird; fo muß es auch angehen, vermittelst solcher Hebel die
ar Watte zu erheben und niederzulassen: Alsdenn bedarf es keiner Veränderungandem Mühlen und Räderwerk; und die an sih vortrefliche Erfindung der Holländischzz
4
Cylinder kann wie fie ist, beybehalten werden.
N
ae
aus Fichtenholz, der ihn völlig bedecket, geworfen, und-dasselbe filtrivet sich zul ein Sit-
ker von Drath und ein anderes von Haaren; und fällt in eine Rinne, die man den Spey-
gat.(Dalon) nennet, bezeichnet mit K, in der Kupfertafel VI. und y in der ‚Taf. YI:
Von da fließet es in einen Abzug, der es außer der Mühle führer. (
Nach der Maafe, wie.dieKufe also auf der einem Seite ein klares Wasser.env
pfängtz „so läßt sie auf der andern ein schlammichtesund schwarzes Wasser von fich,. dag
- mit.denen von den Lumpen, abgewaschenen Unreinigkeiten beschmußet ist.
Man siehet
dabey, wie die Materie nach und nach auf eine merkliche Art-an Weiße zunimmt; und in der That ist es diese unaufhörliche Erneuerung des Wassers-in den Kufen, wovon die
-
Weiße und -die glänzende Eigenschaftdes eg abhängt. Wiroem davon schon -
4.48 geredet.
>
ie
Von IM ßolländiscen Popiermühlen. | 6.6n vie ue wir die Beschreibung einer Papiermühle mitgetheilet haben, so wie fie. zu ; ‚Montargis eingerichtet ist; so wird es nicht unnüße seyn, denen Lesern die Beschaffenheit einer Holländischen Papiermühle vor Augen zu legen, die vermittelst des Windes getrieben wird,
Die Abbildungen sind, wie wir gesagt haben, aus dem Buche des
Schenk genommen; allein wir.werden die Erflährung und umständliche Beschreibung
Hinzufügen, welche der Holländische Schriftsteller ausgelassen hat. -.
Die Taf. VII stellet den Aufriß der Mühlen vor. -Das Gehäuse der Mühe, welche
von einer fechsecfichten Gestalt ist, wird-hauptsächlich von sechs Ecksäulen gebildet, die ohngefähr funfzig Fuß hoch sind, davon aber in AA in der Figur nur viere erscheinen.
Viele Creuzbänder halten fie zusammen, und verbinden die.einen mit den andern, wie
man in BB siehet.. Dievon einer Weite zur ändern horizontal liegenden Stücken Holz find in die Ecksäulen eingezapft; und viele Bänder bb sind in den horizontalliegenden Stücken eingekerbt, um desto beffer das Wanken und.Knarren. des Zimmerwerks zu verHintern, welches die Erschütterung der Maschinen und die Gewalt der Winde verurfa«
chen könnten. . In dem Gipfel des Mühlengehäufes fiehet man den großen Wellbaum CD, oder
den Baum, woran die Windmühlenflügel find, der nicht horizontal, sondern unter einen
"Winkel von zehen Graden liegt, damit die Flügel desto besser gegen den Wind greifen. Er. drehet sich in D auf einer Pfanne von Merall- (poaillier), und flüget.fic gegen ein ‚ander Stück Metall d (heurtoir), welches gg daß er der Gewalt des Windes wis derftchen kann.
Die Flügel der Windmühle bestehen wie gewöhnlich: aaus zwey: Windfängen, oder
Rnuthen, die fich bey dem Kopf des gan CD, in einen rechten Winkel durchschnei-
51
Papier.zu mache.
e End ten ers äuß n ihre annd 5>u 223 in n gel Flü sene „di n vo en n ei et fieh n . fehnelden. Ma Windmüh-
werden die angestoßenen Stücke, Sprossen, und. Späne angebracht, welche die lenflägel bilden. Wir werden uns in Feineumständliche Beschreibung dieser Theile ein- + lassen„.die vor das Zimmerhandwerk gehören, und. die.man-in demBuche des Mathurin Jousse, das von dem Herrn de la Hire übersehen, worden, nachlesen kann, bisdie
Aeahemie die Beschreibung. dieser Kunst herausgeben wird. - ..
. Wenn der Wellbaum CD,in Bewegung geseßet wird: so drehet das Kammrad E, von6 Zähnen ein andres horizontal stehendes Kammrad-von 32 Zähnen um, welches sich an dem äußersten Ende.F , eines aufrechtstehenden Baumes FGH befindet, der sich senkrecht,in einer Pfanne drehet, die seinen-untern Zapfen€einnimmt, ;„Unten an‚diefem
Baum ist ein anderes Kammrad H, von 57 Zähnen, welches zugleich und auf einmalin die Trillinge oder Kammräher eingreifet, die an den äußersten Enden der drey Cylin-
der sind.
.
Man siehet eines von.diesen Kammrädern der Cylinder in der.Figur 1, welches 16
Zähne hat; das andere ist, durch. ein Cylinderdach.K bede>tz und das dritte wird durch
die geometrische Einrichtung. des Aufrisses verborgen. . Der Cylinder. zum Feinmachen Hat ein Kammrad von 14 Zähnen, an ftatt 16... , Eben dieser Baum FG,. vermittelsteines andern Kammrades von 35 Kämmen G,.drehet einen zurüfgehenden Baum L E um, der an der Seite-von G ein Kammrad von 26, und an dem andern äußerstenEnde ei-
nes von 30 Kämmen hat. Dieses lektere greifet in ein anderes Rammrad von 23 Zähnen ein, dessen Baum unterwärts.fteiget und noch- ein legteres Kammrad von 22 Zähnen
träger, telches auf-zwey Eylinder-wirfet, deren Trillinge. 15 Triebstöe. haben,
Man
fiehet diese Trillinge in. der Figur, nicht, sondern nur,‚ein Dach, welches. einen Cylinder bedeFet,
Eben dieser Baum FG, dev alle diese. Cylinder vermittelst feiner.untern Kammrä-
der- in Bewegung fest, führet noch eins. in feiner Mitten O, von.27 Zähnen. - Dieses Kammrad beweget ein anderes P, von 29. Kämmen, welches. auf seiner Are eine Kurbe
führer, „Von dieser Kurbe.fteiger eine Triebstange herunter, welche in Q, einen Brunans Da t. reif erg , t ege bew . sich S nct -Pu dem .in der S, RQ pe Pum r ode gel wen nensch
dere äußerfte Ende R von dem Brunnenschwengel fegt die Triebstange
RR, des Pum-
penstockes oder Stempelsin Bewegung, der in die Brunnenröhre 8, "des Körpers der
Pumpe herunter gehet, aus. welcher sich das-Wasser in die kleine Kuse TV, ergießet.
erind Cyl die in sich ilen the ver und fe, Ru er dies aus en geh nen Rin ne klei ene ied sch Ver
. Fufen, um daselbst das Waffer, welches die Lumpen reinigen. „soll.„unaufhörlich zu erneuern.
Wenn es nöthig ist, die Bewegung der.Pumpe aufhörend zu machen; rn machet
‚mon, daß das Kammrad der Pumpe nicht mehr eingreift, „und bedienet sich hierzu eines
Hebels PP, alle durch ein. Seil pp P in die Höhe gezogen. wird, .
G 3
*
|
Die
- "Die Kunst
ee
Die Gallerie KR, welche ganz um die Mühle herum gehet, ft zum Dienst bera“
jenigen bestimmt, welche nach dem Winde ziehen sollen, (rirer au vent) das heißt, den
Wellbaum DC, nach der Seite zu senken, wo der Wind herkommt. Der Schweif der Windmühle Y', ist an dasZimmerwerk des Dachesin Z befestiget, um dasselbe auf dem Grundbalken des Daches (Plate Forme) umzudrehen. * -
Von dem untersten Ende des Windmühlenschweifes gehen zwey StückenHolz yy
als Klobenstüßen in die Höhe, die bestimmt find zu erheben, und welche das la ur Dad) ergreifen, um ihm die Bewegung desto leichter mitzutheilen,
-
Der Windmühlenschweif selbst wird vermittelst einer Windziehe-Hebewinde (engin
& tirer au vent) fortgezogen. Man sichet davon bloß den Wellbaum aa; indem die ü mmerung der Winde wie gewöhnlich Per wird; Den daß man sieu
i: Gallerie herum fortrüicken kann.“ ; Vermittelst der Zahlen, die bey einem jeden Kammrade der bebauen Ma-
schine angezeiget worden find, ist die Geschwindigleit der Holländischen Eptinder leicht zu beurtheilen,
Ein Kammrad E von 61 Kämmen, beweget eines von 32 in F; und
ein an eben denselben Wellbaum in H angebrachtes Kammrad von 57 Zähnen, drehet einen feinmachenden Cylinder,an welchem ein Kammrad von 14 ist. Wenn man also den Bruch 5x mit 83 vervielfältiget: fo erlanget man 73, oder ein wenig mehr3 welches
beweifet, daß wenn der Baum der Windmühlflügel eine Umdrehung macht, die Cylinder
sich bey nahe ac<tkmal umdrehen,
Eben sv um die Geschwindigfeit der schaummachenden Cylinder herauszubringen;-
so muß man die vier folgenden Brüche mit einander vervielfältigen: 53, 38,33, 33. Der
Product ist 48, oder ein wenig mehr. Folglich machen die Schaumcylinder br nahe
fünf Umwendungen, wenn die Windmühlflügel sich einmal umdrehen; und sie haben
.
nur $ von der Geschwindigkeit der feinmachenden Cylinder,
Lasset uns nunmehr vorausfegen, daß die Flügel einer Windmühle in Holland' in
einer Minute zehen Umdrehungen machen, wie wir es in Paris bemerken, wenn der Wind ain wenig stark ist; fo wird man finden, daß die feinmachenden Cylinder ohngefähr 78, und die khaummadjenden Cylinder 49 Umwendungen in der Minute machen, C. „62.
Die Kupfertafel VIII. enthält den Durchschnitt von zwey'Sötten Holländischer Cy-
finder, die sichin ihren Kufen umdrehen, und mit ihrem Dache bedeckt sind.
AA ist
. ein Cylinder von Holz, oder shäummachender Cylinder von zwey Fuß in Durchschnitt,
welcher zu weiter nichts, als die Materie zu verdünnen dienet, wenn man in Begriff ist,
fie zu gebrauchen. Man sieher in BB, nichts als eine Aushölung von Holz, ohne gereifte Platte, wider welche der Teig geworfen wird, welcher geschäumet werden soll, arts ftatt, daß er wie in den andern darinnen zerschnitten werden sollte,
Wir werden von
dieser Arbeit $. 67 reden.
Der,
53
Papiezru machen. ,
t is r E t. ge ki er rf ve rt A en ch is nd lä ol H r de ch na t is O r de lin Cy e nd he ac m in fe r De mit scharfen 4
/
ch no s de je n ei n vo da , en eh rs ve n se Ci von dichten Holz, mit 28 schneidenden en ift re ge r de f au d un n, fe ei gr er zu r sse be o st de Furchen geriefet ist, um. die Lumpen t. lle te es rg vo s er nd so be , E in d sin n se Ei Platte D, zu zerschneiden. Diese schneidenden t m m sti be e lch we , en m m ko ife Re ne er eis y we e-z lch Man siehet hier zwey Kerben ee, in we
r de g un ht ic nr Ei e es Di . en ig st fe be zu er sind, sie an dem Körper des Cylinders desto bess ir w n vo da e, ig en ej di s al , yn se zu er en Cylinder scheinet viel gründlicher und vollkomm
« lin Cy r se die ß da n, ke er m be er hi ch au nn $:55 die Beschreibung gesehen haben. Man ka n .
vo r de lin Cy r ga so t ha an M rsse be sto de t is es d der kleiner ist, als derjenige $. 553 un . lg fo Er ten gu r seh en ein n tte ha fie d un ; en seh ge r neun Zoll in Durchmesse
Pi
bs ga in d n u f in e lch we t, et br ge rfe Vo s da G d n u r, vo er - F stellet das Drathgitt er od n, he sc wa zu e m m fo an uf ra da es e wi , wechselnd gefteflet werden, nach der Maaße , ab e nn Ri bie er od t, ga ey Sp s da t de bil y : n den Zulauf des Waffers gänzlich zu hinter lin Ey s se die e ng Lä e Di t. m nim an r se as W e fen welche das von dem Cylinder ausgewor rra Vo die r, sse me rch Du n sei l als oh w so n ebe ß, aa M n che sis ders ist 27 Zoll nach Franzö
gung der eisern Stäbe mit darunter begriffen.
.
0”:
r vie en geg , ge Län r de in ß Fu lb ha ein d un r ach t ha r de lin - Die Kufe der Schaumey
dd r de lin Cy r De , he Hö ß Fu lb ha ein d un ein d un e, und ein halb Fuß in der Breit d un ein d un e, eit Br r de in. ll Zo en zeh ß Fu r vie , ge Län r hat neun und ein halb Fuß in de
zwanzig Zoll in der Höhe: sowohl eine als die andere ist inwendig gemessen.
en tab chs Bu Die l. Vl f. Ta der g un iel sw Au die h auc t häl ent II. VI - Die Tafel
mm Ka ße gro s da e lch we , an rn de lin Cy y dre d un fen Ku y dre n vo KKK, zeigen die Plane en nd he rge he vor r de ng ru läh Erk der in. n vo da t, feg ng rad H, unmittelbar in Bewegu
ten ers äuß dem an die er, räd mm Ka die I, in et sieh n Ma n. rde wo t Kupferplatte gerede ; ifen gre ein H, rad nim Kä ße gro das in die und d, sin ers ind Cyl en jed es Ende der Axe ein
anm Fei zum ern and y zwe die und ist, ern fäs Aus zum er ind Cyl ein K Es scheinet, daß
ase thm mu bak le hee und bak ve dal : cke drü Aus die ch dur sich l vie fo ns ste chen; wenig n abe hst Buc Die n. eige anz fe Hu ze gan und fe Ku be hal ch ntli eige che fen läßt; wel ng egu Bew die r che wel , aum ellb cw Kü den . VH f. Ta in als ohl sow n LI, bezeichnen ebe M, und L der inrä Kam drey der lst itte verm , ilet the mit NN rn nde cyli aum Sch y “den zwe auf» r eine auf ern and en beyd die und t nde befi e um llba kwe Rüc dem auf eine das sich davon recht stehenden Are, welche die Richtung der Bewegung zu verändern dienet,
ber bey erst, nur ng egu Bew die he welc , NN r nde Cyli die daß t, leich t fiehe an M m». Cyli die als en, hab ft Kra iger wen viel en, fang emp me Käm der g ifun gre Ein vierten ‚ber KKK; allein fie ist ihnen auch weniger nothwendig, Die Cylinder NN, dienen nur zu: schäumen. . Dieses sind ihre Cylinder, die wir afleurants oder emouchants nennen, davon man den Durchschnitt in A siebet, und deren Gebrauch wir $. 67 weitläufig
>22.
BR
A
läuftig erflähren werden. PPP sind die Speygate oder Rinnen, welche. dienen, Has
Wasser aus der Kufe zu leiten, nachdem die Lumpen genügsam gewaschen find. Man ur
stehet davon den Durchschnitt i n in der feinmachenden Rüfe.
Von der Zerreißung und Feinmachung derLumpen “rait mit den Cylindern,
-
6. 63...
Oppau'die Arbeit. in den Papiermühlen.. bey Gelmüsse egenhei t der Vorstel u ng. die n wir doch nunmehr auch Hämmer oder. Stampfen schon.beschrieben ift; so die Art fehen, wie man vermittelst der "Cylinder damit umgeht, deren Beschreibung mau
jezt gelesen hat.
Man unterscheidet zweyArbeiten der Cylinder von einander, nämlich
auszufäsern und fein zu machen, die, ob sie zwar im Grunde einander sehr ähnlich"füind,
dochin verschiedenen Umständen von einander abgehen.
Die Lumpen, wenn sie unter dem Schneidemesser hervorfommen (6. 21), sollen un-
ter die ausfäsernden oder reinigenden Cylinder (eftlocheurs ou eplugueurs) gethan wer-
den. Hier werden sie anfangs gewaschen und hernach zerrissen und zerstoßen, während vier,“ fünf bis sechs Stunden. Von da bringt man fie unter die feinmachenden Eylin-
ber, um hier zerrieben und zart gemacht zu' werden, während sechs bis sieben Stunden
Unterdessen ift die Dauer dieser “Arbeit-sehr“ veränderlich - und. hängt. viel von der.Ge
schwindigkeit des Wassers ab. Man behauptet, daß eine wohl beschaffene Maschine,
wenn alle Theile in ihrer Vollkommenheit sind, wenn die Wasser gut, die $umpen wohl
-sortiretfind und wohl gefaulet haben, in zwey Stunden ausfäsern und in drey Stunden ;
fein machen fann. . Jedoch möchte ich nicht vor diese Geschwindigkeit stehen.
Man urtheilet, daß die Materie genugsam ausgefäsert ist, fast auf eben die Art;
wie wir gesagt haben, als wir von den Stampfen in Auvergne redeten.
Man nimmt
ein wenig, man drücfet das Wasser aus, man zerreißet es in der Mitte; wenn man in
dem Innern kurze, zermalmete, rauche und den Fliegenbeinen ähnliche Faden, von einer fäAus der eit: Arb die daß or, dav man vlt so mt; rnim wah eit enh haff Besc igen hart gleic serung geenbiget ist.
x
$. 64.
-
, Die afüfäiden Cylinder sind nicht so. gar nahe: an. die gereifte Platte gestellt an»
als die feinmachenden ($. 59)+. Es ist hier ein genugfamer Raum nöthig, daß diese noch groben und gewebten Subftanzen durchgehen können. Mad) der Maaße, wie der
Teig zarter wird, nähert man den Cylinder der Platte?
'Im- Anfange der Arbeit des’
Cylinders ist er einen Finger.dicke, oder sieben bis acht Sinien davon entferne; und diefe
Weite vermindere-fich in zweherley Zeiten,“ oder zu zwey verschiedenen malen während der Arbeit, bis er nicht weiter als eine halbe Linie davon entferner ist:
N
-
Die
Er
?
4
x
>"
Er
|
.
nr
E [2 -
z
IE
r mahen - Papiezu
r e d o „ y dre gs fan ,au find r. de lin Cy en nb che ma fein e, ‚Di : 7
Per
55
„vier Linien von ber gereift
ee ke einer kleinen MüTETE penn ni e der. des nze, Aus dem Getöse zu ux. faumsoviel.Raum bleibt, als dieDic
-
en, daß m diees Fabricanten allezeit hören zu müssen glauben, indsie fag theilen, welch te r ers e äuß d s da n li y C r de daß , es et ein sch fo ; uß m ) er nfl (ro en derCylinder -schnorr ie sau d e e W Set ß, mu en ühr ber h rlic Ende er Platte unaufhö feinmachenden auch noch darinnen ımter»
Die.ausfäfernden Cylinder, find von den > die t nich , find et leid bek fie mit wo en Eis e ng Sta n jede r eine auf en erst schieden, daß die in fe den y be r ne die e rb Ke se Die t, he fie II VI f. Ta Rinne oder Kerbe haben, die man machenden Cylindern die Ungleichheiten derOberfläche zu vermehren, und folglich die“ 5}
20 in einer größern Anzahlvon Puncten zu ergreife. zumpen von akls ichf gle ern ind Cyl von en Art y zwe sen die in d n fi kel. Dec r ode her Däc ie "D
einander unterschieden.
Um auszufäsern bediene man sich eines Gitters F, Taf. Vill,
von Mefing- oder Eifendrath; und dieses ist hier genug, um den Auswurf eines noch gro-
er Gikt ein noch dieß über d wir , hen mac zu fein um in Alle rn, inte verh zu es Teig ben von Haartuch erfordert, welches hinter das Drarhgitter, nämlich von außen gestellet
wird, um statt des so genannten Kas zu dienen, davon wir $. 48 geredet haben,
EE
|
6
As -
denn dienet das Drathgittker nur, um die Gewalt des Teiges zu brechen, welcher unauf-
Hörlich gegen“dässelbe geworfen wird *), und das Haarkuch dienet nur um das Wasser durchzufeigen, welches ohne diese Vorsicht den allerfeinsten Theil von der bearbeiteten | « ia +“ Maxeriermit: fich fortführen würde.
| |
+. Die Eylinderfufe zum Feinmachen erfordert auch viel weniger Wasser, als die zum
-
Ben
/
Altsfäsern. Der Zufluß des Wassers, den man einrichtet, um die Lumpen vollends zu wäschen, und'von Schmuß zu reinigen, ist nicht so stark; man giebt hier, so zu sagen,
/ Aue einen Faden Wasser; und zuweilen gegen das Ende der Arbeit läßt man den Zufluß
ganz und gar aufhören.
Man muß alsdenn den Dedel mit einem Brett G, zuschlies
fen, welcher den Zufluß ganz und gar zurückhält. Hierinnen liegt die Ursache, warum, wie man 5. 30 gesehen hat, der Wasserbehälter, der auf der linken Seite der Werkstatt sich befindet; viel kleiner ist, als der auf der rechten Seite. Dieser letztere dienet zu den Ausfäfernden, und.der erste nur zu den feinmachenden Eylindern. Die
5
mon
I 2) Alles dieses befindet sich an denen Erste 7
ma“
ur
:
n, die ich in Teutschland gesehen habe, nicht.
Der Cylinder befindet sich nebst seiner Platte unten in einer großen Kufe und ist . ganz mit Teige oder Zeuge bede>et, daß man nichts von ihm fiebet. Er haf Feine Decke, noch gehet ein Auswerfen oder Ausfprigen der Materie vor. Man x fiehet nur, daß der Zeug vermöge der Umdrehung des Cylinders in einer unaufs
börlt
ist.
de viel ei
der
Ei
ee
MÜHE Wisi
77 Die Quantität Lumpen; 'bie in die’ äusfäsernben Küfen/ beten Auiessüsig m
an
$. 54 gesehen hat, gethan wird, ist ohngefähr 120-Pfund.
Allein in die'feimmächenden Kufen thut man ohngefähr 160 Pfund ausgefäserten Teiges oder Halbze uges, weil“ die» ses eine an sich selbst schwehrer wiegende Materie ist, als die "unbearbeit eren Lümpen.
Ueberdieß wird weniger Wasser zum Feinmachen, als zum Ausfäsern erfordert; folglich
bleibt vor die Materie die feingemachet werden soll, mehr Raum übrig, >
">
3
Iden
1+
anf M4
Während der Dauer des Feinmachens ist es eine sehr wesentliche Arbeit, daß man
oft umrühret (/Daruler), nämlich, daß man die Matermit ie einer fangen Stange
allenthalben beweget, fie aus den Winkeln hervorholet, und fie in den Strohm führer, defie r unter den Cylinder bringen soll. Ohne dieses würden. Flo>en und Knoten von
‚einer noch nicht genug bearbeiteten Materie übrig bleiben, wenn das übrige in der
Kufe
schon genugfam fein gemacht wäre, Die Nachläßigkeit und Vergessenheit der Arbeiter in diesem Betracht schadet der Güte und Gleichförmigkeit des Papieres gar viel,
I
le
DEAD
Die Dauer des Feinmachens ist nicht allezeit einerley. | es ist die Erfahrung eb
nes geschickten Fabricanten nöthig, um zu.urtheilen, wenn. es Zeit ist, den Teig aus der Kufe zu nehmen. Die großen Sorten von Papier erfordern cine Materie, die-wenigerfein gemacht ist.
Die Geschwindigkeit des Wasserzuflusses, welcher in denen-verschiede-
nen Jahreszeiten nicht einerley ist- macht hier gleichfalls einen seht größen Unterschied aus. Ueberdieß ist die Faulung, welche den Zeug vorbereitet, ehe er unter die Cylinder
“ Fommt, gleichfalls nicht allezeit einerley. © Alle Umstände gleich vorausgefegt, ist sie viel stärker im Sommer; und die Aufmerksamfeit der Fabricanten , .die-Lumpen aus. dem Faulungsgewölbe zu nehmen; "ist nicht allezeit genau genug, um die Faulung in einerley Grade aufhören zu lassen. Br: 020 Dom a)
Man. hat die Dauer des Feinmachens vermittelst einer Uhr bestimmen wollen. Allein man ist genöthiget worden, einer bestimmten Regel zu entfagen,: und die Sache bloß dem Urtheile des Auges und der Erfahrung des Fabricanten zu überlassen. Wenn man Nähte, schlechte oder ein wenig grüne Lumpen fein macht; so ist zuweilen eine Stunde mehr nöthig, als bey denen andernumpen. ) Er Um zu wissen, ob der Teig genug fein gemachniftz fo ninimt man ein wenig; thut
es in einen Eimer Wasser; man schlägt dieses Wasser stark3 man gießt es langsam in die Kufe; man betrachtet. bey dem Eingießen sehr genau, ob es einförmig und wohlflies
send ist, und endlich, ob es das Wasser weiß macht, „ohne daß.man Flocken oder unzerriebene Theile wahrnimmt. Denn das ist der Zustand, in welchent sich die Materie bes
finden foll, wenn man fie aus dem feinmachenden Cylinder herausnehmen will,
' Wenn
En
Pap zu ime achern
+ 57
"9 Wenn eineMasch wo inhl e eingerichtiset t; so können zwölf
„in.der Taf, LIT. siehet, unaufhörlich dreyßig Kufen zum Papiermachen unterhalten: und
5. - -
Wesco mar Dirt be berManuson fe Min ru era le, Ace I fcem grg enm är« tigen Zustande ist es selten, daß man sechs Cylinder auf Eein Be Es
Be |
Cylinder, so wma ie n sie .
ind hier nur fünf Fuß
Wasserfall
das/Mühlgerinne,vörhanden. Die Wasser, welche
a Canal von Dental mittheilen fan , find gar nicht Defüg, und durch die für«
-
- „xen Zeiten und den Regen großen Ungleichheiten unterworfen; und der Gang der Pums
| =
«pen entzieher den Rädern. einen Theil von ihrer Kraft? . Derohalben hat man auch seit "der Errichtung'dieser Manufäcturin Vorschlag gebracht, an einem andern Orth des Cas “nals, wo mehr Wa und sse mehr r Fall vorhanden ist; noch einige Cylinder anzulegen. > 0 Wenn die Arbeit/tringen ist; d fowendet man eine länge Zeit re zum Ausfäsern an:
! 4 : Be
"Und dieDauer'des- Feinmachens wird dadurch abgefürgtz allein alsdenn vermehret man.
is
"den Verlust der Materie:
pe
Es ereignet sich:weniger Abgang; wenn. man den Teig unter
den feinmachenden “Cylindern Längere Zeit läßt, wo er sich in weniger Wasser befindet.
Jedoch muß er nicht so lange daselbst verbleiben, daß er Flebricht wird, davon man 6:68 3 Uu
BE
TED
et
„79
in
bee den ausfäsernden Und feitinrathehbah Cylinbern bebienet man sich in Hollanb noch einer dritten Zubereitung; die mit derjenigem eine Aehnlichkeit hat, die wir oben
| BB.
"6138 beschrieben haben, und. mit: den Zeug- oder vollkommenmachenden Stampfen ge: "schieher." Dieses'“ist die Zubereitung durch die shaummachenden Cylinder , die'iman das
|
Ran Scyäumer, (mouffoir ou emouffoir) nennen kann.
|
Taf. VII.
ee =
-
In diefelben trägt man den schon feingemachten Zeug; um die Brocken zu
erreiben und; fie bessezur verdünnen, ehe fie in die Arbeitsbütte zum Papiermachen komemen. Man vermeidet dadurch die Unbequehmlichkeit den Zeug allzu lange Zeit unter ‚den fein[machenden Eplindern zu lassen, welches ihn allzu klebricht und kurz macht, den "Abgang vermehret, und'das Papier mehr zerreißlich macht;
S
Man siehet einen in
+
bi;
rs
|
a Die fhaummachenden Cylinder,: fo wie AA, bestehen ganz und gar aus Holz. Gleichwie fie nichzu t starken Reiben bestimmt find, fo wie die feinmachenden Cylinder; so
2
bübenssienicht nöthig/mit schneidenden Eisen, die man in andern Cplindern fiehet, verftärs
'Fet und befleidee zu werden,
:
:
Man hatte Anfangs zu Montargis-fhaummachende Cylinder eingerichtet, ‚bie man-aber-in der-Folge abgefhaffee hat. Sie waren) auf eine! Art von Thurm erhöhet, und von denWerffufen 50 bis 60 Schritte weit entfernet: * Da der Zeug eitten so großen
„Raum fließen mußte; _fo war er ausgeseßt, verunreiniget zu werden und sich-zum.Theil zu verstreuen, Ueberdieß waren diese Schäumer dem großen Wasserrade beschwehrlich, |
"92
az
>.
wele
A
Wi Fe > DEG „welches ih nen bie Bewegung af eine m große ee infein mie, Han Fat
- sie vannenhero lieber aufgeben, und fi a len läs en wollen, denZeug, wennet ausd - Feinmachungkommt, ss fort in die Werk- oder Arbeitskufen zu trage. 49.
1 1
3
;
ZO
Vonder Klebri desg Pap ke ieres.it 7
| ‚Sg jroeasret der Vorsicht, sich der zwey Gitter F und G, Taf. VIIL, oder des fo.ger „&“
nannten Kas (H. 48) zu bedienen ; fo begreift man doch leicht, daß.das Waffer eis
nen großen Theil von den wesentlichen Beftandrpeilen der $umpen auflöfen und mit fortführen muß. Man Hat zuweilen verfuchet, dieses Waffer fich feßen zu-laffen, und Pa«
pier daraus zu machen, Allein es ist allzuffebriche und ölicht, daß essich nicht auf der Forme ausbreiten kann; es leimet sich, es geliefert ober gerinnet und: ziehet sich gleichsam inFäden; Eigenschaften; welche sammtlich dem Gebrauch, den man davon machen wollte, Zuwiberfmdic 4
ei
ia
ar
re
er
ar
IH
73 Sieit «Had
:- Dieser ölichte Theil hat eine Aehnlichkeit mit demjenigen, den man durch-eine langwierige Reibung aus dem größten Theil der Pflanzengewächse und selbst aus den Thieren n und erdichten eigten den )zäst von)d ch erlanget. Wenn die Salze der Pflanze, na fie Theilen abgesondert sind, sich in dem Wasser auflöfen; fo vereinigen sie sich mit denen ölichten und stellen eine seifenartige Materie dar, die sich gleichfalls in Wasser „auflösen Aäßt. * Dieses ist die Grundurfache *)xAetiologie) von-den.<ymischen-Wirkungen/dar-
>
in ihren Mühlen ss oft beklagen); und. die fienothwendiger, W - über fich die Fabricanten ge lan r feh r de ig, Te ein daß ch, au es mt fom r he Da : sen wis n es zu: ohne - hervorbringe n nte rica 'Fab rbie wie ), ifle gra (le ht: mac ige fert r ode t rich kleb sich d, wir t ach gem Zeit;föin
n ß Salze flu erdenfagenz weil der: zu sehr entwickelte ölichte Tpeil-fich in großem Ueb mit ] mehr r/ist en indPapie vereiniget: - Alsdenn wird er feifenhaftig. und fehwehr zu verb .das
‚jerreißlich, und. es'nimmt den. Leim weniger brünftig.an, das-heißt; es leimet sich mit. weald sie ce BOEHSE a. ‚am 1... 394 niger Völlkommenheit.
gar oft die feifenhaftige. Eigen. Meberpaupt die alleräußerfte Zertheilung bringet
-
n ‚Ma . n«. eine -sch seyn zu net. tfer n-en este weit an on dav ) die ern rp Kö in st selb , vor her ft - feha
nn we ß, da en nn rdü ve zu n und le ei rth ze u lt:z sta rge de ß Gla s da , en Tann es dahin bring
8 mit Wasser vermischet wird, -'es alles-seifenhaftige und“fettigte Wesen des Thones zeiget**), Zedoch-es mag auch um dieErläuterung, die-wix hier zu geben versuchen, u
ns fö n er inn er les n vie ß sä d n ru G ten gu ch na ie nm Ch e di de 37 Wider diese Actioldjie mür g zu scheinen ; und diese
hti üc s el tad zur ) ht nic um n fie a l ee p i an en ab "es ll wi . Jh v3 4 Yen. le e e S 0 12 2. u „ . rn ße rö rg ve zu Noth .-
....
Jange Abhandlung ohne
n, fey rt zä so ch au y ma fie ng 3 ßu ei rr Ze en ckn tro er ein y be ls 0) Dieses ereignet sich niemard r og ge er ein in ig ier gw län g un ibt rre Fe die n ne "as feiimmier wollts fo ern mie \ a e tig af ih fe ei zw hr sc die al m le al ibe ble da Menge Wassers gefchiehet: und I
€
We
!
"
es
u
ee
nach g Tei r e dhi a eri g i fel dan e g i n ä l seht n ei daß , ß gewi ra Ma 8 | AR # ch e d un d, r mi ige Fe r de obe it A ten an c ri Fab der uck sdr Au ehgewöhninlicghenut Papier daraus zu made.— er a
fihicfe ist, e
f e n Ho ilwill nman heFärber deres eßet, awenya e darinuntdasergiAk Materieawer Zei 'weiß ‚wie wir es6.136zeigen werben,
=
NR
- Vergleichung der beyden Arten von Mühlen, |EAN
ee [9:4 13060745 86.69.te a ed €=
|
EEG
*,
die mit ER ie Arbeit mit deiEylinbern Kh HaasEinBoCyli nder zerreibet dasjenige
>
' Stampfen, und verurfachet weniger Abgang.
nr
rlich rde erfo den Stun '30 bis 24 rn me Häm den er unt zu wor n, nde Stu n zehe r ode in acht
find; undeine Papiermühle mit zweyCylindern-kann jährlich fünf und siebenzig Tau-
en; die kür ein Rad mit sechs Stampfiermühle eg ngPap sende Papier liefernz dahi eine
ara
Tune
x
/
F
trögen hat, höchstens nicht mehr alsıfünf- und zwanzig Tausende verfertigen kann, das ist, sie wird nur eine Werk- oder Arbeitskufe unterhalten können (6.133)
+
+
- „Um den Vortheil der Cylinder vor den Hämmern zu zeigen, würde es genug Eur
gesagt zu haben, daß es mit den-Stamipfen!dreymalmehr Zeit: erfordert, um, den
qugubereiten,, als mit den Holländischen Cylindern. -- Allein, das. ist noch nicht "alles.
Es muß allerdings fehr schwehr seyn, mit den Stampfen einen gleichsörmigen Teig, und ein allenthalben gleiches und festesPapier zu machen. Wenn man dieselben sich ‚fo He)
- erheben ließe, daß fie außer-der Materie kämen ; forwürden fie dieselbe durch ihr Nieder» fallen zerftreuen und so. um sich sprißen„“ daß ‚alles verlohren gienge. Wenn man fie
aber nür-wenig und dergestalt erhebt, daß dieMaterie über der Erhebung des Hammers
fchwimmet; fo muß sich alsdenn.marürticher Weise ereignen, daß die Lumpen, die'auf
- der Oberfläche des Wassers schwimmen, nicht: geschlagen; age daß nut Biejerägen zer 8:7
rieben werden, die.auf dem Grundefind.'
. nr Run, manmag dieStampfen wenig oder viel: ebert so witt; fich allemal zu.
TE
fragen, daß die Materie, welche nörhig hat geschlagen zu werden, sehr wenig getroffen werden wird, und daß hingegen diejenige, die es nicht nöthig hat, die Gewalt des Ham mers empfangen wird. :: “Wenn Theile darunter find, die eine gewisse Gewalt erfordern,
um 4.568und. eg werden; “fo werben die REN Viet Bereifung bey
2 ug, obArtbiefieRiauchebrigsey,feit,"wesentli die fichSevorbanden na) zeiget,gewesin in der |st,zerrioder ebeneobn Matfie auserie,denen von
fiemdartigemSheilen, oder auch wenn'man will; aus denen Gründtheilea: des Wass fers entstanden ist, die sich während demReiben mit der zu zserreibsnden Matevie vereiniget haben.
©
ER so. g uf. z u stonde Anita, als die r i n bem. Eisen ‚ b er, Sof ex „der und der Platte,. die in einer,Minute ‚mehr. als hundertmal mit einer Gewalt,„di e ver-
mögend ist, den stärksten Widerstandzu brechen, „einander berühren, „ „Denn gleichwie die schon. genug zerriebene Materie, hier ohne Widerstand durchgehet;2. so.wird.nur Dieje
nige von dem Eylinder zerschnitten und zermalmet, tdie es noch. nicht istz, oder, unz,es besser auszudrücen,., da die verschiedenen $ umpen allezeit mit einander gehen, und allezeit,durch einerley- Zwischenraum durch müssen; so können sie von Anfange bis zuEnde nichts an-
ders als allezeit eine gleichartige und allenthalben übereinstimmende Materie ausmachen. | Daher kommt es, däß überhaupt| en apier uns in gleichförmi er, und
in Bei eher viel aeinet, ai
a
.
Die Cylinder find auch nicht fo häufigen Ausbefferungen unterworfen als die Mühs
zu Montargis Cylinder , dien sein mie Staräpfen oder Hämmern, Man hat
seit 1g-und-20 Jahren ihre. Dienste. EHFsie;EN ag fünf Jahre eine stärke Ausbefferung wirt boben.
Bon einerandernipderSite, dievorge gen worden"
6. 76.
Dy Genie Unbequehmlichfeit. der Maschine, die wir ißt Gesihrieben haben, hat allezeit in der Art bestanden, den Eylinder-der gereiften. Platte zu nähern und
Davon zu entfernen. Es istin derThat offenbar,daß, gleichwie auf einem feiner. äußerften Endenein Trilling ist;in welchen das ihn zu bewegen” bestimmte Kammrad eingreift,man diesen feinen Theil nicht erheben kann. .-Man begnüget .sich“demnach» den: andern am
nächsten bey dem Cylinderbefindlichen- Zapfen zu erheben.<- Allein calsdenn-/ist.. der Cy-
linder'nicht vollkommen parallel‘gegen die gereifte Platte; er ist auf der em Seiteohn gefähr um die Hälfte näher dabey,- als auf dersandern.
5-15
vn
- Wir haben $.59 ein ganz einfaches Mittel angezeiget, dieser Unbequehmlichfeit ab
zuhelfen. Allein Herr von Genfane, der Zeit Innhaber der Bergwerkein.der FrancheComte und Correspondent der Academie, hat unternommen, es‚durch eine ganz andere Form seiner Mühlen“ zu bewerkftelligen. - Wir,wollen hier einen. Begriff: davon geben,
Unterdessen/ da die Sache noch nichtin Gange ist; so fann man vor 99 Vorzüge noch nicht die Gewähr leisten..
Die Erfahrung wird sie bestätigen müssen: 1
'“ > Es sind ohngefähr dreyßig- Jahr, als Herr ZB. von Mean, Ingenieur, der die
Papiermühle zu Serdam gesehen hatte, verschiedene nach eben dieser Art, nämlich mit Cylindern, zu Arras, zu Dinan , in dem Lande von Lüttich, zu Huy und zu Dalem erbauete. Eben dieser war es, der die Verfahrungsart dem Herrn von Genßane mit:
eheilete,. der fie nicht alleinin Frankreichbefannt machte „sondern. auch nach. denen erften
Erfahrungenan ihrer Verbesserung arbeitet. “Er brachte es in der That dahin, diesen Mühlen
Dahemihen
Mi
ngn, dävon wir eje teban wWalfeh „und bävon Erden Ent zu gebe Mühlen bie Einrichtu 8 s o n i u a n , te ich re er üb ie „wurf den ten August 1737 der Academ 5, Den, Trog, odedireRufe des Hevor nr Ganf n an,e hat feinen Unterschi wieed Die Holländische Maschine, dergestalt, daß die ra. NR „hier viel freyer und ihre Umrührungviel stärker.ist, weil hier ein geringerer Widerstand, vorhanden ist, Dex
Kegel des Herrn von- Genßane, fasset die Materie auf. zwey nach einem Winkel geneigten
Platten, die auf jede Seite.des
Kegels geftellet find; und folglich wirkt jeder Punct von
dem Umfan des Kegels ge zweymal in jedes Umdrehung, nämlich einmal aufjede Platte, Diese Maschine scheinet demnach die
Arbeit der Holländischen Maschine gedoppelt aus-
zurichten, „die nur eine gereifte Platte hat... Der Kegel-des Herrn von Genßane erhebt - sich aufrecht und in gleicher Sinie: folglich ist dieOberfläche desKegels mit den Seiten
der zwey Platten alleinzgle e iche itn Abstand, und wirket allenthalben gleichförmig; an
statt, daß in der Cylindermaschine, nach der gegenwärtig statt findenden Einrichtung, nür eines von den äußersten Enden des Cylinders erhoben werden kann, welche alsdenn „aux
- einer einzigen Stelmit le der, gerePla ifstete parn alle.l ist, ;; .> un au. a
.* 71%
in
0 .
.. :; Die Kufe A, Taf, IX, ist derjenigem ähnlich, davon. mir bey Gelegenheit des Cy:
linders geredet haben (6.54). Ein, Kegel CBD, dessen Are aufrecht, und der allenthalben gleich mit Eifen bewafnet ist, befindet sich horizontal in dem Mittelpunet der Br
gefteflet. . Zwey Platten von Eisen, ;von Kupfer, oder sonst dem: Härtesten Metall,
wie E, E, in ihrer Länge voller Furchen gezogen, find-an die Eeiten des. Kegels geftelles,
wie man es in.SS, siehet,. nämlich in den aufrecht gehenden Durchschnitten von zwey
Kufen. -, Diese, zwey Platten sind dergestalt nach einem Winkel geneigt, daß fie den Seiten.RR des-Kegels parallel find, es. fey, daß man den Kegel von den. Seiten entfernet,
oder daß man ihn. benenfelben nähert. - -
Der unterste Zapfen des Kegels ist in eine Pfanne G, geftellet, dieauf Semrunde
der Kufe angebracht, und an dem äußersten Ende’ eines Hebels G+H
ist. Dieser in-
dem Punct 5 bewegliche Hebel, Hänger vermittelst eines Scharniers H, init einer Stange
Eisen HX, zusammen, die aufrecht gestellet ist und deren oberstes Ende sich außer der
Rufe befindet.
Eine Schraubenmutter X, die an diesem obern Ende angebracht ist, dienet, das Ende H des Hebels H FG, niederzubrüden, um die Pfanns'G, und folglich auch den Kegel RR, erhebend zu machen. In dieser Stellung, die man'in 77, fiehet,
„ist der Zwischenraum vr, der sich hier zwischen dem Kegel und de
n Platten befindet, 'viel
beträchtlicher , "als in der andern Kufe, wo der Kegel fast die Platten SS , 'von jeder
Seite berührer; "weil das äußerste Ende A des Hebels GH, erho
Pfanne bis auf den Grund der Kufe, und den Umfang der gereiften Platte nieberfteigend macht,
ben ist, welches die
des Kegels bis an die Oborfläche
Um
d, bie Ape bes KeAmdiose Maschine in Bewegung zu su es zureichenauf em ind s, che wel ift, gre ein RK, d mra Kam ein n che wel in en, ing ubr anz I, gels einen Trilling ine sch Ma zen gan der ng egu Bew e fein d, wir en rieb get de elra auf Sch ßen gro es von dem
el: auf Sch ßen gro des n Are der b e f au te nn kö K, rad mm Ka ses - mittheilen wird. Die Allein um die Ger
h Zähnen wäre: rades seyn, wenn es nur sehr groß, und zahlreican es dennoch besser seyn, daß t "oder Kegels zu vermehren, wird eirs, Cylinde des gf hwindi . des e um llba We dem auf ad mr Kam das d daß n u ist, den han vor aum ellb erw Que noch ein auf einen Trilling eines andern Rades wirfer, und daß dieses leßtere Rad 'Schaufelrades
in Bewegung feget, welcher durch dieses Mittel vil geschwinder gehen den Trilli Ing
lZo en giv er od ein n vo l ge Ke den n ma X er t utt ls nm be le rau Sch it r de Wenn vetin [, nicht mehr stark seyn; -
sen erhoben haben wird; so wird die Eingreifung des TrifÏngs es n ma wie , den wer t afje gef ad mr Kam das ch dur er drig nie ig wen ein ch igli Er wird led
mit en, hab llet este vorg IX, f. Ta wir die en, lung Stel zwey diese man n wen n; kan n sehe N E E NE R EN ET SE E IN HE ENE
t fas er daß t, läß n ige ste der nie it we so ine sch Ma en neu ser die l ge Ke Wenn man den
in dah pen Lum der ie ter Ma die daß , hen che ges es nte kön so ; ret rüh be n tte die zwey Pla
Feh den von r eine ist das und : ren lieh ver zu sen dwe tan Bes es fest ihr , rde wü t gebrach erzu r pie Pa ein et, eh tst en t kei ich ml eh qu be Un die er ah "d , ike br fern der Holländischen Fa
nt me tru Ins ern and em ein mit st son r-es ode et, falz es n ma nn' we ht, bric sich das , gen lan ET -
EEE 2
TUT DORE
a?
ee
echri -bes iezt wir den el, Keg dem er unf ie ter Ma , die yn se lich nüg ht leic viel “Es würde
ben haben, "nicht bis zu Endigung der ganzen Arbeit zu lassen, sondern fie unter einen | . "andern, mit eisernen Bätidern beschlagenen Kegel, zu bringen, welche, so wohl als die /
s be lze Ho m zu h sic an m n re de , eln sp Ra e di s al n, re wä Art gezäckt Platten auf eben die
n tte Pla ie d'd un l ge Ke den n ma nn we e, an nß Ge n vo rr He r de t dient." Atsdenn./ säg » flä er Ob die ß da ne öh , en nn kö n be ha sie n de , tte hä llet auf den niedrigsten Abstand geste zu fie ne oh , en rd we n sse rri ze en m om llk vo ie er at M e e di rd hen einander berühren; fowü n vo e eil Th ls, ge Ke s de he äc rfl be O r de n vo ne äh nz ile Fe zerschneiden. Denn wenn die sie daß , len feh ht nic es rde wü fo n; tte hä n isse ger sich t mi d’ un n me om gen kunpen an sich m sa ich gle nd n.u sse rri ze , en alt eh fg au n llte so n te at Pl r nicht-durch die so nahen Zähne de
e e d e in ENG 10:04bru. Die Form.eines Kegels, die der Herr von Genfane state der Cylindrischen erwähr
ter un r de eit igk nd wi sch Ge ie D . fi it m it ke ich ml eh qu be let. hat, führer indessen eine Un mLu die er ab sich em Jnd e. eil Th ern ob r de als r, ge rin ge l vie ist ten Theile des Kegels in rs ste r-ö hie h sic sie ten nn kö so n, be ge be n de Bo zu al em pen. durch ihr eignes Gewichte, all
eit igk nd wi sch Ge re ße grö e lch we , en eil Th en nig nje ne de in größerer Menge einfinden, als rt a P , de ür w n he ac m haben:- welches die Arbeit sehr ungleich $. 72 | 5 „. 54
Papier zt maden. | 28: segere Äietwie dep i We d un l s de m S n e Eo f ves | 169 SE
H, 6 7a
vem: ar ne PR: 12234.41
+ um
venFond reunoenden, um4 Lumpen, wenn sie aus:der Sautung fome VIEchfeiten zu „verbessern untern
Mittelzu ae welchesebena
nen hatz,
so-ist.
663 bat; im De
„men, di ine bare Haund Hhe,0 ee „88 R: Aa
die
derer, sk linder i c h. de ie vermin Zasset Me tätaus der Faulung kommender Lumpen in sich zu halten... Sie.ist.m. le oder, nahe bey derselben durch einBreie‘V V, IME en„äußerste Gi
n sich,und,
den Brettern der Kufe einen, Raum TV, übrig.hiaach fast.eben fo: groß als."der zwis schen dem Unterfeheidungsbreit, und ben‚Seiten, der „befindlich Sm VY, v Eine von den Seiten der Kufe wird'dürchein BaEn infel ge el tes Bm: NN
„eingenommen „das aus einem. einz
rfen ‚Stück, Holz. best „. ehe undt .
findern Yrgee istih. "Dieses schHu te. Brett.ist, mitM 5.meidenf2, „is
versehen, ie denjenigenfo zu fagen ähnlich,sind; decen sichtdie-Schuster, bedienen.: +. 55 2%
WIENER EHWET R elmente nd, ER ae Au 4 wird... Die Furchen di e ses Be werden au ya erdurch | tiefe. Einsc pi„und Fugen; 1Fu. SetbeileA ‚rdergen
stalt MPUda
rend dem, Mi rehen „dieses AENAischneidenden Klin
gen a, b, 6,.d,,genau in AM:Fugeneingreifen. ‚Man hat durch. einen ‚punetirten Cictel
in.der- Zeichnung 22, dieTiefe bemerfet, die fie,baben. müssen, Dieser.Cylinder ge führer eben sowohl,als alle andre Cylinder, einen Teilling in m,. durch.‚welchen „er „vc durch das Wassebi r
a Wnesen, Schaufelradedie"Bewegung empfängt, „Jedoch |
- muß.dieser Cylinder vi [ weniger Geschwindigkeit haben, als die. 5
„DieLumpen.
ah‚hier nur durchzugehen, und gleich auf. das erstemal find sie genugsam keine gi um unter EnEUER Feiner geben werdenzu Fee
M. pet
em
Bon der fein gemachten Materie RU re Ne at 5:57
a R 73: +
BENSBER
man durch.die-Arbeit der Mählen, es ey vermittel der Stampfen ur Sinn
"inet, 6b ober- durch's Ehlinder, die,utpen in einen iefigen' Teig % ebracht hat,
welcherganzer Zeug peißet,und den man, genügsam feingemad; E:gu seyn erachtet; fo wird er in die Vorraths-/oder Rufefaften» gebracht, bis: man! davon Gebrautspimachen will,
Um niche 'die'Mühzue haben betr Zeug durch" die'Hände berArbeiter bähin: zu schaffen;
so, hat.manzu. Montargig,;diefe- ROH:um die,ee eben herumgesieller, get
H
en
17608
und
und vonjeder dieser Kufen läßt man den ar durch ei ne lange bleyerne Röhre fließen,
die unter der Erde weg,wie man in , Taf. IL. fiehet, bis in den Vorrathsfasten G, ge-
het, welcher vor diese Kufe bestimmt i “Um dem Zeuge Ausf ß
af aben
digene' Kufen ei n e Thüre P, (Taf. VI), nach Art ei n er Fall! thüre, . ve (M; si s chen zw „Für öfnet,"um den Zeug in die Röhre Q fließen zu lassen, welchebestimmt"ist,"bensels
benin den Vorrathskastenzu leiten. Man hat $. 5x gesehen, daß man in den Mühlen mit Stampfen diese Bequehmlichfeit nicht hat, sondern daß man genöthigt ist, die, Ma-
terie in einem kupfernen Becken durch Menschenhände dahin“zu, schaffen *).
URS Die Bir äften find steinerne Tröge,“ die zuweilen in bie Dicke“ einer Mauer än;gebracht/"unb imit |einem Gewölbe von gehaitenen, oder „gebrochenen Steinen versehen fid; damit feine Unteinigfeit hinein falten Fönne. Zu Montargis find die Vorrathska-
ftet'GG, Taf. IN. von Marmor, mit einem Deckel von Holz und in die Erde eingegraben, Man glaubt indessen, daß ein harter Stein vorzüglicher alsder Marmor seyn.
würde; der Teig wiirde weniger unterworfen seyn, fisich"daran,anzuhängen, uund gelblich werden;
:
2
RNUnter jedem Vorräthskasten befinden fich einige"Feistelmit eineit“Drathsiebe öder
Gitter verfehen, um den Teig in einem Wassergänge, welcher unter dem Kasten wegge-
t, abtröpfeln zu lassen. Dieses ist eine Art von gemauerter Wasserleitung, in welcher
etgehen Fann, um die Vorräthskästenvon Zeit zu Zeit zu unt cheit. Diefe
afferleiturig istzwey Fuß unter jedem Vorrat Ff,undhi ihren Aus dt dem
Müpfgerinne bey demgrößenRade mit Sch,af, Gleichw ie man“fich zu Montärgis1wes der der'|schäummachenden C€ ylinder ($.67) ns ve Stampfen (ses Endzweks (6:38) bes
Diener;5. fo will man nicht, daß sich vr Dig in Sen Biersorten „austtb&nen' sol , "nah
demer' feingemacht |ist: und man verschließet"ig die Ausgänge, 1um„das. nr pe DR fe ' Hein des Wassers zu 'verhintern.
Cinchohleizgerichtete Mühleist: gemeindg < mit Halbzeug(Cobre) nänlich
TeigWeih, dernur ausgefäsertft, und‘ de Hinwährenddem Winterin ae
sarhskaften **) aüfbehbafe, "Inbe.ihmder uf einen gewissenGrad der Vollkominern-
heit giebt. Man behauptet so gar, daß die Holländer ihren ausgefäferten Teig auf groß fen Tüchern Tag und „Ix demun M: Ft eeu daß die Seuchtige Tree 2
2 Viellei f verfahren diejenigen Bapiermüßlen am beften, welche die Stampfen mit ein + ; ten Iben 3eu Eyliader-aber;
) = verfahren Di Eylindern. en die Stampfen zumAsäserr 0
et= Ein Zeuge ME if Vi e 6 dachte Grä „um Bes ve Pant bes n befehaffens'nat Io “oder ne Zeug Bons bier aleithfal8 t.ylinderkufe durch eine "der»C ausße HNE:1.0 nicht mie Händenyförtgeschaffet „sonder eryflie
de
ee
Rechen
heißer
Voprathskastendes, ganzen Zeuges „welcher 4in-Zeutschland der
». 499 Da der ausgefäferte Zevg in Täutschläud-Hälbzeug genennet wird; ifo "hößen-biese
I
on
Worradelen daselbit Halbjeugkaften,
0
>
Papserzumächen.
ei Vorrathskästenwohl n keit biefes ausgefäserten Teiges „die imdieden Knoten und Zlocfen, welche denen Enlindern
- Art von Faulung veranlaffe, wodurch
n. er et werde nd gefeß oder Stampfen entwifchet sind, vollends erweichet und aus eina
„Uebrigens bedienet-man sich bey dieser Votsicht-der starken Wässer desWinters -
und-des-rüßlings auf eine vortheilhaftige Art. Man Fäsert -zu: dieser Zeit aus, und
bereitet sich soviel Materie, äls möglich ist: und wenn die troene Zelt einfält; so-thut piermachen anzuwenden? oder ertigen | man nichts als arbeiten, das ist,
weniger Wasser erfordert. Auf
höchstens thutman alsdenn nur Prag
diese Art ist man im Stande, die nöthige Arbeit zu unterhalten, um das ganze Jahr die Arbeiter an der Arbeitsbütte zu beschäftigen, und das zu Grunde richtende Feyern der
„zu verhintern7;welches ;viel-BEN: aus, Mangel Ain;Bere mit m - - Arbeiter
i d E 189 119 E R e a 4 ... en nd pfi em Schaden d die heiße Zeit heran naher;rnzu Sorge AchafdeeZeig:>
Sobal
‚braucht.wird: „Denn er wird. nicht zallein. IM Hude eS;rg anch: Be.
BERund die Faulung findet borinnen Baar
Hb 1494 4,48
er
3. za
5:20:00
(10 3:3
2:8 '. 71
ist; soist Wenn der Zeug änige:0% in denen -Vorrathsfassenes auch zu mas.
„M ahegetröpfele, trocken geworden und-drhärtet.." Um 'glsdenn davon Gebr
hen; mußer wieder; verdünnetwerden, welches man auch zuweilen schäumen (eflduren) „Hennet, Es giebt Einige, die sichder Hände hierzu bedienen, ober ihn mitder Stärke „der Arms umrühren". Diese Arbeitäst langwierig;umdiboch- nichtwollfommenz dahin
*
F
nche ma aum sch t den mi *" de ):o 38 : (5 , fen mp Sta n nde che mä äum -sch den gegen mansie mit den Cylindern ($ 67) ag 3 in Feigen als ‚einer ee; m WREN | je weiß.,
7 In Aupirgne hat man den Teig.aus dem Vorrathskosten.Zweit gebo;'Eupfetnes Beckens:um ihnindie/Arbeitsbütte zu tragen, oder in den fhaummachenden Stampf‚trag, welches. gemeiniglishider sechste Stampftrogin den Papiermühlen »ist.21- Diedvey
„Stampfen „die: in: diesem: Tröge/arbeiten, find meder mit Eisen noch-Nägeln"versoöher;
“sondern mit einem: ganz platten Kopfe, um lediglich die Materie zu MORNE zu?der ‚Zeit, wenn man fie gebrauchen will.“
TH 169
In Holland verfährt man auf 3 diese Art vermittelft’der KeimeEys
‚finder, wovon, $..67 geredet worden ift Man bediener sich hierbey des allepteineften „Wassers, weldjes-feiner Erneuerung bedarf; indem man mit demselben) nur den Teig ber ‚gießet, bergeftalt;daß eriin den Zuftand, oder Gestallt eines Molkens gebracht wird;' 1.2. Die fhaummachende-Stampfe arbeitet zu keiner andern Zeit, «als wenn“ die» Ar fie fo oft gehen, als man einen neuen Zufag von beitsbüttein Gange iftz und. man läßt ER in die Arbeitsbütte,thurz man.thut nämlich nicht mehrin diesen |Stampyrreg, /als die 4.2
die Quanticät:Zeug, = Silfenznöchig REREN und auelches An Srandkeich. eine-Porse; heißer (67-90). non 3.)
Die.
3100 zrulurl mar mi
also,feingemachtesund geschäumte. Materierift im Stände; daß, darajiß Pa:
- Pier gemacht werben kaun. Allein ehe wir'uns zu derArbeitsbütte denden;so"müssen
Mir von den Dingen reden;„die man daselbstgebraucht. .» Dieses ferhen Ren Basen lie her Re Gu 42 wf ah. te! 490 DR 1934535
3163 TAND 35HÜBI 2% Böni dei den Fora MT rise ZU aD ind us - 3723167I rT en RR Formen. ; UNGE au eo EEEuna 5900
ENE
JEN311 WE TE granM Atv) 53 zi aum Sl 346
Gian
an. di
DE
144 00 Me
EEE 150st 136
ß» Papierforine jeht Sevon sehr enge ee REb, & mit welchem man aus der Arbeitsbütte einen Theil von „dieser fasteigen ne det,nenn eritrocfen wird, "einen: Bogen Papier’ ausmacht. > 9%
4 Die Form) bie nian in der TafelKRsiehet, bestehet-aus vier bölzern Leisten ee die Einfassung des Gitters, den Namen, 'oder'das Gestelle (4/77) bilden, "die Wi rechten
Winkeln, oder in einen länglichten Viereck zusammen gefüget sind., „Dieser Ramen ist
in seiner Länge mit einer großen Menge sehw-zarten und enge zusammengefügten meßinge-
. nen Drathes erfället, den man das Drathgitter (verjure) nennet. Dieses DrathgitXv.ist in der Queere 'mitfändern!Drathfädeindurchflochten; oder: Durchhieher, und gleichfam „unterjtüget, ben man den: Mehdrath (ponrufeatex) heißer. Unter“ denfelben befinden
sich Eleine Stäbe von Eichenhalze, ng (des futs) ‚genenntwerden;idiefich
«gerade unter demDrathgitter befinden; man fieher einen davon in KK: Was die Größe dieser: Forme-anbetrisstzi so:Eöunen wir nichtdavonıreben,- als wenn'wir eine Sorte Pa» „pier ins(befohibre zum Epempef nehmenz weil. esaefo:ee Senne ‚giebt, "als Sortenoon Papierugemacht werdenag | gg LAN: ) Brei and
“
Wir wollen demnach das Glodenpapier a Beyspiel DER N wide!von dem
4hm.eingedrückten; Zeichen alfo genenner twird, „und welches nach”Maafgebung der Reglements feine Größe: und: fein Gewichte bestimmen soll, Es hat vierzehenZoll und fechs Linien
An derBreite, gegen zehen.Zöll neun $mienin der Höhe, | Der Ramen oder"die Forme Desk enpapieresrbeftehet demnach aus zwey Leisten funfzehn Zoll: und zehen. Linien lang,
' miid/gus;zwey andern, dienür eilf Zollrund neun.Linien haben. : Diese Leisten haben acht
„
-oder neun Sinien in der Breite, und ohngefähr 1vier Ünien' in der Dicke, ! "Dieses sind die „vier Leister welche das/Gestelle ausmachen.
19
nn Auf. denen beyden kürzesten Leisten“ werbenibie zarteis und AFI; geraden Mepingfaden befeftiger,die man vorher ein wenig“ausgeglähet hat, um fie defto geschmei-
diger zu machen, -und-welche von gleicher Dicke smd, [und wohl angezogen werden müssen. Diese Drathfäden bilden das Drathgitter (verzure) und man sieher sie in der Figur von der rechten zur linken.
Die zwey längsten» Leisten oder Lineale, wie in A A, sind“ durch
fechszehn Stäbe DD, EE, in die Queen über ogen: deren einer ohngefähr eilf Linien ven 5
%
dem
d
Be be anieri abstehet. 11) Diefesifiab Stöcke von Fichtenholz, drey Sinien breit und von
bis unten fünf und eine halbe Linie dicke und Heißenin Teutschland Stege: 'Gleichwie "fiebunebt den fo'genannten Nehdrath//» dertin' Frankreich ponrufeaux heiße, geftellet
oben“
‚werden; forgiebt mah ihnen-auchzuweilen“däselbst:den Nahmen derPonrufeaux: Zr Wnterster“Theil“ist gerundet,odep:oylindrisch-beschaffen ; ihe/oberfter Theil aber, welcher den | Drath hält, endiget sich -äls/eine Schneide, wie man aus ihrer Gestalt KK, II, urtheilen
mit Gefen’n und werde ap gerundet; Far. 1Ihre'behden "äußersten Enden:find wie“Z 4walt.;in die längen“!Leisten “des Geftelles hinäingetrieben 7“die"siezusammen: halten. Der schneidende Theil; sberrder Obertheih'des Winkels; welcher“ die“Di>e der Stege endiget,
"streichöt snach ARE 0;
ne na
Oberfläche, auf welcher das Drathgitter ist.
Heimgi amn 0eO
rE16%
vn Bin 13
na or wre mit Mor
ch a n f STE Erin
14155 nm 21500527
Sc
a
|
“ar aba th per
gsTUITENT SG 2 PAR 54 Is a
Et
«I
Sehe So?tveldhe’ at’ den beyden äußersten |Endenber Mio: Tapereheeb"imb knfker"Hand" gegen dasäußerste Enbe der'Forme einengts en
Baübrig, als der Zwischenraum der andern Formenstege beträgt. *"Sn die 37 13 enräum 1 Shen den Listen, "der das"Gestelle endiget, und den leßtern Staab
Sheringer mär einen meßingenen Dratf an, wie in MN, der vieldier Ne zum" gitter" und ben man In Teurfehlahd denSpänndrath, „Französisesch
6.
äber Tranche-fle hennet.‘ "Er diene? selbst statt eines Stäabes/“und das Dräthgitter
idHier ae das ist, mit einem ändern viel feinern u, burcheget,/ „den man den 'Nehdrath (manicordiim) Henne,
rn Fl rub.e7 m
Bey dem Kopfe eines jeden Formsteges3 indem man dasjenige Ende vor ben Kopf - annimmt,
"Yeistens;?
wo man das Drathgitter zu machen anfängt, befinden sich auf der Breite des.
e'Rainens, Hölzertie Nägel indessen Dieke AA, eingeschlagen; ünd'die beson-
"ders nl Tvorgeftelletfind. Won jedem dieser hölzern Nägel hängen sehr zarte Faden von
Pr Drath“ herunter, die änihrem Ende auf kleine hölzerne Eplinder GG äufge"wickelt sind,„eben sv, wie man den“Silbärdrath 'auf kleine Spillen, öder dieSpindelw'der %Bortenwirker wickelt. Solchergeffalt hat ein jeder Faden Meßingdrath zwey Spindeln, : WERNE. hängt, oder-wenn-man will, innerhalb-des Drathgikters,-und-die-an« "dere über,oder außerhalb; diese find gleichfalls Rewer und dienen die Drathgitter
a den gormftäben anzunehen, *
- Wenn der Formmacher einen Drathfaden nach'der Lätigt:desRämetis legt; so bes
feige er ihnalsobald zwischen die zwey Fäden des Nehdräaths, indem, H„eine Spindel
- "»von.außen. nach in en, und-die andere von, innen-nach-außen, durchstefetz. und also ver-
fährt er mit einemjeden Faden des Drathgitters) (eben fo wie die Korbinächer die Nu- „then in ihren 'weidenen. Flechten befestigen); bis das Gitter voll, ist! “Es gehören ohnise-
fähr 300 Faden, mehr. oderweniger zuder.Höhe von DD. ‚Der Spanndrocadl, oder N, Img»
miel
uh
wird
-
68
„aldi Künste, FE Ä
"wo. fie mit einem«Eleinen Eupfernen Blech bedecket werden‘, das an dem Rä
men mit klei-
nen meßingenen Mägeluangenaw gired, lt «und: z
ks
war de -ra Se u ite; f woidie Stäbe und“
-
—
9
ünUm biegufammenfü der gu Fon rim ge desto: unveränderlicher und.fester zu machen, - forderfichee: man fie unten mit Eleinen Edflamm ; »oe der rim n än,m -P acP ht das Fupferne "Blech, (im Teutschland/dein/ Sturz), we kl lc alle h Drath e fad s en? bedeik in et7 breit-genüg,
"daß es in P-; als ein Winkel umgebogen,: und auf-der entgegen'stehende
n Seite des: (Geo
stelles angenagelt werden kann.
=
.
-
BESTERREG TADUSITU E N NAHE
Man begreifet gar leicht, daß die Dicke der Dratbfaben, fo wohl als ihr ge
genfei-
tiger Abstand, nach der Beschaffenheit des Papieres, fo man verfertigen will, sich verän«
‚bern; „Denn umeinen, ftärfern und; difern Teig zurück zu halten und auszutröpfeln, „werden gröbere Faden und größere, Zwischenräume erfordert, allgemein. aber muß das 3
\
231228
leere allemal eben fo viel betrag alsen das, erfüllte... 1.3. Der Theil.der Forme, den der Büttgefele (ouvrier) in seiner rechten Hand-bält, heißet die Hand (les mains) und die entgegengefegte Seite der Fuß.(les Pieds). Der „böse Rand (Ja mauvaife rive). ist die Seite, welche gede g ne Mage n n des Büttgesellen
gerichte iftt; ‚bie entgegengesekte Seite he de ißr e gutte Ra(a n , bo d nn,e rive); weil das
„Papier von dieser Seite ein wenig stärker ist, Es geschiehzan et dem guten Rande, daß" man das Papier anfasset, wenn man die Bogen aufhebet 29, -
ur
Si
Z
- 174 „Yeber diese also verfertigte Forme, wird ein. anderer Kamen von eben dieser. Größe
: geleget, der lediglich aus vier Leisten bes‚fo te wieh ,man et ihn , in HH; siehet, ‚und derselbe wird dex Deckel der Forme (1a-gouverture) in Auvergne aber la couverte genenner.
Derfelbe macht einen Rand oder Erhöhung, ganz um die Forme herum aus, um den fast .
"
*
x
>
u z - --
.
E
- *) Dieses füpferne"Blech" welches auf allen vier Leisten der Forme herum genagelt wird, heißet in Teutschland der Sturz.
;
Uebrigens wird hier nichts von einem andern
kleinen, unter der Forme befindlichen Stäbgen, etwan 4 bis 6 Zoll lang, von eben - „der-Dieke und-Beschäffenheit als die Stege, eriwehnet, das ich an den Formen in
“> u... den ssüsschen Nepienpäblen gesehen-habe, und welch
*+) Von alen diesen 4: 8:
es der Queersteg bei et.
;
nennungen weiß man in denen teutschen Papiermühlen nichts.
' Man findet auch'nicht, daß'das Papier von einer Seite stärker iR. als auf der ans ' bern. 7/Vermuthlich! wissen fie: diefen Fehler „durch einen Handgriff zu vermeiden, IH babe gesehen, daß
der Bürtgefelle, nachdem er. geschöpfet hat, und das Wasser
in Ablaufen begriffen, aber noch nicht ganz abgelaufe ist n , die Form allezeit nach
M der Seite seines Magens zu etwas neiget, und daselbst- einen größern Zusammens. und Abfluß des Wassers veranlässet.
-
2
Päpierzwmähen.
-
69
Aieberden eig» ten nninGmi dei Bohn apfel Jule; „bib all ge der Forme. absließen würde; wenn sich. den“ersten. Augenblick schwinde über» die Ränder
nichts entgeget-seßte:> Dieser Deckel» passet'vermittelsteiner Fuge auf das Gestelle der
Forme, dergestalt, daß er nicht wanket, aber doch leicht abgehoben»‚werden kann. Re
Ein einziger Dedfel ist vor beyde Formen zureichend, die man bey Verfertigung des
- Papieres gebrauchet; denn, mietinän $. 851 allezeit ohne Deckel in dem Augenblick, - wenn
Wird, die eine von beyden Formen ist* andere mit ihrem DW Kigefuche
ie
‚Die Zosmentunbidsten Dedehmerden in after; Propingen geihadht, ‚mo.,es..Darin mößten gie, In Auvergne ist-es das Handwerk einer: großen Anzahl von. Seuten,
- man Formmacher ‚nennet; insonderheit giebt esvieljuAmbert, einer Fleinen- Stadt, die in der Ebne von Livradour liege, die fich.mitten-jioifehen den Bergen befindet... 7; ;
2.
Die Halländischen Formen gaben difere Defel;als:ereerge wie man es 5; Be.
fügen wirde.
3 "Der:
bin
ad
eng Gau DE
|
Dedelssoben ber Matten; ioefcher:bie-Gormeihebedet,PM einehho.
ben, „damit sich der. Rand defto:beffer an dieiFormeianfüget. Das obere Theil des Des >els soll gerundet seyn; und hierdurch wird mainden Abfluß. des Waffers-befördern, wels
hes sich während der. Bildung des :Bogens;von der Materie absondert.- ;.., 3 Es ist:auch nöthig, daßder/Deckelund».der-Ramen der-Forme: felbft-gefieniffer
„fn müssen; das. Wasser wird alsdenn’oben beffer abfließen, und man wird dadurch viel keicht» besser die, Tropfen MGi.den fie pe das ut ed nn
ie
wen | StG
ae
ind Ah sand
trip“ ger
2
And
er
1 537
serDerEinbrück!ves Drargitis und-dnsöihelöle beean entbestei chal ezeie As pft
„ver
- aufdem Papiere, wenn man es.gegen das Sicht betrachtet. 1- Die Drathgitter“ 'erschei-nen in einer Menge vowiveißen &inien, "die sich; fo gu sagen berühren, undin der gan-
- za Länge des; Papieres statt“ finden:11: Die Stäbe kann man von. einer Weite! zur andern auf derBreite des. Papieresiin: weißen und mehr undurchsichtigen Linien bemer-
ken +). Dieses kömmt daher, daß der Teig;“ober die Materie'desPapieres; "auf. de nen festen und erhabenen Stellen, fo wie die Stäbe und die Drathfaden sind, niemals fo dicke bleiben kann, als in den leeren und höhlen Zwischenräumen, wo er natürlicher
Weise abfließet
; und, m lben- häufet;e sich r, an-dena wen deg, Ra
im größerer Menge an.. (Man sehe 6,88),
>...
£ NEN nid Mar Jan 0si 13 Abm 7 hundSs 229.5 537 MEI er home"Aus 1950
i
hat
an
S8 Kere
Sunn)
-<%
VE
= 'Bermusichtige thlicrh;Vone diaus e ss W t bei ß en. Den n si fi j e fi n d in ver T 3 hat Bund e 4 Grunde gefchichet es, daß man H ja dem Papier sec amis
erfennen fann.
5; Zived ii sem
.
|
79) en ie
AusFERIEN OMebfennet- git (ih harte ven Nahmen:bes
ienund:
- Meistets) der.allezeitge/fudndena:vmer inbenn:foefl;n-weil-diese Zesi:
hen und dieser-Nahme durch:»die-Einflechtung; einesleinen Drussadaug: kannse
BR EEN LENNONbist iii 1505 «Stunts Whdiu ee al
f4
Von..
And HORROR
RT
arsFihen. SE MIDvol rd
ER10, 55148 KAGen rn Von“ge817 EUFilzen ieenink iber. nds +; un) ” 79.
<
giAt.)
Hi fo FRFielFeutres); die imar'aud in FranfröichAaurvei, fähre, ' reveches ober langes: nenn,t find Stücken von wollenenTuch, Die wan: über :
jeden Bogen Pavier ausbreitet;" Das Tuch wird: audiefem Eridzwevon’ einen weise
fen, genugfamweichen und langen Wolle: besonders gemacht; “und diefeFilze sollen fo viel. als möglich ohne Stücken und Nähte: feynu I Die: in der Fäbrike- zu Montargis werden zu Beauvais verferfigef; und diejenigen, deren man sich in Auvergne: bedie?
-
tief, sind von der Wolle des Landes, "und werbemum St. Leoirhard in Limoüsin ge -webet.- Die Filze find wohl gewalker,damit fie Fänew Eindruc- auf das Paipisy zem? by. c<en,wie-ein“gecreuzter Zeug: thun würdest O0 ImSman ua Winne bb abn
"Sie müssenvonder feinsteiund längsten: abgeschornen.Wolle femächt: werden:
Die Kettesoll: dicker gesponnen: aind "weniger! Fedrehet seyn, als der Einschlag7 damit
sich der Einschlag dosto besser der Kette einverleiberz und man soll'das*Gew nurebe von
einer Seite cattätschen.7 Ein mit dieser-Vorsicht:gewebter Filz, toird-einenuhfichtbar * ren Faden haben, wird keine Eindrücke auf dem Papiere machen/7“und die überflüßige
Feuchtigkeit desto leichterin sich schlucken, . Unterdessen bat man in der gemeinen Ver:
fahrungsart Feine große Aufmerffamfeit auf die Beschaffenheit der Filze.
Einige neh-
men nu ein t grobes Tuch andere eine Urs von Plüsch) -.insöndethvit. von" demjenigen,
mit welchen die Scheidenmacher-jihte Arbeit. Füttern. -» Es-giebt auch“ einige pi41
scheeren lassen, damit.fie fein so schwehres'Ge haben wich sollen; te/?
©
' Um diese Filze: weich. gun machen; “odsr"7' ihnew-mehr::Geschmeidigkeit zu“ bn
wäscht man sie; vorher, .wenn.sie neu sind, ebeimanıfie braucht. “Man Denehet sie zig
vun heile BERNPr 0. N2.4368 And ndad im A:ZI 118%
nn
}
Dh
E |
en ee,ir Git it rm
a Pte NENE Tenah 8% IR 0: in. nal WENG 2730 A;
Die Biteft in einer geioiffert Reinkichfeit 'e rha "NIEah 5 j Pier icht
"(anf als- eine Woche zum Gebrauch dienen, ohhewieber'le zu“'wetden.,
- Solchemnach , wenn sie sechs Tage gebräuchet Sa find; so läßt man fievier oder“ fünf Stunden in einer hölzern Kufe, wo man heißes. Seifenwasser hinein.gethan.har, nämlich vier Unzen gekochte.Seife zu jedem Stoß Filze ( Porse), ‚einmeichen: Finige
l e „ r e 1 4 : fe a S e n ü D e e s ram bei Nehmen,auch ein halb.ER 6:08!
47
L
N
7.7? .
sims
Man
Papierzumache
73
kr: "Manz läßt. hierauf dieses Seifenwasser abfließen, und gießet ein. neuesreines
und heißes Wasser über dieFilze- „Hernach. schlägt. man allemal zwey und zwey mit
Waschbläueln, auf. einer eichenen Bank, so. wie sie inX, Taf.I. vorgestellet ist, die,
in Auvergne die Klopfbank (baradoir) genennet wird, Sieist sieben Fuß lang,
zwey Fuß breit und vier Zoll dicke. Wenn man die Filze in diesem zweyten heißen
-
Wasser
zweymal
eingetaucht» und fie. zu zwey» F
INN
malen
geflopfet
hat;
fo
frägt man fie in eine andere Bütte, die gleichfalls8 reines und heißes Wasser in sich enthält ; und da spühlet man sie wohl aus; indem man sie an einem jeden Ende mit einen ı beyden Händen hält... nd ER ET
, man get n i sor | mt; m sni herau ser Wäs en n rei ten zwey e man fiseie Ee nbemträgt i sieaa und aufeinem. Brette an das fließende Wasser: „man ziehetmit beyden Händen iin dem Strohmehin und her, legt-sie auf Bretternin Stöße, und bringt
fie unter die Presse, um das5 Wasser abfließen zu lassen, worauf mansie aufhängt, bis. sie ihre, meiste Feuchtigkeit verlohren haben. , Es ist nicht nörhig, daß sie ganz und
gar trocken find, wenn man fie auf. die Bogen Papier auflegenwill; allein es ist we-
sentlich nothwendig, daß sie- von Fett und Unreinigkeiten wohl gesäubert sind. In
Ansehung dieser Fettigkeit kann man nachsehen, was wir $. 68 davon gesagt haben.
„Wenn die. Gesellen an der Arbeitsbütte die Verrichtung auf sich haben, die Filze,
zu waschen; so verringert man diesen Tag, an welchem fie waschen „ihr Tagewerk® um. fünf Stöße Füge (porfes). Allein gemeiniglich-läßt man .diese Arbeit, lieber durch Wäscherinnen verrichten. _
k
Die Filze können gemeiniglich, 18 Monath lang gebraucht werden. „Alsdenn ,
aber, wenn sie anfangen ‚ den Faden zu zeigen, schäfftman fie ab. Unterdessen will man nicht , daß fie gar zu schwehr seyn sollen. Denn einige lassen sie feheeren, ehe fie folche gebrauchen; andere wenden die neuen Filze nur zu schlechtem Papier an: und
gebrauchen sie zu feinem Papier nicht eher, bis sie zwey oder dreymal gewaschen sind. Wehn die Filze neu find, so pflegt man die Arbeirsbütte weniger heiß zu unterhalten,
als gewöhnlich ist, dergestalt, daß sie nur ein wenig mehr, als laulicht ist. „Man behaupte, daß mar wohl thue, diese wollenen Lappen mit einer schlechten.
Farbe färben zu lassen *), und daß dieses. ihrem Gebrauche gar nicht nachtheilig sey. Allein ich habe sie niemals anders als von weißer Wolle gesehen.
Wir haben gesagt3. daß die eine Seite dieser so genannten Filze weniger rauch.
seyn müßte, als die andere: und auf eben diese weniger.rauche Seite, wird der Bogen * Vapier«. : | ; 2 %* 178
*) Unter einer schlechten" Farbe (perite teinture), verstehet man sonst eine undauerhaftige Farbe; allein diese dürfte hier am wenigsten anzurathen seyn; weil eine solche Farbe auf das Papier unfehlbar abfärben würde. -Ich habe-diese so ae Filze in "der
That. öfters. gefärbet gesehen; ‚allein allemal mit einer festen und
dauerhaftigen arbe, gemeiniglich
Papiergelegen. Er ist inidem Augenbli, da man ihn än: ungemein zar?
und leicht burchtringlich, „und das Reiben der mollenen Haare könnte ihn leicht zer-
reiben; dahingegen der Filz; "den me man eien
‚ung3er Gewalt reibet, -RE L
auf edEndecfet,Ber ef mie
Er 0| = amderArbeitsbütte, Ei 6. 816.
N D“ ERbes ouoriers,«0 ober Arbeiters, eine hisdereh)
welcher unmittelbar denBogen Papier bildet, vorzugsweise gegeben zu feyn; weiler die vornehmste Arbeit der Kunst zu verrichten hat. (Man henner ihn in
Teurfchland den Bütt,gefelfen). Diefe Arbeit ist es, die wir „nunmehr beschreiben wol
len. „Mansiehet fie ur der eilften Kupfertafel.
- Wenn der "Zeug seine leßtere Zubereitung entweder in’ bein’ -zeugmächenden
VE EE oder unter den fein- oder fhaummachenden Cylindern erhalten hat; fo er anders nicht als 'ein Brey, ohne alle Dicke öder Festigkeit. Einer von den Areitern, den man den Aufheber (Zeveur)nennet, und von dem wir 6. 93 weitläuftiger reden werden, „schöpfet ihn aus dem Stampftroge mit einem kleinen fupfernen Been, und erfüllet einen.‚fteinern Trog *) damit, der sich nahe an der Arbeitsbütte befinder.
So' verfährt man in verschiedenen Gegenden. In Auvergne aber bedienet man sich eines Fleinen hölzern Zobers, der 25 Zollin der Länge und 18 in ber Tiefe hät; den
man auf einem Schubkarn führet , wie man in M auf der"vierten Kupfertafel siehet.
Auf diesem Schubfarn, den man andrer Orthen Ambalard nennet, schaffet der Aufheber
den Zeug unmittelbar in die Bürte, woraus geschöpfet wird.
Mir Hülfe des Büttgesela-
fen stürzet er seinen Zoberin, die Arbeitsbürte, oder bedienet sich einer kupfernen Pfanne, oder fo genannten Bachole, um ihn auszuschöpfen, oder hinein zu gießen. Der Bürtı gefelle hur die Quäntität Wasser hinzu, die er nad) der Stärke des Papieres, das gemacht werden soll, vor nöthig erachtet. Denn das Papier, welches groß und stark" feyn soll, erfordert einen etwas diern Zeug, und mithit eine geringere Quantität
Wasser : hingegen ein zartes und leichtes Papier , wie das Schlangenpapier, Papier
: Neuret, und das fo genannte Cornet von Bretagne, verlänget einen Zeug, der weni
ger gefaufer hat; und man thut hier viel Wasser hinzu.
Man rüßret diesen Zeug
mie einer hölzern Krücke um, die inan inTeuffchland die Bürtfrückenenne, um ihn
mie dem Wasser desto besser zu vermischen und zu verdünnen.,
In diesem Zust
erscheinet der Zeug nicht anders als Mölken, over als ein wenig trübes BE:
;
pp!
eme
“ 9) Man faat Jiwelsen Ouvrer; affen das fcheitiet eine verberbte Mundart zu seyn.
*) In Teutschland heißt dieser steinerne Trog &emeiniglich die Traufe, vermuthlied, Weis er einen beständigen Zufluß von Wasser hat.
ERBEN IEE ER EN
3
Bingenfond PoE‚wije vil feHm Ben Papier wiegen wird. 5 =).
Die Arbeit des Bättgesellen istin Pe XL Kupfertafel a ‚Man fijest
bier die Arbeitsbürte O, die gemeiniglich von Fichten Holz und mit eisern Bändern
versehen ist, -- Ihr Obertheil„ist mie einer Art von TafelN, umgeben, die man die Einfassung derArbeitsbütte (tour de Cuve) over die VBüttbretter nennet, in welchen
ein Sah;Aussthnitt ist, wo sich der Büttgeselle, indem er auf eine Stafel steiget, hin-.
stellet, dergestalt, daß er bequehm und nahe bey der Arbeitsbürte feinen Plaß babe,da- + - mit er seine Formen desto bequehmer eintauchen und wieder herausnehmen könne. Er
befindet sich bis anden Gürtel in einer Art von hölzern Verschlage,' den man zuweilen 'Nageoire , öder die Ruder- oder Schöpfftelte nennet *). Bey dieser Schöpfitelle ist
- ein Stüc Holz, welches die Nachtigal (Ro/ignol)heißer, und worauf ein Brett ru-
- Het, welches queer über die Arbeitsbütte Ie a
EB
BEE
Um einelinde Wärme in der Arbeitsbütte zu"Zb: k bedienet man
sich eines Gefäßes, die Pistole (Pifloler) genannt, ‚fo „mit P.fig..a und 2 bezeichnet
ist *). Dieses ist eine Fupferne Röhre, die durch „eine Defnung B, in das Innerste der Arbeitsbütte hinein gebet, in welche die Pistole einpaffet, und sorgfältig eingefiittet wird, damit die Materie nicht ‚berauslaufen Fann. Sie ist durch einen horizontal lie
genden Rost, auf welchen man. angezündete Kohlen thut, in zwey Theile abgerheilet, Die Pistole ist zuweilen eylindrisch, zuweilen.aber als eine Blase gestaltet.
Man sie-
betin. der fig. 2, in P und in B,, die Gestalt sowohl von der einem, als von der andern
Art. In Angoumois erwärmet man die Arbeitsbütte auf eine etwas andre Art,
Diese Butte ist hinter einen Ofen gestellet, der demjenigen ziemlich ähnlich ist, worinnen man Brod bäckt. Das Öfenloch dieses Ofens ist unten in einen Schornstein ange-
bracht, der sich auf der andern Seite ber Mauer befinde; und an dem Boden dieses
Dfens befindet sich die hohle kupferne Röhrein der.Gestalt, einer Blase, wie man fie in B siehet. „ Die Hiße des Ofens erhißer die Zuftin der Pistole, und das Kupfer, wel-
<hes davon erwärmet wird, theiletfeine Hißedem Wasserin der Arbeitsbüfte mit, ohne Beyhülfe der Kohlen, heren man sichin Auvergne bedienet. Wenn man die Pistole mit Kohlen,heizet, „pie wir oben gesagt haben; so muß die Arbeitsbütte folchergeftalt gestellet seyn, daß die Pistole an einen Schornstein.„ihre
Defnung hät, und der Rauch aus der Röhre dahinaus gehen könne, damit t feine Dünste „R 2?2
nicht“
me. einer Stafel ie kleines Ebd aaa in ul PM 2 ir 7: feht nm
" * +) Dieses ist in Teitschland nicht al
t,
2) Dieses heißer inTeutschland die Pfanne. iE
sond
Bürtgesell
a
4 08
2 20
nicht das Papierverdetben.“ Die Pistole hat gemeinigfch zwanzig,gar Fänge, zehen
Zoll Oefnung bey ihrem Eingange und vierzehn Zoll Breite an dem Boden.
Sie-ist-
mit einer teinewand umgeben, die man die-Scheide der Pistole nennet, damit der
Schmuß des Kupfers das Papier niche beflecten fon
©
Man unterhält.demnach die Arbeitsbütte iin einer Wärme , daß man allezeit die“
Hand daxinnen. leiden kann, fo lange man in derselben arbeitet, Ich glaube, daß. die-
fes zu dem Ende geschiehet , damit.das Wasser desto mehr geneigt ist, sich zu verdünsten, und die festenTheilgen zu verlassen, die sich gleichsamin einem Augenbli> mit ein-
ander vereinigen und austrocknen müssen.„ Man. hat zuweilen. Papier in kalten Was: fer.gemacht: „allein .es wurde. mehr Zeit erfordert; das Papier mar weicher und feine
Theile weniger an einander hängend.
Die Arbeiter verabsäumen demnach diese Vor-
sicht.nicht; und stehen zuweilen. inder Nacht auf, ‚um ihre,Pistole zu beißen, damit fie .
früh Morgens ihre Arbeitsbürte genugfam erwärmet finden.- Wenn die Materie frisch,
schlecht gefaulet und übel gestampfet ist; so muß die Arbeitsbütte weniger erwärmet seyn3; denn der. Zeug, da er in der Slüßigkeit weniger ae pr ist, würde zu bald frofen werden'*)
min
nm
1
;
:
'
Bi Man muß Vorsorge fragen, die Arbeitsbütte des’ Ei über öfrers umzurühren,
Insonderheit um die Pistoke herum. Der Zeug, der sich zu Grunde seßet, und sich da-
selbst anhäufet , könnte der Gleichheit des Papieres viel schaden. Der Staab, dessen
man sich hierzu bedienet, oder die Büttfrücke„ ist wie eine Gabel'gestaltet, deren zwey
Arme mit einem kleinen Strict zusammengebunden sind, "weicher die Pistole abzufragen
dienet, um den Zeug, der sich darauf geseßrt haben fa, davon loßzumachen. Wein _
man den verdünnten Zeug in der Arbeitsbüttesieher; so sollte“ man glauben, daß die leinenen Fäsergen ganz aus einander geseßet , vernichtet und verfaulet wären. Unterdef: fen haben fie doch noch einige Länge und ein nöthiges Bestatidwesen, um sich über einander anzulegen, und sich vermittelst des Wassers zu vereinigen. Diese Neigung sich mit - einander zu vereinigen, würde sich durch eine längere Stampfung vderZerreibung ver-
fiepren. Denn, wie wir 6. 68 gesagt haben, das Wasser, welchesnächdem es die $um-
pen gemwafchen hat, aus der Kufe wieder abfließer, führet einen Theil von dem Bestandwesen der Lumpen mit sich fort. Man siehet dieses deutlich. "Allein dieser allzu sehr zerriebene Theil hat niemals gebrauchet werden können. Es ist vergeblich ihn zu
sammlen und sich seßen zu lassen; er ist einer PER ähnlich y ‚deren Theile sich nicht vereinigen lassen.
)
="Het,
7
= Eine Ursache, warum man die Arbeitsbütte ertwärmer, ist auch darinnen-zu suchen, '
daß es der Büttgeselle, insonderheit des Winters schwehrlich aussteselbst mn Eißnnte,dorin ünss
Wasser zu arbeiten. Der Frost könnte auch aufhdrlich in kalten nien verursachen, welches die Arbeit:Fänzlichhinfkern würden, Obaber im heißen
Sommer die Erwärmung nothwendig ist, das ist noch sehr zweifelpaftig-
Art und Weise, wie die Bogen Papier. verfertiget werden.
D" Büttgeselle (ouvrier), den man auch ouvreur oder plongeur nennet, und den >’
man in A, Taf. XI vorgestellet siehet, steiget auf seine Schöpfftelle, und in den
Ausschnitt der Art von Tafel, die um die Arbeitsbütte herum gehet, und hält eine Papierforme an ihren äußersten Enden mit beyden Händen, mit ihrem Deckel darüber, der
genau auf die Forme gepasset ift, als wenn es nur ein einzig Stü wäre. Alsdenn neigt er die Forme ein wenig nach seiner Seite zu, und tauchet fie in dieBütte. Wetn . der Büttgeselle seinen Stoß File zu arbeiten anfängt; so soll er den Bogen in zwey Zeitpuncten machen, nämlich erst die böse Seite eintauchen, und die Forme herauszie-
hen, und hernach die gute Seite eintauchen. Allein nach denen ersten 25 Bogen, macht er den Bogen nur in einem Zeitpunct, und tauchet nur] die böse Seite der Forme bis ohngefähr in die Mitte ein,
Alsobald hebt er die mi, dem flüßigen Zeuge beladene
Forme horizontal in die Höhe,- davon das Ueberflüßige den Augenblick nach allen Sei-
<-
ten hinfließet, jedoch die zureichende Quantität durch den Rand des Deckels und seine Dicke zurü gehalten wird. Der Büttgeselle breitet diesen Zeug auf der Forme aus: get, beu ten rech zur en link der von und , en link zur ten rech der von te sach * „Indem er sie
als wenn er durchseigen wollte, bis er sich gleichmäßig auf der ganzen Oberfläche der " Forme ansäleget hat, welches man herumführen (Promener) nennet. Zugleich durch eine andere Bewegung, indem er die Forme von fornen nach hinten, und von hinten nach fornen horizontal bin- und herziehet, füget und vereiniget sich die Materie in ein-
et. heiß ), rer (/er n ücke endr mm zusa erie Mat die hes welc en, omm vollk wird und er 'and Diese zwey Bewegungen find mit einem leichten Stoß begleitet, welcher den Bogen fest. zu machen dienet, das ist, ihn genau in die Gränzen der Förme zu bringen und darinnen zu vergleichen, Allein alles dieses geschiehet sehr schleunig mit sieben oder acht Bewegungen der Hand, und in der Zeit von vier oder fünf Secunden. Alsobald befindet sich nunmehr diese flüßige Materie, die weiter nichts als ein trübes Wasser schien, vereiniget; ihre kleinen Theile hängen sich an einander an, verbinden sich gegenseitig mit einander; und ohne diese beyden Bewegungen würden sie zum Theil durch das Drath-
gitter wieder in die Kufe fallen.
Solchergestalt schlägt sich der Bogen auf dem Git-
terwerf des Draths nieder, währender Zeit, daß das Wasser durch die Zwischenräume R fließet; und es bleibt auf der Forme ein wahrer Bogen Papier zurück.
- Der Eintaucher , oder Büttgeselle seßet alsobald seine Forme auf den Rand der Arbeitsbütte, und nimmt den Deel davon ab; indem er zu gleicher Zeit. die Forme auf dem Brettchen inder Länge herunter bis an das Queerbrett der Bürte glitschen läßt.
Dieses mit 5 bezeichnete Brettchen ist nur zwey Finger breit; und das Queerbrett, oder
das fo genannte Obertheil der Kufe, ist nichts anders, als ein mit 6 bezeichnetes Brett, K 3
wel-
Peer"
*
welches über die Bütte der Länge nach weggehet, und mit vielen Löchern burchbohret tt, damit die Forme in die Bütte abtröpfeln kann -
RR
ER
Indem der Eintaucher den Deckel von der ersten Forme abnimmt: thut er-bensel-
; Sen fo fort auf die andere Forme, die man ihm reicher, um fie gleichfalls einzutauchen...
Der Leger (coucher), den man in Teutfchland den Kautscher *) nennet, ergreifet die Forme auf dem Queerbrett der Arbeitsbüfte mit der linken Hand; er neiget fie sachte gegen den guten Winkel, um ibn: zu verftärfen ($. 87); hierauf stellt er fie wieder
gleich, und ftüget fie gegen zwey kleine Stäbe, die mit 7:und 8 bezeichnet, und in das Dueerbrett in der Einfassung der Bütte eingepflöct find. . Die böse Seite der Forme. liegt auf dem Queerbrette, und die gute Seite ist gegen die Pflö>e des Abtropfebrettes gelehnet. Die Forme bleibet in diesem Stande während einer Zeit von zwey ober drey Secunden; indem der Kautfeher unterdessen einen Filz ausbreiter. Alfobald darauf nimmt der Kautfcher die Forme, und leget oder stürzet sie-quf den Filz. * / Man unterscheidet zweyerley Verfahrungsarten, den Bogen auf. den Filz zu lö gen. Nach Schweizerischer Art legen, heißet den Bogen umstürzen und auf einmal ganz und gar quf den Filz legen, dergestalt, daß er in einem Augenbli> auf dem ganzen
Filz liegt und allenthalben hinreiche.
Allein diese Art feget den Kautscher der Gefahr
qus, daß er viel Papier verdirbt.
Auf Französische Art hingegen legen, kommt dar-
auf an, daß man die Forme auf den Filz erfilich auf der guten Seite,aufleget, und for
dann nach und nach und langsam auf die andern Theile, um die Theile des Bogens nur nach gerade loßzumachen,- und fie auf den Filz zu bringen, Der Bogen bänget sich in der That darauf an wegen dessen Rauhigkeit, und verläßt die Forme, als einen
viel glättern Körper. Der Kautscher hebet sodann seine Forme auf, und fängt auf. der guten Seite an; er giebt fie dem Büttgesellen eben so rein als fie vor ihrer Eintauchung war, wieder; und.er findet auf dem Queerbrette der Bütte einen ‚andern Bogen, "den er ferner zu legen hat, der unterdessen verfertiget worden, als er den ersten legte, und den er gleichsam im Vorbeygehen aufhebet, ehe er wieder einen.
Filz. ausbreitet,
;
\
er Sol»
===> nn
*
*) Diese in unsern heutigen Ohren, feltfame Benennung eines Rautscher, wie. dieser Ars
beiter in Teutschland heißet, kommt wahrscheinlich von dem alten teutfchen Wort”, Kozze oder Kuzze her, welches in dem mitlern Zeitalter einen Filz oder rauches wols '
lenes Tuch bezeichnete, wie davon die Menge Zeugnisse vorhanden sind. Der Nahme Bautfcyer ist also von seiner hauptsächlichsten Verrichtung entstanden, weil er mit denen Filzen oder wollenen Tüchern, zwischen welche die Bogen Papier geleget wer? den, am mejsien.zu thun haf. .„Vermuthlich ist der Ausdruck Raurtscher, aus der plattteutschen Mundart entstanden; und es kann seyn, daß dieser Arbeiter in andern ya von Tentfchland Korfcher genennet wird. richt.
Doch habe ich hiervon Feine
-
chern, ie zu ma Pap
77
2
tälter man, daß vermittelst zweyer Formen, die unaufhörlich ös - Solchergesfieh me For eine die daß t, Zei der nd hre Wä . et. geh en ohr verl t Zei e kein , find ng egu Bew
der nn We tege gel me For . ern and der s au gen Bo der d wir fo 35 eingefauchet wixd “ leer vie , ere and e ein er ngt pfä em fo ; bet chie zus me For e ein her ksc Kau dem - Bürtgefelle fo het tauc er und t: imm abn n erste der von er den t, thu fel Ded den er he welc auf ist,
be we . r B . ein en fort von neu » Die Arbeiten, die wir iezt beschrieben haben, gehen fo geschwind von statten, daß geute Min der in ier, pap nen Kro das wie fo ße, Grö leyw mit von en Bog t ach bis en sieb "macht werden können, dergestalt, daß ein Buüttgeselle acht Nieß den Tag über machen
"fan.
Es würde in der That nüßlicher seyn, wenn man langfamer verführe; das Pas
en, hm rne wah s ent lem Reg en den in d wir n Ma . den wer er bess viel urch dad de pier wür daß man genöthiget worden ist, denen Arbeitern zu verbiethen, daß sie das gewöhnliche Tagewerk nicht übersteigen, oder dasselbe allein in dem Vormittage verfertigen sollen; indem man befürchtet hat, daß der Mißbrauch hierinnen noch größer werden mö te, „Man wird auch in der Folge in dem Tarif die:/Menge der verschiedenen Sorten Pas pier sehen, die ein Arbeiter in einem Tage machen soll.
]
j
6. 86-.
Die Filze oder Tuchlappen, davon wir C. 79 geredet haben, und welche einen
Bogen Papier von dem andern absondern sollen, befinden sich zur Seiten des Raute .. * fchers hingeleget. . Er breitet anfangs einen Filz auf die Kautschbretter aus, um den ersten Bogen darauf zu legen; auf diesen Bogen wird wieder ein Filz geleget, und fo
äbwechselnd fort.
Gleichwie der Büttgeselle mehr Zeit nöthig hat, um einen Bogen
Papier zu machen, als der Kautscher bedarf, um ihn auf den Filz zu legen; fo hat diefer, nachdem er die Forme auf das Queerbrett der Bütte gekeget, und die folgende . Forme aufgehoben hat, indessen Zeit, einen von den Filzen, den ihm der Aufheber oder
sein Lehrling zur Seite hinlegt, zu nehmen und ihn allenthalben gleich auf dem Bogen - Papier, den er geleget hat, auszubreiten. Hierauf wendet er sich um, nimmt die
zweyte aufgerichtete und gegen die Pflöcke des Abtropfebrettes gestüßte Forme, und le
get den Bogen abermals auf den Filz-
. , en nn kö n he ge be en ell es ttg Bü die e lch we , rn hle Fe n de „Von $. 87.
|
|
Anden ber Bütrtgeselle die Materie auf feiner Forme. vertheifet; fo soll er äufmerksam seyn, den guten Winkel (Je bon carron), nämlich den Winkel zur rechten, zwischen der-guten Seite und der Hans, zu verstärkeitz weil es allezeit diefer Winkel ist, den man mit den Fingern ergreift, wenn man die Bogen äufhebet, oder aufhänget,
Ohne diese Vorficht würden sehr viel Bogen zerreißen. |
ni
Wenn der Bürtgesellejimit N
femer
4 Be E Die:Kunst,“ > ® feiner PR zu viel Materie fhöpfets wenn er sie nicht allenthalben gleich ER | wenn er das Wässer zu geschwind abfließen läßt; wenn er mit der Forme an das Ab: tropfebrett anstößt; fo wird sichin allen. diesen Fällen die Materie in gewissen Gegen-.
den der Forme zu sehr anhäufen, "welches so genannte Würste. (andonilles), in dem Papier veranlassen wird.
Wenn er die Materie auf der Forme ruhen läßt, und sie nicht genugfam ge
schwind allenthalben vertheiler; fo entstehet ein- Bogen mit so“ genannten Kastanien
(Chataignee), nämlich welcher Theile von ungleicher Dicke hat,
Wenn die Arbeits:
bütte zu heiß ift; fo arbeitee man;sallegeie schlecht: und man kann. diefe Ungleichheiten schwehrlich vermeiden, weil sich das Wasser zu geschwind auf der Forme verdünstet.- + Ein Büttgeselle verurfachet,! daß fein Bogen an einer Seite: stark wird. (reverehe), wenn er nämlich die Materie zu stark nach einer von denen Seiten abfließen läßt, indem er feinen Armen Feine regelmäßige Bewegung giebt. Er kann einen verftümmelten Bogen Papier machen, werner feine Materie nicht genug ausbreitet,
‚ wenn die Arbeitsbücte zu heiß ist, wenn der Zeug zu stark, zu frifch und zu wenig-fliessend ist, wenn er zu steife Armen bat, wenn er einen übeln Stoß giebt,. oder wenn. die Form übel gemacht ist. Er macht einen ausgezacten Bogen, wenn er den Dedel
ungeschi>t wegnimmt, welches sich auchwegen der if der'Filze, wegen ihrer Nähte und Schrothen ereignet.
S. 88.
aa,
Aires
Wenn man einen Bogen Papier gegen das sicht unferfuchet; fo fiehet man, daß
sich auf beyden Seiten eines jeden Formstäbes eine größere Umdurchfichtigfeie befindet, als gegen die Mitten des Zwifchenraumes, Diese Dicke entstehet von der Materie,
die sich durch die Bewegung der Forme nicht genug hat vertheilen können; indem sie
durch den Nehdrath , der sie zu durchflechten dienet, aufgehalten worden ist. Man
würde diesen Fehler vermeiden, wenn. es möglich wäre, den Nehdrath ganz und gar zu entrathen, und die Drathfaden genugsam gefpannet und fest zu haben, ohne daß es nöthig wäre, fie von einer Weite zur andern zu durchnehen. Dieses scheinet uns in der That unthunlich zu seyn; aber es ist möglich, diese Unbequehmlichfeit zu vermin-
dern; indem man die Forme ganz gelinde von einer Seite zur andern neiget, und vielleicht, wenn man sie fast gar nicht nieiget, In dem etwas starken Holländischen Papier nimmt man diese Ungleichheit kaum wahr, weil man in den Holländischen Fabri- , £en viel langsamer verfährt, und der Forme einen viel geringern Stoß giebt, um die“ Materie sich feftfegend zu machen,
;
S. 89:
Der Kautscher kann aus Mangel der Aufmerksamkeit, oder der Erfahrung gleich»
falls viele Fehlerin dem Papier BEN davon wir versuchen wo eine Borftel 5 lung zu machen. Um
- 91.13 Um dieWassertropfen (gowrr gues vermeide sg n, ’c melh an eleicht) auf das Par
pier fallen, und daselbstunange Fleeken; neverur hm sachen e; fo soseine ll. Form ere langsam
niederlegen und geschwinde aufheben.-Allemzal, „wenn er seine Forme auf das Abtropfe-
brett fellet, so-soll.er seine Hand hinter/sich- abschütteln, Ohne diese Vorsicht werden seine,
nassen Finger auf den schon-gelegten Bogen abtröpfeln,. und daselbst einen Wassertropfen <Ü
- Wenn man den Bogen allzugeschwind niederlegt; so verursachet die zurückgehal« kene und zusammengepreßte Luft Auf
ger und duschfichtigere Stellen an einem Orth
als an dem andern, welche man Sackpfeifen ( ufertes) nennet. -
>
Wenn der Kautfcher, indem er mit feiner
EV
rechten Hand die gute Seite der Forme.
auf den Bilg legt, Die Forme auf dem Filze abglitschen läßt, oder wenn er Feine versicherte
Hand hat;. fo veranlaßet er diejenigen Mängel desPapieres, die wir Jache, coule und ecrafe nennen. Dieses find verschiedene Grabe von einerley Fehler, welcher darinnen -
befteßer, daß derPapierböge auf n eine-gewisse Seite ungleich gezerret wird , bis; auf den
Grad, ihn zu zerreißeh.. / Wenner nicht zecriffen.ift;. fo ist es. ein Papier, das-man tir&
deAautre, labour,oder bourdonne nennet, nach der Maaße, wie die-Ungleichheiten.
- starf und von verfchiedenen Seiten sind; ' „Wenn der Kautscher den Bogen Papiezu. r
farf aufleget, dergeft daß alt das , Wasser: des Filges in den darauf gelegten, Bogen. trin
get; fo sägt man, daß er das PapierWasserschadhaft “4ate d'eau) gemacht hat... Ex,
macht auch übel-geränderte, ober ausgezackteBogen (rebordees ou-dentelces). wenn-er entweder die Finger darauf. flüger, oder den-Filz-übel ausbreitets - 1-5. mE 752 '
2 N
€
Art und Weiso.die Stöße Filze zu pressen. 2
J
150
22 ga 99 N
ZD“ Arbeiter an der Zeugbütte in Frankreich nennen einen Haufen von '26. Bogen _ 2
einen Quet: und ein Stoß Filze beftehet aus einer gewissen Anzahl Duets, wel:
ches nach der Größe des.Päpietes verschieden. ist.
Der Stoß Filze von Kroßneripapier
hafıo Quets, oder 260 Bogen, das'ist ein halb Nieß und zehen Bogen mehr ,- um dew
Fabricanten wegen desZerrissenen Paßpieres'schadloß zu halten.
Der Stoß bestehet auch
ER nur aus 100 Bogen, wert m in an den größten Sorten Papier arbeitet. (Man
"6. 148.) *
NR
fe
Eme:
BR
TEE
Ber ma n n . die zu einem Stoß zureichende Anzahl von Filzen und Bogen beysammen - dat; so'fömime es' nun darauf an, ihn zu pressen. Mani nennet ihn alsdenn'einen Stoß
Sp
Filze oder einen Stoß Tücher (Pör/e defeurres ou Poyse-Laine)-:" Manbedecktihn mit
nt
-.
einem Filz und hierauf mit noch einBre ett m 'H; fi8.2, Taf. XI. das man den Dedel Des Stoßes (Cowvercle du drapan) nennet. "Der Kaurfcher und der Aufheber, oder
dritte Seselle, tragen den Stöß vermirtelft ziveyer Handgriffe ff unter die Presse, womit
Das zur Unterlage des Stoßes dienende Brett versehen ist, oder vie lmehr, fie ziehen ihn er
$
auf
I BEET:
EI
Dun
rn
chen der Presse uiid: dar Arbelfsbütte zwisin) vie sichöul eitöt-(p tötl Sch völ Art auf ine - befindet, mit zwey krummen Hölzern, ss wie! sie'in: fig. 1 undG fig.2 zusehen; uind die 7
man Beches nehtiet dähin. “ Sie ftellen als"veit Stoß auf das Untergeftelle der-Presse (fonrrair) welches die Arbeiter, ohneZweifel durch eine verderbte Mundart, Soirras.
nennen; und es'ist nunmehr darum 'zuhun; dem Tücher» oder Filzftoß, den man «auch: anderwärts Por/e en flautres und bey den KRartenmachern /a'Press?e Heißer, zu pressen, 2
"TENEN un % 23.7 e , 117 I 4 N IH
EN
EK
“kd
m
ir
%
C
Sas
Von der-Presse:“ 2% us 77z+,
fl„+
>
142 )
10." r
"LT arte
xZINT 4
>4
nr
iITCH
; es er pi Pa s g He n u ig rt e rf e V r de zu n ke üc St n te hs c i tl en es w n de n vo s ne ei t s i y S wie wir 6,122. Gelegenheit haben, solches bemerklich zumachen, Folglich dürfen
nn n n mn © en“ lern zu nen Fen h dlic stän um he solc , ffen erla unt t nich wir über: vorgeftellet." "Sie beftcher. aus . "Die Presse ist Taf. XI gegen’ denKautfeher
zwey gerade stehenden Ständern, fowiein HH, fg. und A Ay fg.r2.'die in ‚einen großen Grundbalfen B, fig. 2, eingezapfee find, der unten quer durchgehet: oben aber E, der. zugleich die Schraufind diese Ständer durch einen andern kleinern Qüeerbalfen
benmurter ausmacht," zufammengefüget.i »In dieser Sthranbenmurter dreher fich die
Schraube D; deren unterftes Ende sich ineinem Loche C eines andern Stück Holzes bes || [|
4 .
|| UX
findet, welche man den Stuhl oder 'Fallblök"der Presse, (a'Selle-ou mouton) nennets
Der Zapfen, welcher in den Stuhl hinein 'gehet,“hat einen Kragemoderyfihmal zugehen: den Theil, in welchen ein Nagel geftecfet wird, der durch den Stuhl gehet, und. welcher
den h leic zug ne „oh n, kan n; ebe erh ht ‚nic sich hen dre b Um ; u im rä ch S die verurfacher, daß :
Stuhl mit in die Höhe zu nehmen,
elgest e Filz ß Sto der hen welc auf und ist, glich ewe unb her welc il, The rste unte r De . ee 1. ; sse Pre i de e tell ges ter Un das t, -ha agt gef on sch n ma ket wird, "heißer, wie s. ße Sto ; des l de De der : und t, eße ges e tell gef ter Un as fıd au e Filz ß : „Wenn der Sto
f, rau da s) ife (m er ett sbr ng ülly Erf er ‚od r, tte bre reß h:P noc n ma t thü fo ift, t ' darauf gelege welches viereckichte Stücken Holz sind von zwey Fuß in der Länge, welche zuweilen Handbes e Höh die es wie re, vie er ‚ob rey ht.d auc ebr n-g Ma n. sse ufa anz fie griffe Haben, um
» er Hi t, ne ich ze be 3, , 2 1, it m , g A , XI fel rta pfe Ku Stoßes erfobetts 1 Sie find in-den, sen des ß, Fu 12 bis 10 n vo s, um ba be He es ein lst tte mi ver n he auf unternehmen vier Mensc des ng ssu Pre e am altf gew e ein , be ge , ein hin be rau Sch der pf Ko den in äußerftes Ende
um , ten hal zu en inn ist, hig nöt es nn We .» ssen pre zu aus her r sse Wä das um , ßes Filzsto er ien beb fo ; en ress zu;p ren fah tzu for ch rna -he und , ern änd ver zu s das Loch des Hebebaum
d« an St r de es lch we , es olz kh Stü es ein n; lte ha zu t fes be man fich, um indessen die Schrau
sies en ang geh auf sse Pre r. „de ern nd Stä der em ein n R,a in n ma und pflo> (poy2) heißer,
ber:
, be au hr Sc der h Loc in ine n ma en ,.d to /S ein als rsde -an Dieses ist eigentlich nichts
welches das bequebmfte ist, hinein stecke»;
|
15,47.
5
61
3.500
an
. 4. 92
en maßr zu ie Pap
"fs; d- I durgde gta) 37 ei „4 5 ng 923: Gare
m
OrtsTR vonder
e p äh r Ve N P E EN EH W e bi t t i e al t ch Si re vin12 Fuß aus allen Kräften, “derenfiefähigsind; sondern auch, wennihre
fo befestigen"fie an das äußerste Ende eben dieses Hebebaums ein ‚Feit aufhöret;
il,
dessenandres Ende'in eine "Artvon Drehspindel,oder Windenspille geher,die vier Stäbe
oder Spillen hat; und diese vier Menschen drehen diese Windenspille aus allen ihren «Kräften;| umden Hebebaumnoch einige Fuß weiter.forerückend zu. machen; als ihn die.
"Arme.nicht- bringen Formen. Die neue“Arbeit Sa noch einen. halben Umlauf s Schraube. . + Nachdem der Stoß Filze ss starf geprosset Wochen als es vie;„Menschen mit Hülfe
bes Seiles im Stande gewesen find; ‚fo fähretman mit einem hölzernen Kraßer rund_
Um den Stoß herum, um das Wasser auszudrücken, dasin den Rändern der Filze übrig
geblieben seyn kann: - Hierauf giebt man einen Schlag ‚mit einem Stocke auf den Standpflock, um ihn aus dem Loche der Schraube loß zu machen; und die Schräube zieher fich von felft in die Höhe. _ Alsdenn nehmen. der Kautscher. und. ein Lehrling: den
Stoß untey der Presse hervor, und geben ihn einem vierten Arbeiter, welcher der Rare aufnehmer oderAula eh oder schlechthin der Aufnehmer ER
Vans
„Von dem.Aufnehmer desPopietes, VETSEEN =
„S. 93“
er
oe;
ie Verrichtung bes Aufnehmers bestehet: darinnenz- die Bogen.von. den Filzeu Mies der foßzumachen, die durch die ausgeftandene Kraft: der„Presse daran angeflebee
find. “Er ftellee sich, wierman in K fiehet, hinter eine Art von Banf, die derjenigem ähn-
lich'ist, „welcher sich die Wafcherinnenin gewiffen Pr ovinzen bedienen. Man nennet fie
- die Bank des Aufnehmers (Selle.de leveur); und fie iftin 4;‚Ag.2 vorgeftellet. . Man. fiehet hier zwey Gestelle, davon jedes aus zwey Stöcen oder Pfälenvon Holz beftehet,
die behauen;und von zweyandern, die fie an ihren ‚Außerften Enden wie zwey Leiterspros-
fen,zusammenfügen, durchschnitten werden. Das eine von diesen zwey Gestellen und
‚zwar,das längste, "ist auf die Seite geneiget und äuf das kürzeste gestüßet, welches ihm in verschiedenen Stellungen zum Ständer oder Stüße dienet, fast wie die Stafeley der Mahler, oder wie die doppelten Seitech, deren man sich in den Bibliotheken bebienet, Un- ) ten an dem großen Gestelle befinden sich zwey Hafen /,-m; die genugfam hervorragen, um
ein Brett 73 zu tragen; das anf, die Bank geftüßer m.und ohngefährtin einem Wintel von 150 Gräden liegt.» 1!
Dieses Brett ist bestimmt alle-Bogen darauf zu legen, welche der Aufnehmer, der
bey dieser Arbeit"Er‘von den Filzen) loßi nacht. = Der fo genämnte Zieher „.(vireur)
Fänget an, ‚die Sikem DROHT Händen.uh;einer Sätte in dierdheben, damit der 3 NY Ya: 180154) 853064750 89 Auf:
BB... Kunshrs * Aufnehmer *) (leveur) die Bogen, welche die Presse daran wie angefeimer bar, besto'
bequehmer loßmachen könne; „und wenn das Soßmachen-gefeheben, fo nimmt der- Zieher bie Filze weg, legt sie.zu seiner Linken, mächt ein. Paqyet-Filze daraus, die-auf. die -
Filzbank gestellet werden, damit der Kautscher sich derselben bey dem folgenden Stoß
Si:2er lee Np gearbeitet wird, ‚bedienen könne, wie, man in der Figur + Der Zieher (vireur) ist' gemeiniglich nur ein Lehrling5“ und feine "Verrichtung ist Fehr leicht. Allein die Arbeit des Aufnehmers: erfordert Geschicklichkeit und Gemohnheit, um die Bogen bey dem Abnehmen von den Filzen nicht zu zerreißen. Man muß fie niemand anvertrauen, als Leuthen, die von Jugend an darinnen geübet find, richt aber groben Bauern öhne Erfährung. In diesem Betracht befmdet'sich auch zuweilen in dei - Fleinern abgelegenen Fabriken, der dritte Theil des Papiers schadhaft, und fast: allezeit
wegen derFehler bey dieser Arbeit, oder der Arbeiten auf Cem. Aufhängesaale. "Es wird demnach nüßlich feyn, daß wir uns in die umständliche Beschreibung dieser Verrichtung einlassen, und die Vorsicht vorstellen, die sie von Seiten des Aufnehmers erfordert.
Man
wird sehen, daß dieser unter den drey Arbeitern der Arbeitsbütte die meiste Gefchicklich
keit haben muß... -
FRE
TEENIE,
SEN
Sa
er
2
Der Aufnehmer greifet die E>e des Bogens, die auf seiner Seite ist, und welcher "der gute Winkel (don'carron) genennet“ wird, mitdem Daumen-oder dem Zeigefinger der röhten Hand an, So bald dieser Winkel des Bogens ohngefähr einen Zoll hoch von dem Filze erhoben ist, so fasser ihn der Aufnehmer mit der linken Hand an, und glit-
-
fchet zugleich mit der rechten Hand gegen die Mitte des Bogens bis zu dem andern WihFel, oder Ecke; und wenn derselbe bis zum dritten Theil aufgehoben ist: fo nimmt er.ähn mit beyden Händen dreust weg, und breitet ihn auf fein Brettiaus. Er leget feinen Be gen in zwey Zeitpuncten nieder, damit die Luft darunter nicht eingeschlossen werde, „under Feine Sacpfeifen, Runzeln und Mefferfiheiden mache, wie dergleichen Fehler in Frank» reich genennet werden: 909 mo 0: 2 . hehe
Es giebt Arbeiter, die einen Filz auf den Stoß des also abgezogenen Papieres be, den; fo bald er zwey oder drey Zoll Die hat. Am gewöhnlichiten aber bede>et man ihn erst mit zwey Filzen , wenn der Aufnehmer seinen Filzstoß zur Hälfte aufgehoben hat.
Hierauf druckt er.mit feinen Händen aus allen Kräften oben, unten und auf den FR
”) Im Driginal stehet hier ERS Allein ber Zusammenhang ergiebt, daß dieses ein Druckfehler ist.
'
- 2%) Ich habe bemerket, daß die teutfehen Papiermacher- ihre Filze, benor ste solche, wieder
3;
„brauchen, ‚tn der Geschwindigkeit an dem Feuer in e!was zu trocknen suchen. Sie “find gemeinialich noch ganz lavlich? warm wenn sie gebrau:ht werden3" und dies ses Verfahren scheinet aus“verschiedenen Gründen gut zu seyn.
nie.
5
PS:
der Bogen, -um den Stoß allenthalben gleichzu machen.. Dieser halbe sogenannte weiße |
<A wird dadurch platter; fefter und weniger dem Herunterglitschen unterworfen.
Wenn ohngeachtet dieser Vorsicht sein Stoß zu fallen drohet: sv nimmt er einen in Wasser eingerauchten Lappen, und läßt etwas davon zwifchen dem Brett und dem weißen Stoß hinfließen. Dieses Wasser verhintert den Stoßherunter zu glitschen.,
- Der Aufheber sol nicht unterlassen die Seiten des-Filzstoßes und Gauptsächlich die
nach ihm zugekehrten guten Winkel von Zeit zu Zeit etwas aufzuheben und zu lüften, das mit er seine Bogen desto bequehmer angreifen kann, wenn er sie aufheben will.
rän get also sich er heb Auf der und r, eite arb ind chw ges zu gar er tsch Kau der nn We get befindet, die Filze leer zu machen: fo breitet er seine Bogen öfters nicht genau
in nicht ordentlich ge» an einen über dem andern aus; und die guten Winfel liegen mith Papier nach der Leinfung nug über einander.
Alsdenn ereignet es sich oft, daß wenn das
aus einander genommen und aufgehangen werden soll, und man ben guten Winkel des obern Bogens angreift, um ihn aufzuheben, man zugleich den guten Winkel des darunter liegenden Bogens zu stark berühret; und dieser zerreißet alsdenn, wenn er nach seiner
Ordnung aufgenommen werden soll, welches einen fo genannten Ziegenfuß verurfachet, den man zuweilen auf feine andre Art ausbessern kann, als daß man ihn nach Art einer Nach
über einander leimet.
Alsdenn aber kommt dieser Bogen nur in den zweyten Ausfchuß,
wenn er von dem Aufhängesaal herunter fommt,
SS. 94
;
Der weiße Stoß, nämlich das mit allen diesen Bogen Papier und ihren Filzen be-
. decfte Brett, wird hierauf unter eine Presse getragen, die sich auf. der andern Seite be siehet, und die man die fleine Presse, (Prejlerre) nen= findet, wie man es in L, Taf. X], "net. Hier preffet nian noch des wenige Wasser aus, welches darinnen übrig geblieben seyn Fönnte; allein mit Bescheidenheit, sachte und zu verschiedenen malen; außerdem würde man Gefahr laufen, das Papier zu zerreißen.
' Diese kleine Presse giebt dem Papier erst sein Wesen, macht sein Korn. mehr ein-
förmiger, und löschet die Eindrücke aus, welche die Drathgitter der Forme darinnen.gemacht hatten,
- . Zuweilen wartet man, ehe man einen weißen Stoß preffet, bis man acht Rieß
Papier, eder das von sechszehn Filzstößen beysammen hat, nämlich die Arbeit eines Tages, Allein gewöhnlicher maaßen presset man die weißen Stöße auf dreymal in einem Tage,
Man muß die Arbeitsbücte mit der Büttkrücke wenigstens allemal nach Verferti, keln Win den aus und ole Pist die um e teri Ma die , ren rüh um e Filz ßes Sto 'gung eines
s er pi Pa m zu en rm Fo e di f au se die ch au it m da , en ol wo sie sich geseßt haben kann, „bervorh :
23:
machen
5 . u.
©
«% x
« su
x
y
1
+ machen gelangen |kann» 'So ofeman nie der Arbeit auföret, muß man auch die Ars heitshücte und alles, me zum Papiermachen Verhältniß hat, wohl abspühl.
;
Die Arbeitsbütte soll wenigstens alle vierzehn Tage leer gemacht, und sowohl von.
innen als außen durchaus gewaschen werden. -Diefe Verrichtung gebühret denen drey Gesellen an der Arbeitsbütte;' und in Betracht derselben erläßt man MEINvon einem Tar „gewerk zwey Filzstöße, oder ein Rieß von Krohnenpäpier,
Der Aufnehmer (leveur) allein hat die Verrichtung auf fi<, seine weißen Stöße
zu pressen, den Zeug in. die Arbeitsbütte zu schaffen, und das Feuer in der Pistole ;zu
hie: dasselbe alle Abend auf Morgen früh, anzumachen,‚ und die Bütte umzurühren, wenn sich: Zeug geseßet har; die Ränder derselben abzuwaschen, und mit dem
Kautscher den Deckelauf die Arbeitsbutte zu thun; desgleichen die Lin Stöße auf
den Aufhängesaal zutragen
Der also formirte weiße Stoß Papier, von ohngefähr achthundertBogen, ‚wird in
den Aufhängefaal getragen. . Hier kommt es darauf an, die Bogen von einander abzun .
sondern und fie aufzuhängen ; jedoch nicht jeden Bogen einzeln, sondern Papuet weise
sieben bis acht Bogen auf einander; wenn es Krohnenpapier ist, und, ehr oder weniger, wenn es von andern Größen ist,
Art und Weise die Bogen aufzuhängen, 8
?
"6. 95-
denn man in Betracht gezogen hat, daß die Bogen schr zart sind, daß sie aus Thei? len bestehen, die noch.mit vielem Wasser beschwehret sind, und die wenig Festig?
keit habenz so begreift man leicht, daß die Presse sie dergestalt mit einander vereiniget Hat, daß es schwehr ist, fie von einander abzusondern.
In der That würde man nie-
mals zum Zweck kommen, ohne eine große Menge zu zerreißen, wenn man einen jeden
einzeln von dem andern absondern wollte. Allein glücklicher Weise ist diese. Absonderung Bögen vor Bogen nicht nöthig, wie man unten sehen wird. Man begnüget sich demnach ' sieben bis acht-Bogen zusammen aufzunehmen, welches man Blätter machen (former
des pages) heißet.
Zuweilen nimmt man auch eine geringere Anzahl zusammen auf,
nach der Maaße, wie das Papier größer ist; aber niemals weniger als drey Bogen:
ausgenommen, wenn das Papier von einer ganz außerordentlichen Größe ist, so wie das große Sanglee Papier, daß man zu Montargis zu Stande gebracht hat, und „welches.man Bogen vor Bogen aufhängt.
In Auvergne und Angoumois ist es-der Gouverneur, oder erste Arbeiter in der Mühle, welcher das in weißen Stößen. gepreßte Papier aufhängt. Jn andern Provin-
zen thun es Weiber, oder selbst der Aufnehmer (/eveur), nachdem er fein Tagewerk ;
;
“ver:
2
WEIT
+.
u
S
ZIST
.
4
=,
=
1 “
HO
N
£
N
s de r iste Me r ode r. eu ern uv Go ern ond bes en ein n, sey r ere sich l vie „verrichtet haf. | -Es würde
re, wä e ftig chä bef n eite Arb den mit in alle und ig einz her welc en, hab zu aals ges Aufhän
nfhä au die , rer de eie igf äß chl Na die rch du n kan n ma nn De . d. die hier zu verrichten sin
gen, großen Verlust leiden.
ße muß des Tages soviel aufhängen, Stöer Ein Aufhänger-d
ER
je
als drey -Arbeitsbütten verfertigen.“
t ng hä sv t, ha en ng pfa em oß St sen nas och ann n iße we en ein - Wenn der Aufhänger
n rste obe den f au it er m Da f. au le saa nge fhä Au n ine kle m de in er ihn selbst Lagenweise
ch, ho Faß y dre nk Ba e ein f au erigt ste so 3 e nn kö n ge fan ns Aufhängesaals an Seilede
l fe Ta ser die in ch ei gl ob en; seh I, VI f, Ta E, in sie n kan und zwölf Fuß kang. Man rpie Pa y zwe Die n. rde we en red 113 $. wir on dav d, wir et tell ges vor eit Arb eine andere und r vie von en, seh zu F in wie fo et, tell ges en Füß y dre t mi en nkg Bä ein f stöße find au
. in t ha et, ng fhä au er lch we e, nig rje De >. re Vie in ll Zo 15 einen halben Fuß Höhe gegen C, in n ma wie fo t), rle (fe , ge än ßh Rie te nn na ge 'so nd hla tsc feiner Hand eine kleine in Teu rs de an hts nic ist g eu rkz We ses Die et: fich pn rfo spe ibe We er in der Hand ein Taf. XII in ist es ; T’ es ein lt sta Ge in ist, et euz rer übe rn de an em ein t mi n obe „als ein Stoc, der rn h a g. lan ll Zo hn tze ach bis hn fze fun d un der Dicke eines kleinen Fingers
er» er ßt, hei s da r, pie Pa ß Sto dem f au nd Ha en link der t mi e Lag e fein cht Er ma , ge La se die ter un ßt blä Er n. be ha t sag ge r wi wie r, pie greift sechs ober acht Bogen Pa b» beo Er n, rde we en riss zer l vie n rde wü st son , ern ond zus "ab er and um die Bogen von ein
den von fie n ma r che wel bey n, ebe zuh auf te Sei der n“ ebe auf en Bog achtet auch, die erEr .“ kel Win en guf dem an lich näm en, leg zu nk Ba die f au Filzen aufhob, um fie
r. de t mi e Läg e sein get hän d un , ile Se ey zw nd Ha en link ser die n ebe greifet hernach mit
ße Stö die nn We ." auf dar , hat n alte geh nd Ha n hte rec er fein in t zei e, er alle Nießhängdie
n“ hä zu auf dar e Lag die um l, ma ein auf le Sei y dre er t reif erg fo ; find ier Pap ßen gro - von mt, om anf auf dar es n wen en, red her dlic stän um gen hän Auf dem von den wer r Wi . gen n eine h auc und ) 110 ($. keit am rks me Auf hr me s che wel en, äng zuh auf ier Pap däs geleimte
größern Aufhängesaal erfodert ($. 32)+
zuen, sag zu so n, ge Bo le vie daß t, ub gla gs fan An n ma als Es liegt mehr daran, sFlü der sie n rde wü so ; n re wä n zel ein er jed d un in alle sie n en ‚W n. ibe ble t sammen geleim
h nac her um , end eich zur ist t kei ßig Flü e dies und : nen kön en teh ers wid ht nic ms Lei sigkeit des
n nde hre wä sich sie daß n, ter hin ver zu Um rn, hte eic erl zu er and ein von ihre Absonderung r de fie an m et ng hä fo ; rn te lät fb au d un ern nd so ab ht nic al Trocknen auf dem Aufhängesa gestalt auf, daß die Lagen den Wind gegen die Oberfläche und nicht gegen die Seiten R E ; Bi N RD „und Ränder empfangen, r be )-o ns ero ap (Ch ten Fal ine -ke -er daß n, me neh ht Ac in sich soll Der Aufhänger n rbe na an rdu Co ne kei er od ßt, stö ile Se die en geg gen Bo - Risse macht; indem er seine .
:
. (marro=
—
a 2
Bee
-
(marroquins), nämlich feine Rünzeln, welches gefchieher, wenn er seine gegen zu stark mächt: weil dadurch die untersten Bogen sich zu runzeln genöchige werden. -
;
-
s
Nachdem das Papier in dem Aufhängesaale tro>en geworden istfü ; ziehet der Gouverneoder ur, Saalgeselle die Lagen ab (rammas/er), das. heißt,- er. nimmt fie . von den Seilen herunter. Ev beobachtet, daß die Bogen allezeit auf eben der Seite angefasset werden, an welcher sie- der Aufnehmer von den Filzen aufgenommen hat,. welches,
-man an den eingedrückten Zeichen von dem Daumeann 4a Enden erfenner. Diese
Bemerkung ist wichtig; denn da das Papier noch zweymal naß aufgehäuget werden muß; fo befleckt man die Bogen: weniger und feget nicht eine fo große Menge der Gefahr aus,
- "verdo zu: rbe werdn, en.
Nachdem
SE
Ti:
!
Re
2
ET
die Sagen abgenomm find en;; so-legt fie der Aufnehmer (leveur) in große
Stöße (en moules) (5) nämlich in Haufen, die auf dem Fußboden gelegt, und gegen bie Pfeiler des Aufhängefaals gelehnet werden. Hernach: schlägt: er es mit einem glatten Stode, legt es um, schüttelt es, um den Staub davon abfallend zu: machen, und- sons dert die Lagen von einander ab: und endlich. thut er es in das Magazin; wo es der Lehrfing zu seiner Zeit zur Leimung abholet. ;“ SU HUGE ID
Bon der Leimung des Papieres., ik
'
5
08.
| Sy“ nach. denen vorhergehenden Bearbeitungen zubereitete Papier würde zureichend |
feyn, um mit Bleystift und. andern trocknen Materien darauf zu schreiben. - Allein.
„die Dinte, deren wir uns-bedienen, und die eine Art von Flüßigkeit. ist, würde das Pa«
pier durchtringett, wenn es:nicht mit einer Lage von Materie überzogen. wäre,. welche von: der Flüßigkeit nicht leicht aufgelöset wird.
'
Man soll zu der Leimung. eine gewölbte Kammer haben, um sich sowohl vor Feu-
er8gefahr, als vor Unreinigkeiten zu bewahren, -welche das Papier oder den Leim verder« ben könnten.
Jn dieser Kammer, die in der XII Kupfertafel vorgeftellet ist, siehe
man zwey große Fupferne Kessel G, H, in Mauerwerk eingefasset, und einen kleinern I,
welcher /e Mowilloir, und in Auvergne /e Mouslladoir, der Anfeuchtungs- oder Eins .
tauchungskessel genennet wird, der nur auf einen Dreyfuß gestellet ist, mit einer FeuerPfänne darunter; Der exste Kessel G, hat drey und ein halb Fuß im Durchmesser gegen“
;
.
een
- zwey: !
*) . Dieser Ausdrud kommt ohne Zweifel“ von mole»; daher sagt man auch in einigen ' - Provinzen MMeules de foin, Heuschober,
Papier zu machen
TEUNEE
- zwey und an 'halb itt'der Tiefe, und in demselben wird. der Leim gekocht. Der zweyte
Kessel H, ist fast von eben dieser Größe, und dienet das Leimwasser in demfelben durchzu-
on wieuereine uw geschieherxuOHR, =
5,8
,
> . Der eim wird ausDen Abgängen gemacht, die man"bes ven Sohgerbern, Weißgerbern, Lederbleichern und selbst bey den Fleischern erhält; und bestehet in StüFhen und Abschnißeln von Leder , Ohren, Schnaußen, Füßen, Gedärmen, und andern1 Schnigeln von dem Leder der vierfüßigen Thiere, die Schweine ausgenommen. |
In den guten Papierfabriken bedienet man sich vorzüglich derAbschnißel der Weiß: gerber und $ederbleicher oder Färber, die nur mit Fellen von Ziegen, Lämmern und
Schöpsen handthieren; und diese Materie nennet man Brocherre.
Der Leim davon
ist flährer / als wenn-man die Abgänge der Sohgerber gebraucher, die Felle von Kühen, Ochsen und Kälbern liefern. Man muß die Vorsorge Haben, diese Abschnißel zustoßen - und zu waschen, um den Kalkstaub davon wegzubringen, welcher ihre Güte verdirbt, und
; ‚den aa dini macht...
Derjenige, welcher von Abschnißeln des Lohgerberleders gemacht ist, ist ftarf; allein
er vermindert die Weiße des Papieres-
Die Abschnißel von Schaaffellen, welche. die
“Weißgerber und gederbfeicher a geben einen weißern Leim als der vorhergehende; allein er ist nicht fo stark. Man gebrauchet auch die WERE von Pergament zu den
schönsten Sorten von Popieren.
FS. 99.
-
Die MehrSorte würde ohne Zweifel der fhöne Fischleim oder Hausenblase
seyn, den man gebraucher, um den Wein abzuflähren, die Gaze zu bleichen und den Sei»
„denwaaren einen Glanz zu geben.
Die Holländer holen denselben in Archangel und
treiben in ganz Europa Handel damit.
Man versichert, daß dieser Leim von der Haut,
den Floßfedern und andern Flebrichten Theilen eines Fisches Namens Hu/o oder Exofis " gemacht wird, welche.die Moscowiter an einem gelinden Feuer bis zur Beschaffenheit einer
Gallerte einsieden lassen; sie breiten denselben hernach so dünne als ein Bogen Papier aus, und bilden daraus Brode, oder runde Ringel, so wie wir sie von Holland empfangen,
Allein gleichwie dieser Leim theuer ist; so müßte man nach einer sehr großen Vollkommenheit trachten, wenn man unternehmen wollte, in den Papiermühlen davon Gebrauch zu machen. 2
x
2
Unterdessen würde es doch vortheilhaftiger seyn, wenn man wenigstens. ben ordenklichen von in Stüdfen, fo wie der Bee oder der Tifchlerfeim ist, gebrauchen wollte. M Er
8
Die Kuni-
Er würde viel reiner seyn (9); man würde genau die Quattität bestimmen Fönnen, die zu einer guten feimung erfordert würde, und.man würde einen Leim haben, der allezeit von
gleicher Stärke wäre *). Einige Papiermacher. Ann ein wenig Indianisch:Blau unter
ihren Leim, umdie gelblichte Farbe zu verbessern, die er auf dem Papier lassen fönnte,
($ 124, 130),
Artund Weiseden Leim zu Fochen, .$ 100,
an erfüllet einen großen Kessel G, ohngefähr bis aufziwey Drittheile mit reinem Wafs fer, und sodann läßt man einen eisernen Korb, der ein Dreyfuß genennet wird,
fasPbis auf den Grund desselben hinein,
Dieses ist eine Art von durchbrochener Mulde
oder großen Schaale, die aus verschiedenen eisernen Bändern befteher, welche in einem halben Cirfel frumm gebogen sind, und einander unten übercreuzen, und sich alle oben in einen großen eisernen Reif endigen, welcher rund umher gehet, und gleichsam. den Rand des Korbes ausmacht. Zwischen diesen und dem Boden, können auch noch andere eiserne Reife seyn; und sie können alle zusammen mit eisernen Drathen als ein Gitter versehen seyn. Diese eisern Bänder endigen sich oben in Gestalt'von Ringen, in welche Ketten gemacht werden, vermittelst derselben man den Dreyfuß in dem Kessel in die Höhe ziehen, niederlassen, und nach Gefallen heraus ziehen kann. Ein Seil, welches über einen Kloben L, gehet, und unten.auf einer Kurbe gedrehet wird, dienet den Dreyfuß in die Höhe
zu ziehen, wenn es nöthig ist,
Dieser Dreyfuß ist bestimmt, ‚die Abschnißel, wovon der
geim gemacht wird, in sich zu fassen, und sie alle zusammen herauszuziehen, ohne Stücken auf dem Grunde des Kessels zurück zu lassen. Allein um zu verbintern, daß sie sich auf den inwendigen Seiten dieses eisernen Korbes nicht fest anfegen; so leget man einige .
Hände voll Stroh auf den Boden,
In den auf die iezt beschriebene Art zubereiteten Kessel, der schon in Begriff ist zu sieden, thut man-auf fechstaufend Pfund Papier ohngefähr fünfhundert Pfund so genannte Brochette, oder allerley Abfchnigel, die zum Leimmachen dienlich sind ($. 106),
Man läßt fie bey gelindem Feuer kochen, ohne jedoch das Wasser wirklich sieden und aufwallen zu lassen. Man hat nur die Vorsorge es vier Stunden über zischend und nahe
an dem Punct des Aufwallens zu unterhalten,
Es würde eine längere Zeit 'erfordert
7
ver:
5) Der starke Leim, wenn er wohl gemacht ist, wird mit Weingeist gereiniger, *) Dieser Lante Leim würde aber denen Papiermühlen höher zu stehen kommen, es
gehdret unter die öconomischen Grundsätze aller Fabriken, daß sie sich ihre Nes
benmatertalien fo viel möglich selbst zuzubereiten suchen.
de.te genaue
Allein um die hier erfors
Proportion desto besser zu treffen, würde es vielleicht gut seyn; daß
fie aus ihren Abschnißzeln erstlich ördentlich harten Leim mächten, davon sich hers nach das-Gewichte gegen das Gewichte des Papieres genau bestimmen ließe.
S
- Papier zu machen.
34.6.
09
ein f au n ma nn we d un , ete nd we an el niß sch Ab ät tit _ werden, wenn män eine geringere Quan l tha en sich in en ach mm Lei zum ie ter Ma von fie s wa , llte wo n nge bri mal'alles-das heraus r sse Wa s da it dam , ren üh zur um it Ze zu it Ze von l iße chn Abs ten. Manist bedacht, die + n n a k gen dieselben desto besser durchtein
ferfup ein man het tauc so ift; cht gefo ug gen Leim der daß let, hei urt man F Wenn
dem aus pfet schö man und in, bine , 2.2 H, wie so , ben dha Han y zwe mit en Beck nes
“ sch hwi Stro ßen gro n eine sel Kes den in man t thu h leic Zug . aus her ige Flüß „Kessel alles el unter das kupferne Becken, um zu verhintern,- daß sie sich nicht über die Abschnißund . ES SE . s Er ; e E d F EN an das Becken anhängen.
Man drücket dieses Been stark auf "Strohwisch und die Abschnißel, und man 4,4
chöpfet mithin das Leimwasser, welches über den Rand des Beens hineinfließet, ohne Inreinigfeit und Lkeimbroen. Man trägt diese Leimbrühe in den benachbarten Kessel, in welchen sie durch ein Seihtuch gegossen werben. x
6. 101.
Das fogenannte Arquet (7) ist ein Gestelle von zwey Fuß, zehen Zoll in- ber Länge vier aus t ehe beft und t, telle gef vor . 2 Fig 1 in ist. es itez Bre dex in l Zol zehn gegen acht
r ode laff sch und en, geh r übe eer Qu die en, ick Str aus und re Bie hen glic län Stangen, in
r übe itet bre und 1, . ig H, sel Kes yten zwe den auf e tell Ges es dies let stel n Ma . hohl liegen.
dasselbe ein. mittelmäßig festgewebtes braunes leinen Tuch aus, welches zum Seihtuch Sb: die auf dar um et, gieß el Kess yten zwe den in e brüb $eim die an m hes welc h durc et, dien
asche der Gerber und andere Unreinigfeiten, die fast niemals von denen zum Leim ges
brauchten Abfchnigeln rein abzubringen find, zurück zu halten,
1.) Nachdem. man also, aus.bem.großen Kessel G, die Leimbrühe gefchöpfer hat; fo
fängt man an, ihn wieder mit Waffer anzufüllen; allein nur nach und nach.
Anfangs
r ode s eine h nac her , ein hin r sse Wa ken Bec e voll s sech er f-od fün l ma ten ers zum man et gieß
hs me ver er Feu das it Ze zu it Ze n vo h leic zug n ma em ind : de En zu s l,bi ma zwey auf ein ne das Waffer aufmwalle. ver, jedoch.ohdaß
Nach. einigen Stunden fchöpfet man diese
al. tem ers s da wie , sel Kes en eyt zw den in fie ßet gie d un s, neue Seimbrühe abermals herau r
7
519
Yen
"R - Gi
NN
“or
r
e lang fo , llet erfü hr me und al hsm sec auf bis Art e dies uf d/a wir sel Kes ße grö r en "De
s Be fem die in . sich t hte ric an M et. ein sch en ab rh .zu rfe Als ver Keim noch genugfante Stä tracht nach der Beschaffenheit der Abfchnigel. . Denn wenn fie keinen Saft mehr haben, :
N,
M2
;
;
e. ett qu Ra n vo he rac sfp Au bte der ver e ein ch dur me fem rt Wo ses 7) Die
und
90 de
Die Kunst
und wenn sie bey dem Aufrühren auf zwa wieder auf, ven: Grund des Kessels fallen; fo gießet man weniger Wässer hinzu als vorhin.“ Man begnüget sich alsdenn den Kessel bis auf zwey Drittel.zu erfüllen; und dieses geschiehet noch vier oder fünfmal. Um sich desto besser zu versichern, ob diese Kochung einen genugsamen Leim geben fann ; so taucht
man die Finger in die Leimbrühe, und wenn man nicht mehr diejenige Klebrichfeit fühlet, welche der Leim haben foll, und die Finger nicht-an einänder anbacken;' soist es ein Kennzeichen, daß sich keine Kraft mehr in den Abschnißeln befindet. Man leeret als?
denn den Kessel aus; und die Ueberbleibsel dienen noch zur Düngung auf den Blumen-
besten.
Diefe ganze Kochung des Leims a ohngefähr 36 bis 48 Stunden. Gleich-
wie aber der zweyte Kessel nicht zureichend
ist, alle den Leim zu fassen, der zu wiederholten
malen in dem ersten Kessel gemacht ist; so bedienet man sich noch verschiedener kleinern, in welche man gleichfalls durch ein Seihtuch einen Theil des Leimwassers gießet.
Alle
diese Leimbrühen werden nach der Maaße, wie man sie verbrauchet , in den Eintauches Fessel (Mouilloir), der. inI fig.1, und in E, SE: 2, vorgeftelfee ist, gegossen : und man be= - .decfet denselben gleichfalls mit einem Gestelle und Tuche, um eineDürfelpung zu be» wirken, welche diesen Leim noch Flährer macht.
-
In andern Provinzen begnüget man sich die' Abschnitelmie einem gleichen und
gelinden Sud,in einerley Wasser funfzehn, fechszehn und zuweilen vier und zwanzig Stunden kochen zu lassen ; indem man 'nach der Maaße, wie das Wasser verdünstet,
frisches hinzu 'gießet; und diesen Leim verbraucht man in den zwey folgehden- Tagen:
Dieses ist diea Cohn auge deren man sich zu ag bedienet.VE $. 185.
In dem "Eintauchefessel thut man die Hälfte rein Wasser und die Hälfte Leim-
brühe, z+ E, hundert Pinten oder Kannen von jedem, um funfzehn Rieß Krohtienpäpier zu leimen.
Man feget drey Pfund rothen Alaun hinzu, der. in fier Uf: und
verschiedenemal durchgefeiher worden.
Fünf hundert Pfund geimmaterie erfordern über»
Haupt fünf und zwanzig Pfund Alaun, nämlich den zwanzigsten Theil.' "Dieses styptische und zusammenziehende Salz dienet den Leim auf dem Papiere zu befestigen,- so.wie es auf den Zeugen die Farben beständiger macht. Das Papier wird davon fester und wie die Arbeiter sagen, Fnitternder (pezillant). Wenn man große Sommerhiße befürchtet;. fo vermehret man zuweilen den Alaunzufag bis auf den funfzehhten /Theil"des Gewichtes —
der Abschnißel,
.Der Römische Alaun ist der 'vorzüglichste: der Stein AlaunBER
nur zu "gemeinen Papieren.
j
Außer: dem Alaun, den-man unter das klahre Leimwasser thut, seßen einigeFabrie eanten noch Kupferwaffer ober grünen Vicriol, und andere weißen VitriolHinzu , Shnge” -
fähr
|
|
u GEA
Papier zu machen.
ZSE:
en,. ohn Perf t es eb gi ssen, Unterde t? chne gere n. Alau . den n gege il The . nten zehe den r fäh i e en fad e fe N ME E CH NI . ar Pa der ab. Zus ser -die .daß , ten welche behaup TT az mit der Dinte vermifchet, eine Art-von-schwarzenStaube erzeuget |X -
ohngefäh einen Halbe 85 Um den Leim. zu. prge hut man 6‚einGefäß, „das' Wen nes geliefertist; so.
wadems Leimwa Septier öder ViertelsquatBor'et von
häinend, und | aht ift, hdin das Meergrünte? schei eehft A et,durch HRa an,‚od es
hat: et m i e gel Sage e t s er e di “ e esel g äal S ' er web n er d r o f h, c i n a dar u I, nl er einen Bogen, und macht ihn in der luftigsten Gegend |derKammer tro>en? n „dieses fin
khaffenheiten,ei; ein gülürerSeim Haben fol." * Jedoth bes
vet ihn1 n= der Zunge, und urtheilet, aus,der |Eintringung der Feuchtigfeit,und aus der Weichheit, bie an diesei Hrt enesteher, 1058 g8utiR. Bern er ihnällzustark befindet,ss thine ernoch Zäs "Pi: "wein er "hingegen;zu schwach ist? das zu leimenbe fo seßet man eine Hand VBEhinzu;" oberı an verändertgar
Papier,und erwählet.ein sol<es,wo.der Leim ‚nenn,
" Druckpopier ist ($.108)., „Wenn,manstürmisch W
entlich nothwendig ist, wie das
ürchtet, welches den eim flie-
Em kann: Ra,man in vi Eintauc efessel 19; etwasAlaun inGage fügen, 1, 5 Nam
sig an
33 jun End 104
feinen * Arbeit des Saalgeselen, welcher das Papier ki N cr Soalgesehe TENEou 9 62):iorst.seider,neYo , wel t her, das Papi e r zu n Eintauchekessel gestellet. Der4
g4.2.78
leimen hat.
Man fichet ihn in C_Aig.t
v
a“. stehet auf einem Dreyfuße, und wird4; eine darunter befindliche Gluthpfanne MZ
;
cm
209): Hiberhaupe eher SirWere 'glleinBR Gau Verriche
se der Arbeiter,jder'auf.den Säleniat-ı: ungäst:das Papier zur leimen;
2
2) Diefer Rächthäl"würde nicht vielJu bedeuten haben; allein der Nachtheil, welchen der
IF Vitriol in der weißen Farbe des Papieres" verürfachet, ist viel wichtiger. ES if s ver be Far e lich un brä r ode hte blic gel e ein n ge fün flö lau rio Vit e all ß ü 3%IheI " unlängbar, da
ER zrfachen.“ Dasist.also cihioffengar AnbernunftsgerZusaß, der ohne alle-Kenntniß von den Eigenschaften des. Vitriols erwählet“wörden3 und die Neglements sollten
“Denselben schlechterdings untersagen... Dergleichen Zufäge, welche wider alle Begriffe
n e n e d g i t f n ü f n e t f a h c s n e s i W e i d ? n e h c l e w „ , t s n e i D „ r e d a H M n i e s e r B B N A E K . e m un 00
De
pm der,Natur.und den. Eigenschgstem) der, Dinge erwählet sind, „giebt es bey allen
r e unt d r wi n, rde we t ann bek ser bes a : e e n i nd Ha d an * mühung
s e D e h lic m h rü e di h rc u .d e fi em den „nachd
andern auch darinnen ski daß man solche schädliche Zusäte abschaft. -
92
|
Die Kunst
LZ
S
in gestnber Wärme unterBatten, - Dieses:BEFREIEN Fußin„Dutihi fer und vier Zoll Höhe, die in /G,fig.2.vorgesteslet ist BER eg
ars
oder Fenster von 18 Unien Hhegegei zwölf FUnien Breite: hat?
, daß de geim, nicht heiß if; erdenwä* refunf "Nanmuß fü<IRacht,nehmen33 4Midenelfan, den
he c ri e f e i h f und : vasPapPapier inier-yp Leim verbrennen.nennet (buli de„ole,„DerSaal[geselle e
- der Hand des Sehrlinges |dievon dem Kufhängefaal hergetragenenLagen Pappie
s w "6 . aus dar cht „ma . und der Rän VE en. geg er nd ‚u , nd Ha der . t mi e si t b rei iga40.vr03in sich.hat, „als|ber. Saa geselke fir man Ban„(pe
eiHe wal:in den Leim
ormantdie ne nE, (KHTErund
er vpuch SamPaninodNvier
vis fuß pb giftenz.„upeydemandewas) ProportiNo.einandeAnd)rN mi iBwird
eine solche,Hartl schjs ngef 3
FängodeauserFichtenholj, davon man 1 hdeme 2inBfiei ‚vPR “Das Papier,und„acHa on Pappe n mie,Ernie deinit d "un ; sset gefä T SE ' deh ben erh het, e si 2 R D D N E 1 2 r Mu y und zwe r re +4BB zuee dieer ingel ganzen
- nenselben kann-manE
er ; ssel e ef uch a t n Ei den n i f e schi fr n ne e, fin “= 08 2. e r e De „Ww
S4
€
2 die ganze Handvoll Papier allenthalben mit dem„Zeimwasser sauer werden, öiehet
ZE
alsobald ME"und ei fe geriug ur 3 vun, ala red. [
$; 2
ait
vue
Aktas 128 3
Ei}
ll bvo San rer h i ke Dic ze Fän ie ind m Lei den um e, lch we n, fele lge Saa bt e gi Es ” lberwährendenEintauchen „aufrollen;
Papieres desto bösser- eintringendizumache,n \daffe r de it m d un ; sen los sch ge ein en ch ter ret n!B de n he isc zw nd Ha oder sie halten es mirimitveiner
ei» fie n en s.w „al , ab r. de an ein n vo n ge Bo e di ern nd so r andern blättern fie das Papiex14 9ode
me Lei m de in r pie Pa tes fne geö o als ihr ren füh d un , en ol n w n che ma loß nen von dem»‚andern die
h noc eln chs we ver re. de „Än . ll.. so n. ge frin ein r. sse be sio de be, sel der bin und ‚her, damit,
den en ifch zw r he vor die n, me eh zun vor ite Se , en nig rje be .g eit Arb se Hand, umeben.die
mn aieiner
a
aivie of] ahnen id n ‚4 nes
248078mEiE 1190 Ai ru a:
n hte c si Vor ä (d ‘ e mi ’ em n ei u s E st to Fro " h ei t ' t s i ens cht Erä s ine Me s f e hef c i tau n Ei ett n Ki R I h „4 o n ma hes c l we en, g eni ie "7 re, pie geleimten Pa Kur(h"die" Presse,„00u ver, ei nggle <mäßig in sel.hat gehen Bi &it
64170 18 2 1m t 9,2) aan 269 et 1 nnrSe m79909
das
Papier zu mähen.
ie
LERE
IDE
das5 Papier verfheiletnit,ner dasfie zugl e i c h: base; von dem bee Marie wine he
entsediget ii Sid A
nam
ni 7
hie
ui
Mon
Nachvem eine Hand vol Papier genugsam geseimet ik; % trägevees unitne
PresseD, die.insbesondere zu dem een Papiere bestimmt ift:, allein man läßt die
Pie ie eherwirken, bisohngefähr zehen Hände voll,oder fünf so genannte Balons, ie öhngefähr fünfRieß ausmachen, beysammen find. "Man presset nur schwach und ich und nach; unddiese fünf *Balons dürfen nur höchstens eine Viertelstunde unter der ad bleiben, Von zwey zü zwey Händevollleget der Saalgeselle allemal einen Strohs SPD PIT
halm,auf den guten Winkel, umsein Tagewerk zu bestiminien,
2
DiePresse, die man in D, fieher, ist von berjenigem, die & 5. 91 Seelen 68: ja gar nicht unterschieden, als durch die Unterlage, die eine Wasserrinne rund umher.
har, fast fo, wie an einer Weinpresse. Der Leim „welcher aus dem Papiere ausgepreffet
wird, fließet darinnen, fällt in E, und vonvain ginen Zober (Gerlör) P,welcher un
ter die Röhre gefteller ist.
|
i
$. 166;
Die sen Gunders Kannen Leimwasser,+die sihandem Eintauchekessel befinden,föns .
nen ohngefähr 15 bis 16 Rieß Krohnenpapier, oder andere Sorten leimen, davon das
Rieß ohngefähr dreyzehn-bis vierzehn Pfund wieget ; jedoch nar sechs Rieß von großen „Wintertraubenpapier , welches zwey und dreyßzi Pfund. schwehr ist, In Ansehung des
Gewichtes der Abschnißel zum Leim; so nimmt man’ gemeiniglich den zehenten Theil so
viel oder etwas weniger, als das Papier wieget; welches geleimet werden soll. Das Leimen von einer Leimfochung, kann in vier Stunden geschehen ; und man verliehret sodann Feine Zeit, das Papier auf die Aufhängesäle"zu schaffen. Denn das Papier würde ver-
derben, wenn es nicht alsobald nach der Leimung aufgehangen würde; fo gar, wenn es
Möglich ist, muß "es„geschehen,ehe das Papier kalt wird, und Bogen vor Bogen, wie wir
bald sagen werden.* Denn wenn es von der Kälte überfallen würde, ehe der Leim“ zu
“trocknen angefangen hätte; fo würde es fehiefericht werden, und“man würde ein in dem $eim verbraintes Papier ir„vf eben Ry w ibenin'der“Lim allzu heiß gebrauche“
worden wäre"&104)"
Das Gebäude zur Geha it zi Moöntätgis:'dezenSctmgfihlnvon den übrigen
Gebäuden abgesondert ; oben befinder sich" das: Magazin (5.32)3 und vermittelst einer Fällchüre wirft-män'die/Abschnikel"äus' dem Mägazim'in die Limkammerherunter- Es befinden sich hier zwey Kammern neben einander. -Zivischey beydenhatıman einen Ziehbrunnen gegraben, dessen Wasser durch eine Pumpe gezogen wird, und sich in eine Ar 54457
ergies-
94
| Die Kunst:
ergießet. Von da wees durch zweyGleyerne: Röhren indie eingemalietten Kessel ger | leitet,
In jeder Kammer befinden sich drey Pressen, dergestalt, daß hier sechs Arbeiter
: auf Foorpeifen; und täglich rein Wiese Dee leimen ag ion 1-2
II
„
- Das Tagewerkeines Saalgesellen, we9er Teimet, ist,daß,er dasFARB
„sechs Arbeitsbütten, oder sechs und neunzig Rieß Krohnenpapier leimen muß. Er liefert aber nur sechs Rieß auf einmal, weil man nach der Maaße, wie er leimet, aufhängen muß,
Zu dem Ende werden diese sechs Rieß auf sechs Bänke. vertheilet; eine jede
Bank beschäftigetzwey Weiber, welche das Tageiverk von zwey Arbeitsbütten aufhän: ‚gen müssen; und von jeder Bank kommt man des Tages sechszehnmal in die Leimfammer, .
um mehr zu holen,» Wenn es frieret, sohat man die-Vorsorge die- kleinen Rieße (Ra-
mettes) zu bede>en, um sie geschmeidig und naß zu erhalten... In dem Aufhängesaal nennet man dasjenige Ramettes, kleineRieße, was bey der Arbeitsbürte Porfes oder
Stöße, und in der Leimfammer Poi
ECS, Händevoll heißet. Dieses ist ein. Gotber
Rieß, oder = Bogen, ‚von mitlerer röße, fo wie das Krohnenpapiep» ;
Nachdem man eine gewisse Menge Papier geleimet hatz so muß man den Boden
des Eintauchefessels rein machen, und den Bodensaß auf das Seihtuch schütten, weil sich
entweder von Papier, oder der ersten Ditchstifung enwischte Unreinigfeiten zu Boden fen.
“
|
Uerunligie, po bey der Beh statt fl den Fönnen,
$. 107 ie Seimung des Papieres mißlinget öfters, und verurfacher alsbenn einen beträchtlis - chen Schaden. Wenn fie gelingen soll ; fo muß man eine trocfene und gemä- _ FKigte Wirreräng erwählen. fties feuchte; fo fließet der Leim„. und. rinner in dem Aufhängefaafe an] dem Papier lang: herunter. x ft eszu heiß; fo trocknet er zu gefchwind:
frieret es zu stark; fo wird er gelblich, er schiefert sich, und tringet in diesen beyden Fäl-
len nicht ein: und endlich, wenn die Witterung stürmisch ift; fo schlägt er um (rourne), - wird sauer) -verdopben und“tinnend.-'-Viele kleine Fabricanten wollen sich demnach der Gefahr des Schadens nicht ausfegen, und pflegen ihr Papier gar nicht zu leimen3 sonHern fie lassen essanderwärts-feimen, :; erh rn. das: zum Drucf, bestimmte Papier ganze WESHsEE He en 407.00 | $. 108.
+
Papieegumagen. :
en
4
N
il Er .
35 Brit
ER
ei
Die Reglements in Frankreich verordnen unter der Leimung des Schreiber und = Drusfpapiers keinen Unterschied zu machen. Dieses ist eine weise Vorsicht , weil man sonst in Gefahr stehen würde, 'öfters-nür halbgeleimtes Papier zum Schreiben zu erlangen. Einige Buchdrucker find in der That mit einer schwachen Leimung zufrieden. Sie sagen , wenn das Papier zu stark geleimet fen; so sey man genöthiger, es desto stärker und.in shwachenLagen einzuweichen,' um den Sem wieder davon abzubringen; und daß
:dieses zu stark geleimte Papier zu nichts diene, als denjenigen, welcher den Bengel ziehen, ie zuPu undadie Lettern abzunugen, + Allein dieser Grund ist von feinem großen Ge
- Die Bogen von den größten Sorten Papier kann man nicht in dieser ihrer Größe: feinen, weil fie vermöge der Nässe zerreißen würden, - Deshalb ift es nöthig, fie in zwey
der Mitten r mit einem Store zu leimen , der fiein Blätter zusammen zu falten, odefie
unterftüge. 1. Diese: große Sorten finden auch viel Schwierigkeit in dem Aufhängen. Da ihe Gewichte sehr beträchtlich iftz; fo macht das Seil einen runzelichten Eindruck, der niemals’ wieder heraus’ zu bringen ift, und denman Gotee nennet.
Vielleicht, wenn
man verfuchte,.jeden Bogen auf-viele Seile aufzuhängen, würderman diesen Fehler ver
meiden. Da ein jedes vondiefen Seilen.nur»einen kleinen Theil von dem ganzen Gerwichte zu tragen haben würde; fo würde keines dergestalt befehwehrer seyn, daß dieser“
az, Mangel im Papier entftchen könnte: «> © „Man könnte auch. diese große! Sorten über breite und-oben runde hölzerne Stangen Der Gebrauch: der, Stangen würde überhaupt denen Seilen vorzuziehen aufhängen. seyn; weil die Krümmung, welche das Seilwerf nothwendig annimmt, dem Papier eine ' falfche Richtung giebt, und daraus einen ungeraden und auf feiner Oberfläche ungleichen“, Körper | Denn man muß-bey *)- Diefer Grund ist meines-Erachtens nicht so fehr zu verwerfen. s dieBequehmlichkeit derer sehen, die ste ver» . auf Verfertigung einer Waare allerding brauchen. Ueberdieß wird durch die Leimung dag Druckpapier ohne alle Noth sehr vertheuretz dahingegen ist die Ursache, die hier angeführet wird, nämlich; daß man in Gefahr stehe, halbgeleimtes Schreibpapier zu erhalten, von gar keiner Erheblichkeit. Wenn die Reglements einmal die Beschaffenheit des Schreibepapiers bestimmen, und durch hohe Strafe verhüten, daß kein Fabricant falsche Zeichen auf feinen _ Papieren gebrauchen darf: fo kann man den Paptermacher allental finden, der-halb geleimtes Papier vor Echreibepapier verfaufet. Sp sehr ich wünsche, daß man in vielen Dingen die Französischen Papiermüllerordnungen in Teutschland nachahmen möge; A, nehme ich doch den Punct, auch das Druckpapier zu leimen; ohne Beden: naus:
>
3
N
®
FL
'
96 Die Kunst Körper macht, wesches.eine andre Art: vow Fehler ist, worüber sich die Zeichner schr be ve
eh
IH
> pi
Von dem Aufhängeszal.
;
-1'G;
15-1105)
Hr Aufhängesaal; der auf der Kupfertafel Xi zu sehen und in der Provinz Aus
vergne gezeichnet worden ist, macht ein Stüc eines Saals. von 114 Fuß lang "und36 Fuß breit aus, welcher drey Gänge und gleichfam drey Aufhängefäle formiret, Der Fußboden ist von Fichtenholz, . Vier Reihen Balken eines halben Fußes dicke und einen Juß breit, welche von 15 zu 15 Fuß einen Zwischenraum von einander haben, be> FXommen in gewissen Zapfenlöchern die Pfeiler GG, welche die Grundsäulen des Dachep (9) (Fermes) unterstützen , auf welchen das Dach ruhet, Die Pfeiler in der itte bekommen 3 Reihen oder 3 Geschosse Dachsparren, davon die ersten 8 Fuß hoch über dem Fußboden, die zweyten um'funfzehn Zolle niedriger und die dritten in gleiDiese Sparren find 25 Fuß lang und haben her Entfernung von den zweyten sind. ‚ins Gevierte fünf Zoll gegen dreye« " Siefind in ihrer ganzen Länge mit vielen-Löchern durc<bohret, welche einen Zoll aus einander find. | In diese Löcher werden: die Seile ge steckt, welche das Papier aufzuhängen dienen, fo daß drey Reihen Seile vorhanden find, wovon die in dem untern Aufhängesaal ohngefähr fünfund einen halben Fuß +„und die “ obersten acht Fuß hoh sind.
Zwischen den Sparren befinden sich zwey kleine Stangennoderrunde Stäbe Guimkes
genannt, welche in Cfig. 2 vorgestellet find, und wo-eberifalls die Seile hineingesteckt
werden. Sie werden in den Zapfenlöchern oder den Löchern der Sparren, oder der Pfeiler, welche die Nebenpfeiler und Pfosten der Fenster ausmachen, festgemacht, und sie dienen, das Seilwerk hängend und ausgespannet zu halten,
.
Wenn man die Bogen Papier oben über den Seilen des untern Stodwerfes hinmit man he welc , nge esta äng Aufh diese auf le Sei diese man t rolle fo hat, en mm geno weg 2 Enden von andern. Seilen an die Sparren von x 5 Fuß aufhänget. Auf dicse Weise erleichtert man. sich das Abziehen der Blätter vom zweyten Stockwerke und hierauf macht man es"eben so mit denen, die im dritten find.
Der ganze Umfang dieses Aufhängefaals ist bloß mit fichtenen Dielen umgeben,
welche die Pfosten und Unterlaagen der Fenster ausmachen,
Die Fenster find drey und einen
n iere Pap ten Sor n alle bey en hm Bö in d sin s iere Pap des gen hän Auf zum ngenPapiermühlen schon längst eingeführet. Ich erinnere mich dieses schon vor ”) Die- seinStavielen zwanzig Jahren daselbst gesehen zu haben.
*) Fermes nach der Redengart der Zimmerleute find die Gerüste von Zimmerwerk, die einem Dachstuhl zur Srüge dienen,
|
SA
ur
Papier zu machen.
find in, einen halben Fuß hoch-und zwey und einen halben Fuß breit, “Die Fenstkerladen , zur ken Lin d un n hte Rec : zur r sie ße lie fh n ma ch; gli we be . find d ern un ig dieb nSch wein
t, läß en geh r de an ein aus . fie n ma nn we , fie et öfn d un er ieb sch r indem man fie aneinande neh und, einen halben Fuß bp Än 05.24 Die Unterfaage der Fenster ist;drey
e Art gemacht, schiedene in s-ver e erwa - Die Aufhängesäle zu-Montargis sind au imf-
wovon man sich aus der kurzen Beschreibung , ‚die wir davon geben. wollen, leicht einen 5 TE PE 8 6 air ' ; Begrif machen kann. lste vor len Säu nde che abfi r nde eina von Fuß 15. r. ode 2 4 auf vier sich n kan n 'Ma = te Sei r jede von und, ‚ n che ma k. rec Vie ein s aale ges hän Auf des e Mitt der. in he welc , len
her einen Durchgang lassen, - Diese Säulen: haben ‚acht bis zehn Zoll ins Geviertunde acht bis zehn Fuß-in.der-Höhez sie haben auf ihrer Höhe Löcher, welche 1 8 Zoll aus ein,
en ein r de f au die n, ule Sä e Di n. lte ha be fzu au en ng Sta ander sind, um-die Enden der g we hin he Ort m ihre von ls ma nie n ma che wel , en ng Sta he glic ewe unb en hab , sind ite Se n ma die en, feh ver n nge Sta mit find te, Sei ern and , der ’ auf en ul Sä die nimmt; hingegen hinweg nimmt, und nach Gefallen wieder hinsetzt. Diese Stangen sind von weißem r? we r fte rha ue da und ter fes l vie sie rch du wo " et, eit arb ge t fig rec Holz und in.der Länge vie
ine sie in ihre Löcher "gefüger werden. Sie haben 3 Zolfe den und nicht wackeln, wenn Gevierte und find von vier zu vier Zoll mit vielen Lö<hern durc<hbohret, in’ welde ein'Seil
e r uy ß. mu en geh e nitt sch rch Du im von 3 Linien n hfte höc der bey s ten Kno es ein lfe Hü ch dur he Loc ten ers dem in il Wenn das Se . s daf n ma t läß fo n; rde wo lten eha ang et, teh abf ecfe erd Ob der von ß Fu 2 Stange, welche es n ma rer füh da n Vo en. geh nge Sta den hen nftc ege enfg der Loch e erst das selbe in wieder durch das zweyte Loch eben derselbigen Stange in das zweyre Loch der ersten und le Zol n tzeh Ach ." teht ents telle ges Seil ein s rau wo n, ige übr die alle ch dur h nach und nac z her ere and y dre h noc auf dar und e tell Ges es lich ähn ein n ma cht ma e tell Ges em dies er unt f? Au des den Bo dem von Fuß 3 r nu lle ste lge Sei e erst unt das daß , talt ges der s, ärt erw unt RTITER NEI DIE | ; ; hängesaals entferner ist. f n au ge än St alle n ma t läß so en; äng zuh auf r pic Pa das t, geh um it dam n Wenn ma Fuß den an der wie sie ger brin und auf dar le Sei die et roll man er, ünt her te Sei n eine der auf frey ier Pap fein man gt hän f rau Hie ... find te Sei ern and der auf die , len der Säu e? allg nd reu de aü s da man et üll erf so 3. hen che ges ses die ld ba das höchste Gestelle auf. So
ver von e nk Bä en hab er ng fhä Au r ode llen ese älg Saa e Di | . tere letz mählich bis auf das
en äng zuh auf ilen Se von e erk cdw Sto ene ied sch ver die f au en Bog schiedener Höhe, um die.
zuauf le Sei ten rigs nied die. auf um. e, Erd der auf der n.-o Knie den auf tzt zule n füge und hängen.
>
in G.>
!
I18s
.
'
"Z
ge r pie Pa s da t mi da n, be ha r ste Feu le vie le esä ng fhä Au die ß da Es ist nörhig,
zu r ga es nn we , an ft. läu es nn de n; ge Ta 3 er od 2 n ich ml nä // nne schwinde tronen Fdö n e S die daß r, vo da n. ma gt sor en ch wis Inz , ibt ble ft Lu n. lange in der strenge
R
-
hHDie Künst
die Nacht über verschlossen find, ‚
Man macht sie auch am Tage zu, wenn es regnet,
oder ein allzuftarfer Wind ist3 weil die große Feuchtigkeit das Papier weich madher, und ‚der Wind solches herabivirfet.“ Es ist-wahr , - daß in Auvergne alles Zimmerbauholz;
welches gemeiniglich fichten ist / "nicht gar zu genau schließet , sondern viele Ritzen utid
Defnungen in den Fugen läßt, und“mithin findet der Windimmer noch genugsame Oefungen, 'dasPapier wohl zu trocknen, auch selbst, wenn die Fensterladen zugemachet sind, In denen Ländern, wo die Fichten nicht so gemein und häufig find, alsin Au-
vergne, und das Zimmerholz besser und mehr an einander gefüget ist; trocknet das Papier
bey verschlossenen Fenstern langsam, - Dieser Unbequehmlichkeit hat man dur< folgende
“Verfahrungsart abhelfen müssen, welche das Mittel an die Hand-giebet,- nicht mehr als den Grad und' das Mäaß vom Winde ie re der nöchig ist, um das Papiet: tv fen zu machen. |
Art, die Aufßängesäle zuzumächen.-
%
‚
112,
an kann sich vor jedem Fenster,en,in gleicher Entfernung von einander Keine ‚Schieber gedenfen, welche die Breite eines jeden. Fensters sowohl oben als unten
einnehmen. Ein jeder von diesen Schiebern führet einen Fensterladen mit fi) , der sich vonder Rechten zur Linfen. schieben läßt und.mit hölzern Gitterwerk, die von 2.Zollen und 2, Zollen Zwischenraum verschen find, so wie man selbige auf der Platte VI. fichet.
Vor diesen Zenftergittern läßtfi ein anderesFenstergitter,von gleicher Gattung schieben, dessen Zwischenräume nur ein wenig kleiner sind als die Stäbe.
Da dieses zweyte Fen-
stergitter vor dem erstern sich schieben läßt: so kann man es ganz oder halb oder gar niht | zufchließen, nach der Maaße, als man die Stäbe mit den Zwischenräumen mehr oder wer - Niger im Verhältniß stehen. läßt. Hierdurch wird man Meister, den Strom der Luft zu zertheilen, ihn nach Gefallen zuzulassen, ihn auszuschließen, oder zu mäßigen. Man fie
het auf der Platte VI. ein Fenstercreuz. D, dessen Sitter halb zugeschlossen sind und unter dem Fenstercreuz den Aufriß zweyer Gitter und ihrer Schieber in-E.
lt, fa rg So r de d un n e l esä ng fhä Au n de in it be Ar r de n Vo die dabey angewandt werden muß.
|
Ne
|
9.
113.
|
eine von den beyden Frauen, denen das Aufhängen des Papiers aufgetragen ist, holet, wie wir es gesagt haben, ($. 106.) ein Nieß geleimtes Papier und stellet es
zwischen ihnen beyden auf eine Bank.- Die Weibsperson , die man die Tetteufe nennek,
macet eines nach dem andern von diesen feuchten Blättern" von den Ballen (og, mit einer
Gefchicklichkeit, welche die Zuschauer dabeyin Verwunderung seßt, welches "fie bisweilen durch ein Blasen, bisweilen durch einen leichten Stoß bewerfksteltigt, und fasset das Blatt allezeit
Papier zumachen.
a
allezeit an dem guten Winkel an, nämlich an dem Winfel, welchen der Aufnehmer schon
mit seinen Fingern bezeichnet hat.
Wenn die Tetteufe oder Werferin mit der Hand einen
Bogen bisin die Mitte abgezogen hat; so läßt die Aufhängerin ihte Rießhänge(Ferlet) _, . herunter, und bringt sie näher gegen die Mitte des Bogens, welchen die Werferin über
die Rießhänge schlägt, woraufdie Aufhängerin denselben sachte aufheber und das5 Blatt
über ein Seil schlägt, welches sie mit der andern Hand hält, “
Wenn die Werferin mit der Hand zu geschwinde unter dem Bogen hinfähret, welchen sie von dem Ballen absondert3 fo macht sie leicht ein Loch darinnen, Wenn fie
den Bogen über die Rießhänge schlägt , che er allenthalben gerade bis in die Mitte des Ballens lo8.gemacht ist3 so:zerreißet fie einen von den Rändern. Wenn fie 2 Bogen auf einmal wegnimmt, ‚und man läßt fie zusammen trocken werden ;, fo kleben fie dergestalt - an einander, daß sie. sich faft nicht mehr absondern lassen und gehen gemeiniglich alle beyde verlohren,
-Wenn die Werferin den.guten Winkel zerreißet3 so lötet sie ihn, wie man sagt,
auf der Nach zusammen, nämlich sie füget die zerrissenen Ränder über einander, drücke, - fie zwischen ihre beyde Finger zusammen , und macht sie mit dem Nagel vom Daumen
glatt.
Man vereinigt sie wirklich. wieder miteinander; allein die Spuren bleiben darinn
allezeit, und bilden das, was man Ziegenfüße nennet ( pieds de cheure). '
Die Aufhängerinmuß an ihrem Theil wohb in Acht nehmen, daß sie die Rießhänge wohl ordnet, daß fie dieselbe nicht eher hinweg ziehet, als bis der Bogenmit seinen beyden Seiten ganz gleich auf dem Seil hänger3 daß sie den Bogen nicht zerfrager, wenn sie die Rießhänge zurück ziehet/ daß fie einen Bogen nicht gar zu nahe/an den andern bringe, welches die Seiten 'an einander leimet und den Fehler veranlaßt, den man ARE nennet.
. Man muß niemals mit einem halben Rießinnen halten, wenn es angefangen ist. . "die Bogen würden zu trocken werden, und viele davon zerreißen. Alle diese Berrichtuns
gen im Aufhängefaal müssen fo viel möglichift, am Tage geschehen, weil der Feuerschaden, wenn man ficht herein brächte, daselbst gar zu schr zu befürchten seyn würde.
sind,sie sind geleintet oder ungeleimet (denn es giebt, wie Wenn die Bögen trocken
wir gesagt haben, Papiermühlen, wo man nicht. leimet)3 so ziehen es die Weiber von den
„Seilen ab, wie man es in DPlatte X111siehet. Man fasset einen Bogen nad) dem an-
"dern mit der rechten Hand’an, vermittelft eines kleinen Stoßes mit der Handy wirfet
man sie auf einander und wenn man fünfe bis fechfe hat, fo sc<lägt man sie dur eine
einzige Bewegung über den linken Arm. Dieses heißer man Bündel(poigmees) machen. Wenn der Arm. mit einem Bündel beladen worden istz fo fett man es aufgerichtet hin, "Witin B zu sehen if, und hierauf fräget man Ans in die Glättekammer«
"Nz
Von
+
£>zel
160
Die Runft 7
Bon dem Glättesaal. EX |
Ss
114.
D Bündel werden anfänglich in die Glättekammer gestellet, der Aufhänger sondevt fie aus einander, bricht sie auf, indem er sie mit dem Ellnbogen und der Hand nie-
der drücket, um sie gleich zu machen und zuzurichten, daß sie unter die Presse können ge bracht werden, worauf er Haufen daraus macht, bis an die Decke des Saales, und das
Papier bleibet daselbst, bis daß es unter die Presse gebracht wird. In der Glättefammer, oder in einer Kammer nahe daran, sind sieben bis acht
große Pressen , mehrere oder wenigere nach der Größe und Vielheit der Arbeiten einer
Manufactur, welche von denen Pressen nicht unterschieden sind, die wir 6. 91 beschrieben haben. Dascelbst legen zehn oder zwölf Männer die Bündel unter die erste Presse, und nachdem sie dieselben recht stark niedergedruckt haben; so lassen: fie dieselben zwölf Stunden lang in diesem Zustande, Hierauf nehmen sie selbige hinweg, und schütteln sie auf großen, mit Fleiß dazu gemachten Bänken, die nahe bey den Pressen sind, um die an einander klebenden Blätter von einander abzusondern. Hernach legt man fie fo gleich unter andere Preffen, wo man sie noch auf eben dieselbige Weise zwölf Stunden behält, und alsdenn bringet man sie wieder in die Glättekammer, um daselbst zu ihrer lezten Vollkommenheit zu gelangen. Die Arbeiter, welche in der Glättekammer oder mit dem Glätten oder Aufbrechen, nämlich mit dem Zusammenlegen der Blätter beschäfftigt sind, heißen in Angoumeis, les
Salerandes ou Saleranes, in Auvergne Lisseuses et Trieufes, anderwärts nennet man sie Eplucheuses. Die Tafel XIV stellet den Glättesaal vor. Man sichet darinn 2 ziemlich breite Tafeln, damit man zugleich von zweyen Seiten arbeiten kann , welche
mit Leder überzogen find; ein Brett A, welches von dem einen Ende der Tafel bis zum
andern in der Mitte aufgerichtet steht, trennet die Glätten und verhintert auf einmal die Verwirrung der Arbeit und die Zerstreuung der Arbeiterinnen, Man siehet darinnauch-
einen Leuchter zur Winterarbeit,
Verschiedene Arten, das Papier zu glätten. )
$.
115.
|
'
an glättet das Papier, wovon das Rieß unter 18 Pfund wieget, mit der Hand.
Die Glätterinnen, welche stehen, haben einen Stein wie 7 ist, in der Hand, den
man den Glättstein nenner und welches gemeiniglich ein Kieselstein (Silex) ist, oder cin
schwarzer, harter und glagartiger Stein, als der Silex, von 3 oder 6 Zoll lang, zwey
und einen halben breit und einen Zoll die.
Der Grund desselben ist etwas rund ge-
schnitten, nämlich an den Seiten abschößig, um das Papier desto bequehmer glätten zu
Fönnen, ohne es zu zerreißen; das Obertheil des Steines aber, das mit der Hand gehalten
wird, ist eyförmig gerundet;
Jeder
201
Papier zu machen.
Jeder Bogen Papier wird nach feiner ganzen Länge über ein gahrgemachtes Ham
melfell ausgebreitet, welches an dem Rande des Tisches befestigt ist und das man von
vorne wieder abschlagen kann, wenn man sich desselben nicht mehr bedienet. Die Glätterin läßt ihren Glättstein stark über einen jeden Bogen hin gehen und zwar von beyden Seiten, indem sie ihn fast immer vorwärts fortstößet. Eine Frau kann also täglich sehs Rieß Kronenpapier glätten *).
-
d
Na einem alten Gebrauch ließ man den Glättstein, von einer Zeit zur andern
‚ganz hurtig über ein Stück Schöpstalg hingehen, welches in ein gewisses Loc< des Tisches „gelegt war, wie män.es auf der Platte XIV an den Stellen, die mit einem Sternchen.
Die Gesetze haben diese Verfahrungsart mit Recht untersag“, bezeichnet sind, siehet. denn man weiß, daß der Talg die Dinte verhintert, sich an das Papier anzuhängen und „die Schreiberey aufhält, indem man zweymal an ein und eben demselben Buchstaben zu zieWir sehen davon öfters die Probe, wenn wir auf Spielcharten hen genöthigt ist. schreiben , welche noch wirklich mit Seife oder Fett geglättet find. Jnzwischen hat das VBerboth den Gebrauch des Fettes in den Papiermühlen nicht ganz abschaffen können, . weil es scwehr ist, den Stein ohne dieses Hülfsmittel glitschen zu machen **)« 6,116,
;
Was das große Papier betrift, so hat man dassekbe jederzeit mit dem Hammer g& glättet... Eine große Masse Eisen, zum wenigsten 50 Pfunde, dergleichen B fig. 2, zeigek»
von 2 Fuß hoch und vier Zoll im Viereck, endiget sic) mit einer Grundlinie H, die auf „jeder Seite: 10 Zolle hat und welche gleichsam den Kopf des Hammers formiret,
Gegen
den obern Theil dieses Hammers , erblictet man in C ein vierecfigtes Loch, wodur<. der
Stiel, womit er versehen ist, in ein langes Stüc Holz C, befestiget ist, welches, in H queer durch die große Mauer der Kammer gehet. Dieser Hanımer erhebt fih und fället nur durch die Bewegung eines Rades, welches das. Mühlenwasser treiber, fo, daß er ab
„lezeit genau auf einen Orth niederschläget , wie die Hämmer der großen Hammerwerfes Unter dem Hammer ist in D eine eiserne Platte oder eine Art eines Amboßes, welches ein großer Klumpen Eisen von acht Zoll lang und fünfe breit ist, der in ein Stück Eichenholz, |\
einge?
*) ES ist zu verwundern, daß die Reglements in Frankreich bey so vielen andern schönen
Verfassungen und Einrichtungen wegen des Papiermachens das fo langweilige, eins
fättige und unwirksame Glätten mit vem Glättsteine, noch immer gestatten3 da nie-
mand läugnen kaun, daß das Glätten mit dem Hammer oder besser mit den Glätt-
mühlen, ziwvantig mal geschwinder gehet, und das Papier eben fo aut und noch besser zubereitet. Ja Teutschland wird es bloß noch von einer besondern Zunft der Papiere
macher, welche fich die Glätter nennen, und bloß aus Eigensknn ihr altes nunmehr
. unbrauchbares Werkzeug. nicht verlassen wollen, noch unterhalten. Aber die Re its rungen haben zum Theil schon angefangen, ihren Eigensinn zu brechen: und eb dürfe ten die übrigen diesem Beyfpiel bald nachahnen.
u
M) Eben. dieses beweiset defto überzeugender, daß das Glätten mit dem Glättffeine gar nichts taugt.
3
102
1
Die Kunst +
«ingefaffet ist, das tief in dieErde-geschlagen wird?“ Die Platte liegt auf diesem Block . waffergleich, dergestalt, daß das Holz und das: Eisen zusammen nur eine Oberfläche: aus-machen. Sie ist mit drey bis- vier Bogen groß Papierbedecfer, welches mit kleinenNägeln auf dem Holze angeheftet ist, Diese Bettung oder Grundlaage liegt gemeiniglich * dem Boden der Kammer gleich, und gegen über bringet man eine Tiefe oder Höle any in welche sich der Arbeiter stellet, der diese Arbeit besorget , auf eben die Art, als sich der » Münzer, oder derjenige, welcher die Stücke von unten unter das Druckwerk der Münzen - leget, und wieder wegnimmt. Die ganze Verrichtung des Arbeiters, den man in A sie-
het, besteht darinnen, daß er drey bis vier Hefte großes aufgebrochenes Papier, jede Laage von fünf bis fechs Bogen,mit beyden Händen hält, welche er unter den Hammer bringt und so lange darunter fest hält, bis die Schläge die ganze Oberfläche der Bogen durch
laufen haben, Alsdenn nimmt man diese' Laage von unten wieder weg, nämlich "diejenige, welche die Platte berührte, und leget eine neue. über die andern, welche noch bleiben, nämlich man legt die neue unmittelbar ünter den Hammer, Durch diese Mittel befinder fich eine jede von den sechs Laagen nach und nachin einer jeden der sehs Stellen. - Gleich anfangs empfängt fie die Wirkung des Hammers , unmittelbar darauf wird fie mit einer, sodenn mit zweyen, ferner mit dreyen Laagen u, f. f. bedecket: und wenn sie
in den legten Platz gekommen ist so nimmt man fie wieder hinweg. Wenn man un ter dem Hammer alle Arten von Papier ohne Unterfcheid glättete3 fo würde man drey
Viertheil von den Glätterinnen sparen fönnen; denn ein vom Wasser getricbener Ham-
mer, kann täglich go Rieß schlagen und erfordert nicht mehr als zwey oder drey Glätte
„tinnen.
Obwohl die gewöhnliche Zubereitung iin unsern Fabriken mit einem eisernen Ham:
'mer-geschiehet3 fo muß man doc) zugestehen, daß diese mechanische Bewegung nur eine unvollkommene Wirkung. hervorbringer, vornämlich in Ansehung der großen Papiere; man siehet“die Hammerfchläge darinnen, die eine Seite ist allzusehr glatt, die andere zu wenig; bald wird das Papier dadurch zu dünne und Roach“ und öfner fich, Bisweilen solte man selbst sagen, daß der Leim abgienge, |
Einer von denen Aufsäßen, die der Academie zu Befancon übergeben worden find,
„redet von einer nach einem andern Geschmack. verferfigten Maschine , welche viele Acehn„licßfeit.mit dem Ramler hat, dessen man sich zum Niederschlagen der Grundpfähle bedie"net. Sie bestehet aus zweyen wohl geschlagenen und polirten Platten von Eisen, deren die eine unbeweglich , die andere zwischen Schiebern beweglich ist. Diese Platten ber greifen die ganze Größe des Papieres, fo man glätten will,in sich, dergestalt, daß man in den Theilen des Bogens keine Ungleichheiten, noh die geringste Verschiedenheit gewahr wird. Man wird aber besser unten einePlattmühle sehen, welche uns weit vorzüglicher
vorkömmt, als diese Maschine G. 117.)
Es giebt Manufacturen, in welchen man das Papier mit einem bloßen Handham:
mer, nach Art der Buchbitider, glättet ; in andern erleichtert man sich diese Verrichtung 2
mit
3
Papier zu machen. a De 103. mit der Hand“durc<h Hülfe eines Bogens“ der den Hammer hält. und den Arbeiter der Mühe überhebt, ihrwicder aufzuheben, -is?
Zu Montargis hat man einen: hölzernen Cylinder verfertigen lassen, dessen Umfang 7
“mit einigen Zac>en,. Nägeln, oder Armen versehenist,. Dieser.Cylinder wird an einer
Handhabe mit der Hand umgedrehet und jeder Zacken, indem’er dem Schweife. des Hammers begegnet, möthige ihn auf das Papier zu schlagen.“ Man ficher in V,„Tafel
III, «in, dem rechten Flügel des Gebäudes die Stelle dieser kleinen Maschine, wlhein dem Aufbrechesaal stehet. Man wird dieselbe asu weitere Erläuterung: oder BAM: Beschreibungen,vollfommen,begreifen. .
-
- Es giebt Fälle, wo man sich auch“iner Rolle AU eines eisernen wohl polirten Cy-
linders bedienet, der an dem-äußersten Ende einer langen hölzernen Stange eingestielet ist, welche sich ftarf gegen die Seitenwand stüßzet und welche man mit beyden Händen
auf dein Papiere hell er diese Art werden as die Pappen zu den Charten geglättet.
u
A
+
IEEE
|
i
garen
„Wirhaben. Ursache zu glauben + “daß man in Holland das Papier: PR indeni
;
man es zwischen zween“ Cylinderwalzen nach Art einer Plattmühle mit Gewalt hindurch' treiber. „denn man findet in-denen Sammlungen von Holland, wovon wir oben geredet haben ($. 52.), die Figur einer 'Plattmühle, welche in-B, Platte VI, im Profil zu sehen" ift, und.wovost man dem Anschein nach keinen andern Gebrauch machen fann. Man sicher den untern mit einem Kammrad A versehenen Cylinder, welcher durch eines von den-Rädern der Mühle auf der»Platte VIT. getrieben wird." Man späret durch diese:
Kunst die Arbeit vieler Menschen, die man mit Hülfe einer Handhabe anwenden müßte,
wie bey dem Kupferdrucen.)© Der. obere Cylinder B fann mehr oder weniger erhoben werden na) Maaßgebung des ‚Papieres + das man. glätten will, und er-ift durch) Keile
CC, befeftigt, die queer durch die aufrechtftehende Pfeiler der Presse gehen.
Man glättet in Frankreich das Papier nicht, das zu den „Buchdruckereyen' bestim
met ist3 "weil. diese.Arbeit: es fetticht macht und die Diute verhindert sich darauf auszus
drücken, . Allein man presset es dagegen auch viel stärker, und dieses ist ihm anstatt der
Glättung. " 'Man wird/in der That gewahr, daß das Papier, welches zu schr geglättet worden ist, wenn man auch dazu nur bloß den Hammer gebrauchet hat, Lie Dinte nicht gar leiht. annimmt; sie hat, um aus der Feder zu fließen, einer kleinen Erschütterung oder" einer Art von einer leichten zitternden! Bewegung nöchig die ihr die Rauhigkeit und Ungleichheiten des Papieres jeden Augenblick. verursachen, und ohne welcher die Dinte .
in der Federibleiber.*.Man erfähret es alle Tage, daß es sich auf einer vollkommen glatz ten Oberfläche, als Spiegelglas ist, fhwehr schreiben läßt.
Inzwischen bedienet man sich dieser Verfahrungsart, das Druckpapier mit Cylin-
dern zu glätten, - in England mitgutem Erfolg. Here Bafferville, derfih damit ber schäftigt hat, die Buchdrickerey zu-Birmingham zu verbessern, läßt alles Papier, das zum Drucke dienen fol, und zwar Dog vor Bogen zwischen zween stählernen vollfomz
OÖ
“
men
|
5
1 Die Kuni
104
men polirten Rollen glätten (10),
Diese. Arbeit giebt dem Papier Stätke, Glanz, eine
gleiche und einförmige Die- Herr Baskerville gebrauchet Pressen , derem Platte und Deckel mit der Buchdruckerform und dem Marmor vollkommen gleich sind, welche über
dem Karren der Presse rollen, und. Filze von einem sehr feinen und ganz glatten Tuche, also, daß die Buchstaben sich überall gleich drauf drucken und die geringste'Kraft zum Drucke hinreichend if, “ Er gebrauchet -eine schr feine Schwärze und welche auch über das geglättete Papier leicht eingreifet. Mit fo allzusorgfältigen Vopfichten ist er dahin gelanget, Meisterstücke von der Buchdruckerkunst zu liefern,
Hoy der Ase derer Ausschießerinnen und von. der Auswahl „des en Papiers. +
1 1 8.
,
-
x
enn das Papier geglättet worden ist3 fo nehmen andere Weiber, die man Ausschis: ßerinnen nennet und welche, wie man es in Cfichet, an dem Ende ein und eben
derselben Tafel und so nahe am Lichte, als. möglich, gesteliet sind, eine jede derselben ohn? ‚gefähr ein Rieß von-diesem geglätteten Papier vor sich, und indem sie'eine große Falte,
oder wie sie sagen, ein Ohr an jedem-Bogen machen, um es leichter: aufzünehmen, fo halten fie die Bogen nah einander ans Licht, um die Fehler daran zu entdecken, als Flecken,
die sic) darauf angesekßt, lange Streifen oder'Wulste,, Flocken, Wulgern,. Sie nehmen sie mit einem kleinen Messer.ab, welches dazu dienet, das, was sich wegnehmen läßt, abzufraßen, und welches manıdas Schnit- oder Kraßeisen (epluchoir ou grattoir) nennet. Wenn diese Floken ein wenig zu groß find; so splittern: fie, nehmen den Leim hinweg Derohalben find die Ausschießerinnen mit der Verund machen das Papier fließend. richtung beladen, den Ausschuß zu machen und das gute, den ersten, den mittleren, den -fehlechten Ausfhuß und das zerrissene Papier von einander abzusondern,
Das gute Papier ist dasjenige, dessen Blätter ganz und unbefleckt geblieben find, - nämlich wo die Ausschießerinnen nichts hinweg zu nehmen gefunden haben, was fließige Flecken oder eine Leere vom Leimim Papiere hätte verursachen ra welches weder fo ar Eaftanien noch Wassertropfen hat.
Der erste Ausfhuß ist derjenige, der Castanien oder Wasserflecken hat, oder in. wel:
<hem man einige Flocken ausgefraget hat, welche es an Brei Stellen fließend machen könnten. .
Der mittlere Ausschuß begreifet die runzelichten oder Gimmaezogien Bogenin
sim, welche Eisen- oder Leimflecken haben, die zusammengeleimet find, so genannte Zier ‚genfüße haben, die an den Ränderncausgezackt find, die dünnfleckigten'und mit dem Krapeifen durchriffenen Bogen; begin den das mit Zeug allzusehr überladene: Papier, | nämlich
“*) I< habe diese Nachricht von dem Din von Ferner, Corre/pondenten der Acade-
mie, welcher England und viele andere Provinzen von Europa durchreifet hat, um fein Vaterland Schweden mit tausend nüßlichen Erfennmiffen in ' den Wiffenfhaften und Künsten zu bereichern,
TUT
1 ET
105
.
„Papier zumaden.
SS
nämlich dessen Bogen wölficht und flocigt find , "weil sie:aus fehlecht ansgelesenen , oder übel gefauleten Lunipen gemacht find; Ferner das durchlöcherte Papier, in welchem Bros
>en vom Zeuge oder groben Sande gewesen find, FR Der schlechte oder kurze Ausschuß, besteht aus Bogen, wo der Zeug zurück geflof-
sen, oder welches an den Seiten ausgezadet und mithin kürzer ist, als das andere
Das Zerrissene, ist das schlechteste Theil des Papieres3 es.begreift die Bogen in
sich, deren ein beträchtliches Theil dur<löcert, zerrissen oder unbrauchbar ist, dergestalt, an Se Ke : 6 ; t. ge tau s ht „daß der ganze Bogen zu nic
Eine Ausfießerin kann den Tag über bis 10 Rieß Keonenpapier reinigen und
t ach nur che wel te, büt eits Arb r eine eit Arb die als hr me ig wen ein ist das aussondern,
|
. Von. den Zählerinnen. $.
|
119.
n dazu. bestimmt, das Papier zusammen zu legen und es in Rieße find Si Zähferinne
zu bringen, - Diese find allezeit die gefchicfeeften Saalarbeiterinnen, die man zu dieser Verrichtung bestimmt ‚und die das beste Gesichte haben , damit fie die Arbeit der Ausfchießerinnen noch einmal prüfen: können.
:
Die Zählerinnen nehmen die-Tagewerke der Ausschießerinnen und tragen fie auf
eine Täfel, indem sie die fünf Sorten Papier unterscheiden, so die Ausschießerinnen aus-
gesondert haben; und wenn sich das Papier wohl ausgefchoffen findet, so legen sie es in
Zu dem. Ende nimmt die Zählerin mit der rechten Bücher zu 25 Bogen zusammen. ' Hand die aufgebrochenen Bogen, unterfucher sie und legt sie auf den linken Arm nieder, Wenn es 25 sind, so prüfer fie diefelben noch einmal, nämlich, sie schüttelt sie, daß nichts Fremdes zwischen den Bogen bleibet, und ordnet sie, daß sie gleich werden; sie giebt einen
Strich mit dem Daumen in der Mitte des untern Theiles von dem Buch Papier, als das , ihr et dien dies lte, wol gen enle amm zus iteBre er sein h nac te Mit der in es sie n wen ; | Obertheil des Buches desto leichter zu erkennen. vor sich Wenn. das Buch auf solche Art gemacht ist; fo stellet es die Ausschießerin und ten ers des n, ufe Ha y dre die sie em ind , gen ufü zuz hin ere and t, und fähret darauf for
n ufe Ha y dre se die er hh nac t leg n Ma er. eid fch ter un r de an mittlern Ausschusses, von ein
e gut s Da . . gen brin zu s ale Sa des r iste Me r ode len sel lge Saa dem sie um er, and ein r übe
. tte Mi der in ß hu ssc Au e erst der und en unt ß hu ssc Au e tler mit der n, ufe Ha t den ift obemin
ken Rüc den g, tun Ach man t gieb so en; heid ersc unt zu r nde eina von her Büc die Um
Bü hs sec n ma nn we , lt, daß ta es rg de en, setz zu en geg ent er and ein n ite Se ern und die äuß en, hab n hte Rec zur n cke Rü en ihr die er, ch Bü 3 d sin so t, leg g un dn Or in en <her vom gut
. ite Se der n ebe f au er nd Rä n he rau e ihr en hab 3 rn de an die d un
ey zw r me im ein all t, leg ge g un dn Or in e eis W e ich gle f Der erste Ausschuß wird au s? Au e eyt zw r de d un , n ide che ers unt zu r pie Pa ten gu dem n vo es und zwey Bücher, um
r" zu en ck Rü n re ih e di , er ch Bü 3 st er zu gt schuß wird von 3 zu 3 Buch gelegt,“ Man le a EEE
ue
Rechten
106
Die Kunst
|
„Rechten haben, und nachher 3 Bücher, die ihn zurLinken haben. Eine gute Zählerin kann täglich 18 bis 20 Rieß liefern, wenn 8e in der Arbeit der Ausschießerinnen nicht
viel auszubessern findet,
Von dem Furzen, oder iin Papier, und demjenigen, welches manEINENgenöthigt ist,
>
Eivon den Ausschießerinnen nimmt den Haufen der kurzen und „Dima Papiere. auf sich, den die andern bey Seite gelegt haben.” Sie reinigt das Papier, suchet
es aus, nimmt die verdorbenen Ränder hinweg,und legt das-Papiet/ fo wie das andere, in Rieße, oder behält einige kurze Bogen zurück, um sie inwendig zwischen. den Büchern von gutem Papier zu legen...
Was das zerrissene betrifft, fo sondert man, wenn nur ein halber Bogen verdor-
benes ist, die guten halben Bogen aus, man machet davon die Laagen Briefpapier von
: sechs Bogen, die man schläget und befehneidet,
Auf Höfe Art vermeidet man"dig Hälfte
des Abfälles von dem zerrissenen Papier,
Es geschieht auch bisweilen, daß man eine Hälftevon den hälben yäiffeten Bor
gen rettet,
Diese Quartbogen werden in $aagen gelegt, und man macht das De ae
- Papier daraus.
_ Die Quartbogen, ohngeachtet fie [hadhaft find, werden denno<h an die Gewürze
krämer, der Centner zü zo bis 2 5"Livres, verfaufer, um kleine Beutel daraus zu mar
<hen.
Endlich arbeitet man dasjenige wieder um, was schlechterdings zu nichts gebrau?
<het werden kann,
|
$.
122,
Ar
Um das Zerriffene umzuarbeiten; fo fängt man an, es in eine Bütte voll kochenden 3
Wasser-zu legen, und es einzuweichen, um den Leim davon hinweg zu nehmenz und man läßt es unter den Stampfen wieder durcharbeiten, damit es daselbst wie die Lumpen ge-
.. ftampfet werde, aberin viel kürzerer Zeit. Wenn manesmitr dem gewöhnlichen Zeug vers menget3 so geschiehet es nur zu Ende der Feinmachung, und solchergestalt, daß es nur eine Stunde, jedoch mehr oder weniger, nach feiner Beschaffenheit darinn bleibe, Wenn
man eine große Menge davon hat, so thut mati es unter die, ausfäsernden Stampfen oder Cylinder, jedoch nur halb so lange, als eine neue Materie erfordern würde. + - * Es ift fast unmöglich, daß der Leim, ohngeächtet des Kochens): das: Papier gänze lich verlassen sollte, Folglich haben die Bogen, die daraus gemacht werden, öfters “ Leimflecfen , nämlich kleine Fleckenin Gestalt der Bläsgen ‚ die aus vo Leime ent? stehen.
Das Papier, fo von diesen umgearbeiteten Materien kömmt, wird an feiner Beschaf
fenheit immer schlechter. » Denn wenn das zerrissene, fein Papier gewesen ist, undwitber
umgearbeitet worden, fo wird daraus nur Mittelforte; und wenn das, was man umgearbeitet hät, Mittelsorte ist, fo wird man nur Conceptpapier daraus erlangem::;Man wird aus des Ted
|
nen
2.
die in der wie ist; n orfe erw unt n atio fisc Con der das ier, Pap ene haff befc echt schl r ode fte "ha is
“Mühle geliefert und als Materie gebrauchet werden sol,
eG
Tre
IE
SD
-
Von der Formirung der Rieß
r ode g un kel wic Ein die iere Pap dem et, ieg obl em lch we , ter eis alm Sa r ode lle DD“ Saalgefe 12 ch gli fän an es t leg , en ch ma zu um dar n de dfa Bin den d un en, geb zu ag chl I denUms ße gro es nn we n, sey den Stun h'48 auc r ode 24 sen müs Es , sse Pre die in lang n Stunde fas An m bey y imt nim sse Pre der aus der wie es n ma em ind es, nn We d. sin ier Pap n ‚Sorte
sen zu hart zu seyti scheinet, so legt-man es von neuen hinein, -
:
ßen gro der t mi et eid chn bes und r, pie Pa ch Bu es jed f rau hie mt nim le sel Der Saalge
Scheere von 18 Zoll lang, deren einer Arm in der Tafel befestigt ist, die drey Ränder des Buches Papier. Er kann alsdenn ohne Unbequehmlichfeit einige Bogen kurzes Papier zu n ge Bo rn ße äu die en selb des n ide ne sch Be s da rch du il we , en leg es ch Bu dem Jnwendigen des
r Bu es ein ke Dic die als l vie so e nah bey ich gle sie ob n, rde we t ach gem denen inwendigen gleich ? Kro ß Rie zig vier r übe Tag den n kan e fell lge Saa Ein . find er fürz er, räg bet ier Pap bes
Pa em gut von r che Bü n ma mt nim ße Rie der g run mi For der Zu nenpapier befchneiden,
pier, vom ersten und-zweyten Ausschuß.
Ein Nieß, wenn es zur Handlung dienlich seyn
dem von re vie nur und ß, hu ss< Au ten ers dem von te ach , ten gu dem von soll, muß at Buch
dies n Bo t. aris chb rau unb und t lhaf nge ma z gan t nich nur er n wen en, halt sich in n tler mit sen 4 Büchern lege man drey unter, undeines über das Rieß, um den Einschnitt des Bindfadie er unt en nd Stu 2 1 fie n ma t lege so d; fin et ach em feg Nie die nn We n. alte dens auszuh r wie ße Rie e dies n ma er sich g Ta ern and n De ; r. ge län h noc , hat it Ze n „Presse, oder wenn ma der-unter der Presse hervor; man legetsiein 2 Bogen Macularur zusammen3 man bindet
fie über das Creuz mit Bindfaden, und man bemerfet auf dem Umschlag die Gattung des
r ode ltte Mi , fein t pel dop , fein it, nhe ffe cha Bes die und 2c. , be rau int We ße Papieres, als gro r nde me Na den h auc n eile bism und n, nte rica Fab r iste Me des n me Na den r; pie tpa cep Eon Provinz, oder der Generalität.
Nez?
Jn einer Manufactur, wo vielmehr Ausfhußpapier, als gutes, gemacht wird, machs man Rice, die nur aus Ausfhußpapier bestehen, allein man machreinen fleinen Knoten an dem Ende des Bindfadens, damit man fie daran unterscheide. Zu dem Concepts und ans dern schlechten Sorten von Papier, gebraucher man nur einen einzigen Bogen Macularur;
man [äffer den obersten und untersten Rand offen, und man bindet das Rich nur dur<hein einz jiges Herumwickeln des Bindfadens, und nicht crenzweife. ' Auf diese Arrunterfhjeidst man
"diese. Papiere von den feinen und mittelmäßigen.
7"
mens
Der Gebrauch war.eingeführet warden, nur 24 Bogen zudem ersten und letzten'Bu?
' ebe eines jeden RMiepes zungeben, 'und so gar diese beyden Bücher von schadhaften Papiere zu
d; wir n sehe em dies . nac es man wie t, rge gefo ür daf en hab s ent lem Reg die in machen, alle Das O 3 5
u
Simmel
ele ang sm alle daß en, seh , 6.) 14 ($. den wer t r hre efü e ang it en unt e w die , gen nun ord Ver nen
v
y
©. 207.1 #,
7
Papier iamagen.
108
|
„Die Kunt
:
Das Rießpapier wird noch einmal unterdiePresse gelegt. Es muß ihm allezeit zum - Vortheil gereichen, wenn es oft wiederin dieselbe kommt, und daselbst zufammengedruckt blei-
bet.
Die Presse ist dieSchminke des Papieres, fie giebrihm gehörige Feftigfeitz sie macht .
esstärker, und zugleich glätter und gleicher, Man hat auch bemerken müssen, daß die Presse
das Instrument ist, wovon man bey.der Verfertigung des Papieres am meisten Gebrauch „machet.
Esfömmt zehnmal darunter; daher wäre es nüklich, eiserne Pressen zu haben, die
mehr Nachdruck geben, und der Abnußung- weniger unterworfen seyn würden, er” Nah allen diefen Bearbeitungen, wird das Papier endlichin ein recht trockenes Dias -
gazin gebracht.
Es kann darinnen lange Zeit aufbehalten werden, ohne das geringste von -
seiner Beschaffenheit zu verlichren.
Viclmehr wird es dadurch zum Gebrauche um so viel
besser. Wenn es inzwischen schlecht getrocfnet und gar zu feucht zusammengelegt worden . wäre, so würde es ausgefeit seyn, Flecken zu bekommen. Diese Flecke greifen aber die Substanz des Papieres nicht an, und finden nicht statt, wenn das Papier nach einer hinlänglichen Austronung zusammengelegt worden ist. In diesem Falle wird es mit der Zeit noch viel trockener und stärker: Altes Papier, frische Dinte, sagt ein Sprihwort; und die Spric-
wörter sind öfters nügzliche Regeln, die auf Betrachtungen und Erfahrung gegründet find.
Wenn man die ganze Reihe der Verrichtungen, die endlich Papier zuwege bringen, unterfuchet3 fo siehet man, daß ein Bogen mehr als 30 mal durc die Händeder Arbeiter gehen muß, und ungefähr zehnmal durch die Pressen. Jnzwischen wird das Papier durch die Ges - schwindigkeit einer jeden Verrichtung, und durch. die Hülfe der Maschinen, die man.dazu ger
brauchet3 eine ziemlich gemeine Waare. - Aufgleiche Art erfordert eine Stecfnadel 1.8 ver?
schiedene Verrichtungen, ehe siein die Handlung kömmt.| Sie kostet darinn verhältnißweise
noch weniger als das Papier,und dem ohngeachtet bereichert fisie diejenigen, so damit handeln, Von dem gefärbeten Papier. .NEST
5-7
9
jeie eingeführte Gewohnheit, gefärbtes Papier in dem Handel zu gebrauchen, um gewisse
Kaufmannswaaren darinn einzuwickeln, verurfacher, daß dergleichen in den Mänufacturen gemachet werden muß, unabhänglich von demjenigen, welches mit dem Pinsel bemah-
let wird, und welches von der Jlluminierkunst abhänget. Man wähletzu diesem Endeden Zeug des schlechten Papieres, und wenn derselbein denen feinmachenden Stampfen. oder Ey: lindern wohl gestampfet ift; so machet man den Ausgang der Röhre der Stampfe zu, um zu verhintern, daß das Wasser nicht herauslaufe3 man wendet auch das Wasser ab, dasinden
Stampftrog zuskeßt, und man thut eine wohlverdünnte Farbe von Turnesohl, von Waid; -
oder auchein wenig Indigo hinein, wenn das Papier von einer gewissen Feine ist. (Man fehe 6. 66. und 130.) Manmactin Auvergne blau Papier, welches zum Einwiceln der Kan- -
den s mie ge Gen n tler mit vom , hen mac zu es um get, men man und et, dien n der Flan in ten
schlechtern gleiche Theile,
zu ein 20. er ht lic hs ac W , er ck Zu t, ne die es lch we t, ge lan an Was das grobe blaue Papier
wieln3 so gebrauchet man dazu die rothen, die gröbsten, shmutigsten undbraunen Zeuge. Fe
Die
a
- Papiezur mashen.
| mit holz Indien von ung Auflös e n ei t,ift auch gebr andie Norm der in man ss , Farbe Die -S et. ütt sch rte sbü eie Arb die in ist, ß hei h noc er nn we ein wenig Indigo, die man, im nLe inde u Bla ch anis indi ig wen ein eilen bisw man daß gt, gesa 99. $. n habe ir “W
es , hen mac zu ier Pap tes ärb gef um en, hab on dav ug gen t nich n kan n ma in alle 3 e hät hineint x x be. Far e ach s<w e ist nur ein Jn Ansehung der bläulichten Farbe des holländischen Papieres seheman den 130 S. - Die gefärbten Papiere lassen sich nicht während des Wintersmachen, weil der Frost
die Farbe verändert.
:
en
. Von dem Einflusse der Sahrszeiten,
|
;
‚arbeitet an dein Papiere zu jeder Zeit im Jahre, Das feine Papier läßt sich besser
im Winter machen, denn der Frost bleicher es.
dauerhafter, wenn es den Frost nicht empfunden hat.
Doch ist es ein wenig stärker und >
- „Die Jahreszeit hat auf die Größe des Papieres einiger maßen einen Einfluß. Im
ieenz mm zusa r me Som im sich cs daß t, stat an m, For die r übe as etw sich es et reck erst ter Win
het. Die Reglements haben auch einige Linien, als ein Hülfsmittel über und unter den Grdö-
ßen gelassen, die bey jeder Gattung von Papier'bestimmet find, Der Herr von Reaumür fand aus eigenen Erfahrungen (Abhandlungen der Academie vor? 1 714.), daß das Papier um tet, uch anfe es man nn /we sich tist, eleg eng amm zus und ig fert eits ber es nn ,we enn auch alsd nd, hre wä ier Pap das daß ift, ern und bew zu t nich es er dah net, deh aus l hei hgt ein ganzes Sec es“ nn We et. find emp rre Dü der und it gke chti Feu der fluß Ein den auch d, wir t ach gem daß es allgemählich und langfam trocknet, so läuft es viel weniger ein, als wenn es allzu ges<winde
trocfen wird; denn der Wind, der das Papier ergreifet, macht es hart und krumm. . wird so , den wor pfet tam ges k star zu und ulet gefa schr zu und kurz zu e teri Ma die n Wen es sich, auch wenn sich die Feuchtigkeit verlichret, umeinmerkliches mehr zusammenziehen, als wenn sie noch zäsericht ist.
Sn
pet}:
&
Se
en
Ansehung des Leimes hat man gefehen ($. 108.), daß die Jahrszeit nichteinerley
ist, und daß man im Gegentheile viele Vorfichtigkeit zu gebrauchen hat, die zu dieser Verrich? tung bequehme Zeit in Acht zu nehmen.
'
Anmerkungen über das holländis<e Papier.
Lanz Europa nahm vor ohngefähr einem Jahrhundert den größten und schönsten Theil
? feines Papteres aus Franfreih.
Allein, es mag nun seyn, daßentweder diese Kunft
unter uns verabsäumet worden ist, oder daß die Holländer glücklichere Bemühungen ange
wandt haben, als die unsrigen 3 so haben sie docyihren Zweck erreichedaßt, sie damit die größte Handlung treiben. Inzwischen war dafelbstim Anfange dieses Jahrhunderts fasgart feine
Fabrike. Wir sehen, daß im Jahr 1723 fie sich in Frankreich durch die Seehafen von ©. zie? fie und ), 1 (1 n ete forg ver ier Pap mit le hel Roc und aux rde Bou von s, nte Na von lo, - Ma
n) Historische und politische Schatzkammer der holländischen2Handlung von Amstet?
— —
ar
re
x
219
Pi
dam dur Ricard,
110
TORE -
-Die Kunst.
hen noch vieles aus diesem ae theils zu EIERgenen Gebrauchetheils.als actors |
- von bey nahe ganz Europa. —_
Die Scönheit.derfeinen holländischen Papiere undvielleichtihreTheurungokar
macht, daß die Franzosen jederzeit darnach gestrebethaben, sienac<machen zu können, Der
eine Theil hat geglaubt, daß.die.erstenMaterien den ganzen Unterscheid darinn ausmachten 3 „der andere dagegen, welcher weiß, daßdie Holländer viele Lumpen aus Frankreich nehmen, um sie zu ihrem Papiere zu gebrauchen, hat davor gehalten, daß die Verfertigunggart allein.
. hinlänglich wärg,um ihm alle die Eigenfchaften zu ertheilen;diewir ihmzugestehen, Inzwischen ; scheinet es uns ganz flahr zu seyn, daß beyde Stücke zusaminen fommen müssen, nämlich die größte Aufmerksamkeit in der Sortirung der Lumpen, und die größte Vollkommenheit bey der
. Arbeit der Mühlen und in der Bürte;um ein schönes Papier zuwege zu bringen; vielleicht, ‚and noch die Vollständigkeit derGlättmühle,- wovon wirg. 1.1 7 geredet haben, A“
34
4901
002084
a
Wenn das feine hol ändische Sivorsenergehalten wird, als das französische:;fo
ift esdoch gewiß auch nicht fogut, Es bricht, wenn man eszusammen legt, es zerreißet, wenn
man es rollet, es kann den Druck nicht aushalten; die Buchstaben dringen durch, vornämlich
wennfie frisch und scharf sind; es kann auch das Einbinden wicht‘vertragen. Die Wirkung :
des Wolfszahns ist zureihend,, um esshädhaftzu machen. Das holländische Papierhatein |
besseres, feineres, glätteres und dur<sichtigere&s Ansehen, und dieses rührervon der Materie Her,woraus esbestehet, nämlich, wie wir gesagt haben,von den Lumpen der schönen Leinwand,
welche besserausgelesen und ohne Vermischung find. Die schöne Leinwandistin denen französischen Provinzen so rahr,daß unter hundert tausend Pfund Lumpen, fi) kaum vier oder
fünf tausend von fuperfeinen finden, Das holländische Papierift dicker und besser zugerichtet, als das unfrige, weildieNah: menihrer Formen erhabener find,und weilfie vielmehr Wasserunter ihren Zeug nehmen, und
denselben darauf weniger bewegen. Diese Dickeist ihm nöthig wegen der geringen Zähigkeit,
diein ihrem Zeuge bleibet3 weil derselbe gar zu sehr zerrieben.wird, denn die Cylinder zermals
men und verdünnenweitmehr,als die Stampfen.“Man arbeitet in Holland langsamer, mit
mehrerer Sorgfalt, Fleiße und Borfichtigkeit. Der Reichthum der Fabricanten, die Spar-
samfeit der Einwohner,die Mäßigkeit der Interesse vom Gelde, alles dieses sind so viele Urfar
hen, die ihre Manufacturen vollkommener machen müssen, als die unsrigen, Die Holländer sind wegen der geringsten Vortheile ihrer Manufacturen attßerordent-
lich eifersüchtig. Sie verbiethen bey Lebensstrafe den Ausgang der Formen, die zum Papier: machen dienen, und die in ihrem Lande verfertigt werden, -
Es ist nicht schwehr zu begreifen, wenn man das holländische Papier anfıichet, | daßin diesem Lande die Nahmen oder die Decken der Formen weit dickerfind, als bey
ung; mithin erfordert es daselbst längere Zeit, daß Papier abtröpfeln zu lassen, und
vielleimt macht dorten ein Arbeiter den Tag über nicht mehr als 3 oder 4 Rieße
Papier,
ar
Papier zu. machen.
PEN HT.
„Papier,-anstatt daßwir in Sranfreichachte verfertigen. Im übrigen muß das, was
- wir gesagt haben, als wir von den Eigenschaften des holländischen Papieres -redeten,
"nur von dem verstanden werden, das sie vor luper fein verkäufen, als die Papiere groß Cornes, pro' patria, das Wapen von England, das Wapen von Venedig; denn es wird. in Holland von allen Gattungen gemacht. - Viele find an Zeuge weit fehlechter als unsere Papiere. von. Auvergne, als da find die doppelte feine Kronen , der doppelte
feine Thaler u, kw. die zu Thiers 1.44 N zu Tance und zu Annonay gemacht MEYN:
]
!
PRDNT7 128. Es giebt auch in den schönen Holländischen Papieren ein gewisses dem Auge ange-
„nehmes' sammetartiges Wesen, welches davon herkömmt, daß die Materien. darinnen-
‚weniger gewaschen sind , ob sie gleich-länger zerrieben worden,
Die Holländer, da sie
"nicht nach dieser schneeweißen Farbe trachten , die wir in Frankreich suchen, haben nicht
> nöthig zu waschen, das"ist,/“das Wasser wieder zu erneuern, indem man den Deckel
- während einer fo langen Zeit offen läßt.
Das:ift es aber, was die Weiße vermehret.
Daher verlichren fie wenig von dieser feinen wollihten und fammetartigen Materie, welche das Papier wollreich machet, und welche das Wasser mit sich foreführe, nach der
- Maaße, wieR ce entsteht, fi a los machet und zertheilet, +
'
Dr
[.
"€ 129.
;
Auf einer andern Seite RR bricht das holländische Dapier und Fart den ?
' Druck nicht fo gut aushalten, als unseres.
Dieses rühret vielleicht auch von der Ei-
genschaft der salzigen Wasser zu Serdam her, wofelbft die holländischen Papiermühlen a
gelegen find,
Das Salz giebt denen Theilen der Lumpen eine Zi Härte, welche, dasie
sonsten vielmehr gestampfet und zermalmet werden, als bey uns, und unter einander weniger Zusammenhang behalten, diese Leichtigkeit, sich zu zerreißen, hervorbringen, . ER
.
Aug eben dem Grunde konnte das Papier zu Serdam feine Weiße nicht behalten;u
es wurde in kurzer Zeit gelb, Um diesen Fehler zu verbergen; so haben die Holländer erdacht, etwas blauesin ihre-Materien zu thun: und man sieher wirflich diesen bläus lichten Glanzin ihrem Papiere mehr als jemals.” Es ist nicht bloß ein Milchweiß als ehedem,. es ist ein azurblaulichtes Weiß, oder vielmehr ein bloß Blaues, - Es geschiehet gegen das Ende der Feinmachung , daß man diese färbende Materie in.die Cylindew
bütte gießen kann (5, 68.), nachdem man die Ausgänge des Wassers verschlossen hat. * „Allein die Arbeit mit dieser Farbe ist'sehr zärtlich. - Es ist-nörhig, daß. die Farbe-sehr
‚ abgeflähret, wohl filtriret und gereinigt ist, und fich recht. gut geseßt hat, und daß
schlechterdings nicht das'geringste fleine Theilgen dariun bleibe, was man auf need P
gewa
ER Die Runff = gewahrwerden könnte. Einige in Frankreich“ auf diese Art gemachte Versuche, das“ Papier zu färben , haben zu erkennen gegeben, daß es nicht leicht war, den färbenden
Saft in die ganze Substanz des kai vollfommen und gleichförmig zu VRR s
$. 131,
\
s
Die Holländer Finden vieleichtin ihrem eigenen Lande nicht den zehnten Theil ier
Lumpen, die darinnen verarbeitet werden. Die, so fie aus'Frankreich ziehen, kommen
ihnen der Centner auf mehr als 38 Livresin französischer Münze, wenn fie nicht als Contrebandwaare ausgeführt werden3 und weil der Centner in Frankreich nicht mehr _
als acht bis neun HUvres gilt; so ist Habe , daß Frankreich mit Vortheil Er Zweig
"der Handlung wieder an sich bringen könnte, wenn der Eifer und die Standhaftigkeit der Privatpersonen"einmal mit der Sorgfalt der Regierung zur Verbesserung unserer
Manufacturen verbunden werden könnte.
Um hierzu soviel , als in unserm Vermögen
stand, beyzutragen3 so haben wir uns über die Verschiedenheiten und über die Eigen-
schaften des französischen und holländischen Papieres so weitläuftig gelassene
Berechnung der Produete einer Papiermühle. $. 232,
b wohl umftändliche Beschreibungen , die bloß das Geld betreffen„ nihtin das
Fach der Naturforscher gehören, welche die Künste betrachten; so gereichen sie dennoch zu sehr zur Vollkommenheit eben’ dieser Künstein einem Königreiche , als daß man sie außer Augen setzen folltez und wir haben davor gehalten, daß man hier mit Vergnügen eine umständliche Berechnung der Unfoften und der Producte einer Papiers mühle in den ProvinzenFranfreichs sehen würde, die mit gemeinen Stampfen arbeitet.
Unfosten. Man muß, um die Arbeit einer Papiermühle ununterbrochen zu unterhalten,
s nt Ce den n lle wo ir W n. be ha en mp Lu er ntn Ce 0 60 rch du hin - - das Jahr "ner zu 8 Livres fegen, obman ihn gleich oft vor 6 und sogar vor 4 Livres-
»
Haben kann
;
2
:
4800 Ziv,
RE
6
:
:
Nota: Die PE: Centner, naÖben fie ausgesuchet und gefaufet find, wers den fih auf zwey Dritcheile oder 400 Eentner bringen lassen, melde
3000 Rieße Papier groß Format geben, nämlich 400 Eentner Papier,
res Liv 7 zu , n z 08 39 t thu ; E B n: he ein f au nd Pfu ein „ im Le Der den Centner
- -
Er
2rofiv,
8.9.9.6
156 2iv.
200 Pfund Alaun, den Sentner iu20 Siores re
75 Ellen Zuh, die137 zu ao Kreuke 5
6
RE
Ie
>
40 2iv,
Der
Papier zu machen.
=
‚113
Der Miüßfenmeifter,"der die Arbeiten des Saalmeisters selbst thut , haf nur 4 Arbeiter nöthig, nämlich einen Gouverneur und3 Gesellen an der Ar-
2
beitsbürte, den ea zuie, ers und aae u epn
Kofigd
“
z
Drey Weiber, die ER zu waschen und EURE p hefi faulen, 435 Liv.
13568
Holz und Kohlen-
1502iv,
1 anL2ohn und täglich 6 un +
KEST
TE
?
28.403406
ER
EUTANODS der BeräthsafÏn p Fett und Seife 4
N
100 Liv,
Summe der Unfoften 7269 Liv.
Die;zum Leim geschicften Materien finden fich gleichmäßigin allen Provinzen. Au-
vergne allein erschöpfet vieles Die Papiermühlen in der France - Comte und in 'den
andern benachbarten Provinzen, haben nicht gar viel mehr als die Abschnißel, die sie den Centner zu 3 oder 4 Livres bezahlen, wobey man das Papier, welhes damit ge anga<ht wird ; und das man wenig achtet, an Auszahlungsftart giebt,
ae
“Product einer Papiermühle,
Mansekt 300 Arbeitstageim Jahre voraus, weil man in diesen Gattungen von
-
Manufacturen nicht feyert, als die Sonntage und vornehmsten Feste.
Jeden Tag
kann man zehn Rieß Papier groß Format machen, von 12 bis 14 Pfund am Gewichte,
nämlich das Yahr über 32000 Rieß,
200 Eentuer Materie machen 1419 Rieß von 14Pfund ant Gewichte„erste “ Gattung, zu 5 Liv. das Rieß 2 0 7145 Ziv. 233 Centner A rırı Rieß von 12 Pfund am Gewichte,ost Gattung, ars 444448 7 + dag Rieß zu.4.Liv, 67 Centner ar r111Rieß flein Format von 6Pfund am Gewichte, 17 SHI. Rieß zu 30 Kreuger DSDS).
2
-
Ps RE EL
wt
16662iv, '
. Summe des Products von 400 ren Materie 13255 Lv,
Alto fichet man, daß eine Arbeirsbütte und eine Mühle ‚beynahe 6 tausend Livres -Ein- . fünfte bringen können, -wenn man vorausfeßt, daß man darinnen mit Sorgfalt, Fleiß
und gutem Erfolg arbeitet. Die Erfahrung. beweiset in der That, daß mehr als ein Zehntheil zerrissenes oder mangelhaftes Papier gemacht wird, selbst in einer guten Pa?
piermühle> noch viel mehr aber in den schlehten.
Allein es bleibet noch Bean Vor-
theil , worüber der Eifer der Papierfabricanten erreget werden kann.
-
$. 133.
Machtder in andern Etablissezents gemachten Drefinng; (häner es, daß 300
Centner Lumpen, rohe Materie, 250 Eentner Papier geben, und daß eine Arbeitsbütte nicht mehr als 300 Centner Lumpeu gebrauche; woraus folget, daß sie nur 250 Eentner -. Papier anstatt 400 liefern kann , die das vorhergehende Verzeic<hniß angiebt, :
P 2
.
Der-
114
ee
Die Kunst
Der mittelmäßige Preiß-des Papiers „den er in den Fabriken haf, das starke gegen
das fchwache gerechnet, ist 8 1.4 d. das Pfund, (das Eonceptpapier kostet nur 5 kz.) Also könnte nach dieser Rechnung eine Bütte jedes Jahr nit mehr als vor 10400 Livres a
| Ba verfaufen,
$. 134
x
- Wir wollen nun annehmen, daß eine Bütte jährlih 300 Eentner unausgefuchte
fumpen verbrauchen könnte, fo würde das, was ein solches Königreich, als Frankreich ist, anLumpen aufbringen kann, im Stande seyn, ungefähr 1000 Arbeitsbütten zu Na einem in denen Rechenkammern der France- Comte gemachten
unterhalten
Berzeihniß, gehen in einem gemeinen Jahre gooo Eentner da heraus) -ohhe die 8000 zu rechnen, diein den Fabriken dieser Provinz verbraucht werden, Nun kann aber die
SrancherEomte vor nicht viel mehr als den zwanzigsten Theilvon Frankreich angesehen . werden; folglich können in Frankreich alle:Jahre zum wenigsten 300000 Eentner $umpen
zusammen“ gebracht werden, woraus erhellet, daß ein ansehnlicher Theil davonin aus?
- wärtige Staaten ausgehen muß; denn es sind wirklich nicht 400 Arbeitsbütten im Kd2
nigreiche, wv beständig gearbeitet! wird, nämlich: faum die Hälfte von denen, die es ;
vorhanden. seyn könnten,
-
| Anmerkungen über die Papiere Aus. verschiedenen ?
4
Proz
42
|
CH
ASTRO
MOR:
;
6.135.
kachdent die Kunst des Papiermachensin Holland und Engelland zu Äusgaüge des letztern Jahrhunderts zu ihrer Vollkommenheit gelanget (9.1 36,); so hatten unsere
Fäbriken nicht mehr denfelbigen Abgang und eben den Absaß und Ausfuhre als vorher,
Bon der Zeit an, sähe man einige Papiermühlen ganz aufhören, andere öfters fegern,
Es waren vor alters 400 Papiermühlen in Angoumois uud in Perigord, wo man heut
zu Tagenicht mehr,als-hünderk zählen. Die Vollkommenheit hat eben so wohl als der Abgang einen Stoß bekommen. Allein'es ist nd) immer Zeit; seine Kräfte ud Bes
mühungen daran zu wenden, um diesem abzuhelfen. In dieser Absicht geschichet es, daß wir anito einige Anmerkungen über die Papiere anstellen wollen, die in verschiedenen Provinzen Frankreichs verfertigt werden. 736;
Die Provinz Auvergne ist von allen Provinzen in Franfreich diejenige , deren Pa-
pier fo wohlin Ansehung der Schrift als des Druckes den Vorzug verdient,
Die bey-
den vornehmsten Städte , wo die Papiermanufacturen im Ueberfluß angetroffen werden,
find die 7 Meilen von einander gelegenen beyden Städte Thiers und Ambert. "Die erstere,
- sagt man, hat einenBorzuginAnsehung des RER die andere in Anschung des Drudpapieres,
Der
418
=
Papier zumahen
er hr rü , en ch ma r pie Pa n rte So n yde be sen die n he isc zw r hie r wi Der Unterscheid, den als , ist en mm lko vol fo ie n rt be Am zu ch igli ein gem die r, he ng » fediglic) von der Leimu
<t rau geb cke Dru im l vie ier Pap he tisc ber am das däß , es mt köm her Da , ers Thi zu n ege dag en; hab zu er pi Pa tes eim gel en mm lko vol ist, ig end hw not t nich es wo wird, f au s che wel et, zieh vor rs pie pa eib Scr n öne sch s de en weg ers man die Fabriken zu Thi es, Leim deseit. enh haff Besc der in eid rsch Unte er Dies . muß seyn imet gele e best aller „das den von sten selb von t nge spri ent er, ftch ent res pie -Pa des it nhe iede sch Ver die s worau - Wassern, derer man sich in den Fabriken zu bedienen genöthigt ist..- Das Wasser, so Es b. hera n ürge .Geb den von bar ittel unm lbst dase et fließ et, uch ebra ert'g Amb zu man ‚ ist viel frischer und reiner, oft macht es das Papier weißer als zu Thiers5. allein es : Fluß das 'als , ung Leim gute so e kein in mith ht mac und , auf gut fo ht nic t köse kohet und in .) 28 ($. lz Sa und t Luf hr me l vie und d, wir cht rau geb ers Thi zu s che wasser, wel - Weil dieser Umstand!von langen Zeiten her die Aufmerksamkeit derFabricanten-zu |
Thiers auf das Schreibpapier gezogen hat, “als dasjenige, wobey sich die meisten Schwie-
. rigfeiten finden; fo wenden sie in ihren-Fabriken mehr Sorgfalt und Mühe-an, Ihre r, schöneres Papier ist aber au) beynahe um 3 theuerer, ihr Materien find besser ausgesuch ach erw keit lich züg Vor ihre ist Art e dies f Au ... her reic h auc lbst dase find n nte rica Die Fab sen und erhält fih no,
N
ALTE
s
Die Papiere von Angoumois find gut zum Druck, und. übertreffen. noch die von Limoges3 allein ein großer Theil davon wird zu Bourdeaux verkaufet , von da es nach A
ee
WER
KE
Holland verfahren wird.
Languedoc giebt auch eine Menge Papier vor die mittäglichen Provinzen Frank-
reichs her, und vor den Seehandel; + -
}
REN
-
\
f
at;
cr.
Es giebt verschiedene schöne Fabriken zu Annonay san den Gränzen von. Vivarais
und von Auvergne» Man machet' dafelbft das“ beste Schreibpapier,, sehr: weiß, schr ‚zart und sehr wohl geleimern Es wird fast um ein Viertel “theurer.verkauft, als das
zu Ambert, MENN |
.
:
$. 139: *
-
|
Wr
Jun denen um Limoges und S, Leonard herum liegenden Derthern von 4 Meilen ız bis 10 seit lich näm vor sich die en, ühl ierm Pap ahl: Anz ße gro eine n ma er find gs, We
Jahren vermehret haben. Sie gehören -größtentheils Privatpersonen, die ni<t da wohnen, und welche die Verwaltung darüber einem Oberfneht anvertrauen, welcher dem Eigenthümer der Fabrike Rec<nung davon ablegt, - Ihr Handel erstreckt ih auch t,.es ime gele enig ist-w Es er, api ckp Dru das auf als ter wei t nich nde Stü e dies bis anf istnicht fo weiß als inAuvergne und von schlechterer Beschaffenheit. Das-feine Papier
ltte mi s da d un e, rgn ve Au zu re ige äß lm tte mi s da als aus Linzousin ist fast nichtibeffer,
-P 3
mäßige
116
ER
Die Rune
mäßige zu Limoges, fo wie das Conceptpapier, welches zu Ambert gemacht wird, Allein das Conceptpapier aus Limoges kömmt'nicht naß Paris, weil es in den Provinzen Li* Moysin und Guichne verbrauchet wird.
5
+ 7 Se a Es qiebt in der Normandie in den Gegenden von Rouen und Caen eine ziemlich große Anzahl Papiermühlen, Man verfertigt darinnen fein Papier vor die Bedürfniß der Provinz. Es verbreitet sich selbst ein wenig davon außerhalb derselben, allein SE
was das Concept- und Packpapier betrift, welches zum Einwickeln der Kaufmanns? . güter dienet; so versorget das Thal Rouen Paris fast ganz und gar damit, und zwar von allen Gattungen, als: Railin bleu, Raisin rouge, David bleu, Iofeph bleu, To- feph fluant, Main brune, Etreffe, Papier 3 Bougie &c.
Wir werden davon in der
“Folge bey dem Reglement ($.147.) reden... Man kann die Größe des Handels aus der Anzahl der Mühlen beurtheilen, Im dem kleinen Umfange von 3 Meilen um Rouen herum, find 34 Papiermühlen, und 20 andere in dem Umfreife von beynahe 15
Meilen; allein die Fabricanten find-dafelbft größtentheils nicht sehr reich ; und das ist
s Sea n, ture ufac Man r diese heit men fom Voll die vor iß dern Hin e größ e "ein Ein im Monath Februar 1748 gegebener Rathfhluß, der auf das Papier und auf die Charten beträchtliche Abgaben legte , verursachte, daß viele von diesen Fabriken zu Rouen eingiengen- Die Fabricanten wurden verdrießliH, die Arbeiter giengen zu - "den Fremdenz vergebens schaffete man hernach diese Auflagen ab, der Abgang vonLeuf ten fonnte nicht wieder erseßt werden Wir haben $. 30'2c. umständlich von der shönen Manufackur zu Montargis gere?
det, Sie wurde vor ohngefähr 20 Jahren mit großer Pracht und aller ersinnlicen Sorg» falt angeleget. Herr Micault d' Harveley wär der vornehmste Eigenthümer davon,
„und Herr Duponty der vornehmste Aufjeher.über das Werk, Herr Camu3, von der königlichen Academie der Wissenschaften, richtete seine ganze Aufmerksamkeit und Sorge darauf. Sie wurde dergestalt errichtet, daß sie 30 Bütten unterhalten sollte3 weil aber
s ftun ent so ; nte kon en hab man die en, war igen einz die , are Bri al Can dem die Wasser aus
n este shön der eine t eich viell ctur ufa Man diefe . lche e-we ohn , niffe der Hin y zwe r dahe den , sers Was des eit enh haff Besc die und gel Man der lich näm de, wür seyn opa Eur von Der Canal zu Montargis hat seit einigen Jahren kein hinlängliches Wasser zur.
Shiffarh.
Die Manufactur kann folglich daraus über eine gewisse Menge Wassers,
die ihr bewilligt worden ist; ‚nichts nehmen; und-die Manufactur hat kaum so viel an
dieser geringen Menge; daß sie ac<t- Cylinder gehen lassen kann, .
;
Jn Ansehung der Beschaffenheit ist das Wasser darinnen oft kothig und voller
n ma die eit, enh aff sch Be e ein r, pie Pa tes inig ste r ode es dig san ein bt gie es , ‚Schlamm ne klei n Den , ere api cfp Dru dem auf h auc n eile bisw d, wir ahr gew en reib Sch dem y be tt Bla das nen kön en, hab en und verb s iere Pap des nz sta Sub der mit sic) die , Steine rch du RL:
&
-
Papier zu machen.
2
st iu
ll. wi en lag sch rsde bin ch Bu des te tät rks We der in er ch Bü durchstehen, wen man die
n ste Son en, erk bem m kau ten Zei n isse gew zu keit lich ehm equ Unb e dies fich t läß n ige übr - Im höfzu e ach Urs t ha n ma d un et, leim ge hl wo n, fei iß, we is "ist das Papier zu Montarg n ma daß , talt ges der n, che ma zu hr kla r sse Wa die , rde we en ang gel fen, daß man dahin ig übr gen zufe aus ts nich ings terd ech schl s iere Pap es dies heit ffen cha Bes en lich züg vor der an . Taffen wird,
;
;
.
(Siehe 8. 30.)
30 hr gefä ohn upt rha übe und en, ühl ierm Pap 27 te e Com ch an Fr in let zäh n Ma Bütten, die größtentheils unten an den Felsen liegen , wo sie frische und Fahre Wasser. befommen, und die mithin durch.gine strengere Beobachtung der Reglements sehr voll-
NE
kommen werden könnten.
NE
Bor 25 Jahren verfahe diese Provinz die Schweiß mit vielem Papier, sowohl als die Landschaft Lion, außer dem innländifchen Verbrauch in der Provinz selbst. Seit einigen Jahren aber hat sich die Vollkommenheit und der Handel daselbst vermindert,
viele Mühlen haben keine Arbeit, und die Schweitz ist nicht gezwungen, fich daraus zu versorgen,
|
|
Der Canton Bern und das Fürftentyum Neufchatel haben einige Papiermühlen
angeleget, die ziemlich gut gelungen find.
Sie haben fo gar denen Fabricanten zu
Pontarlier viel Schaden gethan , die ihre vornehmsten Materien betrüglicher Weise,an
„Fremde überlassen , und gezwungen find, ihren Nachbaren dasjenige zu bezahlen, was fie vorher selbst und mit gutem Erfolg verfertigten. - Dem Canton Basel ist es auch geglücer, Papier zu machen, welches ziemlich geachtet wird, weil die benachbarten
französischen Papiermühlen unter dem bafelfehen Zeichen arbeiten, um ihrem Papiere mehr Anfehen zu verschaffen, |
BEER
LET.
a
Die Spanier befizen wirklich mehr als 2 00 Papiermühlen, woraus fie sehr gutes Fe 3 8 - Papier bekommen. : “' Jn vorigen Zeiten verkauften fie ihre Materien den Genurfern, um ihnen hernach das Papier wieder abzufaufen, welches in Spanien verbraucht wurde, . Man hat im Jahr 1720 angemerfer, daß diese Geldausflüffe sich auf 500000 Piasires belaufen haben, (nämlich beynahe eine und drey Viertheil Millionen von unserer Münze) (12). + Um dem Mißbrauche abzuhelfen3 so verboth man die Ausfuhre der Lumpen (13), Man gab Achtung, daß das Verboth befolger- wurde; und Spanien ist fo weit gekommen,
daß es zum Theil das Joch, sich fremder Arbeitsamkeit: zu unterwerfen, 'abgeschüttelt
|
;
:
;
hat.
ae) Der Piaster in der Wechfelbanfe zu Eadir gilt 3 Liv. 15 Kreutzer in französischer 13) Theorie der Handlung Cap, 85 und folgendes
DIER 289 Die Kunst“ : Bat, Juzwischen haf»die Handlungsgeselschaft von.Monkargis-noch zu Cadix Papier - nachiGenues:r Art gegen einen sehr Hohen Preiß verfaufer.
m" Die Engländer, die eben so aufmerksam darauf als irgend-ein anderes Volk in Eu„ropa find, die nüßlichen Zweige des Handels fi zu verschaffen , haben in ihrem Lande
ine große Anzahl Papiermühlen, Wir kennen die Umstände ihrer Handelstrichfedern
nicht genugfam; allein eine Probe von der Aufmerffamkeit; diedie Negierung darauf richtet: ist die Verordnung, durch:welche verbothen ist, die Todten in Leinwand zu ber ‚graben, wis solches überall gefchicher, England schonet vermittelst diefer- Verordnung zum wenigftens 200000 Pfund Luinpen das Jahr über. ; Denn von 8 Millionen Eins
Pan
|
wohnern ‚welche die brirtannifchen Jüseln in sich faffen , sterben nothwendig alle Jahre
|
beynahe 200000, und jedes Begräbniß RER einrel gebaiußen) welche menigfiens
2:
14
5208 Pfand wiegen würde,
A
|
Son den"=„Verordnungen ; die in Frankreich wegen des Handels SE alte r Leinwand gemacht worden find,">
9145.
|
N- dem Zolsregistexvom Jahr 1664 wurde.auf das alte feinen; auf.die alten Lum? |
-
[= |
87
pen und Hadern— bey dem Ausgange aus dem Königreiche eine Auflage zu 6 Liv. aufden Centner verordnet. Diese Auflagcis wurden im Jahr 1687 verdoppelt; allein
durch Rathsschlüsse vom 28 May-ı697 und 4März 1 72 7-ergieng ein'unumschränk"tes Verboth, irgend eine von diefen Materien, die zur Verfertigung des Papieres dienen, unter Strafe der Confiscation und-der Bestrafung an.Gelde aus:dem Königreiche gehen zu lassen, ' “Dieses Verboth hat lange bestanden, Inzwischeit- ist durch einen Raths?
2
schluß vom g März 1733 diese Freyheit wiederum eingefähret worden, wenn man ro.Siv,
‚vor den Centner bey der Ausfuhre als Ausgangsabgaben bezählet. Nach diesem Preiß hat Frankreich nichts: zu-verfichren, wenn es die Lumpen außerhalb Landes. gehen läßt; denn die Auflage übertrift den Werth der Sache gar zu beträchtlich, als daß die Aus: fuhte unsern Manufacturen schäden könnte, wenn nur nicht der Zollbetrug zu befürchten wäre, welcher allezeit groß ist,
Um diese Betrügereyen zu verhintern, so ist durch einen Rathsschluß vom 1x 8 März
1755 verboten worden, Magazine oder Haufen von alten Leinen an irgend einigen Drehen, fie mögen an den Küsten der Seeprovinzen, oder 4 Meilen davon abliegen, ben: so wenig als auf den Gränzen des Königreichs, oder 4 Meilen von den Gränzzollsrädten aufzurichten3 denn vermittelstder Acciszettel, welche. genommen wurden, um einegeringe Menge von diesen Materienin die Gränzftädte zu bringen, fhaffeteman betrüglicher Weise viel größere Partien herausin andere Länder , welches die Mannjacturen ihrer fehönften Materien beraubere. Zu gleicher Zeit würde befohlen, daß, wenn man dergleichen zu
Syiffeausführere; so solle ber Schiffer dieQuantität genau angeben, und sodannin einer ihnen
L E . n e h c a m u z r e i Pap
De
ger der cat tifi Eer ein n, ese gew mt tim bes es hin wo he, Ort dem von ft Fri n mte tim "ihnen bes t a — erm lief ein , ren fah ge ab er wo e, g ätt llst n Zo ü die d an , - schehenen Ausla In Ansehung des Handels mit diesen Materien innerhalb dem Königreiche; fo ift y fre en mm lfö vol 46 17 . pt Se n 0te 1 vom s he rat ats Sta des derselbe durch ein Mandat gegeben worden: indem dasselbe allen Papierfabricanten erlaubet, die zu der Verfertigung des Papieres dienlichen Materialien aus allen unsernProvinzen ohne Unterschied kommen zu
ig» Kön des zen vin Pro gen eni enj den aus ölle gsz gan Aus der l hei cht Na e ohn ch jedo 3 sen las dels Han chen ndis innlä des heit Frey e Dies . den wer htet geac e isch änd ausl vor die hes, reic eit ish We die he welc ; en ung tüß ers Unt ten tigs kräf der eine upt rha übe ist , ate Sta m eine in hr me hum cht Rei den und l nde Ha den um n, Fan n affe sch ver iße Fle dem rii ifte des Min „auszubreiten, und dieUnterthanen allenthalben an der allgemeinen Glückfeeligfeit gleichen Antheil nehmen zu lassen...
es er pi Pa s de ng gu rti rfe Ve die er üb ts en m gle Re n - Von dene S D . . h ic re k n ra F in 2
er
i
mit ge Din en enig diej n eite Arb der en ung eib chr Bes en end geh her vor en den IV! haben bey
er unt nsie ma daß , sind den wor htet erac ndig hwe not fo he welc er, ühr ber t nich iß Fle in n eite Arb e dies wir da n Den , hat en rieb esch vorg s ent lem Reg en den in n afe Str n isse "gew
derhöchsten Vollkommenheit deren diese-Kunst fähig ist, vorgestellet haben; so haben wir
: rge vo nts me gle Re en den in sie als , n sse mü en red ten ch rsi Vo rn ße grö l fast allezeit von vie ein e alt Inh ze gan em ihr in nts me gle Re se die hr me nun llen wo schrieben find. Allein wir
u hinz n nge erku Anm ge eini d, wir seyn thig snö woe , n ikel Art n nige enje den bey und , rücken
n demjenigen Gegenstande, den wir uns hier vorgefügen. .“ Verschiedene Artikel könntezu sezet Haben, ‚als unnöthig erachtet werden. Allein, wenn wir sie von dem Ganzen hätten
, lten nsta veru zu g nun ord Ver eine , sen müs en rcht befü wir en hätt fo ; llen wo ern absond so und n alte geh ung ieth erb Ehr in ret, füh sie den , ers act Car en glich gefe des welche vermöge
vorgestellet werden muß, als sie wirklich ist,
)
t en em gl Re s da er lch we s, th ra ts aa St en ich Schluß des königl |
gemacht werden, in sich enthält.
5)
I
:
vor die verschiedenen Sorten Papiere, die in dem Königreiche ;
Vom 27sten Januarii 1739
ET
Ayggezogen aus denen Registern des Staatsrathes,
ie sch ver der gen we dem ehe die , the Ra ten mle sam ver em sein in e nig Kö <hdem dem und ten ach gem n, rde we t ige fert ver e ich igre Kön dem in diz e, ier Pap n rte So en den wie s, ent lem Reg ten tätig bes 1 167 li Ju 1x 3 vom esrath ats Sta des luß Sch den durch h auc cv) )
Rp,
3
2.
‚Die Kunst
$
‘andy andere nach der Zeit wegen Verfertigung des Papieres erlassene Reglements und
«Verordnungen (a) vorgetragen, und Sr.Majeftät vorgestellet worden, daß. die in diesen Reglements und Verordnungen genommenen Vorsichten nicht zureichend wären, + denen Papieren ihre nothwendigen guten Eigenschaften zu versichern3 und daß es dans
nenhero nöthig sey,- neue Verordnungen hinzuzufügen, um diese -Manufactur zu dem höchsten Grad der Vollkommenheit zu bringen;
fo hat der König, als er in
feinem Staatsrathe gegenwärtig war, deshalb Vorsehung thun wollen; und nach:
dem er den Vortrag des Herrn Orry, seines Gcheimtenrarhs,
ordentlichen Mitglieds
des Staatsrathes und Generalcontrolleurs der Finanzen hierüber angehörer; fo hat er -
verordnet, und verfüger, nachfolgendes zu beobachten
,
Art T.
a
|
Künftig, und fo fort von dem Tage der Publication des gegenwärtigen
Reglements -än,, sollen die Lumpen, altes Leinen, oder Hadern, die zu Verfertigung . der verschiedenen Sorten und Eigenschaften der Papiere bestimmet find, die in dem Kö- .
".nigreiche verfertiget werden, dergestalt zubereitet werden, daß fie vollkominen zerschnit-
pr
- ten, ausgefäfert,. zerrieben und feingemacht werden, indem man fich hierzu entweder -
der gewöhnlichen Stampfen, oder anderer zu diesen Bearbeitungen geschickten Maschinen
bedienet? jedoch nachdem man vorher von dem Könige Erlaubniß erlanget hat, sim sol?
ber Maschinen zu gebrauchen3 und verbiethen Se, Majestät hierdurch ausdrücklich, fich keiner schneidenden Maschinen zu einem andern Gebräuche zu bedienen, als die
, besagten Materien auszufäfern (b), zu zerreiben und fein zu machent- alles dieses-bey
Strafe der Confiscation solcher Maschinen , und zwey hundert Livres Geldbuße: 11. Die Stampfen und andere Maschinen; welche zu Verfertigung des Papieres, c
.
und selbst des grauen, des Löschpapieres und der Pappe gebrauchet werden, sowohl-
als die Faulungsgewölbe und Gefäße, worinnen man die Lumpen faufen läßt, follen sich in bebaueten und bedeten Oerthern (€) befinden; iind verbiethen und untersagen
Se. Majestät auf das allerernsilichste, keine Papiere und Pappen in Mühlen zu ver' fertigen, deren Stampfen, oder andere Maschinen, und deren Faulungsörther»frey,
unbedeckt, und dem Nachtheil der Luft und des Staubes ausgefeget find; und zwar bey drey tausend Livres Strafe wider die Eigenthümer der Mühlen, die sie in solchem
Zustande in Pacht gegeben haben, und tausend Livres Strafe gegen die bpb j
2455:
s
SINTLLEESENG
III.
Solz
ZM
a) Die vornehmsten find die von 21. November 1688, von 30 December 1727, von 23 December 1732 „ von 12 December 17302 dieses leztere Reglement war allein
- vor die Provinz Limousin gegeben worden.
"
+“
.
b) Dieses versteht sich. von dem Schneidemueffer (Derompoir) 5, 215
ce) Man sehe $. 20,
ET
5
0 mt
. e h c r a e m i u z p a P
h, sic sie sen des , r sse Wa das n, sey n alte geh n nte rica Fab r. iste Me , die n lle „So „7 ‚IM.
n, iene bed ges Zeu ten timm bes s iere Pap des ng igu fert Ver zur des ng chu Was sowohl zur
geder en, nig rei zu d un n ter läu zu , hen koc m Lei den sie en rinn wo , ige jen das h „als auc stalt daß fie das erwehnte Wasser durch vier verschiedene Gefäße, oder Wasserbehälter“
it dam , (4) ß mu seyn ehen vers de San mit ere lezt der ns igste wen n davo en, lass en fließ
es sich in dem erstern feet, und in dem leßtern gleichfam durchgefeihet wird. Jn dent. es Sivr fzig fun . mit en ant bric r-Fa iste /Me n gten besa . lle ;die o „s g lun and enh geg Ent Fall der NIEREN
GIE
©
Strafe beleget werden,
. " lter ehä serb Was r ode äße Gef ten ehn erw die ch dur es m hde nac r, sse Wa s IV. Da
mLu die e lch we n, ine sch Ma ern and die in er od , er öh pfl am St in die geflossen ist, soll _ en kast Seih den man die , den wer hret gefü nd ewa Lein eine h durc en, dien n eibe zerr zu n "pe : neunet, bey Strase von drey Livres=(e), „» oder Hadern, oder mit dem .„V. Berbiethen Se. Majestät mit denen Lumpen
Zeug, die.zu denen verschiedenen Sorten Papier, und selbst zu grauen, &öschpapier > und Pappen bestimmt find, keinen Kalk oder andere fressende“ Materien zu vermischen.
g, Zeu r ode , ern Had , pen Lum ten ehn erw die en soll g lun and enh geg Ent Im Fall der
gte erti verf en teri Ma en leich derg aus das st selb und ist, et isch gem en leich worunter derg bele fe Stra es Livr dert hun drey mit nten rica Fab ster Mei die und ret, fifei con ier, Pap get werden (ft).
VI. Wollen Se. Majestät, daß künftig und von dem Tage der Publication des . gegenwärtigen Reglements an, die Papiermüller gehalten seyn sollen, ihre-Papiere von verschiedenen Sorten und Eigenschaften-, sie mögen zur Druckerey, zum Abdruck der Kupferplatten, oder zum Schreiben bestimmet fenn, alle auf gleiche Art leimen lassen
sollen3 bey Strafe der Confiscation derer zur Druckerey oder zum Abdruck der Kupferplatten bestimmten Papiere, wenn sie nicht eben so vollkommen geleimet find, als das
Schreibepapier, und hundert Livres Geldbuße (8%
VI. Ver-
Q 2 .
;
-
*
he .
Pr
d) Man sche von dem Gebrauch des Sandes, das, iwas wir $ 27. gesaget haben,
en, hles nac . 44 und 26. $. n ma n kan rs sse Wa des feit nig Rei der n Vo e)
ißM m ße gro m do er ist so ; ift t gu bst sel h sic an s lke f ) Ob schon der Gebrauch des Ka
brauch unterworfen, weshalb er also verbothen ist, Man sehe $. 18. h doc ssen inde t ha ch rau Geb der in Alle t, ech ger ist s ent lem Reg des ht rsic Bo Die g) -
allenthalben einen Unterschied in der Leimung des Schreiber und Drudpapiers beybehal-
ten.
Man kann hierbey $, 108, und 136. nachschen, x
;
.
=
2 2 2 008 Kunst
NIE: Berbierfen Se, Majestät denen besagten Meister Fabricanten, sich hey ddem
"Glätten der Papiere des geringsten Fettes oder Seife zu bedienen, bey Strafe, daß im
Fall der Entgegenhandlung das auf diese Art geglättete Papier confisciret, und der
' Meister Fabricant hundert Livres, der Arbeiter aber, fo der Saalgeselle heißet und der-
„gleichen gebrauchet hat, zehen Livres erlegen soll Ch »
VIIL Alle verschiedenen Sorten Papiere , die'in dem Königreiche verfertiget wer?
“den, sollen künfrig diejenige Breite, Höhe und Gewichte haben, welche in dem diesem Reglement unter dem Gegensiegel beygefügten Tarif (1) bestimmet sind. Zu dem
Ende befehlen Se, Majestät, daß binnen einer Frist von sechs Monathen , von dem „Tage der Publication des gegenwärtigen Reglements an Berechnet, alle zu der Verfertigung des Papieres bestimmten Formen abgeändert, und nach der in besagtem Tarif vor-
geschriebenen Höhe und Breite eingerichtet werden sollen3 unter der Verwarnung, daß sowohl die Formen, welche nah diesen verflossenen sechs Monathen zu groß oder zu flein gefunden werden, und welche zu zerbrechen find, als das nach diesen Formen
verfertigte, und das in dem Tarif vorgeschriebene Gewichte nicht haltende Papier confifeiret, und die Meister Fabricanten mit hundert $iores Strafe angefehenwerden sol- fen (Kk),
Unterdessen fönnen jedoch besagte Meister Fabricanten Papiere von einer |
größern Breite und Höhe verfertigen, als in dem Tarif- fest gefeger ist, nämlich das?
jenige Papier, welches das große Adlerpapier genennet wird; jedoch mit der Verfügung, daß das Gewichte der Rieße nach eben der Maaße vermehret wird, als man die Höhe .
und Breite der Bogen vergrößert (1).
.
;
IX. Unter»
„h) Der Gebrauch des Fettes verursachet ein wesentliches Nachtheil: allein man
fann fi dessen noM gegenwärtig bey Verfertigung des Papieres fihwehrlich enthälten (Kruse
i) Dieser Tarif ist durc einen Schluß des Staatsrarhes von 18 September 1741 abgeändert, und zugleich ein neuer befannt'gemacht worden,
Folglich halten wir uns an
diesen leztern, den man unten eingerüet finden wird.
k) Das Reglement von zir erlaubte die Größe des Papieres zu vermehren, wenn . nnt nach eben der Maäße die Dicke und das Gewicht vermehret würde, Das Gewicht war vorgeschricben , aber-ni<t-die Größen,
Es geschah erst im Jahr 1732,
daßwan
einen Tarif von den Längen und Breiten hinzu fügte , damir eine jede Art des Papieres, fo wie fie einen bekannten Preiß hat, auch eine beständige Beschaffenheit Haben möchte.
1) Nah Maaßgebung der in diesem Artifcl gegebenen Erlaubniß, Papiere von
größern Sorten zu. machen „- brächte Herr. von Ponky eine Sorte zu-Staude, die er groß Langleepapier nennete, nam dem Nahmen der Manufactur von Langlee bey Montargis,
123
zumaden. Papier
IX. Unterdessen verstehen Se. Majestät hierunter nicht, daß die Papiermüllerin dem Falle zur Verantwortung gezogen werden sollen, wenn die Bogen ihres Papieres einige Linien über oder unter der in dem-Tärif vorgeschriebenen Größe befunden werden: fo bald nur dabey erscheinet, daß die Vermehrung oder Verminderung der Größe von dem Unterschied der Jahreszeit, in welcher das Papier verfertiget worden, und nicht von den Fehlern der Formen und der übeln Beschaffenheit der Materie, hat entstehen
Fönnen? und wenn daben Feine Verschiedenheit des Gewichtes eines jegliches Rießes ver? urfacher worden ist, welches sich über den vierzigsten Theil Zi WIE das jn '
R
dem Tarif vorgeschrieben worden ist (m).
x Damit aber die Meister Fabricanten sich ins künftige Feiner fehlerhaftigen Fors
men bedienen können; fo befehlen. Se, Majestät, daß dieselben säinmtlich in der vorhin
vorgeschriebenen sechsmonathlichen Frist, mit ihren beweglichen Namen, oder so genann?
“ten Deeln , denen Manufacturrichtern, in Gegenwart der Geschwohrnen der Papier? müllervorgezeiget werden sollen? und nachdemsie denen in dem Tarif vorgeschriebenen Größen gemäß befunden worden; so sollen besagte Formen und ihre Deckel mit einem
eingebrannten Zeichen versehen , der Stempel aber, welcher diesen Eindruck zu machen. „gebrauchet worden, in der Gerichtsstube der besagten Manufacturgerichte aufbewahret
‚werden. Seine Majestät verbiethen zugleich jedermann dieses Zeichen nachzumachen,
bey Strafe außerordentlichwegen des Verbrechens der Verfälschung rechtlich verfolget zu werden; denen Papiermüllern aber sich keiner Formen zu bedienen, die nicht auf
diese Art bezeichnet find, bey Strafe der Confiscation folder hernach zu zerbrechenden
‚Formen, und hundert Livres Geldbuße vor die Meister Fabricanten, und drey Livresvor Len Bürtgesellen , welcher sic) derselben gebrauchet hat,
XI. Die Papiermälser sollen gleichfalls gehalten"seyn, in der Mitte auf einer “ Seite eines jeglihen Bogens der verfhiedenem Sorten el die sie verfertigen, das _ „gewöhnliche Zeichen zu führen, durch welches eine jede Sorte Papier angezeiget wird, „und in der Mitte auf der andern Seite dieses Bogens, in Caracteren von vier bis
sechs Linien Höhe, den ersten Buchstaben des Vornahmens und den Zunahmen des
Meister Fabricanten ganz, mit einem. von diesen Worten glvichfalls ganz: Fin, Moyen, Bulle, Vanänt oder Gros- bon (nad der Befhaffenkeit des Papicres) benebst dem Nahmen der Provinz. Auf dem Papier aber, fo Cartier fargenennet 23
£
wird, u
-targis, und welche fünf Fuß Länge gegen zwey Fuß, zehen Zoll Breite hatte. Diese außerordentliche Größe würde zu großen Missen. und Zeichnungen schr nütliH seyn.
Allein/sie gelinget sehr fdwehr, wegen der Ursache, davon wir $. 109. geredet haben. m) Man kann hierbey den Artikel IT. des Reglements von 1x8ten September 1741
nachsehen, und dasjenige, was wir EC, 125, gesaget haben,
>>Die Kunst- ©
wird, soll der Nähme der Provinz, der erste Buchstabe .des Vornahmens.undzder Zunahme des Meister Fabricanten ganz an dem äußersten Ende eines jeden. Bogens zu sehen seyn.
"Alles unter der Verwarnung, daß widrigenfalls das Papier confisciret
und der Papiermüller in drey hundert Livres Strafe genommen werden soll ( n). Wo»
bey zugleih, Se. Majestät auf das ernftlichfte verbiethen und untersagen „daß kein - Papiermacher'ein Papier von einer geringern Beschaffenheit mit einem/Nahmen.bezeichnen soll/ der ein Papier von einer bessern Eigenschaft anzeiget , bey Strafe. von tausend
Livres, der Confiscation solchen Papieres, und auf beständig. von der. Berfertigung und dem Handel des Papieres ausgefchloffen zu werden, „+. |
XU. Verbiethen Se, Majestät allen Papiermachern 7 den Vor- und Zunahmen
- eines andern Meister Zabricarten, oder an statt des ihrigen einen. erdichteren Nahmen auf denen Papieren zu führen, die sie verfertigen, oder verfertigen lassen; eben fo wenig “aber mit ihren Nahmen bezeichnetes Papier in andern Papiermühlen / als die ihnen zus gehören, oder welche sie in Pacht haben, machen zu lassen; und zwar im Fall der Ent-
gegenhandlung bey Confiscation des Papicres, bey tausend Livres Strafe und bey beständiger Ausschließung von der Fabricatur des Papieres und des Handels mit.demselben,
XII. Die Witben der Papiermüller , die nach Absterben ihrer Männer die Verfertigung desPapieres fortfegen wollen, sollen gehalten seyn, das Wort: "Veuve, (Witbe) ganz, vor. dem ersten Buchstaben des Vornahmens und den ganzen Zunahmen ihres
Mannes zu seßenz und die Söhne der Meister Fabricanten , welche eben den Taufnah-
men, als ihre noch lebenden Bäter haben, und welche nad) Erlangung des Meisterrec<hts Papiere auf ihre eigene Rechnung verfertigen/ oder verfertigen lassen , sollen das ganze Wort: Fils (Sohn), nad) dem Vor- und Zunahmen ihres Vaters hinzufügen : „alles im Fall der Enrgegenhandlung bey Confiscation des Papieres-und hundert Livres Strafe, (Man sehe in Ansehung der Witben Art, XLIIL)
XIV. Sollen die Meister Fabricanten gehalten seyn, die Bogen, woraus ein jedes Buch Papier zufammengefeget wird, auf das genaucste auszufuchen, oder aussuchen * Y
zu lassen, dergestalt, daß das feine mit dem feinen, das mitlere mit dem mitleren, das
ohne d, wir n etha eng mm zufa eit enh chaff Bes r ihre nach iere pap cept Con dem mit tcep Con x
die
n) Nach dem Schluß des Staatsraths von 1741. Art. IV. wurde hernach festge„setzet, daß wenn die Papiermacher ihren Formen das Zeichen 1742 hinzugefüget hätten; - fo könnten fie ihre Papiere frey verkaufen und abfegen, ohne daß fie nörhig hätten, darünt 1688 erforderte aud, daß man auf dem ber eine Erklährung zu thun, Das Reglemevon Bogen das Jahr feiner Verfertigung bemerken follte. Allein es war sehr besc<hwehrlich, alle Jahre'eine Veränderung. mit den Formen vorzunehmen; und man hat demna< davor gehalten , daß ein beständiges Zeichen zureihend wäre,
ne.
24
Papier zu mähen.
125
diesgeringste Vebmischung der Papiere von verschiedener Beschaffenheit in einerley Buche
‚oder Rieße: und Se. Majest, verbiethen allzuzarte,'zu kurze, zu schmale, zerrissene,gerun"zelte oder andere fehlerhäftige Bogen darunter zunehmen, bey Strafe der Confiscation
"des Papieres und drey hundert Livres Geldbuße Co).
XV. Wollen Se. Majestät, daß alle Bogen Papier, woraus ein Buch hestehet,
„von gleicher Breite seyn sollen, und verbiechen denen Papiermachern keinen von besag-
‚ten Bogen in der Breite zu beschneiden, Em ee des Papieres undd-funfzig Livres f
Strafe (p).
XVI. Erlauben Se, Majestät denen erwehnten Meister Sobricanten; das"gute,
„ganze und vollkommene Papier, das sie aus denen zerrissenen oder fehlerhaftigen Bogen
heraussuchen können ,- in. Heften oder Lagen zu verfaufen, ohne daß fie jedoch in den * „besagten Lagen feines Papier mit mitlern , oder von einer geringern Beschaffenheit, oder
starke Papiere mit schwachen vermischen dürfen; beyStrafe der Consiscation solcher „Papiere „ und funszig Livres am Gelde, Gleichergestalt erlauben Se, Majestät denen besagten Meister Fabricanten in dem Königreiche die zerrissenen, löcherichten, runzelichten und andere fehlerhaftigen Papiere zu verfaufen , zu halben Bogen, Paquet weise und - nad dem Gewichte; jedoch ohne daß weder aus solchen Papieren Bücher, Rieße, und nicht einmalLagen zufammengefeget, noch solchein fremde Länder gesendet werden dür? Fen , unter was vor Vorwand auch dieses geschehen möchte: alles dieses bey Confiscation „der Papiere, die in Büchern, Rießen und Lagen gefunden werden, und hundert Livres ree gegen die. Contravenienten (9),
|
XVII. Befehlen Se. -Majeftät, daßin drey Monathen, von dem Tage der Publisation des gegenwärtigen anzurechnen, die desageen Papiermüller und die-Papierhändler ;
.
gehalten,
0) Die Vorsichten in der Ausfuchung des Papieres, welche fa viel beyrragen, den guten Glauben unferer Fabricanten und die Bollfommenheit. unsrer Manufacturen bey den Fremden iin Anfchn zu bringen , können nicht genau genug beobachtet werden. Allein
- „vermöge einer allgemeinen Pe st vernachläßiget man fie fast allenthalben. Wir haben dies ses 8. 123. bemerfit, wo es um den Gebrauch zu thun war; hier aber ist die Rede von
din Reglements.
p) Dieses war im Jahr 1730 tur in Ansehung des Druckpapieres verbothen. "Ge
genwärtig ist das Berborh allgemein, Allein man sche, was den gegenwärtigen„Gebrauch betrift, 8. 123.
q) Das Reglement von 1741, Art. VI. erfaubet, davon Rieße zu machen, die aber in der Höhe des Bogen mit einem spitzigen Eisen , vier Linien in Ducchmeffer, dreymal durchstochen seyn müssen
und sie selbst mit diefer Bedingung in fremde Länder zu finden,
Allein es ist dieses nicht in Ausübung gebracht worden.
Man sche $. 123,
126
;
Be Kun
gehalten seyn sollen, die Papiere von verschiedenen" Sorten und„Beschäffenheiten, die
fie in ihren Mühlen, Laden und Magazinen haben, auszusuchen, und die zerrissenen, löcherichten, runzelichren und andere fehlerhaftige Bogen aus denen Rießen heraus nehmen zu lassen3 bey Confiscation aller Rieße , in welchen nach Verlauf diescr Frist fehler-
: haftige Bogen gefunden Wan und bey hundert. „seres Strafe,
XVIII. Das Rieß von "el Sorten Päpier soll aus zwanzig Büchern, und iedes
Buch aus fünf und zwanzig Bogen bestehen, ohne die Umfclagbogen , die sich unten und oben um das Rieß befinden, darunter zu rechnen3 und soll jedes Rieß außer denen
Umschlagbogen, in zwey Bögen groß Maculaturpapier eingepacket seyn, auf deren
einemin leserlichen Buchstaben die Sorte Papier, aus welchen das Nieß beftcher, aus: "gedruckt seyn soll; indem man Sein, Mittel, Concept und Maculatur von einander
unterscheidet3 desgleichen das Gewichte des Rießes, ‚ohne die Einwickelungs- und Um-
-schlagbogen darunter zu begreifen3 ferner den ganzen Nahmen der Provinz, oder der Generalität, in welcher die Papiermühle gelegen ift, und den Vor: und Zunahmen des
Fabricanten gleichfalls ganz; alles im Fall der Entgegenhandlung bey Confiscation ig
Papieres und hundert ur Strafe, (Siehe $. 119.)
x
XIX. - Verbiethen Se. Majest. denen ER Meister Fabricanten, Fein Papier
von andern Sorten und Befchaffenheiten, oder von andrer Breite, Höhe und Gewichte „zu verfertigen, oder verfertigen zu lassen „ als solche, die in dem, dem gegenwärtigen
Reglement untcr dem Gegensiegel beygefügten Tarif festgesezer, und die demjenigen,
was darinnen vorgeschrieben ijt, nicht vollkommen gemäß find; desgleichen, daßsie unter
'keinerley Vorwand zerrissene und Ausschußpapiere auf einigeandere Art verfaufen und
absetzen sollen, als wie oben Art. XVl. vorgeschrieben. ist, Alles im Fall der Entgegenhandlung bey Confiscation solchen Papieres und hundert Livres Strafe (r).
XX. Gleichergestalt verbiethen Se. Majestät allen Kaufleuchen, keine von denen
in dem hierbey unter dem Gegensiegel angefügten Tarif begriffenen verschiedenen Sorten Papier zu kaufen, zu verkaufen und in Verkehr und Absatz zu Haben, die nicht die-in befagtem Tarif bestimmte Höhe, Breite und Gewichte haben, und allem, was darinnen vorgeschrieben ist, gemäß sind3. desgleichen unter keinerley Vorwand zerrissenes und
ausgefchoffenes Papier auf andere Art zu faufen, zu verkaufen, und abzufegen, als
wie oben Art. XVI. vorgeschrieben worden: alles unter denen in dem vorhergehenden Ar-
- tikel angedroheten Strafen, m Lan Anm
m
4
| m
nnn nnn nru Hmmm nn mn
XXI. Untermn ds nn nn
r). Hierunter. find jedoch die oben in Art, VIT, Not, 1, und unten Art, XXIII. enthaltenen Ausnahmen, nicht zu verstehen,
„Papier zu maden. U
Hr 127
OXXI. Umterdeffe‚r,‘um den Verkauf und Abfagder verfebiäbenieh Sorten Papier
zu erleichtern, die sichin den Mühlen und Magazinen der besagten Meister Fabricanten fehs Monarhe nach Publication des gegenwärtigen Reglements befinden möchten, ohne
demselben gemäß beschaffen zu seyn; fo erlauben Se, Majestät gedachten Papiermüllern foldhe während einem Jahre, nach Ablauf der ihnen oben Art, VIII verftatteten sechs monathlichen Frist an zu rechnen, zu verkaufen und abzufegen: jedoch mit der Bedingung, daß diese Papiermüller in dem ersten Monatrh des ihnen anderiveit verstatteten Jahres von der Menge der verschiedenen Sorten Papiere, die sie in ihrem Besiß haben, vor denen Manufacturrichtern Erklährung und Anzeige thun sollen, die darüber: ein
Protocol abfassen,- und solches unmittelbar an den Herrn Intendanten und verordneten Commissarius derProvinz, oder der Generalität, in welcher die Mühlen oder Maga
zine gelegen find, "einsenden sollen. „Na Ablauf solcher Fristen aber sollen alle Pa-
piere, die in den Mühlen und Magazinen angetroffen werden, ohne daß sie gegenwär?-
tigem Reglement gemäßfind, confisciret und die Contravenienten in gr Livres
Strafe verurtheiletwerden,
y
XXI. Damit aber auch die Papierhändler fich von denen in dem vorhergehenden
Artikel gemeldeten Papieren, die fie von den Papiermüllern gefaufet haben, sich gleiche
falls entledigen können; so gestatten Se, Majestät, daß dieselben solme während einem Jahre, welches von dem Tagean zu rechnen ist, da die denen Papiermüllern gestatteten
Fristen zu Ende gehen, verfaufen und abseßen können: jedoch mit der Bedingung, daß die besagten Papierkändlerin dem ersten Monathe des ihnen verstatteten Jahres vor denen Manufacturrichtern des Orthes , wo sie wohnen, ihre Erklährung und Anzeige
von denen verschiedenen Sorten Papier thun sollen, die sie befigen, worüber die Manufacturrichter ein Protocol halten sollen, Na Ablauf dieser Frist aber sollen alle Papiere, die in denen Magazinen der Papierhändler gefunden werden, ohne daß sie diesem Reglement gemäß beschaffen sind; confisciret und die Contravenientenin hundert
fivres Grafe genommen werden,
XXI. Se, Majestät aka per Papierhändfern Papiere von solchen Sor-
- „fen; Breiten, Höhen und Gewichte zu verfertigen, wie sie von den Ausländern verlanget werden , wenn sie nur in übrigen dasjenige dabey beobachten, was in diesem Regle“ ment vorgeschrieben ist; jedoch wird ihnen dabey auferleget, daß sie darüber von dem Herrn Intendanten und verordneten Commissarius der Provinz, oder Generalität, wor„innen ihre Mühlen gelegen find, schriftlihe Erlaubniß erlangen sollen , in welcher Er»
laubniß die Beschaffenheit und die Quantität solcher Papiere eigentlich auszudrücken ist, Unterdessen ist nicht zu verstehen, daß unter diesem Artikel die nach der Levante bestimm3
:
R
ten
M
128
EDER
ten Papiere begriffen feyn sollen? sondern Se, Majestät behalten sich vor, dieserhalb in
as
einem besondern Reglement Vorsehung zu hun (5),
-XXIV, Yuraber die wirfliche Ausfuhre solcher Sorten Papiere, welche denen biz sagten Meister Fabricanten vor die Ausländer zu verfertigen erlaubet worden sind, zu versihernz so befehlen Se. Majestät, daß die erwähnten Meister Fäbricanten bey der Versendung dieser Papiere gehalten seyn sollen , bey der Erpeditionsftube der General-
pächter ihres Orths/ oder bey der nächsten Expeditionsstube, die Anzahl der Ballen und Rieße, und die Sorten und Beschaffenheit des Papieres anzuzeigen, die besagten
Ballen daselbst mit Bleyzeichen versehen zu lassen, den Hafen, wodur<. sie dieselben
ausführen zu lassen gemeynet find, zu benennen, und dem Commissarius der besagten
Erpeditionsftube die von dem Hercht Intendanten und verordneten Commissarius erhal
tene Erlaubniß vorzuzeigen? worauf ihnen sodann der Commissarius der Expeditions? feube einen Zollzettul gegen Bürgschaft in der gewöhnlichen Form’ auszufertigen hat, damit sie darüber von dem Commissarius der Expeditionsstube der. Generalpächter in
dem Hafen, wo diese Papiere eingeschiffet werden, nachdem die Siegel auf den gedach-
ten Ballen -ganz und unverlegt befunden worden find,. quittiret werden können...
Glei?
s ähn erw dem , seyn alten geh nten rica Sab ster Mei gten besa die enn alsd n solle lt efta herg
ten Herrn Jutendanten und verordneten Commiffarius die von. ihm erhaltene Erlaubniß bes der re fuh Aus die um en uleg vorz el zett Zoll en ttirt qui den ihm und en,geb zu zurü
sagten Papiere zu bescheinigen. Alles im Fall der Entgegenhanbläng bey Confiscation
dieser Papiere und tausend Livres Strafe gegen die besagten Meister Zabricanten.,
XXV. Verbierhen Se, Majestät denen Papiermüllern, keine Papiere zu verfaus
fen, deren Verfertigung zur Versendung in auswärtige Lande erlaubet worden, aller Papierhändlern aber dergleichen Papiere zu kaufen , und in dem Königreiche wieder abjufegen, unter was vor Ursache und Vorwand dieses auch gefhchen möchte. Jm Fall
ier: Pap die ohl sow und e, feire confi iere Pap gten besa die n solle ng ndlu nha ege Entg der
müller , die solche verfaufer, als die Raufleuche, welche solche an sich gehandelt und k wieder zum Verkauf ausgefeget haben, mit drey tausend Livres bestrafet werden,
XXVI. Alle Pappen können nach der Breite, "Höhe und Gewichte verfertiget
werden, als die Handwerker, zu deren Gebrauch sie beftimmer find, folche verlangen;
fie sollen aber nur von alten Papieren oder von Abschnißeln von Pappen und Papieren gemacht
Fe
(6) Es if hierüber durch ein Reglement vom 14 Februar 1739 Vorsehung gefche: hen, davon wir besser unten reden werden,
r. chen ie zu ma - Pap
re
gemacht werden, Se. Majestät verbierhen und untersagen demnach allen Meister Fabricanten auf das ernftlichfte zu der Verfertigung der besagten Pappen keine Art von Lumpen , Lappen, oder Hadern anzuwenden, bey Confiscation der daraus verfertigten Pappen und hundert Livres Strafe wider die Contravenienten O3
-
XXVIL Ale diejenigen, welche gegenwärtig Papier verferfigen, entweder in ik
. ren eigenthümlichen Mühlen, oder in Mühlen, die fie in Pacht Haben, sollen vor Par piermachermeifter geachtet werden: insfünftige aber soll es Feiner werden können, der = nicht ordentlichen gelernet und denen andern Formalitäten eine Gnüge geleistet hat, die in dem gegenwärtigen Reglement zu Erlangung des Meifterrechts vorgeschrieben find:
== XXVII. Se, Majestät befehlen demnaH, daß in drey Monarhen, von dem Tage der Publication des gegenwärtigen Reglements an zu rechnen, von denen Herren Intendanten und verordneten Commissarien in denen Provinzen und Generalitäten des Königreiches gewisse Creyße und Bezirke von Städten und Oerthern in denen besagten Provinzen und Generalitäten, in welchen Papiermühlen gelegen find, gemacht werden sollen3 und daß in einem jeden Hauptmanufacturorth der besagten Creyße, ohne Zeitz verlust und ohne Kosten , wenn es nicht schon also eingerichtet ist , ein Verzeichniß oder Molle gemacht werden soll , in welcher die Vor- und Zunahmen der Meister Fabrican» * ten, die sich in den Städten und Oerthern, welche in einem solchen Ereyß begriffen sind, äkabliret befinden, zu verzeichnen find, es sey, daß dieselben Eigenthümer der Mühlen sind , oder daß sie folche in Pacht haben. Diese Verzeichnisse sollen von dem Manufa- ' eturrichter und Shreibern, fowohl als denen -dermaligen Gefhwohrnen der Papier? macher in jedem Hanptorth unterschrieben werden? und wenn fich künftig ein neuer
Meister Zabricant etabliren will; so soll er gehalten seyn, seinen Vor- und Zunahmen
in das Verzeichniß des Hauptorths , davon er abhängt, einschreiben zu laffen, welches
gleichfalls ohne alle Kosten geschehen soll, und diese Verzeichnisse sollenin der Schreiber stube der Manufacturgerichte eines jeden Hauptorths verwahrlid aufbehalten werden, XXIX. Es ist Sr. Majestät Wille, daß alle Meister Fabricanten, deren Par piermühlen in Derthern gelegen find, die in denen von denen Herren Intendant n und verordneten Commissarien gemachten Creyßen liegen, gehalten seyn sollen, sich aufs
längste binnen einem Monath, von dem Tage an zu rechnen, da diese Creyße zu Stande R 2
gebracht
(t) Dieses Verboth ist in dem Reglement von 18 Sept, 1741 wieder aufgehoben, Dieses hintert aber nicht, daß sich dien nicht hauptsächlich an die DIPS halten sollten, wir sagen werden, wenn wir die
- Beschreibung der Kunft des Pappenmachens, worauf sich dieser Artikel bes gießet, liefernwerden.
Le
130 Br, Die Kunst: gebracht worden find, in einem jeglichen: Sugsiankheuiite; had Maafgebung
dieser Creyße, an dem Tage, welcher ihnen von denen Herren Intendanten und verord-
neten Commiffarien angedeutet wird,
vor denen Manufacturrichtern eines jeglichen
Hauptorths zu verfammlen, um in Gegenwart der besagten Richter nach den meisten Stimmen zur Ernennung von vier oder zwey Gefhwohrnen zu schreiten, zu Folge, wie
es von denen Herren Intendanten und verordneten Commiffarien nach Maaßgebung der
- Anzahl der Meister Fabricanten,” die sich in dem Bezirk eines jeden Creyßes befinden, verfüge werden wird. - Diese Geschwohrnen sollen vor den Richtern einen Eyd-teiften, daß fie ihren Verrichtungen wohl und getreulich vorstehen, und solche bis auf den letztern
December 1739 ausüben wollen (u), XXX. -Se, Majestät befehlen, daß künftig und von Monath December 1739
anzufangen, alle Jahre vom ersten bis zum zehenten December, auf die in dem vorhergehenden XXIX Artikel vorgeschriebene Art und Weise zu der Ernennung zweyer neuen
-
Geschwohrnen„“ in denen Städten und Derthern, wo viere erwählet worden find, ge schritten werden soll, um die zwey Alten zu ersetzen, die von ihren Stellen abtreten, und den folgenden 2 Januar.in Ausübung ihrer Verrichtungen zu treten, benebst denen zwey “-
Geschwohrnen von der alten Ernennung,“
Dieses soll von Jahren zu Jahren also beob? .
achtet werden, dergestalt, daß allezeit zwey alte und zwey neue Geschwohrne in der Ausübung ihrer Verrichtungen stehen,
-
XXXI. Se Majestät wollen, daß eben diese Ordnungin derienjenigen Städten
und Derthern beobachtet werden fol, wo nur zwey Gefchwohrne ernenner worden find, und daß daselbst alle Jahre ein neuer erwählet werden soll, um ver zu ersetzen, der von feiner Stelle abtritt. .
„„XXXtl. Diese besagten Geschwohrnen follen wenigstens in einem jeden Jahre
vier allgemeine Befuchungen anstellen , und besondere,- sooft sie solche vor nöthig erachten, sowohl in denen aufdem Lande befindlichen Papiermühlen und Magazins, als in denen Magazins in den Städten, die sich in ihrem Bezirk befinden. Bey. diesen Besu-
hungen sollen alle Papiermäller , Papierhändler, Commißionairs und alle diejenigen, bey welchen Papier niedergeleget ist, gehalten seyn, denen besagten Geschwohrnen ihre Mühlen, Häuser und Magazine zu öfnen, im Fall der Verweigerung bey fünf hundert
Livres Strafe; und wenn sich Papiere finden, die mit demjenigen nicht übereinstimmen, ' was-in dem gegenwärtigen Neglement, und dem unter dem Gegensiegel beygefügten Tarif vorgeschrieben ist; so“ sollen die Gesc<hwohrnen sich desselbigen bemächtigen, solches dur< einen Gerichtsdiener fortschaffen lassen und dessen Confiscation nebst denen hier vorz OR: Strafen bewirken;
XXXIIL
a) Diese Ernennung der gefehwohrnen Visitatoren war schon durch das Decret des Staatsrathes vom 1 2ten December 1730 anbefohlen,
|
?
.
Papierzumah.
1334.
"XXX. Se, Majestät befehlen, daß die Rieße Papier, deren Confiscation ver? .
füget wird, in der Mitten mit einem Stecheisen durchftochen, und wieder in die Pas piermühle geschiet werden sollen7 "um daselbst als Materie gebrauchet zu-werden 435,50 und daß von dem Preiße, zu welchem es als Materie gefhäger wird, die eine Hälfte . denen Geschwohrnen und die andere Hälfte dem nächsten Hospital bey dem Orthe, wo . : A A das Urtheil hierinnen gesprochen wird, zugehören folle. XXXIV. Niemand soll zu: den Lehrjahren zugelassen werden können, wenn er |
nicht 1 2 Jahre seines Alters erfüller hatz und es soll zwischen dem Meister Fabricanten und demjenigen, welcher zum Lehrling aufgenommen wird, vor einem Notario ein Schr
brief darüber aufgerichtet werdenz“diefer Lehrbrief soll in ein Register eingetragen wer? ; ? Lehr der und en: halt e End dem zu n hrne hwo Gefe n ende steh te Am im die hes welc , den
ling soll vor diese Regiftrirung die Summe von drey Livres bezahlen, XXXV. Die Lehrzeit fol vier auf einander folgende Jahre ausmachen, binnen .
? reu get ihm d un , en hn wo zu er ist Me em fein bey l sol n sey n lte ha ge ing „welchen der Lehrl
t Zei er dies ng üllu Erf vor r iste Me en “ihr lche .we , ge rlin Leh n ige jen -die und ; lich zu dienen ihre n der son n, rde we zu r iste Me en, hab ht Rec fein en soll , en lass ver ren von vier Jah
Lehrbriefe. sollen nichtig seyn/ und aus dem Register worinnen sie eingetragen worden, .
ausgelöschet werden,
|
.
|
HES
XXXVl. In dem Falle, wenn der Meister + bey welchem der Lehrling feine Lehr?
t Zei die he ,. en lass zu hen mac r ode , hen mac zu ier Pap et, hör auf , hat gen efan zeit atig im Amte stehenden Gefhwohrnen den Lehrling bey eis“ der Lehrjahre erfüller ist, sollen die “nen andern Meister bringen, um daselbst seine Lehrzeit vollends zu endigen. .| Eben dier
ses soll von gedachten Gefhwohrnen-beobachtet werden, wenn der Meifter verstirbt, und seine Wirbe oder Kinder das Papiermachen nicht fortfegen. „XXXVI. Wenn die vier Lehrjahre: verflossen find; so soll der Lehrling gehalten seyn, vier andere Jahre bey“ denen Meistern in der Eigenschaft eines Gesellen zu ar.
beiten.
>
fr
'
XXXVII. Die Meisterssöhne, welche bey ihrem Vater, voder.bey ihrer Mur
fer, welche das Papiermachen treibt , bis zu Erfüllung ihres fechszehenten Jahres vers
- blieben find, sollen davor gehalten werden, daß sie ihre Lehrzeit ausgeftanden haben 3:-sie E sollen aber nichts desto weniger schuldig feyn, vier Jahre, bey ihrem Vater, oder bey
ihrer verwitbeten Mutter, oder bey andern Metern in der Eigenschaft als Gesellen zu 1»
dienen.
'
j
;
)
;
XXXIX, Derjenige, welcher Meister zu werden verlanget und sich deshalb mel?
det / soll vorläufig gehalten seyn, denen im Amte stehenden Geschwohrnen, und denen Altmei-
Rz
(x) Wir haben. vön dem "zerrissenen und wieder umjuarbsitenden
ausführlich geredet,34:),.
u
2 7 41
ya
Papiere 6, 123
°
132
0
-
Die Kunst *
3;
Altmeistertt; welche von der ganzen Versammlung der Meister zu ernennen find, seinen Lehrbrief und die in beglaubter Form ausgestellten Zeugnisse, daß er bey andern Mei- „stern seinen Dienst als Geselle geleistet hat, vorzulegen Hierauf soll er zugelassen werden, in Gegenwart der Geschwohrnen und der anfehnlichften Meister Fabricanten sein Meisterstü zu verfertigen , welches in denen vornehmsten zum Papiermachen erforderli chen Arbeiten bestehen soll, und in der Befragung über die Beschaffenheit-der verschiede? nen Sorten Papier, die ihm zu dem Ende vorgeleget werden sollen3 und wenn derjenige, so Meister werden will, nach dieser Prüfung von denen Geschwohrnen und denen
anschnlichsten Meistern hierzu tüchtig befunden worden; fo soll er von ihnen dem Ma: nufackurrichter vorgestellet werden, um vor. ihnen den Eid abzulegen, und in die Meis sterrolle auf die oben Art. XXVIU] vorgeschriebene Art eingezeichnet zu werden; wobey er die Summe von sechs Livres an die Richter; und eben so viel an die Junung zu zahs XL. Die Meisterssöhne, welche sich zu Erlangung des Meifterrechts melden, sollen kein Meifterftüf machen, sondern allein gehalten seyn, die Zeugnisse von ihren Gesellendiensten , die sie bey ihren Vätern , verwitbeten Müttern oder andern Meistern geleistet haben, vorzulegen, worauf sie sowohl über die zum Papiermachen erforderlichen ‚Arbeiten, als über die Eigenschaften der verschiedenen Sorten Papier befraget werden
sollen: und wenn sie nad) dieser Prüfung tüchtig befunden worden; so sollen fie nach der in dem vorhergehenden Artikel vorgeschriebenen Art aufgenommen werden3 indem sie
sechs Livres vor die Manufacturrichter und eben so viel vor die Jnnung zahlen.
XL1. Die Gelder, welche sowohl vor das Einschreiben der Lehrlinge, als vor-
Erlangung des Mästerrechts gezahlet'werden, sollen von dem ältesten im Amte stehen? den Geschwohrnen eingenommen werden, welcher darüber Rechnung zu halten und sol-
de zu den Ausgaben der Jnnung zu verwenden hat, welche er bey Abtretung von sei-
nem Amte in Gegenwart der andern Geschwohrnen und der von. der versammleten In? nung zu ernennenden Altmeister ablegen soll; und soll der gedachte Geschwohrne gehal?
‚ten seyn, den. in seinen Händen verbliebenen Ueberschuß an Gelde, dem auf ihn folgen: den Gefhwohrnen auszuantworten, welches von Jahr zu Jahren also beobachtet wer? den soll. ; XLIl. Se, Majestät verbiethen allen Geschwohrnen und Meister Fabricanren; von denenjenigen , welche Meister werden wollen, nicht das geringste Geschenke, oder andere und größere Gebühren, als in gegenwärtigem Reglement vorgeschrieben worden, unter was vor Ursache und Vorwand solches auch seyn möchte, zu fordern oder anzu:-
nehmen, bey Strafe des Ersatzes und hundert Livres Geldbuße; eben fo wenig sollen - diejenigen, sd Meister werden, denen Gefchwohrnen oder Meister Fabricanten eine Mahl-
zeit geben, bey Strafe der Ungültigkeit ihres Meisterrechts.
XL. Die Wirben der Meister Fabrieanten follen die Rechte und-Freyheiten ih-
rer Männer genießen, und so lange sie im Witbenstande bleiben, die Vorfertigung des |
Papiers
.
Papier zu machen.
«ed
EIR
sie nn we , er ab ll Fa m de in n; ne ler zu ge lin hr Le h oc jed Papiers fortsetzen können, ohne gsa be r de fie n lle so t, is nt ica br Fa r te eis M in ke r de , en sich mit jemand wieder verheyrath ; L S E D . ns sey g sti rlu ve en eit yh ten Rechte und Fre Fa en ihr in e ihr r, te eif rm he ac m er pi Pa die ß da , en hl fe be XLV. Se Majestät > n, ige jen die , n le el ef rtg Dü die en ki se ge al Sa er od brifen arbeitenden Söhne, die Leim-
, en m eh fn au s .e so n, ige jen die , r) he sc ut Ka die welche das Papier legen (in Teutschland
. ien er at M n he rlic de or erf s re pie Pa s de ng tzu se en mm sa Zu r zu und diejenigen, welche die z ar qu Be r de n vo d un n er eu St r de g lun m m sa Ein r de n vo en zubereiten, vor ihre Persohn er w Ge n ne de zu g ra yt Be r ih ß da d un n; lle so tirung der Soldaten und Militz frey seyn wo z, in ov Pr r de ius ar iss m m Co ten ne rd ro ve d un en besteuern von dem Herrn Jutendant r Ge en nd he ste te Am im n ne de n vo re Jah le al ihm r fie wohnen, nad) dem Etat, de rn ue fte rb we Ge re ih ß da ne oh l; fo en rd we t mm fehwohrnen überreichet werden wird, besti ). (y en nn kö en rd we t re eh rm ve n er m eh nn Ei n de von
|
3
ibr Fa r zu e di er ch el w r, ite be Ar r de ß da , t tä es XLV. Es ist der Wille Sr. Maj her
ac m rm Fo r de d un rt se es sb au d un t ge rti rfe ve cirung des Papieres dienlichen Formen m de in e lch we , lle so n“ ße nie ge en m ah sn Au d un genennet wird, eben dieselben Freyheiten er llig wi be rn ite be Ar n re ih d un en nt ica br Fa er st vorhergehenden XL1V Artikel denen Mei n iffe gr be at Et ten ne rd ro ve el tik Ar sem die en eb ch na m de in find, zu welchem Ende er NEM
seyn soll.“
5
als
. r ifte Me en fein en, hrn wo fch Ge en den en geg hin hen iec erb ärv jeft Ma . Se . XLVI ijen die s al r, ite be Ar e dr an er od n, he ac m zu Zabricanten, die aufgehört haben Papier y be , en eif gr be zu at Et m se die in / en ch ste it be Ar in n gen, welche wirklich in den Mühle in w drey hundert Livres Strafe, : hr Se d un n lle se Ge n re ih n vo n ige jen die en -XLVIL Die Meister Fabricanten könn
, en ch au br ge ns he ac m er pi Pa s de g un ht ic rr Ve er - fingen, wie fie vor gut befinden, zu ein . er ein d en irg r te un n lle se Ge n se die n vo d an jem ß die sich am besten vor fie schier, ohne da e G en jed r vo s re Liv ey dr n vo fe ra St y be rf, da en etz ers wid Ursache und Vorwand fich nn we , fe ra St ern öß gr l vie er ein d un : t he ge be ie ke ch gli rfe de sellen, welcher dergleichen Wi er darinnen beharret,
|
|
'
XLVII.
t aa St n de r vo n tze Nu d un it ke tig ich W er ihr n ge we g, -O) Die dieser Handthierun
>
TEES
m.
e rgn ve Au inz ov Pr die r vo dem in on sch sich en nd befi , en bewilligten Freyheit z vin Pro die vor 30 17 dem in ein All nt. me gle Re nen sse erla 27 17 r Jah im rch Du . en ieß gen zu ben sel der er eit Arb e erfi . der r -nu tte ha , en cht -Limonfin gema as W et. tre ers ch rei nig Kö ze gan s da f au r eh nm nu sie d sin el diesen Artif e lch we , en nn gö zu g run hte eic Erl gen eni enj den als n, sey ter ech kann wohl ger st en Di zum r ode rch du fie e ss nla Ma d. sin ch ßli nü ftig ha hr wa ft ha lsc der Gesel der Ueppigfeit. beschäftigte Menge übertragen werden, deren Beschäftigungen allezeit desto vortheilhaftiger find, je unnüger sie sind,
\
134
2080 Die Rune
XL VIII. Se, Majestät verbiethen denen Gesellen und Arbeitern, ihren Meister zu verlassen und zu einem andern zu gehen, wenn fie nicht demselben in Gegenwart zweyer
Zeugen fechs Wochen vorher davon Nachricht gegeben haben; bey hundert Livres Strafe
>
an Gelde oder Gefängniß, und bey drey hundert Livres Strafe gegen den Meister Zar bricanten, welcher denselben im Arbeit genommen hat: indem niemand einen Gesellen oder Arbeiter annehmen fol, der nicht einen schriftlichen Abschied von dem Meifter, bey welchem er zufegt gearbeitet hat, oder im Fall derselbe solchen ohne Ursache verweigert,
von dem Richter des Orths, aufzuweisen hat.
Diese zuerkannten Strafen sollen die
Hälfte zum Vortheil Sr, Majestät und die andre Hälfte zum Vortheil der Meister, die
von ihren Gesellen und Arbeitern ohne Abschied verlassen worden sind, beygetricben wers den.
' Zugleich aber sollen auch die Meister gehalten seyn , ihre Gesellen und Arbeiter,
die sie erlassen wollen, in Gegenwart zweyer Zeugen sechs Wochen vorher davon zu bes - nahrihtigen, bey Strafe ihnen ihren Lohn und Kost während diesen sechs Wochen zu
bezahlen (2). XL IX. Seine Majestät verbiethen auch denen Meister Fabricanten einander die Gesellen und Arbeiter abspenstig zu machenz indem sie ihnen einen größern Lohn vers sprechen, als sie bey dem Meister, wo fie arbeiten, empfangen, unter eben denen in dem vorhergehenden Artikel angedroheten Strafen, sowohl- gegen die besagten Meister Far bricanten, als gegen die erwähnten Gesellen und Arbeiter, 10: L. Seine Majestät verordnen hierdurch, wenn es sich ereignete, daß ein Geselle
oder Arbeiter, um seinen Meister zu zwingen, ihn vor der Zeit zu entlassen , mit bösen
Borfat seine Arbeit verdürbe, und derselbe dessen sowohl durch die Vergleichung feiner andern Arbeiten, als durch die Aussage feiner in eben der Mühle arbeitenden Mitgesellen und Arbeiter überführet würde; so soll dieser Geselle oder Arbeiter, außer der Ersekung des Schadens , zu eben der Strafe verurtheilet werden, als wenn er feinen Meij , te, hät en lass ver d chie Abs "ster-ohne LI. Es ist der Wille Sr. Majestät , daß die Papiermachergefellen und Arbeiter gehalten seyn sollen, das Tagewerk eines jeden Tages die Hälfte Vormittages und die andere Hälfte Nachmittages zu machen, ohne daß fie unter keinerley Vorwand die Arbeit übertreiben (aa), noch dieselbe ohne Erlaubniß ihres Meisters des Tages über verlassen € e ae n
(2) Diese Vorsicht war shon in dem Reglement von 1732 genommen,
(aa) Es ist nichts so leiht bey der Verfertigung des Papieres, als daß man sehr viel Arbeit in einem Tage’ zu Stande bringet, aber dieselbe zugleich sehr übel macht, Um die Zerstreuung und Ueberejlyng der Arbeiter zu N fe aben
:
Papier zu machen.
|
PR 135
lassen. dürfen. "Im Fall derEntgegenhandlung fol ein solcher Geselle oder Arbeiter mie drey Livres bestrafet werden, zum Vortheil der AEGin dem nächsten Hospital bey dem ' Orthe, wo die Strafe erkennet wird,
3
x
LIT. Seine Majestät verbiethen allen Gesellen und Arbeitern, sowohl im Winter
dne
x
als im Sommer ihre Arbeit vor drey Uhr des Morgens anzufangen, denen Meister Fa-: „bricanten aber weder solche vor besagter Stunde zur Arbeit zuzulassen, noch von gedachten Gesellen und Arbeitern außerordentliche Tagewerfe, die man Avantages nennet, zu
verlangen,
Bey jedem Entgegenhandlungsfall sollen die Meisterin funfzig Livres, die
2
€
TI.
ig
Gesellen und Arbeiter aber in drey Livres Strafe genommen werden, welche Ten
wie vorhin gemeldet worden, zur verwenden find. 3
Lil. Die Meister Fabricanten können in ihre Mühlen so viel Lehrlinge aufnehmen, als sie vor gut befinden, es mögen Söhne der Gesellen seyn, oder andere,
Eben
so können sie auc) nach ihrem Gefallen Gesellen aufnehmen, wenn sie fommen und bey ihnenin Arbeit zu treten verlangen, zugleich aber den Abschied des letztern Meisters, bey -* dem siein Arbeit gestanden haben, und der zugleich von dem Richter des Orthes, ws -
der letztere Meister wohnet, ohne Kosten unterschrieben seyn muß, vorzeiget woben sich die andern Gesellen und Arbeiter nicht unterstehen sollen, die neuen zu beunruhigen, denenselben übel zu begegnen, und unter keinerley Urfache und Vorwand ihnen Geschenke oder Gebühren abzufordern, oder im Fall der Entgegenhandlung soll ein jeder Geselle oder Arbeiter mit zwanzig Livres Strafe an Gelde oder Gefängniß beleget, und wenn er
darinnen beharret, mit härterer Strafe angefehen werden.
LIV. Berbiethen Se. Majestät allen Gesellen, Arbeitern und Seftlingen weder
% dap ier, noch andere Materien, ! oder Leim, die 5 zu Verfertigung gung des
‚3
Papieres dienen, zu verkaufen, denen Tabferfrämern und andern aber dergleichen zu kaufen , bey funfzig Li-
vres Strafe, an Gelde oder Gefängniß; und wenn befagte Gefellen, Arbeiter, Schr: linge und Tabletkrämer mehr als einmal darwider handeln; fo fol VEREER wider fie vers fahren werden,
LV. Gleichergestalt verbiethen Se, Majestät allen Künftlern Fein altes Leinen, Lappen, Lumpen oder Hadern, die zur BVerfertigung des Pops dienen, zu Faufen,
haben die Meister das Tagewerf auf acht Rieß Krohnenpapier festgeseget, und die andern Sorten nad Proportion. Dieses Reglement verbinder fie die Hälfte Vormittags, und die andere Hälfte Nachmittags zu maßen, Es
wäre zu wünschen, daß man sie verbinden könnte, funfzehn Stunden darüber
zuzubringen, an statt daß fie solHe in sechs oder sieben Stunden Zeit verfers rigen, wie es gas oft'geschiehet,
Man sche 6. 127,
S
08.57
|
Die Kunst
um solche wieder zu verkaufen; allen Krämern und Tabletkrämern aber dergleichen nicht
in einem Bezirk von einer halben Meile um jede Papiermühle herum unter feinerley
Vorwand äufzukaufen3 bey Confiscation und funfzig Livres Strafe an Gelde oder Ge fängniß gegen die Contravenienten, und einer höhern Strafe, wenn fe mehrmalen dar? * wider handeln,
SE Nicht weniger verbieten Se, Majestät allen-Papiermälern , feine Mate-
rie, die in einen zur Verfertigung des Papieres dienlichen Zeug, oder Teig gebracht ist,
zu verkaufen, allen andern Persohnen aber, solchen zu kaufen, unter was vor Vorwande auch solches geschehen möchte; bey Strafe der Confiscation und tausend Ben Geldbuße * sowohl wider die Verkäufer als Käufer,
- -LVIL: Se. Majestät erlauben denen besagten Meister Fabricanten die Tücher, worin die Bogen Papier geleget werden, wenn fie aus der Forme kommen, und Filze heißen, in ihren Mühlen selbst zu verfertigen, oder verfertigen zu lassen, es sey von Wolle, Baumwolle, Haaren oder andern Materien; ohne daß fie jedoch von diesen
Materien einige andre Sorten von Zeugen verfertigen oder verfertigen oder|'machen
lassen dürfen, es sey unter welchem Vorwand es wolle, und nicht einmal zu ihrem eigenen Gebrauche, bey Confiscation-und tausend Livres Strafe,
LVII, Die Protocolle ,- welche über die Watgbgenhand fn dieses Reglements
"gehalten werden , müssen den Artikel des Reglements, wider welchen gehandelt worden ist, ausdrücflich erwähnen? und wenn in Ansehung der Strafen, welche deshalb erkannt werden, bey einem von den obigen Artikeln nicht verfüget worden ist, wohin dieselben
verwendet werden follen; so sind dieselben solchergestalt zu vertheifen, daß ein dritter
Theil Sr.Majestät, ein dritter Theil dem Geschwohrnen, welcher die Entgegenhandlung angezeiget hat, und der letztere Drittheil denen Armenin dem nächsten Vosyin, bey
dem Orthe, wo über die Sache erfannt wird, zu Nutzen kommt.
LIX. Se, Majestät wollen, daß die Register , welche von denen Geschwohrnen der Meister Fabricanten gehalten werden, auf gemein Papier, nicht aber auf gestempeltes gefchrieben, und von den Richtern des Orthes ohne Kosten unterschrieben und beftäs „ tiget werden sollen3 desgleichen, daß die Protocolle wegen Ernennung der Geschwohrnen und andere Ausfertigungen, welche zu dem Ende gemacht werden möchten,“ gleichfalls
ffe rro Eon der fie daß e ohn , find en reib sch zu tes pel tem ges f au ht nic und r pie Pa auf gemein
und andern Arten von Gebühren, von was vor Natur sie auch seyn möchten, unterworfen seyn sollen,
LX. Gleichergestalt wollen Se, Majestät , daß. alle gerichtliche Arreste, welche
wegen Entgegenhandlungen wider das gegenwärtige Reglemenk geschehen , und die Streitigkeiten, welche darüber entstehen möchten, zu Paris vor den Herrn Generallieu-
- Papier zu machen. ET
137
fleutenant der Policey, und in den Provinzen, vor die Herren Intendanten und verord-
"nete Commissarien gehören sollen, um von ihnen, einem jeden nach seinem Recht, end: „lich geurtheilet zu werden, dergestalt, daß die Appellation an den Sraaksrath allein frey bleibe; Zu dem Ende wird denenselben auf fünf nacheinander folgende Jahre, von
dem Tage der Publication des gegenwärtigen an zu rechnen, alle hierzu nöthige 1072 richtsbarfeit und Recht des Erfenntnisses beygeleget, die Se, Majestät allen andern Ge-sihtshöfen und Richtern hierdurch untersagen,
LXI Zum Ueberfluß wiederrufen Se. Majestät alle Reglements, „Rathsschlüsse
„und. besondere Statuten, welche dem gegenwärtigen Reglement entgegen sind (bb), wel? . Hes.allenthalben, wo es.nöthig ist, abgelesen , publiciret und angeschlagenwerden soll. "Geschehen in dem Staatsrath des Königes, .in Sr. Majestät Gegenwart, gehalten zu Versailles den sieben und zwanzigsten Tag des Jenners, ein Tausend, sieben hundert und : „Heun und drepfig.
Unterzeichnet
Phelypeaux.
Schluß des Staatsrathes des Königes zur Erläuterung des Reglements von 27 Januar 1739, als ein ferneres Reglement
- „Über die verschiedenen Sorten Papier, die in dem König|
reiche verfertiget. werden.
Bon
18 September 1741.
Ausgezogen aus den Registern des Staatsrathed.
N“achdem fi der ‚König in feinem Staatsrache das Reglement von 2 7 Januar.ar 9
über die verschiedenen Sorten Papier, die. in dem Königreiche verfertiger werden,
und den“ diefem Reglement, unter. dem Gegenfiegel beygefügtem Tarif von eben diesem
Tage über die Breiten und Höhen der Bogen-und- das Gewichte der Rieße Papiere. vortragen lassen: und Se, Majestät durch die von denen Fabricanten geschehenen Borftellungen unterrichtet worden, daß es nicht allein .nöthig seyn würde, die Verordnungen
k siniger Artikel diesas Reglements zu verändern, und neue%inzuzufügen , sondern auch, S 2 -.daß
(bb) Ob schon dieses Reglement die vorigen wiedeinufer und alles dasjenige in
sich zu halten fcheiner, was vor nöthig geachtet worden ist, in Ansehung der
Policey über die Popiermühlen zu verordnenz so scheinet doch der X Art,
des Reglements von 12 December 1730 nicht "wiederrufen zu seyn » welcher
verbierhet, einen Kauf über alles Papier zu fhließen, welches in einer Pa-
piermühle verfertiget wird, oder über eine Quantität, welche den. vierten Theil, übersteiget, was darinnen. jährlich gemacht wird,
138
Te "Die Rung
daß es„dienlich seyn würde) um denen besagten Fabricanten mehr BERzu"verfbal
- fen, denen Rießen Papier das in dem Tarif vorgeschriebene Gewichte zu geben, denen-
„ felben einzureihendesRemedium bey dem Gewichte eines. jeden Ricßes zu bewilligen,
“ „und das Gewichte der besagten Rieße durch einen neuen Tarif zu regyliren.
Um nun
* hierüber Vorsehung zu thunz so hat der König, Als er in feinem Staatsrathe ge-
genwärtig war, nad Anhörung des Vortrags des Herrn Orry, Geheimten Rathes “und ordentlichen Mitglieds des Staatsrathes, Generalcontrolleur der Finanzen, verord-
net‚und befichlet folgendes zu beobachten,
en
1. Alle verschiedenen Sorten Papiere, die in dem Königreiche verfertiget werden,
sollen künftig diejenige Breite, Höhe und Gewichte haben, die in dem unter dem Gegen: “ siegel beygefügten Tarif: beftinnmer find, bey Strafe der Confiscation , “sowohl der 'Pa-
- Piere , welche He besagten Größen nicht haben, als der Rieße, die von einemindem
Tarif bestimmten verschiedenen Gewichte befunden werden (tc),
-W, Jedoch verstehen Se, Majeftät nicht, daß die Meister Fabricantenin dem all
zur Verantwortung gezogen werden-follen, wenn die Bogen Papiere einige- Linien.über,
* oder unter der in dem Tarif vorgeschriebenen Größe haben, in Fall fich nur veroffenbas
ret, daß diese Vergrößerung oder Verminderung von der Yahreszeit, in welcher das Papier verfertiger worden, hat entstehen können , nicht aber von den Fehlern der Fors men und der übeln Beschaffenheit der Materie herrührer, und keinen Unterschied in den Größen verurfachet, der sich. über den vierzigsten Theil dererjenigen erftrecket, die in dem Tarif beftimmer find (dd).
111, Es ist der Wille Sr, Majestät, daß die Meister Fabricanten, udenen
Zeichen, die nach dem XP Arte des Reglements von 27 Januar 1'739 auf jedem Bogen Papier befindlich seyn müssen, gehalten seyn sollen, mit dem nächsten ersten Januar
anzufangen, in Zahlen hinzuzufügen: ein Tausend, sieben hundert und'zwey und _ vierzig: bey Confiscation sowohl der Formen, in welchen sich dieses Zeichen nicht befindet, als der Papiere, welche mit diesen Formen gemacht sisind, undEB drey hundert $is
vres Strafe gegen die Fabricanten (ee).
(cc) Nachdem alfo derTarif von 1739 wiederrufen istz -fo hält nmansich.an.den von 1741, den man zu Ende dieses Reglements findet, (da) Dieses ift dasjenige, was man das gesezmäßige Remedium nennet, wenn die Rede von den Münzen ist. :Man hat s- 125 gesehen, daß die Jahreszeit ei?
nen Einfluß auf die Größe des Papieres hat, wenn mangleich voraus seket, daß die Formen wohl gemacht sind; und eine gleiche Vorsicht angewen? det wird,
7
(ee) Dieses Zeichen. 1742 befindet
verfertiget werden,
im noch. gegenwärtig auf allen Papieren, welche
f au rk Ve m de zu it ke tig ich Le r eh m ch n no te n ca ri b Fa r te er IV, Um aber denen Meis en nd he te rs vo be n de h sic die en r aff e ch i rs ve p zu a P - "und Absaß derer-verschiedenen Sorten ey rb hie dem .in die sie ß da ne oh n, de fin be n ine az ag M d un - ersten Januar in ihren Mühlen 3 n be ha t ch wi Ge d un en öß Gr n ne be rie ch es rg vo f ri Ta en * unter dein Gegensiegel “angefügt
s da en rm Fo en ihr en nt ica br Fa er ist Me te sag be m de ch na ß, da , : so befehlen Se. Majestät n be ha t ße efe ig zug z hin r , ie v d. un ey zw d. un t er nd "Zeichen: Ein Tausend", sieben hu en nd rbu ve sie ß da ne ‚oh n, rfe dü n ufe rka ve y fre re pie Pa ren säg werden, dieselben die be ), ach mn de n lle wo tät jes Ma , Se n. thu zu ige ze find, darüber eine Erflährung und An n me For r de fol sich r ua Jan ten ers en agt bes h nac che wel , ten an ric Fab daß die Meister r? vo m de 'in die in in alle ht nic n, be ha ht nic en ich Ze te ehn erw s da die n, bedienen werde
die re, pie Pa alle h auc n der fon ; ilet he urt ver n afe Str en net ord ver Ill. t, "hergehenden Ar en mm eno gg we d, fin g un icir br Fa en alt der n vo on sch fie ob n, rde we den bey ihnen gefun nCo en jed vor afe Str res Liv t der hun y dre t ebs ben n atio fifc Eon en der um , len "werden sol travenienten zu erkennen,
n obe das t nich die , iere Pap alle , lery änd ierh Pap en den est, Maj i Se n ube Eila . "V
d un ey zw und rt nde hu ben sie d, en us Ta Ein n. che Zei ne iebe chr ges tim Art, II: vor
und ßen Grö en hln efo anb rif Ta n gte efü ang : em ind die t nich on: sch sieob. en, hab rzig 1 „vie b hal des , len sol n sey n alte geh sie daß e ohn , fen kau ver .zu und gen ufe abz ‚ en hab te ich 4 Gew
ee
eine Erflährung und Anzeige zu thun,
en
en den us n,a nte rica Fab r iste Me en den t (FF) ftä ajs M Se n ube erla t ftal rge ihe Gfe , VL 5 21.4 „zerrissenen, durchlöcherten, runzefichten und andern fehlerhaftigen Papieren Bücher und Rieße zusammen zu fegen, und fie selbst in auswärtige Lande zu verfendenz jedoch mit «der Bedingung, daß cin jedes Rieß der besagten Papiere in dem Raume der Höhe der s wer en och chft dur n her $öc y zwe mit ern and zum s me Rau des eil itth Dr em ein Bogen von den soll „die mit einem vier Linien im Durchmesser habenden Stecheifen, das mithin einen Zoll im Umsreiße hat, gemacht find; und daß durch ein jedes Loch ein Bindfaden'gezor gen und mit den zwey Enden zufanmengefmüpfet werden follen. - Zu dem Ende müssen auch die besagten Mieße besonders einballiret werden, ohne da3 unter irgend einem Bor?
wand kein Rieß von besagten Papiere mit guten und vollkommenen Papiere in einerley 3; Ballen vermenget werden darf: alles im Fall der Entgegenhandlung bey Confiscation der besagten Papiere und hundert Livres Strafe wider die Contravenienten«
VI Berbiethen Se. Majestät denen Meister Fabricanten, keine Papiere“von andern Sorten und Eigenfihäften, noch.von andern Breiten, Höhen und Gewichten zu
zu lassen/*zu verkaufen; und rzu- debitiren; als diejenigen, .. verfertigen oder derfertigen Be
n
= 5
WIESE21 DRE
V0
1817
ng
een
welche
nn ne nn n nn n
1 FF) Diefe Erfanbirigiift bewilliger zn Wisderruffung des XVL Art, dis Reglements von 27 Januar 173941: 5:5
X
7
Be
> Die Kun -
welche dur< den unter dem Gegenfiegel hier beygefügt Tarif en beftimmer und-demjeni-. ‚gen, was darinnen vorgeschrieben ist, nicht vollkommen gemäß. find, Sie verbiethen auch allen KRaufleuchen, keine Sorten Papier zu kaufen, zu verkaufen und zu debitiren, die nicht von den besagten Breiten, Höhen und Gewichte und derVorschrift des Regler ments gemäß find; wie nicht: weniger denen: besagten Papiermüllern und Kaufleuthen
unter keinerley Vorwand zerriffene und ausgefchoffene Papiere:auf andere Art zu ver: Faufen, zu kaufen 'und abzufegen, als oben in dem Art, VI. vorgeschrieben worden: alles
5 air der Entgegenhandlung bey Eonfifcarion der befagten Papiere und hundert Livres trafe,
0:
:
Bir
a
In
9
VIII. Alle Pappen folen von der Breite, Höhe und Gewichte. gemacht werden,
als die Handwerker, zu deren Gebrau fie dienen, verlangen; und können sowohl aus alten Papier, oder Abfchnigeln von Pappen und Papieren, als aus Lumpen , Lappen und Hadern gemacht werden (gg), -
IX. Se Majeftäe wiederrufen demnach die Artikel VIILIX:XVL XIX. KX. XXI.
XXII. und XXVL des Reglements von 2 7 Januar 1739 ;inAnfehung desjenigen, was dem gegenwärtigen Reglement entgegen ist, desgleichen den dem gedachten Reglement
amter dem Gegenfiegel beygefiigten Tarif; in übrigen aber wird dieses Neglement in aller feiner Form und inhalt beobachtet.
X. Bedeuten Se, Majestät dem Herrn Generalfientenant der Policy der Stadt . Paris und denen Herren Intendanten und verordneren Commiffarien in den Provinzen
and Generalitäten des Königreiches (hh) auf die Erfüllung des gegenwärtigen Regle-
‚ments Obacht zu haben, welches allenthalben abgelesen, publiciree und angeschlagen werden soll ; wo. es nöthig seyn wird.
Geschehen in dem Staatsrarh des Königes, ge
‚halten in Gegenwart Sr. Majestät zu Versailles den a<tzehenden Tag des Septembers, . ein Tausend, fiebenhundere und ein und vierzig. |
.
Unterzeichnet
;
-Phelypeaux.
Tarif gg) Die Freyheit Lumpen zu Verfertigung der Pappe. anzuwenden, die dur das
? ver der wie . Art L VU en dies ch dur ift r, en wa ob eh ufg gia 773 von t en lem "Reg stattet worden, welcher demnach den XVI. Art, des vorhergehenden Regle‚ments-abändert,
hh) Diese Auftragung ist durch verschiedene Befehle des Staatsrarhes von fünf zu fünf Jahren verlängert worden, bis zum 4 May 1760. ı
-
5
5
Papier zu machen.
|
141
" "Tarif der Gewichte, was nach der Verordnung Sr. Majestät die Rieße der verfchiedenen Sorten Papier, die in dem Königreiche verfertiget werden, wiegen sollen, nach -
dem Pfunde, welches aus fehszchn Unzen Märkgewichte bestehet 3 wie auch die Breiten und Höhen, welche die Bogen der hernach specificirten Sorten |
-
Papier haben sollen.
;
Das bestimmte Gewichte vor die Rieße der verschiedenen Sorten Papiere, die in dem gegenwärtigen Tarif begriffen sind , soll vor die verschiedenen Beschaffenheiten von einerley Sorte Papier einerley seyn, es sey Fein, Mittel „Concept, oder Maculaturpapier. ; Dy Papier, so Grand-Aigle genennet wird, soll sehs und dreyßig Zoll sechs Linie Breite gegen vier und zwanzig Zoll und neun Linien Höhe haben. Das Rieß soll wie: gen hundert und ein und dreyßig Pfund und darüber, und darf nicht weniger haben, als
hundert und sechs und zwanzig Pfund,
;
Das Papier, so Grand-Soleil heißet, soll sechs und dreyßig Zoll Breite gegen
2 vier und. zwanzig Zoll, zehen Linien Höhe haben. Das Rieß soll hundert und zwölf < Pfund wiegen: und darf nicht mehr als hundert und zwanzig, und nicht weniger, als
hundert und fünf Pfund an Gewichte haben. Das Papier unter dem Nahmen Perit-Soleil soll fünf und zwanzig Zol Breite, gegen siebzehn Zoll zehen Linien Höhe haben. Das-Rieß soll fünf und sechszig Pfund und darüber, aber nicht weniger als sechs und funfzig Pfund wiegen, Das Papier unter dem Nahmen Grandfleur des Lis soll.ein und dreyßig Zoll Breite gegen zwey und zwanzig Zoll Höhe haben. Das Rieß soll siebenzig Pfund an Gewichte seyn, und darf nicht mehr als vier und stebenzig und nicht weniger als sechs
und fehszig Pfund wiegen.
|
Das Papier, fo Grand-Colombier oder Imperial heißer, foll. ein und dreyßig Zoll, neun Linien Breite und ein und zwanzig Zoff drey Linien Höhe haben.
Das Ges
wichre des Rießes soll acht und achtzig Pfund und darüber, aber nicht weniger als vier “und ahtzig Pfund seyn, “
>09
Das Papier, fo a
Elephant genennet wird, muß dreyßig Zoll Breite gegen
vier und zwanzig Zoll Höhe haben. . Das Rieß soll fünf und achtzig Pfund und darüber,
‚aber nichtweniger als ahrzig Pfund wiegen.
7 Das Papier unter dem Nahmen Chapelet fol von dreyfig Zoll Breite und cin und zwanzig Zoll, sechs Limien Höhe seyn,
Das Rieß- soll sechs und fehszig Pfund und
darüber, aber nicht weniger als sechszig Pfund wiegen.
Das Papier unter dem Nahmen Perit-Chapelet foll neun und zwanzig Zoll * Breite gegen zwanzig Zoll drey Linien: Höhe haben Das Nieß)-fol fehszig Pfund und darüber, aber nicht weniger als fünf und funfjig Pfund wiegen, A
“
X as
-
Das Papier unter-dem Nahen Grand-Arlas muß sechs Und zwanzig Zoll, fh
Linien Breite und vierund zwanzig Zoll sechs Linien Höhe haben.
IE“
+ Pfund und darüber, aber nicht weniger als fünf und sechszig Pfund wiegen,
°
Das Papier, fo Petit-Atlas heißet , soll sehs und zwanzig Zoll, vier Linien breit,
Ye;
4
Das Rieß folfiebenzig
und zwey und zwanzig Zoll , neun Linien hoch seyn,
-
Das Rieß fol fünf und fechezig
Pfund und mehr, aber nicht weniger als fehszig Pfund alten. ° Grand-lesus oder Super-Royal, das also genannte Papier soll sechs und zwanzig Zoll Breite gegen neunzehn Zöll, sehs Linien Höhe haben. Das Rieß muß wiegen
drey und funfzig Pfund und mehr, aber nicht weniger als acht und vierzig, Grand-Royal Etrang das Papi er er,unter diesem Nahmen soll fünf und zwanz
zig Zoll Breite und achtzehn Zoll Höhe haben, “ Sein Gewichte soll seyn das Rieß funf» N
-
| !
|
?
äig Pfund und darüber, jedoch nicht weniger als sieben und vierzig Pfund.
Petit -leur des Lis, das also genannte Papier soll vier und zwanzig Zoll Höhe
und neunzehn Zoll Breite haben.
„Das Gewichte des Rießes ist sechs und dreyßig Pfund
und mehr, aber nicht weniger als drey und dreyßig Pfund. Z . Grand-Lombard, das also-genannte Papier muß vier und zwanzig Zoll sechs
Sinien Breite und zwanzig Zoll Höhe haben. Das Gewichte des Rießes soll seyn sechs und dreyßig Pfund, und darf nicht mehr als vierzig Pfund, aber nicht weniger als zwey und dreyßig Pfund wiegen. ;
Grand-Royal, das Papier unter diesem Nahmen muß zwey und zwanzig Zoll, acht Linien breit, und siebzehn Zoll, zehen Linien hoch seyn. Das Gewichte des Rießes ist zwey _ und dreyßig Pfund und mehr, aber nicht weniger als neun und zwanzig Pfund.
;
Royal, das Papier znter diesem Nahmen soll zwey und zwanzig Zoll Breite, gegen
sechzehn Zoll Höhe haben.
Das Gewichte des Rießes ist dreyßig Pfund und darüber, --
und darf nicht weniger als acht und zwanzig Pfund haben.
|
|
Petit-Royal, das alfo genannte Papier muß zwanzig Zoll breit und fehszchn Zoll
hoc seyn.
Das Gewichte des Rießes ist zwey und zwanzig Pfund und mehr, aber nicht,
weniger als zwanzig Pfund,
?
Grand-Raifin, das alfo genannte Papier soll zwey und zwanzig Zoll yacht Linien Breite, gegen siebzehn Zoll Höhe haben. Das Rieß kann neun und zwanzig Pfund
und darüber wiegen, darf aber nicht weniger, als fünf und zwanzig Pfund an Gewichte alten. ' er
: Lombard, das also genannte Papier sol ein und zwanzig Zoll ; vier Linien Breite, gegen achtzehn Zoll Höhe haben.
Das Rieß soll wiegen vier und zwanzig Pfund und darü-
ber, aber nicht weniger als zwey und zwanzig Pfund.
|
ie
Lombard ordinaire, over Grand- Carre, das Papier unter diesem Nahmen
soll zwanzig Zoll , sechs Linien Breite, und sechszehn Zoll , sechs Linien Höhe haben. Das Gewichte des Rießes ist zwey und zwanzig Pfund und darüber, und darf nicht weniger als uur wm zwanzig Pfund sehne = 02
Cavalier,
Papier zumachen,
|
43
Cavalier, das alfo genannte Papier muß neunzehn Zoll, sechs Linien breit und sechszehn Zoll zwey Linien hoch seyn, Das Rieß soll sechszehn Pfund und darüber, aber nicht . - weniger als funfzehn Pfund wiegen.
Panic» Bö ‚das Papier unter diesem Nahmen, foll siebzehn Zoll, sichs Hillen
Breite, gegen fünfzehn Zoll zwey LinienHöhe haben; Das Gewichte des Rießes-
)
- foll seyn funfzehn Pfund und mehr, darf aber nicht unter vierzehn Pfund wiegen, '
Double. Cloche, das alfogenannte Papier muß ein und zwanzigZoll,sechs Linien breit und vierzehn Zoll,sechs“ Unien hoch seyn.
RR Pe
ae Pick ve
Grandes Licorne & la Cloche, das Papier unter diesem Nahmen soll Anne Zol Breite gegen zwölf ZollHöhe haben:
nicht weniger»als.eilf Pfund wiegen.
Das Rieß mußzwölf Pfundnen FEI
A la Cloche, das Papier unter diesem Nahmen soll vierzehn Zoll sechs Linien breit sen, -- gegen zehn Zoll neun Linien Höhe. Das Rieß muß neun Pfund oder WEww. © wichte haben, «aber nicht weniger als acht Pfund.
|
Carr, ober Grand- Compte, oder Carre au Raisin, dieses also FRA Papier, . sowohlAlsdasjenige, welches man au Sabre, oder Sabre au Lion nennet, soll zwan«
- aig Zoll Breite, gegen funfzehn Zoll sechs Linien Höhe haben. -DasRieß soll achtzehn Pfund, ober mehr, aber nicht weniger als fechszehn Pfund wiegen.Carre trösmince, dieses alfo genannte Papier muß eben die Breiteund Höhe haben als - "das Cayre, und das Nieß darf nicht unter dreyzehn Pfund wiegen.
| 4 Pecu, ober "Moyen - Compte, ober Compre, oder Pomponne, dasPapier unter dies
.; fen Benennsoll ung neunze en hn Zoll Breite gegen vierzehn Zoll,- zwey Linien Höhe ha-
ben... Das Rieß muß zwanzig Pfund, oder mehr,aber nicht weniger als funfzehn , Pfund wiegen.
Aldeu tres mince, das Papier unter diesem Nahmen muß eben die Breite, und Höhe „haben, als das 4 I deu, und dasRieß darf nicht mehr als eilf Pfund oder darunter
*
wiegen,
Au ng dieses Papier soll neunzehn Zoll breit, und vierzehn Zoll zwey Linien hoch seyn.
Das Rieß muß siebzehn Pfund, oder mehr, aber uicht unter sechszehn Pfund
" wiegen.
Grand Messel, dieses also genannte Papier soll neunzehn Zoll Breite, gegen fünfzehn. 'Zoll Höhe haben. Das Rieß muß funfzehn Pfund oder mehr am Gewichte haben, - aber nichtweniger als vierzehn Pfund. * Second Messel, dieses Papier foll fiebzehnZoll, sechs-Knien Breite, gegen vierzehn Zoll
Höhe haben.
Das Rieß soll zwölf Pfund oder darüber, aber nicht weniger als eilf
Pfmd wiegen.
A-Petoile, oder & PEperon, er Longuet, das Papier uunter diesen Benetmungen,
0 achtzehn Zoll, sechs Linien Breite, gegen dreyzehn Zoll, zehen Unien Höhe re a
144
Den
Das Rieß fo‘ vitezthn>Pfund, ober wehr, ebernie unter Boy Pfund
u ‚wiegen; Ye
Grand- Cornet, dieses Papier soll siebenzehen Zoll, 1neun Sinten Breite; gegen dreyzehn ' -
Zoll, sechs Knien Höhe Haben.- Das Rieß soll zwölf Pfund wiegen, aper nicht mehr. wals'vierzehnund nicht weniger als zehn Pfund.
Grand- Cornet tres mince, sol . eben die Breite und Höhe haben, als Grand- Cor:. Netz Das Rieß darf nicht mehr als acht. Pfund oder darunter wiegen. >
Ala Main, dieses-also-genannte Papier soll zwanzig Zoll, 'drey Linien breit, und dreyzehn Zoll fechs Linien hoch seyn,
Das Rieß soll dreyzehn Dane oder mehr, aber nicht
unser zwölf Pfund wiegen.
Couronne, ober. Griffon, dieses Papier soll siebzehn Zoll €eineeÜhie Breite, gegen Ibieyzehn Zoll Höhe haben, Das Rieß fon zwölf Pfund und darüber, aber nicht went»
- ger-als zehn Pfund wiegen.
Couronne, oder Griffon'tres mince mß eben die Breite und Höhe haben, als das vorhergehende, und das Rieß- darf nicht ai als sieben Pfund oder darunter
„wiegen, - +4
Champy ober Bastard soll sechzehn Zoll eilf $inien Breite und dreyzehn Zoll, zwey fü . nien Höhe haben.
Das Rieß muß eilf oder zwölf Pfund, aber nicht weniger als elf
Pfund wiegen.
‚Telliere, Grand.- Format, dieses Papier soll siebzehn Zoll, vier Linien breit, und dreyzehn Zoll zwey Linien hochsan Gewichte we zwölf Mat und darüber, nicht weniger als zehn Pfundseyn.
.
.
. Cadran, dieses Papier sol funfzehn Zoll, drey Unien Breite gegen zwölf Zoll, acht ii
„nien Höhe, an Gewichte des Niefes' zwölf Pfund und dariiber, aber nicht unter zehen Pfund haben,
La Telliere, dieses also genannte Papier sot! fechszehn Zoll Breite, gegen zwölf Zelt
' drey Linien'Höhe haben. Das Rieß soll zwölf und ein halb Pfund und darüber wie« gen, Fann aber nicht weniger als eilf und ein halb Pfund schwehr seyn, *
Pantalon, dieses also genannte Papier soll sechzehn Zoll Breite, gegen zwölf Zoll, sechs
- Knien Höhe haben, Das Rieß muß . Pfund oder a nicht aber unter ze-. ben Pfund wiegen,
|
Petit Raisin, oder Baston- Royal, ober Petit Cornet 4 la grande forte, das Papier unter diefen
|
foll sechszehn Zoll Breite, gegen zwölf Zoll Höhe-ha-
ben. Das Rieß wieget neun Pfund und Nenne, und darf nicht weniger als acht Pfund schwehr seyn.
Le Trois O, oder zrois Ronds, ober Genes, das Papier unter diesen Benennwtigen
- soll sechszehen Zoll breit, und eilf Zoll, fechs Linien hoch seyn. Das-Nieß. muß neunPfund und darüber, aber nicht weniger als acht und ein halb Pfund wiegen. 3
5
tit
;
:
|
Papier zu machen,
145
Petit Nom de. Iefus, 2 alfo genannte Papier *) soll. funszehn Zoll eine Linie Breite „gegen eilf Zoll Höhe haben. Das Rieß mußfieben, und ein halb Pfund,0ober-meft,
aber nicht unter sieben Pfund wiegen. -
Aux Armes d Amflerdam, pro Patria ober Idbereas; das Papier unter diesen Bö nennungen muß funfzehn Zoll, sechs Linien breit, und zwölf Zoll, eine Linie hoch seyn, Das Rieß soll zwölf bis dreyzehn Pfund, aber nicht weniger alszwölf Pfund wiegen. Cartier, Grand =format - Dauphine, dieses Papier soll sechszehn Zoll Breite und
| dievzehn Zoll sechs Linien Höhe haben,» Das Rieß muß vierzehn Pfund und darüber, aber nicht unter zwölf Pfund wiegen.
Cartier, Grand- format, muß sechszehn Zoll breit, und zwölf.Zoll, sechs finien hoch
seyn; Das Gewichte des Rießes ist dreyzehn Pfund und darüber, aber nicht unter
zwölf Pfund.
+
Höhe haben.
Das Rieß soll eilf Pfund und darüber, aber nicht Poier als zehen
Cartier, dieses Papier fort funfzehn Zoll eine knie. Breite, und eilf Zoll, sechs Sinien Pfund schwehr seyn.
Au Pot, oder Cartier ordinaire, muß vierzehn Zoll, sechs Linien Breite, gegeneilf Bell, sechs Sinien Höhe haben. Das Rieß soll zehen Pfund und darüber, aber nicht unter neun Pfund an Gewichte haben.
Pigeme oder Romaine, sol funfzehn Zoll, zwey Linien breit und zehen Zoff, vier Linien
(
hoch, am Gewichte des Rießes zehen Pfund und darüber, aber nicht unter acht und
- ein halb Pfund seyn.
-
Espagnol, soll vierzehn Zoll, sechs $inien Breite, gegeneilf Zoll, sechs Linien Höhe, an Gewichte des Rießes neun Pfund und darüber, aber nicht unter acht Pfund haben.
Le Lis, dieses Papier soll vierzehn Zoll eine Linie in der Breite und eilf Zoll sechs Linien.
in der Höhe haben.
Das Rieß Be neun Pfund ober darüber, jedoch nicht weniger
als acht Pfund wiegen,
Petit aa la Main, oder Main Mörie, dieses also genannte Papier soll dreyzehn Zoll
> acht Ünien Breite, gegen zehen Zoll, acht Linien Höhe haben. Das Rieß muß acht Pfund und darüber, jedoch nicht weniger als sieben und ein halb Pfund wiegen.
Petit - Iefüs, soll dreyzehn Zoll, drey Linien Breite, gegen neun Zoll sechs Linien Höhe haben. Das Rieß muß wiegen sechs Pfund und darüber, aber nicht weniger, als fünfund ein halb Pfund
Ta
\
Alle
«> Wielleicht werden" sich viele Leser über die erstaunliche Menge der Papier Sorten in Franfreich und die zum Theil sehr sonderbaren Rahmen fehr verwundern. Da der Unterschied unter vielen Sorten nicht von der geringsten Erheblichkeit ist; so muß man die Ursache in dem spielenden Witze dieses Volkes suchen, der gar zu gern vor den allerkleinesten Unterschied einen neuen Nahmen ersinnet.
eine Bemerkung, die man bey
Dieses ist
allen Künsten und Handwerken machen muß.
entdeFet diesen spielenden ig allenthalben,
Man
?
zeln
1. "Alle die EIERNFERNE, 00:5unter neun Zoll, sechs Sinn Höhe: sind,
Fönnen von. einer Breite, Höhe und Gewichte seyn, wie sie verlangt werden. ; Das Papier so man Trace, oder Tr , oder Erreffe, oder Main- brune;*
- das Papier, mit Nahmen Brouillard, öder& la Demoifelle. Desgleichen die grauen
und gefärbten Papiere, fönnen Breiten, Höhen und Gewichte pn: wie sie 'verlanget verden,
0009 Geschehen und beschlossen in dem Königlichen Finanizrath , gehalten zu Versailles den:‚seen Tagdes Septembers, ein Taufend, ei
mr und ein und vierzig.
|
| ?Se
Unterzeichnet+"%.
Sum denen Papieren, soxvor die Levantebestimmt werden. ds
6. 147:
ash,
Dsschiedener einen Befehl des Staatsrathes von ı z ten. Juni 2724 war in Ansehung ver» Gegenstände Vorsehung geschehen, welche den Papierhandel nach der Fevante intereßiren- Den 14ten Febr. 1739 wurde ein. zweytes Reglement ertheilet, wel„<Hes»verschiedene Verfügungen des vorhergehenden. erneuret, oder verändert hat. Wir
‚wollen in.der Kürze das Merkwürdigfte benbringen, das darinnen enthalten ist.
Die verschiedenen Sorten Papier, welche bestimmt find, nach der Levante-gesendet
„zu werden, müssen.mit'denen Vorsichten und Genauigfeiten verfertiget werden, diein den beyden vorhergehenden Reglements vorgeschrieben sind.
Es.giebt drey- Sorten Papier, die man. in Gewohnheit hat, nach der Levante zu
„verschicken, und deren Größenin bem-Tarif von x741:nicht begriffen sind.
Das Papier,
fo man aux trois Croisans, Fagon de Venise, oder mit denen drey zunehmenden Mon-
wen nach Nenebifcher Art, nenne, folk fiebenzehen. Zoll Breite , gegen zwölf undein halb „Zoll Höhe haben, und wenigstens fechszehen Pfund Marfgewichte wiegen, welches sich mit
zwanzig Pfund Kramergewichte, vergleichet.. Das Papier, so.man. aux trois croiflans,
„oder Lois Junes, nämlich die.drey. zunehmenden Monden; oder schlechthin, bie drey Mon«
' „den nennet, foll fechszehen Zoll Breite, gegen zwölf Zoll.Höhe haben, und wenigstens vierzehn Pfund, zehen Unzen Markgewichte schwehr seyn. Das, Papier,. p Croiferte, ‚das ‚Kleine Creuß heißer, soll funfzehn Zoll, fünf-Linien Breite, gegen eilf Zoll, sechs Linien Höhe haben; und das Rieß muß wenigstens sieben Pfund, fechs Unzen Markgewihte
"wiegen, welches sich mit neun Pfund, vier Unzen Kramergewichte vergleiche. -.
DieiPädpiere, die man Courönne, Cartier, a la Clöche, nennet, wenn ’fievor die
Fevante beftimme werden, find ein wenig von denen im vorhergehenden Tarif verschieden.
Alle diese Papiere können nirgends alsin den-Hafen.zu Marseille eingeschiffet wer» "den, wo fie mit:Zeichen- versehen werden müffen, in deren Ermangelung die Consuls ven franz
|
i
Papierzu machen)
ee,
ten des Regotianten nach al Kos auf en b sel e di d, fin gt befu ion Nat n che zöfi Frän „zurüc zu Win en
Bon TR,Papier,ie ein Büttyesele naß der © | “
wohnheitin einem Tage verfertigen muß.
:
NV“ haben diesen Antike verspährer, 1um1 Ihn nach dem Tarif feine Stelle zu ua
obschon 6. 85'davon die Rede gewesen ist; weil er vörausseßet, daß man die Nah»
men, die Größen und dieGewichte der verschiedenen. Sorten Papier kennen muß, davon
wir zu reden haben.
Die Menge Papier, welche die Büttgeseklen liefern müssen, find
durch einen ziemlich allgemeinen Gebrauch in Frankreich genugsam bestimmt. Unter» dessen fällt es ihnen sehr leicht, mehr zu verfertigen. Ihre Tagewerke sind fast allezeit gegen zwey bis drey Uhr Nachmittag schon zu Stande gebracht. Allein man scheuet
fi, ihnen mehr aufzugeben. < Sie würden allezeit zu guter Zeit damit fertig werden wollen; und die Arbeit würde desto schlechter gerathen.. In denen kleinen. abgelegenen Papiermählen,. und in den Provinzen, wo der Eigenthümer selbst vor seine Rechnung ar»
ya find die Tagemwerfe stärker ‚ und'das Product ungleich beträchtlicher , wieGISCHE 6.132 sehen fann.
Die Büttgesellen liefern von dem großen Adlerpapier, Xgrand aigle), wovon das“
Rieß ohngefähr 130Pfund wieget, täglich nur ein Rieß: -Wenn fie große Sonne (grand
Soleil) machen; fo liefern fie ein Rieß und zehen Bücher. -
Rieß, Bücher
he
SE
Grand Colombier, oder Imperial, Chapelet, grand Atlas
Soleil, petit Soleil, grande fleur de lis, petit Chaptera, FR plnt giea
lache 41549
Grand lefus, oder Super Royal Grand. Royal Etranger
'Grand Raisin fin double, oder Moyen double Br Petite fleur-de Lys, grand Lomb Conceptpapier oder graues geleim-
E
BER
tes, Royal Concept, Grand Royal Concept, Grand Raisin, ordinaires, feines, mittleres oder Conceptpapier
FE
Petit Royal Concept, ordinaires Lombard. oder Grand-Carre, schlechte -
Maculatur, Grand Messel
6
»
- Grand Cartier, oder Grand format Dauphine, Champy ober Bätard, Telliere grand format, double Cloche Conceptpapier
m
Cavalier fein und mittel, Carr&, oder Grand Compte, fein, mittel und
schlecht, Ecu oderPowpönne, au Coutelas,& la Main T 3
-
:
7
=
Petit-
'
-
. t s n u K i8 iD 0 5 n S
148 -
-
Rieß, Bücher
-Paetit-Cavalier fein und mittel , aux Armes F> Amsterdam,a PEtoile : oder Eperon, oder Longuet, Telliere, Couronne oder Griffon, Pantalon, Cartier grand format
FE
ee
" Grande Licorne, 31a Cloche von schlechten, Cadran, Cartier
“8 Be
Petit Raifin ober Baton Royal, oder Petit Cornet von der, größten Sorte
9 Rieß oder 8
A la Cloche mittel und schlecht, au Pot, ober orbinair Cärtier Les trois O, oder trois Ronds-
131
no
8
153
9 oder 10Rieß oder 8
10/5;
Petit Nom de Jesus fein und mittel, Espagnol, leLys, Petita lamain,
>
- oder Main fleurie, Petit Jesus, wovon das Rieß sechs Pfund wiegt + 9
uu
Von denfgrauen und andern Papieren, welche weder zum -
Schreiben, noch zumDrucken dienen,
$.149.
en ie Materie der braunen und rörhlich gelben Papiere, die zu Rouen verfertiget wer-
' den, ist nichts anders, als die alten Neße und Schnüre der Fischer, und das abgenußte Seilwerk von Schiffen. Die Farbe, womit diese ersten Materien durchtrungen sind, erhält sic) ohngeachtet der Waschung und Zerreibung in den Stampflöchern,
-
Das fo genannte Demoifelle mince Papier wird aus den feinsten Zäsern der Fischerneße gemacht, deren Fäden sehr zart und die Maschen enge sind. Der Zeug darzu
- wird mehr gestampfet, indem man ihn eine längere Zeit in den Stampflöchern läßt. Er verliehret dannenhero mehr von seiner ersten Farbe, derohalben wird dieses Papier mehr weißgelber, und gleichsam von einer röthlichweißen oder Zimmtfarbe.
Das Papier, die so genannte Demoilelle forte, deren Farbe etwas mehr in das
-
dunfelbraune fälle, bleibet eine kürzere Zeit unter den Stampfen. .
Diejenigen Papiere fo Fofepb Raisin und Quarre Mufe heißen, werden von der zweyten Sortirung gemacht, nämlich von Fischergarn und Seilwerk, die weniger fein sind; sie werden nicht so fein gestampfet; und sie haben auch mehr Farbe. 5 Diese zwey Sorten werben insonderheit gebrauchet, die Stücken Leinwand, von St.
Quentin, Beauvois, Troyes darinnen einzuwickeln; weil ihre dunfelbraune Farbe, das Ansehn von der Weiße der Leinewand desto besser erhebt. Man vermuthet, daß die Fabricanten ein wenig Kühnruß in ihre pe thun, um die braune Farbe dieser Papiere zu vermehren.
Das fo genannte Papier 3 Sacs, welches aus den gröbsten Habern der Garne und des Seilmerfs gemacht wird, ist gleichfalls sehr braun. Allein gleichwie es nach dem Gewichte verfaufet wird: so hat man die Fabricanten inVerdacht, daß fie etwas vou erdichten Theilen darunter mischen, um das Gewichte zu vermehren, „Denn ohne diesem Umstand
149
r machen, Papiezu
|
so e, ck Di en oß gr er in fe tet ch ea ng oh , es e wi ; en nn kö en Umftand würde man nicht begreif ie
:
h. c *) nnte ißköli leicht zerreseyn
nhe ac m er pi Pa m zu e ch el w , n ie er at - Von verschiedenen M ‚gebrauchet werden könnten.
e
ir
:
$. 150.
6. hr Be dem s au h doc wir en seh so istz n ei gem r seh pen Lum der 4m 5 schon die Materie das Papier fast-eben so gemein seyn
spiele der Orientalischen Völker ($.169), daß n che ma sen ch wä ge zen an Pfl den s au r lba tte mi un bst sel es n - fönnte, als es ist, wenn ma
r wi nn we , sen las ein g un ch su ter Un ße nü un ne kei in ach mn wollte. Wir werden uns de r pie Pa ng ibu rre 'Ze die rch du en lch we s au , en cht tra be ien ter Ma ere and noch verschiedene 5
gemacht werden könnte.
|
die sich en ien bed sv d; fin ten sel pen Lum hen nlic die re pie Pa n iße Wenn die zum we
n, rde we t che rau geb e ier Pap ben gro zum r nu it Ze r ere and zu die , Arbeiter dererjenigen
en geh er ass lkw Ka ein rch du he solc sie daß g, tun rei be Zu die pen und fie geben diesen Lum
lassen,
Vermittelst dieser Zubereitung zerstöhren sie die fremden Körper, die sich in den
n ge ser Zä en en lein die ch au sie en seß it Ze er ich gle zu ein All groben Materien befinden. tli» sen we den von l vie ren lieh ver und eil, Th zum sie n hte nic ver fie er; and ein allzusehr aus
"Zz
n. nte kön en dien t hei ffen cha Bes rer and von n iere Pap zu die n, eile dth tan Bes n ‚che
Um diesem Mangel zu statten zu kommen, machte ehedem Herr Guetard zu Etams | em ind n, che ma zu dig sfin au ien ter Ma ere and pen Lum der tt pes verschiedene Versuche, sta
nd wa ine Le r de d un s be we Ge s de d an St n de in er die Pflanzen selbst nahm, die noch nicht
, nte kön n che ma aus dar ier Pap n ma daß te, the mu ver er n che wel von und , ren wa - gebracht ob es schon schwehr heraus zu ziehen wär,
ir
Ex
6. 151.
haSich die et lad e cht chi Ges en ich ürl nat der r me kam aß Sch er fein in ba Se Albert
- ber der Versuche gleichfalls ein, an diesem Vorhaben zu arbeiten. „Es scheinet mir, „fagt er, daß es unsern Ländern nicht an Bäumen fehlt, die geschickt wären, Papier dars, gra See Das te, woll n ende aufw en Kost und e Müh nur man n wen , hen mac zu s „au
FS
7
„» vel»
*) Hier folget ein Verzeichniß von einer Menge von Nahmen der Maculatur und Lösche Papiere, die um Rouen in der Normandie gemacht werden; denn auch hier hat sich der französische Wiß beschäftiget, viele sonderbare Nubmen ausfindig zu machen,
dieseMühe nehmen würde. Da mit welchen sich ein erusthastiges Volk schwehrlich Ich aus diesem Verzeichnisse nicht den geringsten Nußen in Teutschland weder zur FKenntniß der Commercien, noch zu Verbesserung unserer Papiermannfacturen habe - " einsehen könnenz fo habe ich mich unkerstanden, es wegzulassen. Das ift aber auch der einzige Fall, wo ich mir diese Frepheit genommen habe. Denn ich glaube nicht, daß man wie die französischen Heberfeger mit feinen Urfchriften umgehen muß. u
150
"Die Kunst
„welches aus langen, starken und haltbaren oder klebrichten Fähen bestehet; wärbe göwig „zu diesem Vorhaben geschickt seyn, eben so wie die Moscowitischen Matten; wenn man sie
„folchergeftalt zubereiten wollte, wie die Japaneser mit einem ihrer Bäume verfahren, Der P. du Halde und andere Schriftsteller lehren uns, daß das Sinesische Papier
ohne Unterschied aus-verschieden Arte enn von Pflanzen gemacht wird, (wie man $. 169
sehen wird).
Kämpfer und Sebaunterrichte uns n, daß das Papier in Japan aus der
zweyten Rinde einer Art eines Maulbeerbaumes gemacht wird. (Man sehe unten 6.181 Herr de la koubere sagt, daß es die Siamefer aus alten Lappen von baummollenen Zeuge,
ober aus der Rinde eines Baumes, der in diesem Lande Tonco? heißet, verfertigen; Fla-
court beschreibt die Art, mit welcher die Einwohner zu Madagascar das ihrige aus einer Art von Pappeln machen, die sie Avo nennen. Endlich erzählen alle Reisende sowohl von Jndien als von America auf eine überzeugende Art die Vortheile, mit welchen man
den Palmbaum zu verschiedenen Geweben nußet; und ohne Zweifel würde es leicht seyn,
auch Papiere daraus zu machen, '
/
'
-
Die Bequehmlichkeit, welche die Papiermühlen um Etampes herum dem Herrn
Guetard an die Hand gaben, um mit denen zum Papiermachen dienlichen Pflanzen Vere suche zu machen, verursachte, daß er davon viele zusammen brachte. > Nachdem er alle
Schwierigkeiten überstiegen hatte, die man allezeit bey den Handwerkern findet, wenn es darauf ankommt, daß sie eine neue Sache in der Ausübung ihrer Kunst versuchen sollen; sv gelangte er endlich dahin, daß er darinnen viele merkwürdige Versuche machte. Wir
werden davon Nachricht geben, wenn wir zuförderst seine Betrachtungen mitgetheilet ha« ben, die, so zu sagen, die Botanische Geschichte des Papiermachens insich enthalten.
$. 152.
Unter der großen Anzahl von Pflanzen, deren man sich zum Papiermiachen bedie-
wet hat, oder von welchen man vermuther hät, daß fie zu diesem Gebrauch göschit wäten, entdecket der Kräuterkenner eine gewisse Ordnung und Verhältniß. Die Menschen in verschiedenen Ländern sind hier durch eine gewisse natürliche Analogie geleitet worden: Sie haben keine Pflanzen gesuchet, die von benenjenigen, die schon in Gebrauch waren; in der Aehnlichkeit weit entfernet waren. Sie haben sie freylich aus verschiedenen Ges schlechtern und, selbst aus verschiedenen Classen genommen, aber allezeit in gewissen Gräms en, ohne daß fie viekleicht selbst Darauf Betracht gemacht hätten.
In der That scheinen
ie meisten Pflanzen aus nicht als in der Länge liegenden langen Zasern zu bestehen, die mehr oder weniger dicht auf einander liegen, und deren Zwischenräume“ mit einar andern
"Substanz ausgefüllet sind. Von dieser Art find diejenigen, die irdie Classen. der Palmar»-
tigen, derGroßgrtigen, der Silienartigen und derFlachsartigen Pflanzen gehören.
$. 153.
zB
>
SEINE
NE
ED
,
Asiatern und Americanern am meisten.zu ihrer Kleidung, zum Seilwerk, zu Segeln der
Schiffe und zuandern häuslichenGebrauch gedienet hat. Fastalle Theile dieser Bäume
find hierzu angewendet worden, ob man schon nicht ohneUnterschiedalle Theile eben dess selbigen Baumes genommen hat. Diese Völker Haben von dem Palmbaum, der bey
ihnen wächset, dasjenige erwählet, was er zu ihren. Absichten und Arbeiten an dienlichsten-
hatte. An den einen hat man die erste Flucht des Palmbaums erwählet, die vor der Blüche vorhergehet, und die rechte Frucht umgiebt, ehe fie reifwird, oder diejenige, welche
die jungen Blätter unterstüßet. An andern hat man das rauche Wesen genommen, wel ' <es die Frucht umgiebt. An andern Artenvon Palmbäumen hatman die jungen und
zarten Blätter erwählet: und wieder bey andern hat man endlich die Rinde vorgezogen. Von dem Cocusbaume hat man die Frucht , die äußere Schaale derselben , die Blätter
und die Rinde nach den Bericht der Reisenden darzu genommen. Rumpböus in feiner Geschichte der Pflanzen von Amboine sagt eben dieses von dem fogenannter Calapa.
DerPinanga, der wilde Lontarus, der Tecum, der Hacum, der. Wanga, welches andere Arten der Palmbäume sind; liefernin ihren Blättern einen mehr oder weniger
feinen Faden, dessen sich diese Völker bedienen, um Gewebe daraus zu machen.
Sie ha«
ben so gar die Blätter des Hakum 'und des Soribi FreeEE„um sich derselben an fast des Popieres zu-bedienen.
-
Wenn man ber,Pflawzenhistorie des Ray (Teom. IL. p.1358) glauben darf, fo‘
schließet der Corusin seinem Kern ein Buch Papier von 50 bis 60 Blätternin sich, auf
welche man schreiben Fann,
Es hat mit diesem Papier des Corusbaumes eben die Bes
wanntniß, als mit demjenigen, das man mitten in einer Fruchtin Peru finder, davon - Herr Frezier in feiner Reise nach dem Südmeere redet.- Dieses will wahrfch einlich fo viel sagen, daß der Kern des Palmbaums, und das Fleisch dieser Frucht fi) bequehmia
„Blätter von einander absondern läßt.
Die schönen künstlichen Blumen, die man aus
Sina bringet, werden von einer Art eines Fliederbaumes gemacht; und iman hat Bücher gesehen, die aus der Wurzel einer Art von Pappeln gemacht find, worzu Feine andere Ar- _
beit erfordert wird, als daß fiein Blätter von einanderx: abgesondert, und mit Geschicflich« Reit getrocknetwerben.
„Man hat zu eben diesen Gebrauch, den Mu/a, or das große Indianische Rohr; das
-
man auch Adamsfeige nennet, angewendet, wegen der erstaunlichen Größe seiner Blätter, davon ein jedes zureicht einen Menschen einzuwickeln, wie sie denn in der That zum Bes geäbnißder Toden gebraucher werben,
Die Klienartige Classe fehließet die Aloe und die Yucca in sich, Pflanzen, die vol* fer Fäden und“Zäsern, umd«gefchickt zum Papiermachen sind, Man hat aus der Aloe u
den
RN
Die:Cafe pe Palwartigenist eine von denenjenigen, welche denen Indianern, x
3
IRB. ©
Papier zu machen. N
Er
152 Die Kunst den dei feine Eigenschaft, -daß-er sich nicht ausdehnen läßt und el: die gemachten + physicalischen Versuche bekannten Faden gezogen. Der P: du Tertre (Hif, nat. des Antilles) befchreibet die Art, wie man aus der Pflanze diesen Faden herausziehet. Hans Sloanein dem Verzeichniß der Pflanzen von Jamaica redet auch von dieset. Aloeen. Seine zweyte Art ist diejenige, die Caspar Bauhin iin ig Pinax r =
die eilfte Art der Papierpflanze nenne.
- Clusius, in seinem Tractat von ausländischen Pflanzen, Seite 6, redet von eis
nem aus einer Baumrinde gemachten Knauel Zwirn oder Faden, welche nach der Meis nung des Schloane gleichfalls eben dieselbe Aloe ist.
Johann Bauhinus (Historie der
Pflanzen Tom. 1. pag: 384) schreibet den vunus aus und sagt, daß dieser Zwirn sehr fein und weiß sey.
“Die dritte Gattung von Aloe des Schloane, welche jedoch eine wahre SHvon SE
ist, istin Laetius, Seite 645 unter dem Nahmen einer schönen Gattung Hanf oder Flachs bekannt, welcher der Seide sehr nahe kommt.
Seba hat in seinem ersten Buch die Ge-
stalt zweyer Blätter von einer Pflanze beschrieben, die er Wasserbinsen von Surinam
nennet, fo aus unzähligen Fäden bestehet, und er bemerkt, daß diese Binsen in Ansehung des ya zu ziehenden Nußens untersuche zu werden verdienen, $. 155.
Man hat die Materie des ersten Papieres, welches diesen: Nahmen verdienek, aus der Classe des Grases genommen, so wie man in Anfange'dieses Werks gesehen hat. Do-.
don hat das Kolbenrohr oder Wasserrohr als eine zum Pipette schicklich Pflanze angeseben und hat fie ebenfalls Papyrus gertannt.
Der Bambus oder.das Bamboesrohr, dessen sich die Chineser bedienen (171) ist
auch eine Pflanze, die zu eben dieser wen gehöret.
Er Heißer bey dem Johann Baus
hinus, Seite 18 Baumrohr,
Zw
6. 156. Die Birke, die unter die. Classe-der Pflanzen gehöret, deren Bluniem'in so genannten Käggen oder Lämmergen bestehen, wie die Hafelftauden und Weiden, ist eine von den
ersten Bäumen gewesen, dessen Rinde zum Schreiben gedienet hat.
Unterder“Benen-
nung der Rinde muß man wie es feheinet, allezeit die innere Lage, die unter der äußersten dien Rinde liegt, und hölzigt zu werden bestimmet ist, verstehen, welche innere Rinde allezeit Liber genannt worden ist.
Rumphius beschreibe zwey Bäume mit den vorhingedachten Käßgen oder kim.
mergen, die er zahmen Gnemon und wilden Gnemon nennet. Seinen Nachrichten zu- folge, ziehen die Bewohner der Insel Amboina einen Faden aus der Rinde der Zweige,
welche fie ein wenig schlagen. Dieser Faden diener ihnen Neße daraus zu machen, welche fiein einem gewissen Saft kochen lassen, damit sie mehr dauerhafter werden, uud. der" .
Fäul-
IEE» ER Papier zu machen. rVe fe e bi n, fu rth we e üh M r de e rd wü s E n: ge mö . FSäulniß weniger unterworfen seyn; vielleicht könnte man daraus etwas hernehmen, wo: n richtung genauer zu untersuche
re. wä e nd Se im n che ma zu ner me kom voll e eg ern Sih und g r “ n ma durch: g 157. .
an Pfl der sse a Cl er n ei zu n öre geh l sse Ne die d un um rba .. Der Hauf,der Maulbee sind auch zum Papiermachen
zen, deren Blüten unvollständig sind, Alle diese Pflanzen - gebrauchet worden,
der , nze Pfla r eine von et red an Jap aus n nze Pfla der ß hni zeic Ver dem Kämpfer in
man vielleicht den Nahmen des weißen Hanfes würde geben fönnen, die aber dieser Schriftsteller, die große gemeine Nessel, welche rechte und völlige Blüten trägt, nennet, * und welche starke Faden giebt, die zur Verfertigung der keinwand und zu andern Arbei- , + ten geschickt sind,
-
geier Pap he nisc japa das von wo , um Ba igen jen den nen nen a Seb Kämpfer und
macht wird, wie man es bald sehen wird ($. 181); einen Maulbeerbaum oder Papyrus, und die Frucht dieses Baumes, ist-in der That der von dem Maulbeerbaume ähnlich.
Der P. du Halde (Tom. 2, S. 212) sagt, .daß eben der Maulbeerbaum, dessen Blät-
ter bie, Chineser zur Nahrung vor Seidenwürmer gebrauchen, Zweige treibe, deren
Rinde diene Papier davon zu machen, -welches stark genug fen, die gewöhnlichen Son; nenschirme, oder Parasols, damit zu überziehen,
Man kann.hieher auch eine Pflanze rechnen, die die Aaponrfer zum Papiermachen gebrauchen, deren Classe wozu sie „gehöret,. man in dem Berichte des Kämpfers nicht
genau erfennen fann,- Ex nennet.sie, Papierpflanze, die sich auf die Erde legt, welche
Milch giebt, deren Blätter | charf sind, und die eine gute Rinde zum Papier hat.
*
Herr Guetard seßet auchin diese Classe einen Baum, von welcher Seba T. 2.
Tab. 168. 169 redet, mit breiten, langen, abgefürzten, glatten, glänzenden Blättern, die -
den Blättern des korbeerbaumes ähnlich sehen, dessen innere Rinde sich als feines Leinen ausbebnen läßt, wie das zum Nesseltuch. . Dieser Baum heißet Lagetto, fer, bey welchen er wächset, machen davon Kleider,
Die Völ-
- -
Der Hanf, als welcher zu eben derselben Classe gehöret, fann wd auf eben die Art
zum Papiermachen dienen, selbst ohne vorher in dem Stande der Lumpen gewesen zu seyn.
Der Pater dü Halde erzählet, daß man zu Nangha das Papier von geflopften
und mit Kalkwasser vermengetem Hanf mache T, IV. pag- 3735 und. Herr Guetard
zweifelt nicht, daß die Schäben der-Hanfstengel, oder. dasjenige, was unter.die Breche
'fället, wenn man den Hanf oder den Flachs zubereitet , zu eben dem Gebrauche dienen könnten. In den Werkstättender Seiler und. in den Zeughäufern, wo man sehr viel
Hanf verbrauchet, weiß man mit dem Werg nichtszu „machen; man wirfet es also weg
oder.man gebrauchet es zuweilen als Mist zu den Mistbettenin.den Gärten.
Indessen
pier- bekommen.
$. 158.
ist diese Substanz von ebender Art als der Leinwand> ihre, wovon wir hernach das Pacor Muri oA zupim
y
ee um ‚Herr Buetard hat wohlgehechelten Hanf, der von allen Schäben, was bey der Zirbereitung des Hanfes unter die Werkzeuge fälle, wohl gereinigt worden, faufen und
“ stampfen lassen, und er bekam daraus sehr starkes Papier. "Er versuchte nachher die
Schäben vom Hanfe als eine der, gemeinefien Materien. Nachdem er fie in Waf-
fer hatte faulen laffen, fo ließ er fie stampfen. Man fügte zu denselben aus Unacht-
famfeit einen Haufen Pappeln und Neffen hinzu, die er besonders hatte faulen lassen;
man befam davon einen Teig, der schon in etwas zufammen hängend war, und der es
wahrscheinlicher Weise noch mehr gewesen seyn würde, wenn diese verschiedene Materien , 9) n re wä en rd wo elt nd ha be t Ar e ch nli die e ein f jede besonders au
+
L2%
027
Es ist in dent 8conomischen Journal vom Monath April 1751 von einer Mänitfactur von Nesselzwirn geredet worden, die zu Leipzig angelegt wurde. Nachdem. die Pflanze, ‚welche Vrtica vrens maxima genannt wird, “und in Frankreich! ziemlich ge-
- mein ist, noch grün eingesammlet worden war, jedoch zu der Zeit, da ihre Stängel schon etwas verwelket sind; so ließ man sie trocken werden, und drauf dergestalt zerquetschen, daß das Holz aus der Mitte der Rinde heraus gieng. Diese Rinde ist eine gewisse Art von grünem Werg, welches man als Flächs zubereiten kaun, das fich fpinnen
läßt, und einen dunkelgrünen sehr ebenen und za sth wid; beynahe einem" wollenen Faden gleich kommt. Wenn dieser Faden gefod e'wird“; so giebt er einen
grünlichten Saft, allein er wird hernach viel weißer, glätt r und fester. * Diese Ver-
füche, die im großen und mit gutem Erfolg angestell "worden find, um es fo weit zu bringen, Leinewand daraus zu machen, würden ‚ohne Zweifel auf gleiche Weise nach Wunsch von statten gehen, wenn es darauf anfäme, Papier daraus zu machen ° are
IG
Cern, Pu rds rue
re
Die Clässe der Pappeln giebt ebenfalls" flanzen zum Papiere her. Alle Mahotsfträucher in den antillischen Inseln geben länge gehechelte Haare, so zu dem Seilwerk 3e-
schickt find. Der Herr Stoane in seinem Verzeichniß der Pflanzen auf der Infel Jar maica redet von zweyen Pappeln die diese oo, "8 * Dieeine ist ein Pappel-"
batim vondenenjenigen, die an den Ufern des Meeres
fen, mit runden, fleinen, schat-'
sponnen werden Fahlt p.95.
P:'du Tertre fo genannter Malog, .
. Fen undunterhalb Weißen Blättern, welche eine gelbe Blüthe hat und deren Rinde geDieses ist ein von dem
Die andere ist eine Baumpappel mit ründeh Blättern, With eirie große Blume von helle rother Farbe hat, die der Lilienblüme ähnlich ist, deren Rinde gleichfalls Fäden Fieber. Mit einem Wort, die Baumwolle, wopon man’ vgroßen Gebrauch zum Papier Beh
—
N
RR
IA
DIENTE
420.310 ir
*) Journal osconomiqus, Aout 1 7$1.!P. 102.
76.7
—
N
r. mächen Papzuie
[]
5
|
s nge Flei h glic län hin en lich öhn gew der aus . hat rd eta Gu rr He . nze pfla pel Pap e ein ist t, Ha l we und t ach gem ier Pap kes star s, iße we s, tte gla ein olle mw Bau n pfte tam ges nen lage sch n der Län hen solc in rde wü h suc Ver . ser Die . ach spr ver n rige uns des eil ches alle Vorth
; ist. ein gem en inn dar . olle mw Bau die als , rar nso ebe f Han der o „w n sey ltig gü nicht gleich ges ss iere Pap zum et gieb um olle mw Bau der ht uc Fr die s che wel , sen We che il rau e das W nen,-
kön n che ma uch bra Ge n ide We r de le ol W der von h auc ht nic te ll man schickt ist, so
et mit en sie ihre Käbgen ober Lämmergen, wovon bisweilen dieErde ganz bedeckist,
Blei gefammfet würden? Der Versuch würde damit leicht zu machen seyn.
« lie , t find lle fü ge an z gan len tei bis en es Wi ern ag .m dig t mi wo s, 1.) Der Linagrofi
fert gleichfalls ein dergleichen rauches Wefen, womit nicht undienlich, seyn würde, einen
mTro n nnte ena sog dem , ilch lsm Ese n nnte ena sog r .de mit als. l woh fo , hen mac zu h suc Ver
petenholz und mit einer Menge anderer Pflanzen. Das rauche Wesen der Eselsmilch, „in Frankreich, Ouette genannt, Apocynum majus Syriacum erectum hat-ebenfalls wer t nge ehä aufg le Sei die auf es. daß r, wa ug gen f ftar hes welc n, ebe geg Bogen Papier “den konnte, um. daselbst zu tronen, allein es zerriß gar zu leicht. Dieses rauche Wesen* der Eselsmilch. befteher bloß aus Haaren, Federbüschen oder Arten von Federn, welche
rocken und wenig biegsam. sind ; anstatt daß die Baumwolle Haare sind, welche von dem aamen in kleinen Puncten ausdünstet, welche man leicht von aussen durch das Verrößerungsglaß gewahr wird.. . Dieses Br ziehet sich anfangs in Fäden als
Tüßiger Gummi, darauf wird es in der Luft hart. Auf gleiche Art verhält es sich mit.
der Wolle der Disteln, so wie die pärisischen Cordebenebicten find.
Er wird durch'Drü-
sen filtriret; bie in dem Innern der Schuppen liegen, welche ihren Kopf ausmachen. Man
wird 6.165 die Art sehen, auf welche man dieses rauche Wesen eben sowohl als die andern gar zu trodenen Materien verbinden könnte; und vielleicht hat man es schon ins Werk m ded “Tx?
geh . Wenigstens geben Plinius und die meisten Botanisten vor, daß man sich der
Wolle gewisser Disteln bedienet habe, Zeuge daraus zu machen, hauptsächlich derjenigen welche genannt wird: Garduus romentosüs Tarifolius,, oder Acanthium, 8%wS1w
Diofe. folia gerit spine albefimilia, in fummo vero eminentias aculeatas araneoja lanuginie obdu&as,e qua colledta textaque vestes bombycinis Similes fieri
ANER aut. DEU, 383» 6:
Unabhänglich. von den Classen der Pflanzen. wovon jebt geredet worden ist, so ha-
ere and in ch glei fie ob n, tel Dif die st selb und he buc Hag die e, Lind die , chs Fla ben der Classen geseßt werden, gleichfalls die Eigenschaft Papier zu bilden; denn die alten leine-
nen $umpen werden in unsern Manufacturen fleißig wieder gesuchet, und die Linde wird
gebrauchet5“ Seile.dävon;zu,machen, welches zur Gnüge eine Biegsamkeit anzeige, die
-* tüchtig.ist, Papier zy, bilden, 7 ..
m.
u3
;
6.163.
R!
156
Die Kunst N
he
1634
„A
Eben dieser Schriftsteller, indem er von der Luffa Arabum redet, welche er als „eine Art Gurken anfiehet, sagt, daß das Inwendige ihrer Frucht, wenn man den Saas > men weggenommen hat, nur-eine Art von Neße ist, welches man vor Flachs halten solltez und er muthmaßet, daß man daraus einen gehechelten Flachs erlangen könntez
wie, nach dem Theophrast, die Ethiopier und Indianer dergleichen aus. ihren rauchen baumwollichten Aepfeln ziehen, und wie die Araber nach. dem Zeugniß des Plinius von
dem Kürbis bekommen,
;
ge
Seba hat gemuthmaßet, daß man auch aus ben Meerpflanzen Papier machert könnte, nämlich aus dergleichen wie das Meergras ist. Es ist wahr, daß dasselbe eine große Weiße erhält, wenn es, vermittelst eines starken Wafchens mit Meerwasser, in« gleichen durch den Regen und Thau das Fleberichte Wesen verlohren hat, womit alle
| ex Meerpflanzen überzogen find, Der Fucus oder das Meergras, welches so zu reden das Ufer des Meeres ber
de>et, und dessen man sich bedienet die AeFer zu düngen, erlanget dadurch auch eine
gewisse Weiße ; und Herr Guetard hat so gar bemerket, daß sie noch überdieses ihre Fe-
ftigkeit und Figur behielten, eine Eigenschaft, die es zu der Arbeit des Papieres gefchict =. BE machen würde. Die Pflanze, genannt Conferva Plinii, welche sich nicht nur an dem Ufer des
s fafe sehr inet fehe et, find n pfe Süm und n dfee $an rn unse n alle in auch dern son s, ere Me
richt und zu eben diesem Behuf schiflich zu seyn... Loysel in feinem Verzeichniß der.
Pflanzen in Preußen nennet sie Wassermoos mit weichen und sehr feinen Fäden. Man
hat Versuche damit angestellet.
Eine Prinzeßinn ließ. dasselbe spinnen: allein man hat
wahrgenommen, daß es, wenn es trocken geworden, gar zu zerreißlich wurde.
„Herr Suetard hat ohne Erfolg die Pflanze, welche Alga vitrariorum, die Cot nich nte kon g Tei r De tet. rbei bea d, wir t ann gen ii Plin va fer Con der und es id llo ra s, rke Ma en eign s eine voll n nze Pfla er dies ile The die daß en, schi es , den wer en verbund wie n, sey zu ch rau und he fäfic ht, eric zäs tatt ans , ren wä d run und ns glatt, voll Bläsge . das lick Anb ten ers den auf sich n ma rde wü och jed , ert ord erf es ier es die Bildung des Pap mit leicht betrügen. Man übergab der Academie schon vor vielen Jahren eine wollichte wo r, wa den wor n nde gefu s See s eine nde Gru im um her ß Me um die rauche Materie, von sich die Einwohner große Vortheile vor den Handel versprachen3 allein es befand
sich, daß dieses nichts anders war, als der Conferva, wovon wir eben ißt geredet haben, 6. 165.
Herr Guetard schläget auch einige Mittel vor, durch welche man die Fehler der
Ouette, oder des Conferva verbessern könnte, um sie zum Papiere geschickt zu machen.
Wenn
7
Papier zu machen.
072
408 =
, en rd wo et pf m sta ge ich gl än nl hi n ze an Pfl se die m - Wenn man zum Exempel, nachde »as W n ei e, hm ne r se as W es ht ric eb El er od s te ig m m gu n ei rs se as W en oß bl s de le el St e bi n a zar hw Sc z, ur lw al W , ln ze ur hw sc bi Ei n, lle Fe n ser, in welchem man Abschnißel vo e di rch du da an m e rd wü fo ; en ss la en ch ko tte hä n ie er wurz, ober andere ähnliche Mat t hi sc ge es lch we n, he eic ftr er üb el itt nm he isc Zw Theile des Teiges mit einem gewissen as W s da , yn se ch gli län hin es e rd wü ht eic ell Vi . *) r en e nrbdind wäre, sie miteinzuave -ser, so man in die Arbeitsbütte thut $. 81. auf solche Art zuzubereiten.
t Ar e lich hn wö ge die f au t fie at st an n, ge Bo die n ma em „Vielleicht würde man auch, ind
s de e eil Th e di e, ret mi for n ke ruc nd me sam Zu s rch du n, de bil durch die Eintauchung zu ;
. en ch ma d en ng hä an r de an ein an hr me es ig Te
DE
n de Fä ten de bil ge va er nf 'Co r de l ge än St r ne de hie Die durch die Vereinigung versc
s au n de o als n ma em ind z n iße rre ze zu hr we sch d un e, ek Di find schon von einer gewissen
de Di bie n ge Bo en jed em ein n ma te nn kö so te, ite re sb dieser Pflanze gemachten Teig au rkwe be e rig üb s da r he ch na e rd wü n ce rü nd me fam Zu s da d un , "geben, welche man wollte 'zu n ge Bo e nn dü so re, wä ch gli mö ht nic es , ß da en ag tr zu h stelligen, Es könnte sic so r nu ch au n ma nn we ein All d: fin res pie Pa en lich machen, als die Bogen des gewöhn
r de ein ch no den s che sol rde wü so ; en ch ma zu s rau da weit gelangen sollte, Kartenpapier Gö r ge rdi wü n nte ica br Fa n ige ier ug ne es ein er od rs he rsc rfo Untersuchungen eines Naku
"genstand seyn,
|
s da so r, pie Pa s Da , en eck erw e rd gie Be se die ich ml Die Eselsmilch sollte vornä
d un t gu ll Fa n isse gew em ein in er lch we , nz Gla n ige arb erf silb en von entstehet, hat ein
we m zu n, rde we t be we ge d un en nn spo ge nn ka n se - nüßlich seyn könnte. Sein rauches We nigsten, wenn fie mit andern Substanzen vermischet werden.
Herr Rouvierre erhielt vor
e lch we , sen las zu en tig fer ver e ug Ze ze an Pfl ser die s vielen Yahren ein Privilegium au vor ld Wa dem in e, vill ou Arn zu n ma te leg lich folg z nte nan n tel Dis von ge Zeu man Fe er od n se We n che rau sem die n Vo . an n vo da eti ng zu an Boulogne und anderswo Pfl ch rei nk Fra in ze an Pfl die et cht gea ohn ) ** . &io 4 wie hr me ht nic nd dern kostete das Pfu rde Wi ene ied sch ver ch dur n rde wu tur fac nu Ma ser die n eite Arb die och jed rz wa rar noch
fegungen unterbrochen,
Der
ich chl bre zer lt sta rge de rde wü e e P s da er ab n, rde we en nd bu 8) Freylich würden sie ver wie Glas zerspringen würde. Dieser Erfolg ist
- . seyn, daß es bey jeder Biegung l, sol en ach sm au g un nd rbi Ve die ein a m Lei der nn we , lich tür na d un sehr gewiß n ste be die als er ur the l ma hr me d un ey zw die n, 5x) Dieses würde eine theure Materie sey
tes Ma e all ß da t, ha n ehe ges ein ht nic n ma ß da , ert nd wu ch Lumpen käme. Mi achen nichts rm pie Pa m de zu t, ch ma e üh M l vie r seh g lun mm sa Ein rien, deren
E
I
n wo ge e ng Me in ie er at M e 2 di n e w n, ze an Pfl die taugen, zu geschweigen, daß
he tlic ch trä be ue ne es lch we e, ßt mü en rd we ef vir lti eu nen werden sollte, ordentlich
11:4Kosten verursachen: würde.
"Die Kunst
. 4358
1
Der Here von
CG+ 166:
ist der Meynung. gewesen, boß bes Selz, weiden ver»
faulete, ebenfalls zum Papiermachen gebrauchet werden könnte. In der That hat. nicht die Auflösung, die der Hanf erlitten hat, welcher geröstet, gesponnen und zu sehr vielen malen gebleichet worden ist, welcher in der Faulbütte gegohren hat, und viele Stühden
„lang gestampfet worden ist, einige Aehnlichkeit und Gemeinschaft. mit.dem Holze, welches,
. Indem es verfaulet, aufgelöset wird? Man dürfte nicht den allerleßten Grad der Fäulniß abwarten; man hat:zum Papiere eines Grades der Auflösung nöthig, der die Pflanze
- noch nicht|der Verbindung ihres ganzen Zusammenhanges beraubet hat. Die. Wespen
verstehen das Holz sehr wohl auszufuchen, welches zu einem Grad geschickt ist,, ihre
-Pappe zu- formiren;
Jn. der That scheinen die äußern Theile eines Wespennestes gleich:
sam. von Papier oder Pappe zu seyn, und es geschiehet doch mit: verfauletem und auf ihre
Art zubereitetem Holze, daß fie in Stande sind, dasselbe zu allen aa
(Mem. über
die Insekten Tom. 6.) *).
Die Natur wirket.selbst ohne, Beysäülfe irgend“ einer Kunst ein sehr feines Pas
pier aus denen im Grunde des-Wassers- verfauleten Pflanzen, . Herr Guetard. hat in den
Sümpfen und Morästen des Waldes von Dourdan, welche ausgetro>net worden was. -
ren, Massen von einer Materie wahrgenommen, die der Materie des Papiers vollfoms men gleich gewesen.- Dieses war eine Zufammenfegung von Blättern, die sich leicht
von einander absondern ließen und die wie Papier zerrissen (Oblervat. sur les Plantes . des, environs d’Etampes, T om. I, p. 5. 6.) und ob er gleich nicht genau hat bestimmen können, ob dieses Papier bloß aus perfauleten Blättern gebildet war, oder ob es zu einer Gattung von Byflus gehören möchte; so schienen ihm dennoch die verfauleten Blöts
ter und Pflanzen daran den vornehmsten Antheil zu haben t). $.
167,
Nach allem diesem, würde es vielleicht nicht zu viel gesagt seyn, wenn man beats
ptete, daß alle Pflanzen dazudienen könnten, Papier zu machen; allein es werden zum wenigsten, um es leicht und von einer guten Art zu machen, verschiedene Eigenschaften . erfos
ie
ee
it 3 263
+) Diese Gedanken des Herrn'von“Reaumur von-Anwendung- des-verfaulten- Holzes zumPapiermachen verdienen so wenig Beyfall, daß man fich wundern muß, wie er
darauf verfallen können.
Die Faulung vernichtet vollends alleFäsergen des Hol»
zes; und Feine Materie kann zum gen hat. Wenn die Wespen ihre
Papiermachen geschit seyn, die nicht FäserNester daraus machen: fo ist erfllich zwischen
diesen Nestern und dem Papiere ein entseßlicher Unterschied: und die Haltbarkeit
dieser Nester kommt nicht auf das. faule Holz, sondern auf den flebrichten Saft
an, womit sie dasselbe gleichsam zusammen leimen.
H) Auch dieser Vorschlag taugt nicht viel.
Diese Materie ist niemals sehr häufig vorhan
den: und die Einsammlung. derselben, da sie sehr leicht und zart ist- würde viel Mühe und Kosten verursachen: das Papter daraus aber dennoch nichts ünßen.
/*
4
erfodert, welche. die Pflanzen, so ihahernäler, haben müßten. Die Fasern miffet
- eine gewisse Weiße annehmen und erhalten können; Diese Fibern müssen schwammicht
und fähig seyn von den flüßigen Materien durchdrungenzu werden, welcheman gebrau« het, um fie zu Papierzumachenz Diese Fäsern müssen sich von einander absondern lass sen, ohne verdorben zu werden; sie müssen fast ohne eine Festigkeit zu behalten, sich in
einen Brey verwandeln lassen, dessen Theisgen fanft, fein und wollicht seyn.
Endlich
müssen dieselben nach dem Austronen, wieder eine neue Festigkeit und Dichtigkeit bes
kommen, daß diese Fäsern, die man in Wässer hatte zergehen lassen, sich'von neuen in
einände flechten und daß fie nach ihrer neuen Vereinigung noch die Weiche,die Poro» sität und Weiße behalten.
So viel nothwendige(Eigenschaften zur?Bilduiig bes Papiers müssen die Anzahl
derer zu diesem Sebrauche schiflichen Pflanzen sehr einschränken,
S.
168.
Ob
50
win
Die eGierischen Materien find auf eine gleiche Art zu den“Versuchen 'des Ye
Guetard dienlich gewesen. Er glaubte, daß die Nester der gemeinen Raupen, welche
in gewissen Jähren ünsre Felder verwüsten,| vielleicht zu eben diesem Gebrauche sehr ge
fchieft wären,' Und in der That, nachdem er fie von den Blättern hatte säubern und . klopfen lassen; fo hat er daraus ein Papier gemacht, welches, ob es gleich grau und uns vollkommen war, ihm dennod) Ursache gegeben, sich viel von denen Versuchen zu ver» Fprechen, welche mit mehrerer Sorgfalt würden gemacht werden,
Als’ er nur noch eine
Fleine Anzahl von diesen Nestern gehabt 'hatte5- so war er genöthigt geworden, fie in der Hand in einem gewöhnlichen Mörsel zu stoßenz und diese Verrichtung ist weit unvolls kommener als der Mühlen ihre.“ Die Stampfen, oder die Cylinder haben eine viel einförmigere Bewegung, Als ein Arbeiter, der in einem Mörsel stößet.
Ueberdieses
können auch die Materien in diesem Mörsel nicht Burch ein fließend Wasser, so dem
-".
Wasser einer Papiermühle gleich ist, gereinigt werden, welches beständig alles dasjenige abwäschet und mit sich fortführet, was im Wasser aufgelöset ist, als die Fertigkeit,‘ das
| Oehl, die schmußigen, unreinen und gefärbten Materien, und was mit einem Wort die '
ganze Weiße des Papieres verurfacher ($. 60.).
Auf solche Art ist es nicht zu verwun«
dern, daß Herr Guetard ein Papier bekommen hat, das keine Weiße hatte,
Das von
den schönsten &umpen würde grau seyn, wenn es nicht viele Stunden lang wäre gewa«
schen worden, Herr 'Guetärd fand fo gar in feinem Kaupenpapiere schwarze Puncte, „die von dem Koth der Raupen herfamen, der in die Stückgen Seide mit eingemenget worden-war.
Die gleichfalls darinnen gebliebenen Theile von den Baumblättern wür- -
"den durch den Strohm des Wassers mit hinweg-genöimmen' worden seyn, - Können erde Mich die Faden der Raupenseide felbft nicht mit einer unglänzenden und s<mußigern Mas “terie überzogen seyn, als ihr innerstes ist, deren Abwaschungvon der Mühle fie eben for
wohl davon befreyen würde, als' es die teinewand veiniger, weil man allezeit ungleich X
;
weißer
160
Die Auf
weißer Papier 0, de als: die. Lumpen find, die man gebrauchet hat,..nn: zu machen. . Diefes ist hier wahrscheinlicher Weise die Ursache, um wilde willen man in vn Ehinesischen Papiere nicht die Weißesiehet, die sich bey dem unsrigen findet, ob es gleich feiner und stärfer ist.
Darf man sich aber wohl hierüber verwundern,. wenn, (wie. es
uns aus demjenigen, was wir davon erzählen hören, wahr zu seyn-scheinet). mau. in China die Art und Weise nicht versteßet , einen Wasserlauf einzurichten, welcher unauf« -hörlich rinnet und mit einem Nachdruck während vieler Stunden unsre Lumpen wäschek,
und welches wir mit Recht als die einzige Ursache. ihrer Weiße ansehen?.kin $. IE
-Von dem Chinesischen Papier. | Bi
|
169.
Nie Feinigkeit, die Weiche und Stärke des Papieres, welches in China gemacht wird; haben ihm oft den Nahmen -ertheilet, daß mam es Seidenpapier :genannt hat. .
Viele Leute, die durch den äußern Schein und durch den Nahmen verführet worden sind,
haben geglaubet, daß es wirklich aus Seide gemacht wäre. - Wenn man es aber sorg-
- Fältig unterfuchet3: fo findet man überhaupt, daß es eine gewächsartige Substanz ist, Die Seide und alle thierische Substanzen brennen, ohne sich zu entzündenz sie; runzeln. fich, werden hart, geben einen .dhlichten Dunft und einen unangenehmen Geruch von
fich 3- hingegen die Baumwolle und die Fäsern.der Pflanzen, wenn man fie. an das Licht eines Wachsftoces bringet, entzünden sich, und der harzige Saft, den sie in fich enthal« ten, unterhält die Flamme so lange, bis die Substanz verzehret ist... Dieses geschiehet
mit dem Chinesischen Papierz. und es beweiset, daß es kein Papier von Seide ist; son« dern ein Teig, der von den Pflanzgewächfen eben. sowohl hergenommen wird, als das Papier von Lumpen, dessen man sich in Europa bedienet.
„Man findet bey einigen Kaufleuthen eine Sorte Papier, die auch seidenes Popier genannt wird, aber nicht aus China kömmt. Herr von Genßane hat. viele davon übrig» gebliebene Stücke probieretz und er hat der Academie berichtet, daß alle diese Theile
‚den Schein einer bloß gewächsartigen Substanz von sich gegeben,
Man hätte viels
leicht glauben können, daß die Fäsern der Seide, bie von den Mühlen „zerknirschet und . gedrücet worden, ihren öhlichten Saft verlohren hätten, und, baß der Leim, womit das
Papier jederzeit überstrichen ist, der Flamme zur Substanz dienen könnte; allein der
Herr von Genßane hat auch bewiesen, daß Seide, die mit-Fleiß geklopfet, und selbst in
einen Teig ohne Festigkeit verwandelt (welches sehr (hwehr und langweilig ist). darauf in Papierleim eingetauchet. worden, in dem Feuer allezeit denselbigen Schein und eben
den Geruch gegeben hat, als vorhin, Auf einer andern Seite versichert uns Herr-Gue« tard, daß als er einsmals aus wohlgestoßenee Seide Papier verfertigen lassen; dieses
Papier nach der Art des gewöhnlichen Sn gebrennet habez. obgleichdie Häute, der ;
Seiden
papier zu en.
=
| 161
Once deren er fichibebienet Hatte, die Gewohnheit habett, wieer sagt, zusammen zu fchrumpeln wie das Pergament *).
Verschiedenheiten?
Was ist nun die Urfach von diesen
Guetard ‚glaubt, daß man die Erklärung davon in dem Ge«-'
webe suchen müsse, welches in dem Papier sehr verschieden von dem wird, wäs es in den Seidenwürmerhäuten war. Die Faden der Seidenwürmerhäute find lang und auf
verschiedene Weise und nach verschiedenen Seiten gerichtet, Ein einziger Faden drehet
sich oft nach verschiedenen Richtungen, wenn aber die Seidenwürmerhäute in Papier
verwandelt find, fo sind die Fäsern davon sehr kürz.
Wenn sie darinnen verschiedentlich
geordnet und mit einander verbunden sind; so ist diese Verbindung nicht mehr so dicht und
enge; 'es ist nicht mehr derselbige Fäden, oder verschiedene Faden von einer beträchte lichen Länge. Es geschiehet also, daß wenn man Häute von Seidenwürmercocons verbrennet, ihre Faden in verschiedener Richtung gezogen werden. "Die Fasern von einer Seite ziehen die von einer andern, und sie müffen sich also bald von der einen Seite,
bald von der andern biegen, Die Fasern des Papiers, indem-sie so kurzsind, als sie
es sind, und'dafie nür durch das Aneinonderliegen mit einander verbunden sindz so müssen sie nur sehr wenig oder gar nicht aufeinander wvirfen, und mithin müssen fie auf
einerley Art’ verbrennen. Was diese Erklärung bestätigt, ist dieses, daß die Stellen des Papieres, wo die Seide nicht gut gestampfet worden war und noch zu sehr ineinander
geflochten, eben vis Elinsehrimpfeln Heit und ven Brennen zusammen flefei, ne
3
$.
2798
17%
Der p. dü Hatte sagt ausbrüdlich, daß man in China die HURE SM
mercocons sammle, welche inden- Manufacturen weggeworfen werden, wo die Seide abgewunden wird, und daß man Papier aus diesen Häuten macher; folglich scheinet es)
daß man zum wenigsten bisweilen in China zu der Verfertigung des Papieres gar sehr von einander verschiedene Substanzen gebrauchet, oder gebraucdyet hät. Allein man wird bald hernach sehen, daß die Seide nur"in einem sehr feinen Theil von Sina zum Papietmachen gebrauchet wird. y 6.
u
Ein Sinesischer Tractat von den Ursprünge vib der: Verfertigung ves. Chi oder
des Papieres (wovon mar: den“ Auszug) in der! Hiftorie' aller Reifen, Theil. 22
Seite 281. findet) lehret uns, "daß die Sinefer vor diesem auf kleinen“ Blättern von Bambus geschrieben haben, die durch das Feuer getrocknet und sorgfältig pöliret, "allein
mit ihrer Rinde oder Haut noch bede>et waren.
Dieses (deinem dieAusdtue Kyen
und T/e zu beweisen, deren man fich damals anstatt des Wortes Chirbebienete, um die
Materie auszübruen, auf welche man schrieb; Man schnitts die Bi
mit els
nem Mei, und von allen an Def fest übereinander ee urn
#) Journal Uesssciiine 1751, Aout, p. 182.
162. LI | Die Run); man ein‘ ganzes Buchz. al e i n Vieher vn; ver: Art, waren, Da he: dr schwehrlichen Gebrauh..
Mach der Herfchafe Tfin (vor ber Sebureh, Jesu) fehricb mman auf. Stücken
"Beit oder einwand, die von der Größe geschnitten. wurden, „als man ein Buch. mar "hen wollte. , Daher kommt es, daß, der „Buchstabe Chi bisweilen aus dem Character Se, bestanden hat, welcher Seide bedeufet,; und:hleneien:aus dem Chquarter Kin, wele ches Leinwand anzeigt. .
Man lieset in einer der Biminlnnaen von den. Briefen der ausländischen Mißioe
!
nen, daß ein Bäumlein Tongefao,oder Tengtomou genannt, dasjenige ift, was zum
- Papiermachen in. China Diener. Es ist auch diefes eben derjenige kleine Baum, welcher dienet, ‚die Blätterdieser Blumenzu machen, die wir. aus Sina erhalten und deren
Mischung von Farben undi gebpaftigkeit wir Oemndern, $.
17%
HeutigesTages wird das gewöhnliche Papier von Sina aus der. PER Rinde
des Bambus, gemacht, bie man in einen flüßigen Teig durch ein langes Zerreiben ver«dünnet hat, - Es ist eben sowohl gls das. unsrige geleimet, um zu verhintern, daß. es
icht. fließe, und man bereitet es gleichfalls mit Alaune zu. Wir wollen hernach $.177« davon reden, Es. war gegen das Ende des ersten Jahrhunderts der-chriftlichen Zeite rechnung, als diese Art von Papier in China von einem vornehmen Herrn am Hofs ere
funden wurde,
Der Naturfündiger fand das Geheimniß die Rinde von verschiedenen |
n« wa . ver -zu ig“ Te en fein en, ein in ge Zeu nen nde wa lein und n, ene seid - Bäumen, -bie, alten;
je dein, indem, er Wein dem Waffer Eorhen ließ, um verschiedene, Sorten. Papier daraus zu machen. 1. >
„17
-Man.liefet:-in einem Buche, welches, den. Titel führet: 5.3 ER chi.-pu,. und
von der Beschaffenheit des Papieres handelt, Daß in ben. Provinz Se-chuen das, Pas
pier von Hanf;gemacht. wird; .daß- Kaotfong,, dritter Kaiser,von. der großen Dynastie
"Tang aus dieser Pflanze ein „vortrefÒiches* Papier machen ließ, auf welchem alle seine geheimen Verordnungen geschrieben waren; daß in. der Provinz Fokyen das- Papier
aus dem Bambus gemacht wird; in den mitternächtlichen Provinzien von der Rinde
r. obe os Reiß des eu Spr der von ang sky Che z vin Pro der “in und , mes rbau lbee Mau des
Weizens; Endlich in der Provinz, Kyangnan macht; man. ein Pergament von ben kleinen. Haut. die sich; in. den Seidenwürmer-Gespinnusten oder Cocons befindet,
wird .Lowen-chi genennet, ist. sehr fein und sehr weiche
„+
“,
In "der Provinz: Hou-quang giebt der Baum, Chu oder. der Ku-chu bie von,
nehmfte Materie zum Papiere,
. Ebenderselbige. Schriftsteller redet vain den nf Farben, welche die Chie
M dem Popi „zuweilen geben.s, Er: handelt. von, bem Papiere, welches als versilbert,
anssiehet, ohne daß man dazu ein einziges Stäubshen Silber gebrauchet, eine Erfindung, : -
die
5 Papier zu machen, 2
x
163
. 0.) 18 $. he ie (S et eib chr zus i Th von er der stie no Dy der aus i o-t Ka r ise die man dem Ka
Enblich handelt.er von dem Papier der Coreer, welches aus den Schalen der Seidens -. würmercocons. gemacht wird; und er erzählet, daß seit dem siebenten Jahrhundert
EDIERT,
LES
diese Völker dem. Kaiser ihren Tribut in Papier bezahlen, $. 173,
desBambus.und. der Pflanze, die Man gebrauchet bisweilen die ganze Substanz die Baumwolle träget. Man ziehet aus den dieren Bambusröhren die Schößlinge
. sind els enk Sch es ein ke Die det von h glic eini gem die re, Jah m eine von oder Zweige
Nachdem man ihnen ihre erste. grüne Haut abgezogen hat; so. spaltet man sie in gerade -
gen asti mor m eine in lang e Tag 15 sie um ge, Län . der in Fuß en sieb r ode s sech von Stücke in sie itet bre n ma r, sse Wa en klar und em rein in sie t che wäs n Ma en. lass zu en See röst nige Woe lf, Ka mit n inne dar sie cket bede n ma r; nde eina aus ben Gra n ene trod m eine
Tage darauf wäschet man sie zum zweyten male, man verwandelt sie in gehechelten Flachs oder Hanf; man läßt,sie in derSonne bleichen und tronen; man wirft sie in große Kessel, und nachdem sie stark gekochet haben, fo zerstößet man fie in Mörseln, bis 2 ; d, sin en rd sie zu einem-flüßigen Teig gebracht wo ;
6. 174
Rn
Es giebt auch ein Papier, wovon man großen Gebrauch machet, welches aus dem em dies eben von und 3 t teh bes i -ch Ku r ode ku Chu des n tche Häu en zart igen end - dnw abs on dav e eig Zw die n ma nn We n. rde wo t ann gen u -ch Ku ier Pap Baum ist dieses tter Blä Die ab. der Bän viele so als en Riem in t leich e Rind die sich fer fchä fo 3 et hau eer ulb Ma en wild des n tter Blä den mit it hfe nlic Ach e groß eine en hab s me Bau " dieses baumes3 allein die Frucht hat mehr Aehnlichkeit mit der Feige, Diese Frucht wächset
aus den Zweigen ohne irgend einem Stiel hervor. Wenn sie vor ihrer völligen Reife it M ge. Fei die als ft, Sa n ige arb chs mil n eine nde Wu die iebt so-g d; wir en och ebr abg eer ulb Ma und en Feig dem mit eit ichh Gle e viel so hat m Bau er dies rt, Wo einem
baum, daß er für eine Art von einem Maulbeerfeigenbaum oder Adamsfeigenbaum
gehalten. werden kann,
Inzwischen. gleicher er: dem Erdbeerbaum noch mehr, welcher.
. ß wei ch, wei de Rin en dess ist, ße Grö er äßig telm mit von aum r(hb erfi Me von eine Art. “und. glänzend ist, aber im Sommer sich spaltet, weit ihm die Feuchtigkeit fehlet. Der Ku-chu, wie.der Meerkirschbaum wächset auf den Gebirgen und in steinigten Exrdreidien (du Halde, Seite 866,. und folgende).
iE
|
6
175
(R
"Es ist aus dem vorhergehenden leicht zu ersehen .($. 167.) daß eine Menge von
Pflanzen. gebraucht werden können, und wirklich in China gebraucht werden, Papier daraus zu machen. „Indessen ziehet man die Bäume vor, die den meisten Sast haben,
Sr
I.
> BERS
'
En
X
164
=
Die Kunst
als ber Maulbeerbaum, vie Ulme, der Stamm des Baumes, der bie Bauntwolle trägt, Man fängt damit an, daß man behende das äußere zarfe Häutgen in Gestalt langer Riemen hinweg nimmt, man läßt sie im Wasser und in der Sonne bleichen, und "ies gebrauchet sie auf die Art, wie wir es von dem Bambus gesaget haben,
-
$. 176.
Man findet auf den Gebirgen in Sina und an wüsten Dertern eine Pflanze, welche “ „lange und dünne Reben wie der Weinstock hervor bringt, und deren Haut sehr eben und glatt ist. Der Nahme Haurong, den ihr die Ginefer geben, brüder diese Eigen schaft aus. Man nennet fie auc) Ko-rong, weil fie kleine sätierliche Erbsen träget, von einem Grün, das ins Weiße fällt, welche gegessen werden können. Jhre Zweige, weiche
ohngefähr von der Größe der Weinsto>sreben sind, wachsen auf der Erde hin, oder hängen sich an den Bäumen an. Nach dem Zeugniß des Sinesischen Schriftstellers fließt aus den Zweigen des Ko-rong, nachdem er 4 oder 5 Tageim Wasser eingeweichet worden, ein fettiger Saft heraus, den man vor eine Art Harz oder Gummi hält. - Man mennget diesen Gummi unter den Teig, wovon das Papier gemacht wird,
und giebt wohl auf die rechte Menge acht, die man dazu gebrauchen muß. . Man schlägt dieses Gemenge, bis .es sich in ein fettes und dies Wasser verwandelt. Man gießet dieses Wasser in große Behältnisse, die aus vier Mauern von 3.0der vier Fuß bestehen, die wohl verfüttet find, um das Durchtringen desselben zu verhintern3 und das sind die .
Arbeitsbütten, woraus die Arbeiter mit ihren Formen die Bogen Papier schöpfen, wie
man es bey Gelegenheit unsers gewöhnlichen Papieres gesehen hat. $- 84,
$.
'
177%
Um das Schreibpapier zu leimen, es glänzend zu machen, ihm Steife und Die
* zu geben, und zu verhintern, daß es nicht fließe, oder die Dinte in sich ziehe; fo lassen es die Sineser in ein Leim - oder Alaunwasser einweichen. Die Reisenden nennen diese Verrichtung, das Papier alaunen (Fanner le Papier), weil auf Sinesisch Fan Alaune bedeutet. Man haet 6 Unzen von gemeinen sehr klahren und veinen Leim ganz klein, den man in 12 kleine Näpfe kochend Wasser wirft; indem man ihn sorgfältig umrührf, um zu verhintern, daß er sich nicht in Klumpen formiret. Hernach läßt man darinn' 12 Unzen weißen und pulverisirten Alaun zerschmelzen. Dieses Gemenge thut man in ein großes Becken, in welchen: querdurch ein runder und glatter bünner Sto> geht. Man fasset den Bogen mit Hülfe eines Stodes, der von einem Ende zum andern ges spalten ift; man läßt ihn langsam in die flüßige Materie hinein, um daninnen eingetauhet zu werben, man nimmt ihn wieder heraus, indem man ihn leicht über den dünnen
Stock schiebet, der queer durch das Beten gehetz darauf hänget man ihn auf, indem
man in ein Loch der Mauer das äußerste Ende des Stoes hineinste>t, auf welchem er hänget, a: ist ohngefähr die Berfahrungsart der Sinefer, um dahin zu gelangen, dieses
Papier zumah
000165
ns wu be e öß Gr d un ke är St it, ke sg in Fe r de n dieses Papier zu machen, welches man wege n, ze an Pfl e di an m nn we , en m m ko be en ig dert. Es würde vielleicht die Weiße des unsr an m m de ch na , te iel rh te un g un ch as W er ein in die man. dazu gebrauchet, viele Stunden
, tte hä ht ac br ge e nn So e di in d un “ au Th n de in e, fie unterschiedliche mal in die Laug
nt. de an r wi die , en hr rlie ve ke är St r de n vo l vie e eis W er Allein man würde wahrscheinlich k he sie en rig üb Im it. he in Fe ine iß se n ge lt ge ä h r e V in Sinesischen Papier wahrnehmen tz ha res pie Pa en ch äis rop Eu s de iße We . die ich rkl wi es lch we ‚man manchmal Einiges,
"allein es ist seltener,
>
:
:
GEE
Re
6. 178.
Er
EIN
, fet öp sch tte Bü bie in n ma en lch we it m , en rm Fo n ige jen Die Formen, nämlich die
n ebe die t, ach gem us mb Ba des en Fad den s au n rde we en, bild zu r um die Bogen Papie
rn hle stä es ein lst tte mi ver n, de tfa aa Dr en gen ßin me die als d sin fo. fein heraus gezogen s da n, be ha set fas ge h sic in hl wo lbe sse da sie s Eisens. Man läßt sie in Dehl kochen, bi
ie er at M en ßig flü r de he äc erfl Ob die um n, efe rti mit sie sich nicht mehr als nöthig ist ve - einzunehmen, und damit die Feuchtigkeit sie nicht ausdehne,
|
—
Es t. ha e ng Lä r de in ß u F 60 n ile we bie es lch we , er pi Pa Die Sineser machen
n tte Bü ße gro ch gli län hin d un n che ma zu en hm Ra ge lan fo n muß sehr beschwehrlich sey üSt len vie in sie , ch gli mö un ht nic re wä Es . en ch tau zu zu haben, um sie darinnen ein ite sch ge e ein f au fie et, leg fie n ma wo st, selb ke blic gen Au dem in d un Fen zu machen,
na Si in art gs un hr rfa Ve die ht nic ses die et ein sch es ein all ; en füg Art zusammen zu. e g zu syn n ma lt Hä fo ll; wi n che ma e öß Gr en ich ntl be ror ße au er ein Wenn man Bogen von
' : de En dem zu e lch we r, ite be Ar . lle Ro er ein d un ren nü den Rahmen der Forme mit Sch
er au M n hle ho er ein en ig nd we Jn m de in ihn en eit br n, bereit stehen, jeden Bogen zu ziehe
die e hr Rö e ein rch du n ma e lch we in d un d, fin t ch ma - aus, deren Seiten sehr weiß ge
s ine kle ein ch dur de En ern and dem an uch Ra sen des t, läß en geh ein hin Hiße eines Ofens inde chw ges fo n ebe fast en Bog git ne die be ftu Bad von e Art es Di . et. geh aus her h Suftloc
zu tronen, als sie gemacht werden. .
:
rn efe Sin den er unt ns che ma ier Pap des nst Ku die daß , ern und bew . - Es8ist nicht zu ge« st elb das ist g run hie ndt Ha se Die , ht ist ac br ge eit enh mm lko Vol ßen gro r zu einer seh
chs Bu den von e ohn , ich eßl rm une ist nd fwa Au der z alt ist on dav g kun ehret; die Entdec
d, wir t che rau geb r pie Pa e ng Me ße gro ein gem un e ein zu wo „staben. der Sineser zu reden, r nu ite Se er ein f au en hab r me Zim e Di . let fül ge an t mi da er us so sind alle Privathä
els gem ich gle fie ob rn, ue Ma die d; fin gen rzo übe r pie Pa mit die , ter Git er -od r, Fenste
ls we et, eck bev der wie r pie Pa t ich Sch er ein mit find , find gen rzo niglich mit Gyps übe r« Zie t mi d sin r me Zim der en De e Di , ält erh ben sel der nz Gla den d un iße ches die We d, sin t ach gem r pie Pa in die et, ück chm ges aus n ure Fig nd rha alle rathen von
Mit einem
rd wi r pie Pa ses die es all d un ; ern us Hä n de in er pi Pa als Wort, man siehet fast nichts -
Jedes Jahr erneuert,
nen
- Die Kunt
iS 179.
Ser
K
4
'
ee
E
6
#7
.-
'
Man siehet außerhalb:den Vorstädten von Pecking gegen den Kirchhöfen über ein
langes Dorf, dessen Einwohner das alte Papier erneuern und einen ziemlich beträchtlichen Vortheil von diesen Wegwürfen ziehen.
Sie wissen ihm seine Schönheit wieder
zu geben, es mag dasselbe zum Schreiben gebraucht worden seyn, oder es mag auf den
Mauern geleimet gewesen, oder als Pappe gearbeicet, oder durch einen andern Gebrauch
verderbet und beschädiget worden seyn.
Diese Adbeiter kaufen alles diese schlechte.Popier iin den Provifizen vor einen ge:
ringen Preiß. Sie machen. davon in ihren Häusern große Haufen, welche alle eine
Einfassung, von sehr glatten und zu diesem Gebrauche aufs sorgfältigste weiß gemachten Mauern haben: Die erste Verrichtung besteht darinnen, es auf einem abschüßigen Pfla» ster bey einem Brunnen zu waschen, indem sie es aus allen ihren Kräften mit: Händen
und. Füßen schlagen, um. den Unflat heraus zu bringen.
Sie lassen die Masse, die sie
also zusammengeseßet haben, kochen; und wenn sie dieselbe so lange geschlagen haben,
bis sie die Eigenschaft des Papieres wieder angenommen hatz fo thun sie solche in ein Behältniß. oder in eine Bütte, bis fie eine große Menge davon haben, Darauf, sagt der P. du Halde, sondern fie die Bogen mit der Spiße einer Nadel von einander ab, und befestigen fie an den Mauern ihres eingeschlossenen Bezirkes, um sie daselbst in der ‚Sonne zu trodnen. Diese Arbeit nimmt wenig. Zeit hinweg, und sie fügen dieselben wieder mit eben der Sauberkeit zusammen. Matt begreifet die. Art gar wenig, auf
welche der P. dü Halde vorgiebt, daß Bonen, die zusammen getre en und geschlagen worden sind, sich noch mit. der Spikße einer Nadel von einander absondern lassen.
Ich
sollte vielmehr glauben, daß diese alte Papiere ganz und gar aufgelöset werden, um- das
Papier dadurch von neuen auf die gewöhnliche Manier zu machen, so wie wir es gesagt
haben $. 122. bey Gelegenheit des Papieres, welches man bey uns wieder umzuarbeiten pflegt, wenn es mangelhaft ist,
|
*
3
GG 8.
Wir dürfen den Artsfel. von dem Sinesi schen Papier nicht endigen, ohne von einer füberfarbigen Zurichtung zu reden, welche man ihm oft giebet. Das versilberte Papier, welches man in Sina brauchet, wird nur mit Talg
bereitet.
Die Sineser nennen den Talg Yunmwache, welches einen großen Stein von
Wolken bedeutet; weil jedes zerbrochenes oder abgesplittertes Stüd, eine so zu fagen
durchsichtige Wolke zu seyn scheinet. Der Talg, den die Russen nach Sina bringen,
ist demjenigen vorgezogen worden, der aus der Provinz Se-chuen erhalten wird." Nach
dem man ihn ohngefähr 4 Stunden hat. kochen lassen3 fo lässet man denselben einen oder
2 Tage lang im Wasser.
Man muß ihn hernach sorgfältig waschen, und ihn mit einem
Klöpfel von Holz in einem leinwandenen Sa flopfen, um ihn in Stüden zu schlagen. Zu 10 Pfunden Tälg füget man 3 Pfund Alaune hinzu; man zermalmet alles zusamsmen
/
|
|
Pezu machen,
EE:
167
- zen in einer Fleinen Handmühle7 ;wenn man hernach“das Pulver durch einSeidensieb
| abe m gsa .lan auf dar n ma s che wel r, sse Wa d hen koc in es n ma ft wir fo z hat et sieb hge durc t ärte geh ne Son der in fie n wen , hat gt gefe en Bod zu sich che wel e, teri Ma e gießet: "Di tos ges l rse Mö m eine in ver Pul ten zar und en klein ehr m-s eine zu bald also muß , den wor
fen werden, Dieses Pulver, hachdem es: zum. zweytenmal rege worte, ist
dasjenige, fo man gebrauchen muß.
1.3 Um das Papier zuzubereiten, daß es dieses silberhaften Staub MeRläe 3; so
nimmt man sieben Fuens, oder 2 Scrupel Leim, der aus Kahleder gemacht ist, und es 3 Fuens „weißen Alaun und eine halbe Pinte reines Wasser, welches man, bis
tro>en ist, kochen läßt; alsdenn breitet man einige Bogen Papier über einen sehr glats
ten Tischz man fähret darüber mit einem in den Leim getunkten Pinsel mit so vieler . Gleichheit als möglich ist;.man schüttelt mitten duch ein Sieb den Staub vom Talg,
um ihn gleichförmig auf dem Papier zu. vertheilen,, worauf man dieses Papier im Schate ten trofen werden läßt,
Wenn es troden ift; so breitet man es von neuen über einen
Tisch aus, und indem man es hurtig ‚mit Baumwolle abwischet; fo nimmt man den überflüßigen Talg hinweg, der hernach wieder zu eben dem Gebrauch dienet. Auf solche
Art hat man versilbertes Papier; und mit eben diefem im Wasser aufgelöfeten und mit * $eim und Alaune vermengeten Staub kann man alle Arten von Figuren auf. dem Papier > zeichnen.
PINE Papier.
ji
'
5136; 78816
elbrechtKim. n dem Anhange oder ve Beylage zu der Historie von Japan von EngSranzö ffche übers
3 pfer, die nach der englischen Ueberseßung des Scheuchjers in das
fegt worden ist, findet man eine furze Beschreibung von der Art, auf welde das Papier
in Japan gemacht wird, nebst der Pflanze, genannt Kaadli, Der botanische Nahme diefer Pflanze im Kämpfer ist dieser: Papyrus fru&u mori cellä3e, five Morus fa-
tiva, foliis vrticae mortuae, cortice Papyrifera.
_
In jedem Jahre, nach dem Abfalle ber Blätter schneidet man die jungen Zweige ab, welche sehr groß sind, wenigstens von 3 Fuß lang, und man macht daraus Paquete, um sie zum Kochen in Wasser mit Asche zu legen. Wenn sie eher trv>nen als man
Zeit hat, sie kochen zu lassen3 so Wdman sie 24 Stunden langin schlechtes Wässer, um
ihnen Feuchtigkeit zu geben.
Oe
Diese Paquete oder Bündel-sindfest:zusammen gebunden , und werden stehend in’
einen großen und weiten Kessel gelegt, der wöhl zugedeckt seyn muß. Man läßt sie lange
Zeit kochen, dergestalt, daß die Rinde, indem sie schwindet, einen halben-Zoll vom Holz an dem Ende eines jeden Sto>kes bloß läßt. Man läßt sie hernachin der Luft kalt werden, man schäletsie, um die Rinde davon abzuziehen, und man läßt diese Rinde 3 oder 4 Stunden in dem Wasser-weichen,
Y
Wenn
' Wenn die Rinde auf solche Art weich REist; fo veibet man die schwärzliche
Haut wieder ab,“welche sie bede>et, und man sondert zugleich die ftarfe Rinde, welche von einem Jahrgewächse ist, von der dünnen und zarten Rinde ab, die die jungen
Zweige bede&t hat. Die erstere giebt das weißeste und beste Pabler;. die leßtere giebt ein schwärzliches Papier von einer ziemlichen Güte.
Wenn es Rinde von mehr als ei»
nem Jahre ift, die mit dem Rest vermenget ist; so Kiefer man fie ebenfalls aus, und
legt fie besonders. weil fie das gröbste und schlechteste von allen Papier giebt: Man fondert auch die äftigen, groben oder 2 to Theile aus, um das gröbste Papier daraus zu machen.
-
Nachdem die Rinde hinlänglich gereiniget, DRer nach ihrer verschiede-
nen Beschaffenheit in Ordnung gebracht worden ist; fo läßt man fie in einer flahren
Zauge kochen.
Während der ganzen Zeit, daß sie kochet; so rührer man sie mit einem
großen Rohr, und gießet von einer Zeit zur andern klahre Lange hinein, um das Auf: _
kochen zu dämpfen und niederzuschlagen, und den Verlust der Ausbünstung zu erseßen; Man läßt diefe Rindenso lange kochen, bis daß sie, nachdem fie mit den Fingern leicht
berührer worden, zergehen und sich nach Art der Flocken von einander trennen, ur ‚wie ein Haufen aufgelöfeter Fäsern.
Min die Lauge zu machen, wovon wir iezt geredet haben, fo legt man 2 Stunden
Holz ereuzweife über eine Bürte, man bedecktfie mit.Strob, man legt auf dieses Stroß > angefeuchtete Asche; man gießt kochend Wasser darauf, welches nach der Maaße , als vs in der Mitte des Strohes durchläuft, um in die Bütte zu fließen, die salzigen Theilgen der Asche in sich ziehet, und diese Lauge formiret, worein man.die Materie des Papieres wirfet> Diein dieser Lauge-gekochte Rinde muß gewaschen. werden; allein die: fes Waschen ist eine sehr zärtliche Arbeit. Wenn die Ninde nicht gewaschen worden ist; fo wird das Papier stark seyn, und wird eine Festigkeit und Härte bekommen; allein
es wird grob und von schlechtem Werthe seyn: wenn dieselbe gar zu lange abwasihen
fie weißes Papier geben; wekhes aber fließend Ind zum Schreiworden iff; folwird
ben wenig geschickt ist.
Der Teig wird in einem Fluß mit Hülfe einer Art von Wanne, |
oder Sieb gewaschen, in dessen Mitte das Wasser fließet; und man rühret ihn bestän-
dig.mit den Armen, bis daß er zu der Feftigkeit einer Wolle, oder einer weichen un zarten Pflaumfeder zergangen ist.
Um das feine Papier zu machen BS wäsche man diese Materie zum jenen
male; allein es gefchiehet anftatt des Siebesin einer“ Leinwand; weil, je mehr man wäfehet,je mehr wird die Rinde zertheilet,, dergestalt, daß. fie endlich ganz und gar. durch .
das Sieb. hindurch faufen würde.
„Man. trägt zu gleicher. Zeit. Sorge, die Knoten
oder Aeste, die Flocken und-andere fremde Theile hinweg zu nehmen, die man zu den schlechtern, Gatrungen Papier besonders legt» Dis
7
5
Paßier-Iu mäßen. Se
169
Die wohlgeiwäschene Materiewird auf einen hölzernen Tisch gefeget, der sehr die
- „und recht glatt ist, wo 2 oder 3 Persohnen fie mie Stöden von einem sehr harten Holze
Kufnoki genannt, schlagen, bis fie fodünne und fein geworben , daß sie dem Papier gleich kommt, welches durch das starke Weichen im Wasser gleichsam in einen Brey ist
- verwandelt worden, und fast keine Festigkeit ind Härte mehr hat. . Diessolchergestalt dünne gemachte Rinde, wird mit dem zähen und leimigen Safe
Des Reißes, und vem Saft derWurzel Oreni (Alcea radice viscosa, fore ephemero magno puniceo, Kaempf.) welche auch sehr zähe und leimigt ist, in eine Bürte gethan. Man rührer die Vermengung mit einem Rohr durch einander, bis die drey ' "Materien wohl unter einander gemenget find, und eine flüßige und gleichförmige Substanz ausmachen. Man bedienet sich hierzu einer engen und schmalen Bürte; allein man gießet hernach diesen Teig in eine größere Bütte, die beynahe ven Arbeitsbütten gleich ist, wovon man die Beschreibung (5, 82) gesehen hat. Man schöpfet aus dieser
- Bütte die Bogen einen nach dem andern heraus, mit Formen, die von Binsen gemacht find, anstatt der von Meßingdrath , wovon wir geredet haben (75). „Man nennet sie Miis.
Es ist alsdenn nichts mehr übrig, in diese Bogen Papier trocknen zu lassen. Zu
“diesem Ende legt man die Bogen in Ballen auf einen Tisch, der mit einer doppelten "Matte bedecfet ist; und man legt ein kleines Stück Rohr (welches Kamakura heißt, das ist ein Küssen) zwischen jeden Bogen. Dieses Stu, welches ein wenig über denRand hervorraget , dienet nachher die Bogen aufzuheben, und einen nach dem andern Heraus zu ziehen. Ein jeder Ballen ist mit einem Brett oder mit einem dünnen Buch-
“binderbrettchen von der Größe und Figur der Bogen Papiere bedeckt, auf welches man - Gewichte, die Stufenweiseimmer je mehr und mehr schwehrer sind, leget, um das Wasser heraus zu drücken.
Den andern Tag nimmt man die Gewichte hinweg, man hebet die
Bogen nach einander mit dem kleinenSto oder Kamakura auf, und mit der flachen _ Hand, wirfet aian fie auf lange und rauhe, ungehobelte, ausdrüttlich dazu gemachte
Bretter.
Die Bogen bleiben leicht darauf befigen, wegen der ihnen übrig gebliebenen
Feuchtigkeit; man legt fie darauf in die Sonne, und wenn fie vollkommen troFen find,
so legt man fiein Haufen, man befehneider fie rund herum, und hebet fie, um sich ihrer zu bedienen, auf.
Der Reißfaft, von kit vorhin geredet worden, diener dazu, den Papier Weiße
und Festigkeit zu geben. Er wird in einem irdenen unladieten Topfgemacht, wo. die Reißkörner in Wasser eingeweichet find. Der Topf wird anfänglich. sachte bin umdiher bewegt, und hernach stärker;‘am Ende gießet man frisches Wasser hinein, und. man 1äßs Fet alles mitten durcheine Seinmwand gehen. Was in.der Leinwand. geblieben, wird wie«
derin den Topf mit frischem Wasser gelegt, und man wiederholet. dieselbige Verrichtung
so lange als noch ein zähes, Flebrichtes Wesen im Reiß bleibet.
Der japanische ist. zu dies.
fet Arbeit vortreflich, es istder weißeste und fettcste in Asien,
ur
.
Der
GI
wo 7%
„Die Kunft/?
Der.zähe und seimichts ae der Wurzel Oren! ib ‚bereitet, indem manda
ea Wurzel, die gestoßen, ‚oder in kleine. Stücken geschnitten iR, in frisches Wasser legt.
Das Wasser wird in einer Macht zähe:und leimigt, und zu dem Gebrauch geschickt, dem man davon machen will. . "Man muß ‚eine Menge „dieses; Saftes haben, der. nach. den
* Jahrszeiten verschieden ist, und- die-ganze Kunft fömmt, fo. wie. fie sogen.„auf die richtige Menge von der.Oreni am.
Das Grobe zum Einwickeln bestinunte api if En bei der Verfahrungsart
- gemacht mit der Rinde des kleinen Baumes Kadfe Kadfura, welche Kämpfer nennet Papyrus procumbens, ladtefcens, folio longe-lanceato, cortice chartaceo, . + e
-.
Das japanische Papier ist sehr Rarf: manmacht davon solche große Bogen, daß
fie binreichen würden ein Kleid daraus zu verferfigen, und es’gleichet einem Zeuge fo sehr, daß man sich darinn irren könnte..
-
Die asiatischen Völker diesseits des Donate. die Schywänzen.Ausgenommen, welche
weiter gegen den Mittag wohnen, machen .ihr Papier aus den. alten Lumpen: der baum-
wollenen Zeuge, und ihre Methode ift-in keinem Stücke von der-unfrigen unterschieden,
ausgenommen, daß sie nicht so beschwehrlich ist. Jhre Werkzeuge sn gröber aber man bedienet sich derselben mit mehrerer Gefchiclichfeit.
Dieses Papier der Morgenländer, dessen Gebrauch älter ist, als ber Gebrauch un
seres Papieres von Lumpen, hat ohne Zweifel den Begrif von-diefem lebtern gegeben. . Man darf sich nicht verwundern, die große Anzahl von Jahrhunderten zu fehen,, die ver-
flossen find, ehe ‚der. asiatische Handel dem orientalischen Rue di den Begrif beyge-
bracht hat, vermittelst des Zerreibens Papier zu machen.
SIEHE NEN IH GRINNEN nn
Zufäße,
In Ansehung der neuen»Manufackut“ zu Vongeot in"Bourgo-
gne, von dem Herrn Desventes errichtet, mit Betrachtungen über die Lumpen in Pourgogne " und über die Verfertigung eines neuen Cylinders von dem Herrn:Destriches.
IB Haben nie ein Wort bey dem söften 6. von der“ in Bourgogne gescheheven neuen Errichtung einer Papiermanufactur sagen fönnen; weil wir damals
' noch feinen hinlänglichen Unterricht davon empfangen hatten. en dem
Drucke des Werkes hat Herr Desventes, Buchdrucker und Buchhändler zuDijon, Eigenthümer diefer Manufactur, welcher dieselbe mit großen Kösten hat anlegen lassen, und
welcher, da er sich von den gefchickteften Leuten dabey hat helfen lassen , ihr alle mögliche
mitn davo sse ndri Gru und ürfe Entw die uns hat, ußt gew eilen ersh zu heit nien tom Boll gethei-
-
ha n ene chi gef ig rd wü r seh s un die e, nd stä Um ige ürd rkw getheflet, Hier find-einige me PREER
n, rde we zu t me ah ge ach it.n he en leg Ge er ich gle in d un t, rfe me be n, be
sd n; hu zu ng rku Wi he glic mö ßte grö die rs sse Wa e ng Me ten inf rfle =. Um mit de
s ei fr m U d un en ch ei Sp n sse de , t ue ba ge hat man ein Rad von 11 Fuß im Durchschnitte ise find 27
fre Um sem die f Au n. be ha e eit Br r de in ll Zo 2. r: nu „von Eisen sind, und gehoch Zoll 10 zu ln Löffe von alen Sch die als he welc , stigt befe ch nble Eise von ln aufe Sch
kei r de ng Ga em ein in sich n he dre n fel au ch e.S es Di d. sin t gen 35-Fuß breit, ausgehole
uha Sc die er lch we d un d, Ra s da e wl , ist et nen Zwischenraum lässet, der rund eingericht
: läs lle Zo 2 die r nu d un bet gie um alb erh ob h auc n der son n, ite Se - Feln nicht allein:von den set, die zu den Speichen des Rades nöthig finde
|
;
ELIE
d un fet äu ers ng Ga em ihr in o alf die er Eim se die r eh Diese Schaufeln oder vielm r Be er ihr zu so n, che wis ent r sse Wa dem von hts nic sen las d, sin en geb um n von allen Seite er ein f au ar zw d un n, ge we be zu sie rd wi e che rau geb ht nic es lch we , ist t me „wegung besiim
he na y be n vo te ei W ne ei f au ad R s da g an Länge von mehr als 6 bis 7 Fuß, weil der G
>
-60 , oder. um den sechsten Theil feines Umfreises umgiebet.
Se
tat
2
e ein in ß Gu en zig ein em ein t mi ist ) 56 ($. en hab agt ges es r wi ‚Der Cylinder, wie
n, de ei hn Sc en nd ru e di n, de ei hn Sc er od Form gegossen worden. Die scharfen Klingen
her nach man hes welc tall, Me ü St iges einz ein sind en End rsten äuße die oder ef Ded die
ei« hn Sc die um t, a h et ch su ter un eid sch ht Ric m de it m t Ar e eingezapft, und.auf die gehörig . n. be ge zu eit hh eic Gl ne me om llk vo e ein ise den gleichzu machen und dem ganzen Umfre
Er hat 22 Schneiden, 2 Fuß im Durchschnitt und 30 Zoll in der Länge,
ni
nn De r. che ma ht leic r seh ihn s che wel , um Ba zen kur z gan n eine hat er Der Cylind , Q eil Th dem in sich er het dre V) f. (Ta hen dre zu fe Ku r de P eil Th t anstatt sich in den welches der nächste am Kammrade ist, und fein eiserner. Zapfen V befindet sich über der Scheidewand N der Bütte
Ei
8
tte Mi der in und n, ebe geg e eit Br hr me as etw tte Bü der n ma t ha e End „Bu diesem
Hat man eine Mauer von Steinen, welche 6 Fuß lang und gegen 9 Fuß breit ist, aufge» lwe , ch dli fin be g lan ß Fu 3 n vo lz Ho k üc St ein ist er au M n ve richtet. In dieser mafi ches den Absaß träget, in welchem fich der eiserne Zapfen des Cylinders drehet. le al te at Pl r de r de lin Cy n de , et ng la Man hat bey dieser Erbauung den Vortheil er n ege bew zu er ind Cyl 2 als hr me ht nic rad mm Ka das da nn De n.. ebe erh zu l zeit paralle
, Hat 3 fo. ergreifet es dieselben von der Seite, wie wir es schon vorgetragen haben (8. 59) nte. kon ben erhe l Zol ge eini um t nich sich 1 fen Zap rne eise der daß t, nich rt inte verh und
ide he Sc r de f au er ß da n, be ha t sag ge r wi em lch we In Ansehung des Zapfens V , von eit mi be rau Sch er ein t. tels mit ver gt, trä ihn s che wel lz Ho das n kan fo wand N, ruhet, nem viere>igten Kopfe erhoben werden, in welchen man einen Schlüssel steckt um ihnum-
» ent zu tte Pla r de n vo r de lin Cy den , ist g rhi nö er nig we er od zudrehen, nachdem es mehr fernen. Dieser Cylinder macht bey nähe in einer Minuteligo Umwendungen, denn das. _ große Rad welches in der Minute 13 Umwendungen macht, trägt auf seiner Axe eine be-
|
;
Y 3:
fondere
172
32
- Die Sun -€
sondere Art voin „Kammtade mit 79 Zähnen, welchesdie Gee durch TeifÏnge Sie ben Triebftöcken herumdrehet.
Unter denen verschiedenen nüglichen Bemerkungen die Her Desventes über ver-
schiedene Theile seines neuen Etablissements gemacht hat, hat er auch geglaubt, Ursache
angeben zu fönnen, warum man denen Limpen von RIGE in ganz Frankreich einen so gerechten Vorzug giebt, “Burgund ist fast ganz mit Weinbergen und mit Holzungen, die bey den ersten
oft sehr nahe sind, bedeFet.
Eben die Natur des Erdreiches, welche die vortrefliche
Eigenschaft des Burgunder Weines Hervorbringet, erzeuget auch das Holz, dessen Asche zu der 2quge so hoch geschäßet wird. Die Erfahrung felbft fcheinet dieses denen Burgundern gelehret zu haben: indem sie vorzüglich in.gewißen Gegenden ihrer Provinz die Asche einkaufen, von welchen man glaubt, daß das Holz darinnen eine Asche von befsern Eigenschaften giebt; und in diesen Gegenden find allemal au< die Weinberge an
häufigsten *).
Herr Desventes bemerket, daß der Hanf und der Flachs , woraus man die feine«
Leinewand macht, in der That nicht in Burgund wachsen.
Man erndet hier fast nichts
als einen groben Hanf zum Gebrauch des Seewesens , der Seiler, und der Einwohner auf .dem platten Lande,
Holland, Teutschland, die Schweiß und verschiedene Pro-
vinzen in Frankreich liefern Burgund alle feine Leinewand , die darinnen verbrauchet wird, und mithin die Materie der schönen Lumpen, die man darinnen kqufet. - Man muß demnach natürlicher Weise schlüßen, daß wenn der Boden der Provinz in die“ Schönheit dex Lumpen, die darinnen gesammlet werden, einen Einfluß hat, solches nicht
in Ansehung der ersten Materie gefhieher, sondern lediglich in Ansehung der Verän-
derung, die sie durch den Gebrauch darinnen erlange.
;
„Man wird sich nicht wundern, daß der Unterschied fo fehr beträchtlich ist, wenn
nan die Lumpen von Paris mit denen von Burgund vergleichet. Man weiß, daß die Bleicher zu Paris, um ihre Arbeit abzukürzen, den Kalk, die Sode ,- die Pottasche,
alles sehr fressende Materien, nicht spahren, dieaber die Substanz des feimens zerstöhren und die wenige Wirksamkeit der Asche zu Paris erfegen. Jn der That das Floß-
holz, welches größtentheils zu Paris verbrauchet wird, verliehret, indem es allzulange
Zeit von der Nässe des Wassers durchtrungen worden ist, zugleich mit seiner Rinde auch die salzartigen Materien, welche die Wirksamkeit der auszulaugenden Asche aus-
;
machen.
;
Here
*) Wenn Herr Desventes diesen Umstand erwogen hätte; so hätte er alle seine sonderbaxen Betrachtungen und Bemerkungen, daß der Boden in Burgund einen Einfluß
auf die bessere Asche haben soll, erspahren können. Da die vorzügliche Asche in
solchen Gegenden gefauft wird, wo die Weinberge am häufigsten sind; so siehek .
oin jeder Chymicus, welcher den Vorzug ber Weinrebenasche weiß, gar leicht Ar a
- Papierzumähe
5173
ige jen die e, ch As n vo ße aa M en ich gle em ein y be Herr Desventes versichert, daß er ter ch lei l ei Th n nte be sie en ein um , *) en nn re rb ve e von den Beckern, die Holz ohne Rind . rd wi t nn ra rb ve lz Ho h sc fri uf ra wo , es rd ee rh - gefunden hat, als die Asche eines Feue a M er ein g un leg An n ge we , ris Pa zu n re Jah n ige ein r vo Er ist ein Zeuge von einem it he en aff sch Be le üb die r seh r ga r de , sen we 'ge e ch rsu Ve en cht nufactur von Seife gema er rg Bü em ein s au u lea eb ain nt Fo n vo e ch As tte ha an der Asche zu Paris beweiset. M e ein t ha n ma d un ; let äh erw r, wa n de an tst en lze Ho n che hause, die von verbrannten fris hl wo so de bey gte lau n Ma nme om gen he Asc er ris Pa ten bes der von t titä an gleiche Qu so n: rde wo t ste dün ver ge Lau die m hde nac und s; au r sse Wa y erle ein t mi rm wa : falt als hr“ me au ble ine nta Fo n vo r de in es lz Sa en sch ali Alc eil th An en lich hat man einen beträcht gefunden,
;
.
;
FE
:
en sch zwi cts du Pro des ng ehu Ans in ied sch ter Un sen die n ebe hat s nte sve De Here
nd Pfu 0 52 er em chd Na n. de fun ge ris Pa von en den d un d un rg Bu von denen Lumpen te: hat han get e ölb ew gsg lun Fau das in it Ze er ich gle zu fie und n, me von jedem genom fmp Sta ten bar ach ben ey zw in sie hat n Ma . itet rbe bea t Ar en erf ein f fo hät man sie au anein ter hin it Ze y erle ein zu sie hat n ma : sen las fen mp sta r sse löchern mit einerley Wa
der von einerley Büttgesellen, mit eben den Formen arbeiten lassen.
Endlich hat man
en: ein t fas pen Lum hen isc nd rgu Bu die daß , den un gef hat n ma und n, oge gew r pie das Pa sechstheil mehr Papier gegeben hatten, als die von Paris.
- Herr Desventes glaubet endlich, daß die Zerreißlichfeit des Holländischen Pae fein e Land m ihre in die er, länd Hol Die ist. n eibe schr zuzu che Ursa r diese eben - pieres überflüßigen Waldungen haben, können keine so gute Asche als die unsrige haben; und - nehmen daher eben wie die zu Paris ihre Zuflucht zu den Alcalischen Salzen, die sie aus verschiederien Ländern erlangen. Ueberdieß kaufen fie in Frankreich eine große Menge r meh n. ihne um en, lass gen. schla al einm noch sich bey t eich viell sie die , auf r pie Pa
Fein-
IR.
ELBE
ER
-
SICKE ZBT
UG
daß die Sache bloß darauf ankommt, daß in solchen Gegenden viel Weinreben verz brannt werden. Denn die Beschneidung der Weinstöcke giebt eine ansehnliche Menge Holz. In Gegenden eines starken Weinbaues verbrennen viele Leuthe, die große Weinberge haben, öfters das ganze Jahr über, nichts als Weinreben, wes » Rigstens allemal auf dem Heerde und nicht felten auch in den Defen. Ein jeder es lisch alca eres sam wirk viel ein sche ena nreb Wei die daß r, abe ß wei us mic Chy
- Salz, sowohl zur Bleiche und Wäsche, als zu vielen andern Endzwecken in si enthält. Wenn alio Herr Desventes nicht bierinnen unwissend gewesen wäre;. hätte er sich nicht martern dürfen, andere Urfachen ausfindig zu machen. Jedoch in feinen Umständen befitden sich öfters gar viele vermeinte Gelehrte.
Sie stellen
zuweilen tiefÏnnige Betrachkungen an, und suchen die Ursache wer weis wie weit, pi we erqus nahe ist, und die zur ihre Unwissenheit vor ihnen verbors-
”) Diese Ursache und' die ganz Anmerkung bat gewiß schr wenig Grund? Wenn fie ges
gründet wäre; so müßte die Ninde allein die allerbeste und salzreiche:ie Asche ges ben; und das kan man fühmich-sängnen- Sie giebt vielmehr die schlechteste Asche. Alkin seine Bemerkung wegen des lange im Wasser gelegenen Holzes ist richtig.
an ren De N -
- 174
-
I Die Kun
Feinheit und Die zu geben; und dieses ist Cnach-der Meinung bes Heren Desventes ) die Ursache, warum fie so leicht zerreißlich sind.“ "Nach dem Druck des vorhergehenden. haben wir erfähren, daß Herr Destriches, NR
Schlössermeister zu Paris, welcher durch berühmte Werke eben so bekannt ift, als es
sein Vater war, einen neuen Cylinder vor die Manufactur zu Montargis verfertiget Hat.
_
Er hat uns die Art feiner Einrichtung und die umständliche- Beschteibung. davon mitgetheilet: und wir wollen eine Jdee davon geben.
;
» Dieser-Cylinder ist hohl.“ Er hat nicht den Kern von Holz, davon wie. 55 ges
iy
===>
redet haben; Zwey eiserne Deckel eines Zolles Dicke und zwey Fuß im Durchmesser,so.
wie ZZ Taf. VI, machen den Grund „des Cylinders aus. “Diese Deckel haben is:
stangen, die gegen den Grund oder das innere zu um einen halben Zoll verstärket sind.“
Man siehet auf der Seite der Taf. VII einen Theil RR, SS, von dem- Umfange
bieses Deckels, dessen Höhe RR, von drey Zollen ist.
;
Die schneidenden Eisen, welche den Cylinder bilden, und Deren Durchschnitt man
TTVV, fiehet, find.an der Zahl 25. Sie haben zwey Fuß Länge, 18 Linien Dicke TV, und drey Zoll Höhe TT. Site endigen sich mit einem eifeen Zapfen, der einen eingeschnittenen Doebel hat, mit eingeschnittenen Zügen auf einer Länge von neun, Lie.
nien, welcher Zapfen durch den Deckel durchgehet, und sich darinn vermittelst fines ; Schraubenmutter von 8 Zügen fest erhält,
Unterhalb- diesem festen Punctin der Weite von ohngefähr 15 finien, gebet eine 5
andere Schraube Y mit einem viereckigten Kopfe und einem cirkelförmigen Grunde, ins
dem sie den Deckel durchtringet, einen Zoll tief in das schneidende Eisen, und machet _
dasselbe vollends fest. Wir haben in der Figur diesen eisern Deckel nicht vorgestellet; von dem man sich solchergestalt einen Begriff machen muß; daß er DE RR Eis fen zum Grunde dienet, und ihre Zapfenin sich nimmt.
-.
.
In Ansehung der Zwischenräume ZZ, welche die schneidendenEisen des Cylinders
zwischen sich lassen; fo haben sie eben so wie“ die schneidenden Eisen 18 kinien Breite. Als lein gleichwie es darauf anfommt, zu verbintern, daß die Materie nichtin die Hohlung ;- fo find diese Zwischenräume mit eirfelförmigen Schneiden des Cylinders eintringet
bb erfüllet, welche eben so wie die schneidenden Eisen zwey Fuß Länge haben. Eine jede von diesen cirfelförmigen Schneiden hat von beyden Seiten eine Zunge auf ihrer ganzen Länge. Diese Zungen gehen in die Fugen dd hinein, welche fich auf der ganze Länge der schneidenden Eifen befinden,
Folglich haben diese cirkelförmigen Schneiden 18 Ünien Breite dd, drey Linien
Die bb, und zwey Fuß Länge. . Um die Stücken aus welchen dieser Cylinder bestehet, zusammen zu seßen; so stellet man die 25 schneidenden Eisen in die 25 Löcher des Deckels, mit jeder cirkelförmigen Schneide darzwischen. Gegen den Mittelpunct des Deckels ist eine eiserne Hohlung ein-
RM die aus vier Blechen zwey Fuß lang beftehet, welche von 8 zu 8 Zoll durchin» . * nerg
1
che wel , mt tim bes Are der zu ist ng lu Hö se Die n. rde we n alte geh n me am zus er nb nöre Bä nn We en, ieß chl zus ein und en fass um zu ser bes to des sie um ß, mu en geh er durch den Cylind et tell gef l cke De ten ers dem f au ts ne lpu tte Mi . des ng lu Ho die und . en Eis e end alle schneid
ern and an en Eis en end neid sch der fen Zap die auf kel Dec yten zwe den sind; so leget man r rke sta ein et füg n den als und g: lun Hö der che Ble der eile Th Ende, und auf die schmalen rau Sch 25 e di r ige wen t nich wie d, wir et stig befe gel Na n eine ch dur der g, Rin r rne eise
eite amm Zus ze gan die en, hab det gere wir on dav , ben rau Sch 25 die und , tter benmü
seßung test an einander,
|
set
17
Ein jedes von diesen schneidenden Eisen-ist auf seiner ganzen Länge mit bem Grabstichel eingeschnitten , wie man es in 2 siehet, ein jeder Einschnitt ist 4 Linien tief und x“ Win die urch dad m inde ; n eide chn zers zu er bess o dest pen Lum die et dien Er it. bre en finit -
. fel und Schneiden der Oberfläche des Cylinders vervielfältiget werden.
- Die ganze Zusammenfügung dieser schneidenden Eisen mit ihren Deeln, wieget
ge llin Tri em sein mit et, geh er ind Cyl den ch dur r che wel , um Ba der , nd Pfu 0 120 ähr ohngef des fertigen Cylinders niche mehr als 800'Pfund, dergestalt, daß das ganze Gewichte E FE d. wir seyn nd Pfu d fen zwey Tau
39:4
Erfläh-
176
Erfiährung der Kupfertafeln Und Figuren,
SIS Ife lrifr AH HEHE 2
Erflärung der Kupfertafeln und Figuren, welche die Kunst. des Paäpietmachens vorstellen,
-
.—
—
.
Erste Kupfertafel,
Asian und Sortirung der Lumpen, "mZerschneidung und Faufung.
-
Figure L
Er
'
N A, A, sind drey große Kästen, davon jeder in drey Fächer getheilet ist , um ÄN" ver» - schievene Beschaffettheiten der Lumpen zu unterscheiden.
1,2, 3, Fächer, so vor die feinen, mitlern und schlechten Lumpen bestimmet find.
B, B, B, Ausleserinnen, oder Sortirerinnen, welche zwey und zwey die Kasten erfüllen, 1,2, Messer, dessen sichdie Ausleserinnen "bedienen, um die Lumpen. abzuschaben.. C, Eines von diesen Messern, besonders vorgestellet.
D, Auswurf, oder Maculaturzeug, eine Bermifchung von Säumen und groben (ien "welche die Ausleserinnen zu ihren. Füßen werfen.
E, ODefnung,- wodurch man die Lumpen, in das Faulungsgewölbe wirft. LM, MN, NO, Breite der Kasten, in welche die Lumpen fortiret werden.
Si
r IL
;
-
;
A, Wafferrinne, oder Röhre, welche das Wasser i n das Faulungsgewölbe leitet.
B,ate hölzerne Bütte oder Rue „in welche das Wasser zum Gebrauch des Faulungegewölbes fließet.
C, Ein steinerner Trog, oder.gemauerte Grube in der Erde, welche zuweilen statt des
"Faulungsgewölbes dienet, D, Ein steinerner mit Holz ausgefütterter Kasten, in welchem man 'die $umpen zerfchneidet.
E, eine schneidendein diesem Kasten besestigte Sense, ‚oder die Klinge des Lumpenzerschneiders.
|
F, erster Geselle (oder tehrling) welcher die Lumpen zerfchneider.
G, Zober, oder kleine hölßerne Butte, in weicher man die Lumpenin die Mühle trägt.
H,‚Kaufen Lumpen, welchein deu Winkeln des Faulungsgewölbes in der Faulung liegen, I, 2, 3, Zympen, welche aus der.Sortirungsfammer“in das Faulungsgewölbe fallen,
Zweyte Kupfertafel. Eine Papiermühle , so an der Grand'rive“ in Auvergne gelegen if. Figur
-
+
I.
4 "Weit, ves FRE der das Wasser Ser Mühle und allen innern Werfen miteilef,
-
.
B„Korb
weiche die KunftdesPapiermac vor he ftel ns ten. —
177
B, Korb von Weiden, durch welden das Wasser: in die Rinne C fließet," C, Waßerrinne „welche das Wasser zu demgroßen Wasserbehälter leitet. >
«
D, Wasserkasten , welcher die Gewalt des Wässers und die Unreinigkeiten, die esmit sich führer, aufhält.
E, Große“. Wafferbehälter , wo sich das Wasser.reiniget.
F, Korb, durch welchen das Wasser in die Rinne G fließe.
G, Wasserrinne, welche das Wasser in den kleinen Wasserbehälter leitet, - H, Ein andrer Wafferfaften, um das Wasser zu reinigen. Si
-
-
1, Kleiner Wasserbehälter, wo das Wasser vollends feinen Sand abfeger. K, Gitter, durch welches das Waffer inden langen Wassertrog fließet.
’
M, Wasserkasten, ( Canonniere,.) besonders , und ausser dem Wasserbehälter vorge
- stellet, N, Raufe, durch welche das Wasser des Canals auf das Mühlenrad gehe.
-
O, Bruftftüc oder erster Trog an dem Mühlengerinne , welches das Wasser auf das
Rad führet.
P., Hängestü> oder zweyter Trog, zu eben dem Endzweck.
s
Q, Q, Haken, welche man abhaket , um das Wasser von dem Rad abzuwenden.
R, R, Mühlentad,
die Stampfen aufhebet ; Man hat hier Ringe gemacht“ .
S, S, Großer Wellbaum, welcher anstatt der. eisernen Bänder, die man hätte vorstellen müssen.
„I. 2. Arme, oder Zaden, welche. die Stampfen aufheben. T, Theil von dem langen Wassertroge, (in Teutschland Ständer) welcher die Stampfe löcher mit Wasser verfiehet..
V,V, Forder-und Hinterstauder , (grippes) welche die Stampfen insich schließen.
X, Stampfen, welche die Lumpen in.den.Stampflöchern zerschneiden,
;
Y, Waschbütte, in welcher man die Filze wäsht.
Siem
EN
IE.
A, A, Bogen des Mühlrades. B, Arme des Mühlrades, fo wohl aufs als absteigende. :
u.
327
C, C, Cirkel-. oder Rundstücken , welche die Schaufeln von der Seite bedecken. D, Wasserschaufeln des Mühlrades, welche den Fall des Wassers empfangen, und dem Rade die Bewegung geben.
'E- Felgen, oder Krummhölzer , welche die Schaufeln tragen.
F, Keil, welcher die Zeige auf den Arm des Rades befeftiget,
.
za ;
G
- Nägel, welcher durch die Cirkelstüfen/gehet , und sie'mit den Felgen und Schaufeln
+“ ... zusammen hält, H, H, großer Wellbaum des Mühlenradez
_
;
I, Kleines Angeweide, von welchem der Zapfen des Wellbaums getragen wird.
K, großes Angeweide, auf welchem das kleine ruhet.
.
ar
A
M, M, M, M, Arme des Rades, davon sich ein jeder mit einer Schaufel endigef. O, ein Gemäuer , welches das große Angeweideträget.) | ; ) P,P, Zaden oder Zähne des Wellbaumes., welche die, Köpfe. der-Stampfen aufhe ben, +: T,T,Biere des Wellbaumes, in welches die Arme des Rades eingemacht find,
V, Hölzerner Keil, um die Arme des Rades:in dem Biere zu befestigen,
32
Dritte
+;
RE ehren der Kupfertafeln und Figuren, Dritte Kupfertafel,'
|
- Plan und Aufriß der Papiermanufactur zu Langlee bey Montargis,
' A, Arm von“dem Königl. Canal bey Montargis f weicher das Wasser zur Papiermühle <p) um einen Vorrathsteich aazufüllen, '.
3-1 Demon des Se dun, welche das Wasser in die Sturhbetten zur ng ab ießet | C, C, Großes Mühlenrad. ee IR EN :
D, D, Gebäude, worinnen die Pumpen find, welche das Wasserin die Kufen verschaffen.
&,a Sh Triebstangen , vermittelst welcher - das Mühlenrad die Pumpen in Bewe» gung eßt.
d, d, unten in der Figur im Aufriß, stellen gleichfalls die Gebäude der Pumpenvor. 'E, Ehtinderfufen, in welchen die Lumpen bearbeitet werden, F, Arbeitsbütten, wo die Bogen Papier gemacht werden.
5,ir F, Die, Röhren, welche das Wasser aus denBehälternin die verschiedenen. Ku en führen
G, G, Borrathsfaften, oder ganze Zeugkasten, wo der ganze Zeug aufbewahret wird, bis
man ihn gebrauchet. 7
8, 8, Bleyerne Röhren, durch welche der Zeugin die Vorrathskasten flieher.
H, H, Doppelte und einfache kleine Pressen, wo man das Wasser aus den weißen Stößen
te preffet, und wo man das Papier unter der Presse hält.
h,h, Defnungen, welche zu den Arbeitsbütten zum Abflüß des Wassers gehen: Sie be-
finden sich unten auf der Kupfertafel.
.
3,1, Winden, mit'welchen man die Kraft der Pressen vermehrer.
R, K, Pfeiler, welche die Decke unterstüßen,
+
L, L, Pressen, die sich bey jeder Arbeitsbiitte befinden, um die Filsstöse auszupressea, ; "Kleine Wasserbehälter zur Vertheilung des „Wassers.
+ TV: Tafeln der Ausleferinnen und Zählerinnen des fertigen Papieres.
v, Hammer zum Glätten, welcher vermittelst einer Kurbe gedrehet wird. 4 Oefnungen des Wassers zum Ausfluß aus der Mühle.
Die andern Theile des Gebäudes sindin der Bunietei! ebe bemerket, und bedürfen feiner Erklährung,
*
Bierte Kupfertafel,
Das Tımere der Mühlen mit Stampfen, Sigur I. Perspectivische Vorstellung der Mühle.
ha, Das Mühlenrad.
B, B, Der große Wellbaum.
?
-
€" Zacfen, vder Nagel, welche die Stampfen aufheben;
| V, Stampfen oder Hämmer, welche die Lumpen zerstoßen.
?
E, Forderstauder, welche die Schweife der Hämmer.in sich haben,
s, Hintersta. ider, welche die ieder Stampfen in sich haben.
ih
‚F, Der
179
welchedie Kunst des Papiermachens vorstellen.
F, F, Der Söcherbaum, oder Trogbaum,, in welchem dieStampflöcher ausgehölet sind.
6; Stampflöcher, oder Holungen zu den Stampfen.
H,erg Trog, oder Rinne, Ständer Sinannt, welcher das Wass Cin BIP öcher leitet,
'
1, 1,1, Hafen, welche den langen Trog an die Mauer befestigen.
-
2 2, 2, Rinnen, oder Röhren, welche den fieinen RERdas Wasser geben, : I, Kleines Angeweide,
-
K, Großes Angeweide.
L, Der Mühleuwagen welcher bidie ganze Zufanımenfügung hält.
'
M, Zober, Gerlon genannt, in welchen man den feingemachten Zeug giefet, wenn er ans dem feinmachenden Stampfloche kommt. 4 N, N, Kufen, oder Kasten- in welche der „Zeug gethan wird, wenn er aus den feinma» :
"machenden "Stampfen kommt.
a
!
Sigur I,
- Geometrischer Plan der Mühlen.
A, Das Mühlenrad. - B,B, Der große Wellbaum.
\
de
;
C; CE; Zacken, oder Nagel desselben. x D, D, Stampfen oder FREE: | | E, Forderstauder,. f A e," Hinterftauder. F, 2öc<herbaum.
G. Stampflöcher, oder Holungen zum Stampfen. H, H, Der lange Trog, oder Ständer. -
:
I, Wasserrinne, welche dem langen Trog das Wasser liefert. TEN WE ) . ten hal r ue Ma der an ihn die „ fen Ha 1, 1, ı, -9,2,2,Röhren , welche das Wasser den kleinen Wasserfasteu mittheilem, K, K, K, Kleine Wasserkasten , mit ihrem Seihgefäße bede>t. , Röhren, welche das Wasser den Stampflöchern geben.
* Hölzerne Brücke über den Wassergraben, welcher nach dem Mühlradegehet,
n. ge ra ut rtz fö n pe m Su e di n, fe Ku ne ei Kl , "M ;
Figur IM.
r, he füc be le üh M die en lch we s au , ke üc St r de g un eib - Beschr den äußersten Enden der Stampfen:
A, A, Stampfen; a, a, Bänder an
. en ig st fe be zu er nd Bä e di , ile e K 3, 2, , “x
abgeschnitten vorgeftellet wird, der Stampfen , rei der eine besondezerrsschalsneiden B,B, Köpfe de, : Lumpen
' b, b, Die Zähne, oder Nägel, welche die
, gt trä e pf am St r de eif hw Sc den er lch we , rs de tau ers € Thei eines Ford
-D, und p, der Sporn,verhwelintecherrt, vie Stampfe unter dem Kopfe "verstärker, und die Abm "gun3 des Holzes
E, Die Winde, welche die Stampfen aufgngelten |diene
e,„Der eiserne u; „ oder Band daran.
33
T
]
8, unter
180.
Exrfiährung der Kupfertafelundn Figuren, m
e, unten auf der Kupfertafel, der Hinterftauder.
F, Der Forderstauder.
?
5
en
|
%,*r,%o, große Nägel over Pflöe , um die Stampfen-aufgehaben zu erhalten.
* 1,2, Löcher, um die Forderstauder , an den Löcherbaum zu befestigen.
>
y»Ble ben sel des alb erh inn lfte Hä die n ma rch du wo , es ch flo mp Sta G, Durchschnitt eines
- " recht bis zum Grunde siehet.
.
:
H, Spülgefäße, um die Stampflöcher auszuwaschen.
*h, Dedel des sogenannten Kas,
“
5 1, Durchschnitt eines Stampfloches bey seinem untersten Theile. 'K, Soptftück, oder ovale Platte von Metall, welche den Boden des Stampfloches bedecet. K, Stüdholß , welches den Kas zu ziehen dienet, ; 4 e. ch flo mp Sta dem vor 'L, Stelle des Kas
M, Kas, oder Namen mit Haarfiebe, welcher das Wasser aus dem Stampftroge heraus : läßt, nach der Maafe, wie die Lumpen gewaschen werden. m, Handgriff des Kas, welcher dienet ihn aus seiner. Stelle zu ziehen, “ e: ang Kas ; des en Ram den r übe b rfie Haa das hen welc mit , fen Köp ten plat mit el Näg N, nagelt wird.
t. re ah w be n. ße nu Ab m de r vo e pf am St r p, Sporn, welcher das Holz de stiget.
fe be fe p am St r de f p o K n de an n ih X, Hölzerner Keil, welcher 2 lt. hä r de au st er rd Fo r de e pf Ko Y, Nagel, welcher die Stampfen in dem a Z m zu en n ih d un t, he ge n fe p am St r de f ei w h Sc n de h rc du er ch el w l, e g a N Z, eiserner pfen dient.
, l e f a t r e f p Fünfte Ku
n li y C t ls te it rm ve e ch el w , le h ü rm ie -Aufriß und Plan einer Pap |
. en m m no ge is rg ta on M zu r de n vo t, ite be ar der
t. ge me be d Ra e oß gr s da h sic em lch we in , te et hb ut Zl A, d. wir t ege bew r sse Wa das ch dur s che wel , eln auf Sch mit ad. hlr Mü ßes Gro C, C, . et. träg be Kur die und d mra Kam ne klei das her welc es, Rad en groß des um llba We D, D, eben eine lbst dase hes welc te, Sei en link der auf s um llba We es dies even e End es erst äuß d, ; ;
dergleichen Einrichtung hat,
:
d. wir en rieb get rad mm Ka ne klei das ch dur r che wel , en stö eb Tri 34 von F, Trilling , et. räg ,«t rad mm Ka ßes gro ein h auc e lch we , gs llin Tri des e Ar G, 6,
H, H, großes Kammrad von 67 Kämmen oder Zähnen, welches auf drey-Cylinder wirket, F
1,1, 1, Trillinge der Cylinder. t, ege bew fe Ku er fein in sich er lch we r, de lin Cy ter ecf geb auf ein K,
L, ein Cylinder , mit feinem Dache bedeckt. M, Stelle des Cylinders in seiner Kufe.
;
m, m, Nach einen Winkel gestellte Seitenwände, die sich auf jeder Seite. des Cylinders be.
finden,
;
von e Läng r ihre ile The m eine in e Kuf die he welc d, wan eide Sch r ode , hied ersc Unt N, "N, einander theilet.
"7, Stelle
5
=
welche die Kunst des Papiermachens vorstellen.
18T
n, Stelle der FGitterramen, welche verhintern, daß der Zeug durch die. Bewegung des Cylinders nicht aus der Kufe heraus geworfen wird. - O, Röhre, durth welche der Zeug aus der Kufe indie Vorrathskasten geleitet wird. P, P, Theil der Kufe, so von dem Cylinder eingenommen wird. Es
Q,Q, Theil der Kufe, so von den Lumpen eingenommen wird, ; ] R, R, Kleines Kammrad von 4x Kämmen, welches den Trilling des großen Kammrades - -
V, Röhre, um das Wasser, welches die Lumpen gewaschen hat, außer der Mühlezu leiten,
: Sechste Kupfertafel | Umständlihe Vorstellung der Mühlen mit Eylindern , der Gitterramen, und der stählernen Walzen zum Glätten.
5
NB, Man hat in diese Tafel keinen Maaßstab fegen können, wegen der sehr grose sen Verschiedenheit der Gegenstände, die darinnen vorgestellet werden. -
A, Einen Winkel machende Seite, durch welche die Lumpen unter den Cylinder kommen, B, Platte von Metalk, auf welcher die Lumpen zerrieben werden. b, BP, Abriß eben dieser Platte in Großen. C, Holung , in welcher fich der Cylinder bewege. D, einen Winkel machende Seite, durch welche die Lumpen wieder unter dem Cylinder her»
- "vorgeh ,„. en und wieder in die Kufe fallen. E, F,-äußerliches Ansehen einer Cylinderkufe. F, hk, ein Stück Holz, oder Hebek, welches den Zapfen. des Cylinders unterstüßt.
6, Dach, welches den Cylinder bedeckt. Ra a = g, Mittelpunct des Cylinders, welcher fich vermöge "des Hebels /, h, erhebt.
y, Durchschnitt der Platte auf ihrer Breite, - H, Stelle des Cylinders, se 4 1. Ramen mit Gittern, welche die Lumpen zurückhalten.
h, äußerstes Ende des Hebels f, h. : - L,.Waffer, welches in die Kufe fließet, um die Lumpen zu waschen. M, Hebewinde, die bestimmt ist den Cylinder vermittelst des Hebels /, hr zu erheben. N, Hölzerner Keil, vermittelst desselben man das Verhältniß erkennet und beftimmer, wie viel der Cylinder zu erhebm 5-5 5 P, Thüv, welche sich öfnet,um. den fertigen Zeug heraus fließen zu lassen. Q, Bleyerne Röhre, welche den Zeug in die Vorrathskasten leitet, R, Hebewinde, um-den Cylinder ju erheben. S, T, Baumes Cylinders, acht Fuß lang.
'V, V, Länge des Cylinders.
-
'
vu, 11, Durch zesser des Cylinders, | 55 w, w, eisernes halbfugelichtes holes Rundstück, welches das Oel der Zapfen herunter zu fließen verhintert,
X, Trilling mit 7 Triebstöcken , der sich auf der Are des Cylinders befindet.
Y, Zeichnung von dem Trillia de gs Cylinders, 2
. ;
'
Z,
Eiset-
182
- Erklährung der Kupfertafeln und Figuten, -
L, Eiserne Platte, ober Bedeckung: welche einer jeden €Seite des Cylinders zum. Grunde dienet, und in welche die eisernen Schneiden, woraus er bestehet, eingepasset werden. , 8,„Kammtrad, welches sich vermittelst des Wassers drehet, und den Cylinder zum Glätten än Bewegung feget. B, Kupferne Cylinder von-einem Fuß in Durchmesser und dreyßig Zoll Fänge, zwischen welchen man einen jeden Bogen Papier durchgehen läßt.
C, C, Hölzerne Keile, weiche einen Cylinder gegen den andern anzuschließen dienen.
|
D, D, Gitterfenfter mit doppelten Schiebern, in perspectivischen Aufriß, um den. Eingang
"bes Windes in den Aufhängesaal zu mäßigen. :E, E, Grundriß der Gitterfenster, deren eines vor das andre geschoben wird, zur Hälfte ges "schlossen.
6. 312. Man fehe
|
Siebente. Kupfe etafel. 1. Sigur.
|
Aufriß einer holländischen Papiermühle, A, A, A, Edfsäulen, welche das Mühlengehäuse bilden.
N “ ' Wendebaum, oder Welle, welche dienet nach dem Winde zu drehen, B, Creußbänder, welche das Zimmerwerk zusammen halten. % b, "Bänder ‚ oder Stücken Holz, welche das Zimmerwerf unterftügen.
C, D, Der große Wellbaum, ‚welcher nach dem Winde gerichtet wird. des alt Gew die en geg um llba We 00 82 den hes welc ir) uto (He , tall Mc > Stü d,"Ein
Windes unterstäßet.
- E, Ein Kaimmrad von 61 Zähnen.
?
T
ze, e, Ruthe der-Windmühlenflügel.
F, 6, Se ee rm, welcher die Bewegung ben Eylindern mittheilet.
H, Kammrad, von sieben und funfzig Zähnen, welches die Cylinder in Bewegung feget. K, Dach, welches einen von den Cylindern bedeiet.
L, 1 Rückwellboum , welcher die Bewegung zwey Schaummachenden Cylindern-mittheilet. M, Kammrad von 23 Zähnen, welches an dem untersten Ende seinesBaumes ein andres
Kammtrad führet, «welches bestimmt ist, die Schaummachenden Cylinder zu bewegen. N, Kufe eines dieser 'Schaummachenden Cylinder.
6, Kammrad, welches die Pumpe gehend macht. _ P,' Kammrad, welches die Kurbe der Pumpe treibt.
2, 2,0, Seil, welches das Kammrad P zu erheben dienet, wenn man fein Wasser verlanget. R“ 0:5" S; Schwengel der Pumpe, welcher durch den Punct Q beweget wird, und sich um den Punct S drehet.
R, R, S, Triebstange des Pumpenstempels, welcher in die Röhre und den Körper derPum» pe hinunter gebet.
. T, Wasserbehälter, oder Rufe, welcher das Wasser der Pumpe in sich nimmt, nach feis
nex Länge vorgestellet.
V, ein Sr Wasserbehälter, in welchen das Wasser aus dem erften läuft; gleichfalls in "feiner Länge vorgefteller.
V,v, Vu, NONeR oder Rinnen, welche das Wasser indie Cylinderkufen leiten. X, X, Gal»
|
n, lle te rs vo s en h ac rm ie äp P s de st n welche die Ku
183
t, he ge rum he erf rw me Zim s da um nz ga n hle Mü r de st en X, X, Gallerie, welche zum Di Br zu ziehen. '
de in W m de ch na sie um n, le üh M r de f ei hw Y, Z, Sc
1
e ch gli we be s da n ge ge n le üh M r de f ei hw Sc n de e lch we y, y, Schiefgehende Stücken Holz , 4 ERD
Dach unterstüßen.
e, rad mm Ka dem t mi ach nd hle Mü das sich n che wel f au s, che Da bes Ww, W, Grundbalfen , et eh dr um t, re hö ge zu da as w m le al d un dem Wellbaume,
Sim I.
n dem n o v o s , rs de fin C n e l ho es n ei itt hn sc ch ur D m de n vo l ei D m i n, rde wo he ac br a zu r e Th ; | . en um nrä he isc Zw ey zw t mi en Eis en end d ei chn y-s dre von ng ßu R, R, S, S, Zusammense ns ha . ist n ie Lin 18 n vo e lch we
T, V, Dicke der schneidenden Eisen, . ist ll Zo ey dr e lch we , n se Ei n de en eid hn sc r de T, T, Höhe en züg ben rau Sch mit die de un Gr r ode l cke De n rne eise dem f au die X, Schraubenmutter, > t; m m ni h sic in ns se Ei n de en eid hn sc en jed s versehenen Zapfen eine
r, he ge ein hin en Eis e nd ide ne sch s da in e lch we , e pf Ko n hte kic Y, Schraube mit einem vierec | . en ig fe be zu l ke ec D en um sie desto besser in dem eisern . nd si n se Ei en nd de ei hn sc n ne de n he isc zw e ch 7, ZL, Zwischenräume von 18 Linien, wel n, de bil n ge in Kl en nd ide ne sch r de e m äu nr he isc Zw die e b, b, Cirfelformige Schneiden , welch r« lfö ke cir n de an die e lch we in , d sin ht ac br ge an en Eis en nd .d, d, Fugen, die in den schneide |
-
n. he ge in ne hi en ng Zu he ic dl fin be en d ei n h migen Sc
m u d, ir w ht ac br ge an ge in Kl de je f au e di , en ni Li er vi n vo g un ol H ne tte ni ch es sg au e ez, Rund die Lumpen desto besser zu zerschneiden.
l, e f a t r e f p u K e t h Ac
: n u es d ß ri d n ru G r: e d n li y C te ig rt e rf ve t r A er ch s i d n ä l o h ch a N tersten Theiles der Mühlen, deren Aufriß die: VIL Kupfertafel '
„ausmacht.
R
Fi
it m er e wi , ift lz Ho n vo nz ga r de , rs de lin Cy n de en A, A, Durchschnitt eines Schaummach
, et eh dr te lat rp te Un ne oh ng lu Ho r de in h sic t ck de feinem Dach be . ist ng gu we Be in ug Ze r de er“ lch we in lz, Ho n vo B, B, Holung . et tig er rf ve rt A he isc nd llä ho f au , rs de lin Cy s ne C, Durchschnitt ei
. ird w t lle ste 'ge r de lin Cy n de r te un fo l, al et M n vo D, Platte e, uf rf de lin Cy er ein tt ni ch hs rc Du r te ch : d, d, senkre
En
:
. ist n he rse ve r de lin Cy r de it m wo n, de ei hn Sc n E, Eine von den eiserne
en ern eis en ein n ma it m da , d sin ht ac br ge an en Eis e nd 2, ce, Fugen, die in. jedes schneide | - Reif indieselben passen könne. um , ird w t lle fte ge f in rs de lin Cy s de ch Da s da in er F,Ramen mit Dratgitter, welch n. lte ha zu ck rü zu ug Ze n de d un , en aff ul hz sc du r das Wasse
F, Stelle des Drathgitters.
s de uß nfl Ei n de an m nn we , t ße lie ch rs ve g in h - G/Ein Stü Hölz, welches das Dac ; Wassers zurü halten will.
184
- Erklährung der Kupfertafeln:und Figuren,
g, Stellung. des;Brettes ‚ welches das Wasser aufhält.
y, Speygat, oder Röhre, welche das Wasser, nachdem es die Lurtipen gewaschen bar,din „nimmt, um es ausser.der Muhle zu leiten.
.
H, Abriß. des Kammrades, welches die drey Cylinder umbrehet,
2
I, Kanımräder, die sich an dem äußersten Ende eines jeden Cylinders befinden, um die Bewegung zu empfangen. K,K,K, Grundriß der Kufen mit ihren Eylindern..
L,L,L, Rückwellbaum, welcher die Beivegung den wh Schauyiächen Cylindern mit«
theilet.. | M, Planeines Kammrades ‚ unter welchen auf dba der Are dasjenige.angebracht if, welches in die Schaummachenden Cylinder eingreift, N, N, Grundriß der Schaummachenden Cylinder mit ihren Kufen,
P,- Speygatte , oder Rinnen „deren Durchschnittin yvorgeftellet ist. Neunte Kupfertafel.
-
„Fühlen in Form eines Kegels, so von Herrn vonm Genfane | vorgeschlagen worden.
Sigur 1.
A, Grundriß der Kufe, in welcher sich der Kegel beweget.
B,۩, D, Kegel, mit schneidenden Eisen versehen, fait der Cylinder vorgeschlagen.
E, F, Platte, die auf jede Seite der Kufe gestellet wird.
G, Pfanne, in welcher sich der Zapfen des aufrechtstehpri Kegels beweget.
G, der 8, H,HebeX,l,abgebrochener , oder an einer Stelle si c h bewegender, und einen Winkel machenwelcher den Kegel zu erheben, oder herunter zu lassen dienet,
H, Scharnier des Hebels G, H, X,
I„Trilling, der sich auf der Aye des Kegels befindet. -
+
hand
K, Kammrad, welches den Trilling drehet, und welches vermittelst des Wassers beraget "wird.
M, O, Stellung der Platten in der Kufe auf jeber Seite des Kegels.
R,R, 'Aufriß des Kegels in seiner Kufe.
I, neT, Zwischenraum, der sich zwischen dem Kegel und den Platten befindet, „wenn die PfanG, er hoben ist.
S,S, Gleichweiter Abstand der Platten von den Seiten des Kegels.'
N?' Bevestigter Zapfen, um welchen sich derHebel G, s, H, drehet.
X, Schraubenmutter, vermittelst derselben man den Kegel ethebet „ober Bee: läßt. Figur 11,
Maschine um die Lumpen zu zerschneiden, vorgeschlagen anstatt des Zumpenschneiders- von Herrn von Genßane.
T, 7 Kufe zu der Maschine, die statt des $umpenfchneiderg. dienet. V, Scheidewand der Kufe.
V Y, Einin einen Winkel gestelltes Seitenbret, fo mit Schneiden versehen ist ‚um die Lun» pen zu zerschneiden,
€, Drehen-
185
des Papiermachens vorstellen, ht e Kuns wedielc
n eide Schn b die he welc in n, ehe vers ig r g ode tten chni Eins mit r, nde Cyli der hen Dre C, IF « hinein zugehen, Raum. haben,
>
. fe Ku r de in en mp Lu r de ng gu we Be , D B,
|
;
'
=
m, Teilling, der sich auf.dena drehenden Cylinder befindet. Ein
N
kN
bt, e gi e B e di n Lumpe den her c wel ers, Cylind des t t schni Durch 5,8 4 E Eben dieser Cylinder, von der Seite gezeichnet. BEE
t. äg tr g in ll ri T n ne ei e ch el w , rs e d in Pp, Are des Cyl
AINET EG
;
er
-
b.588 Einschnitte oder Fugen des Cylinders, in welche die Schneiden hineingehen.
1, 9, Abschüßig gehende Seite , auf welcher die Lumpen von den Cylindern mit fortgezogen werden,
a,b, c, d, stählerne Schneiden, oder schneidende Klingen, welche die Sumpen in Stücken: ; von zwey bis drey Zoli lang zerschneiden Foslenn. x
.
Zehente Kupfertafel,
. Papierformen, mit weichen man die Bogen Papier schöpfet. et. teil ges vor n obe von , ier pap cen Glo zu me for ier Pap er ein n me Rah A, A, B, B,‚Eben dieser Rahmen, - von unten anzufeben.
N ER ET M rs te t i hg at Dr s de n de Fa e i d . um , en llg hene Rö gdrathgen:verseindem C, MitundMeßzu inbefesti C," fügen man jedesmal ein Köllgen von oben nach unten; und das andre von unten nach oben durchiteder.
r re ih n vo : n r er itt hg at Dr s da e D, D, Stäbe, oder sogenannte Stege, welch
scharfen-Seite vorgestellt.
E, E, Eben diese Stege, von ihrer runden Seite anzusehen, Wine unter der„Forme ie
rs a e j , en llg Rö en en eh rs ve th ra gd in eß M it m F,F, Die it; be Ar r de e ng fa An zu en llg Rö e es di en G, G, Eb
ER:
us,
125
u 2
3
n. ehe eing hin ge Ste der en End en erst äuß die che wel in , ns me Rah des ten geif H,H,
g, 'G/H, H, Auf der rechten Seite der Kupfertafel; Rahmen oder Deckel, den man: auf
die Forme thut. . en eh zus an ite Se en arf sch ner sei n vo er od en ob n vo rs, de son be eg St 7,1, Ein nhe se zu an ite Se n ete nd ru ge r ne fei n vo er od n, te un K, K, Ein Steg, von r. ede bed s ath Dr des n de En ten ers äuß die es lch we ‚ ch Ble s rne pfe Ku L,3
.
und leßtern M,he Der -Spanndrath oder ein Faden Meßingdrath, welcher statt ndesweersten rden. teges Dienet, und über welchen die Drachgitter herum „geflochte
RP,Kleine kupferne Klammern, um die Ramenleisten- zusammen zu halten.
vu
Az
Eilfte
186
En, Erfiährung der Kupfertafeln und Figuren, Eilfte Kupfertafel,
Arbeit des FR: wenn die Bogen gebildet, geleget und "unter die Presse gebracht. werden.
3
3
Figur I,
A, Der Arbeiter, oder Eintaucher, fu Trütschland der Büttgefelle, der fih auf feiner "Schöpfitelle bis an den Gürtel befindet, und seine Form aus der "Arbeitsbütte wieder
herausziehet, die mit einer Lage von Zeuge bede>t ist, woraus der Bogen entstehet, -
. umfie dem Kautscher zuzuschieben.
-B, Arbeitsbütte, worinnen der verdünnte und warme Zeug ist. b, Defnung der Pistole oder Pfanne, welche das Innere der Arbeicsbiytte erwärmet, C, Deckel der Forme.
D, D, Papierformen,in zwey Richtungen vorgestellet,
F, Der Käutscher, welcher die mit einem Bogen versehene Bor empfängt, und fie ar den Filz oder das Stüd Tuch umstürzet.
FH Dedel des Filzstoßes , den man darauf thut, ehe man prefet.
G, ein schon fertiger Stoß Filze, oder ein Haufen Papierbogen, davon ein jeder durch eiei» nen Filz von dem andern abgesondert ist.
8, ein frummes Stud Holz, um den Stoß Filze unter die Pressezu ziehen.
H, H, Eine Presse, um das Wasser aus den Filzen zu pressen.
I, 2, 3, Erfüllungsbretter, welche-man auf den Stoß Filze thut, wenn man si sie unter die
"Preße bringt.
5, Der Formfteg, auf welchen man die geschöpfte Forme dem Kautscher zuschiebt. 6, Abtropfebrett der Arbeitsbütte, auf welches der Kautscher seine Forme stellet.
7, 8, Pfld>e des Abtropfebrettes, gegen welche man die Forme lehnet.
3, Ein Lehrling, der die Filze aufhebt, Jeden Bogen Papier zudeet, und dem Kautscher die Filze zureicht.
K, Der Aufnehmer des Papiers, welcher die Bogen von den Filzen abnimmt, dieselben auf .
"seine schiefgestellte Bank leget, und daraus einen weißen Stoß macht.
L, eine fleine Presse, unter welcher man die weißen Stöße Papier preßt, M, Kupfernes Becken, um den Zeugin die Arbeitsbütte zu tragen.
R, Ein Pflock, welcher dieSchraube der Presse aufzuhalten dienet, wenn man denHeb baumin ein andres Loch steckt, -
Sigur
Weiße die Sun des Papiermachens born Be Sigur IL -
,
:
2
'A, A, Ständer der Presse. B, Arbeitsbütte, eiserner ena seiner kupfernen Pistole in RR einer Blase!: mieeiner - Zeinewand befleidet,
;
!
D, Die Schraube der Presse, die mit vielen schern verschen it,umER Hebebaumm C, Der Stuhl der Presse. ein zu stefen.
Es würde besser seyn, wenn siein Form eines Trillings mit vier T
„stöc>en gemacht wäre,
E, Schraubenmutter oben in der Presse.
F, Das Bret, worauf der Stoß Filze geleget-wird, in Fefe Kautschbrett,
-
15 Handgriffe (an dem Kautfchbrette,
G, Der Krumme Sto, um das Kautschbrett an seinen Handgriffen zuziehen, H, Deselbrott des Scoßes Filze.
1, Bank des Aufnehmers, in Form eines abschüßig stehenden Gestelles, - L, Leuchter zum Gebrauch der Arbeitsbütte,
-
M, Abtropfebrett auf der Arbeitsbütte.-
—
_
1, m, Nägel, welche das Brett! der Bank befestigen.
N, Einfassung der Arbeitsbütte, worinnen die Schöpfstelle angebracht wird.
O, Die Faßtauben der Arbeitsbütte, dis mit einem eisern Reif zusammen 'gehalten werden,
P, Pistole in/Cylindrischer Form, deren man sich in einigen Ländern bedienet,
**x Pflöcke des Abtropfebrettes, .
/
Zwölfte Kupfertafel,
Die Leimung des Popieres,| Sir I,
‘a, Ein Arbeiter, welcher den eifernen Korb, ‚der die Seimabfchnigelin sich hat, aus deni "Kessel nimmt.
B, Ein Arbelter, welcher den Leim durch das Seihtuch auf |dem Gestelle gießet, um dle
Unreinigfeiten davon abzusondern.
€, DerSaalgeselle, welcher die Bogen Papier leimet, indem er fie in den Eintauchungse
fessel eintauchet,
Aa 3
m
D, Preße
188
1 Beflährungiee Kupf.rtafely:und Figuren,
D, Presse, worunter der Saalgeselle das ;g&eimie Papier bringt, um den EN te in auszupressen.
„4, d, Kleine sichten Bretter,deren sich der Saalgeselle bey.dem A bedienet. 1.8 E, Fußgestelle der Presse, in welchem sich eine Rinne befindet.
. 7
Se: np -
F, eber5 ;iu RICHT der anägepbefsie TR em rise RR
H Ka. " welchem man den Leim dänchfülßte> -2"
I, Eintauchungsfeffel, in SEHR geleimet , und der in wird.
BNE
a“
‚einer gelinden.Wärme.‚erhalten
K, Eiferride Korb‘, in welchen manbie Abschnißel hut, aus welch en man ‘den
imkochet.
L, Kloben oder Rolle, ie vem u man denen fee Korbaus dem Kesselair,
>
A, Zober, in welchen der Leim aus der Presse fließets-
B, Eiserner Korb, den man den Somiten nennet, in rc;man fochet.
|
diiee Sb!
„Er Der große ober. en Kessel, in1 welchem ker keim„gefocher wid.
3
!
D, Kleine ficht tene Bretter,umdie Handvoll Papierdamit aa, undfie oh
ne Zerreifs
"sen zu leimen.
PERI:
E, Eintauchungsfessel, in welchem man leimet.
:
F, Dreyfuß, um diesen Kessel darauf zu, fegen,
6, Kohlpfanne, um den Eintanchungsfeffel i n einer "gelinden Wärme zu erhalte H, Kupfernes Beten, 4‚ann der gem,"auszuschöpfen.
9. »D
n.
1, Gestelle , das man auf den fleinen Rim: Ber einem Tuch
teim durchzuseihen.
A.
e auf di vemselben sieltet, um den He
„KR Kleiner Keffel, in weten man den feimdurch das „Seihgestelle Hießet.
ya k)
welche die Kunst des Papiermachens vorstellen.
389
Dreyzehente: Kupfertafel,
Aufhängesäle zum un
A, Theil eines Aufhängesaals, -perspectivisch ee T
B,ie, welche das Papier in Haufen?'bringet, ehe es in den Ban ae wir
©, Arbeiterinn, welche das Papier mit ihrer Rießhänge aufbänget. D, Arbeiterinn, welche das, Papier.bziehet,. wenn
, Bank der Aufpängerinnen, FR
es trocen ig:
u
228
F,Stuhl, auf welchen man die halben Ballen Papier legt, wenn man sie aufhänget. 6 6,„Pfeiler, vn den Dochsiußsd des. Ashingeszals en
|
Grundriß eines Theiles vön einem Aufhängesaale.
A, Viere>igte Stangen, in welchen Löcher find;um die runden Stöcke. zum Aufhängen des Papieres zu unterftügen,
|
€, Runde Stöde oder Hölzer, welche die Seile tragen.
-
Vierzehente“ Kuüpfertafel, Die Arbeit des Glättens, mit der Hand undmitdem Hamwe7if va
Ae, und WM &
A, A, Die Stehen, welche das Papier mit Ben? Cine reiben; * a, a, a, Ein Kiefelftein,
den man den Glättstein nenne.
urs
untersuchen, um die, Fehler darinnen zu erkennem
©
B,B, B, Die AusfuchEN welche das Papier gegen.den3 pr oder gegen den Tag
C, Eine Aussucherinn, welche das Papier mit dem Messer Pr I, 1, Ölätefteine besonders vorgeftellet.
2, 2, Messer der Aussucherinuen, D, Die halben Ballen Pappier, Balons genannt. Sigus Il,
% n e r u g i F d n u ln fe ta r fe p u K r e d . g n u r h ä fl r E ; " a m » Sigur“ II,
zu en rt So en oß gr e a um t, äl h er m am H m de &, Ein Arbeiter, welcher vas Papier unter ; K
"glätten.
;
t. he ge er au M e oß gr die ) rd du l, ie St n sse de , er B, Ein Hamm
b, Papier,das unter dem Hammer ist,
|
, rd wi t ge we be r sse Wa s da rch du er lch we s, er m m Ha s de l c, Stie
[4
D, Der Ambos , auf welchen man das Papier- legt,
E, E, Eben dieser Ambos, besonders vorgestelle.
F, Hölzerner Blo>, in welchen man den Fuß des Ambos befestiget,
eG, Halbe Ballen, oder Stöße Papier, die geglättet worden sind,
, n e tt lä g u z R D s a d t r A e tt ri d e n i e lt ä th n e N E A H E IE R Die sechste AO
a zu n a Y t s n u K r e d n ER do
E
>
7mu
R
:
A Ii U
BETT
llm
ın UM
Hu In
INN
| UIMl]
a i
= "wiM. I
:
aeya
x
i Fe=‚gi
I
ll]
LU «Ss;
=
Mm
r
x
'
|
|
arme Emy a en a -
| |
|
|
|
- LAMM APE III
|
| |
Sn
Athene
nee
Dey
2
|
“
|
|
.
' 4
j
|
|
/
|
|
|
|
3 [1
R
uw
|
4.
«
-
|
=
'
nN
| 4
4 ,
|
k fl
'
RIEN €
|
|
r
+.“
R
>,
En
-
r
|
SIE
I
wrh
/
z
| ;
.
'
»
[>
DO
I.
' |]
u“ -
R
Bud
>>
dau
N
u |]
3
ei
>32
3
“4.
et
nen
x 1 Ei“ jun
DT WLE AUT
SES
ESSO
SEEING
-
"+
————
FO
IN
„>.
un nn
FET
„well
-
=
mn num innere,
nemen
SEP
4
4
.»
22.20.80
| | seg =
ALUZ
x
N
„4
De
»
ud.
_..
|
TIO
DE Si SIE rs
N
FO
Kur
nn
Pr)
EE
h
N
er A
17
"SF
Ne
'
a
Eh
54.070
.
|
Poppiermachen.
vw
En
‘
gs \
N
aa
een
cr
4 GEBE
IIER
TENE
EG
ufhange 8FB |
ap
|
|.
|
22
\Y
+R4 >». a
nn mn mn
v
HR
We
:
T
x
'
;
4
i
e
“
-
;
i
TE
1
” N
)
2
Ses
\
'
In
7
\
k
|
oe
,
x
'v
[]
x
|
y , .
'
Z
{
237
'
;
y (
N
x
'
’
€:
?
kb"
/
',
-
-
\
%
ü
/DODQGH-RVHSK-pU{PH/H)UDQoDLVGH 'LH.XQVW3DSLHU]XPDFKHQ
%HUOLQ6WHWWLQXQG/HLS]LJ +ELE7HFKQ XUQQEQGHEYEEVE 9'